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Sportmedizin

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Cannabis

Cannabis (Cannabis sativa), bekannter als Hanf, dessen Pflanzenteile berauschende Wirkung haben können ("Gras", Marihuana, Haschisch). "Die Anwendung von Cannabis führt eigentlich nicht zu einer Verbesserung sportlicher Höchstleistungen. Allerdings kann aufgrund der sedierenden (beruhigenden) Wirkung von Cannabis ein Athlet in gefährlichen Sportarten (z.B. Downhill Radfahren) risikobereiter in den Wettkampf gehen, was u.U. dann auch mit einem…

Chiropraktik

Chiropraktik (chiropractic), (griech. „mit der Hand tun“), manuelle Therapie: die Behandlung von Störungen am Bewegungsapparat durch Handgriffe. Techniken sind: Traktion, translatorisches Gleiten (→Translation) und Behandlung der Weichteile. Das allgemeine Ziel ist die Normalisierung von Funktionsfähigkeit, Zusammenspiel der Gelenke/Muskulatur, dabei die Linderung bis Beseitigung von Schmerzen. Sie darf nur von dafür spezialisierten Ärzten und Heilpraktikern (→Chiropraktiker)…

Chiropraktiker

Chiropraktiker (chiropractic), Spezialist (Heilpraktiker, manueller Therapeut, seit 1976 in BRD auch Chirotherapeut oder als Zusatzbezeichnung für Ärzte), der sich mit der Diagnose, Behandlung und Vorbeugung von Funktionsstörungen des Bewegungsapparates sowie den Auswirkungen von Gelenkblockaden auf das Nervensystem befasst. →Chiropraktik "Die einen machen sich beim Geldverdienen den Rücken kaputt und die anderen verdienen Geld am kaputten…

Chirotherapie

Chirotherapie →Chiropraktik/→Therapie, manuelle

Chlorakne

Chlorakne (chloracne), chronische Hautkrankheit durch Kontakt mit Chlor und Chlorverbindungen (→Chlor), die fälschlicherweise mit der Chlorallergie verwechselt wird. Die für Schwimmbäder geringen Dosierungen reichen für eine Chlorakne nicht aus, zumal sie nicht durch reines Chlor, sondern in Wechselwirkungen mit anderen chemischen Stoffen verursacht wird. Chlorakne kommt vor allem bei Industriearbeitern vor, die direkten Kontakt mit…

Chlorid

Chlorid (Cl) (chloride), Salz der Salzsäure, das zusammen mit Natrium den Flüssigkeitshaushalt des Körpers reguliert und als Bestandteil der Magensäure die Verdauung beeinflusst. Bei Cl-Mangel kommt es zu Störungen der Magensäureproduktion, niedrigem Blutdruck, schnellem Puls oder erhöhtem pH-Wert im Blut. und Durchfall. Chlorid ist im Kochsalz, gesalzenen Lebensmitteln und Mineralwasser enthalten. Sportliche Aktivität führt zu…

Clostebol

Clostebol (Clostebol), auch 4-Chlortestosteron, zählt als schwächer wirksames Derivat (Abkömmling) von Testosteron zu den androgenen anabolen Steroiden. Clostebol wird auf der WADA-Dopingliste unter anabolen Steroiden geführt (https://www.dshs-koeln.de/fileadmin/redaktion/Institute/Biochemie/PDF/wada_list_2021.pdf - Zugriff 17.02.21). Exkurs: Dieser Testosteron-Abkömmling ist ein typisches Beispiel dafür, wie eng Recht und Unrecht in der Dopingbekämpfung beieinander liegen. Es wird einmal als Dopingmittel besonders für…

Diagnosemethoden

Diagnosemethoden (diagnostic methods; diagnostic procedures), griech. dia+gnosis „Erkenntnis, Urteil“; in der Diagnostik angewendete Verfahren, die zumeist in der Forschung erprobt wurden und dann als Routinemethoden eingesetzt werden, um bestimmte Sachverhalte festzustellen, auf deren Grundlage Veränderungen in der Praxis vorgenommen werden können (in der Medizin geheilt werden kann). Im Sport werden sowohl bekannte Verfahren aus den…

Distorsion

Distorsion (distortion) → Verstauchung

Dynapenia

Dynapenia (dynapenia), Altersbedingter Muskelkraftverlust, der nicht durch eine neurologische oder muskuläre Erkrankung verursacht wird. Dynapenia erhöht das Risiko für funktionelle Einschränkungen und die Sterblichkeit des älteren Menschen und ist unabhängig von Sarkopenie, Gewichtsverlust oder Gewichtszunahme. Entscheidend für den Kraftverlust scheint der Funktionsverlust des nervalen Systems und der intrinsischen (von innen ausgehenden) krafterzeugenden Eigenschaften der Skelettmuskulatur…

Echokardiografie

Echokardiografie (echocardiography), Ultraschalldiagnostik des Herzens mit der die Vergrößerung aller vier Herzkammern gut nachgewiesen, die Wanddicke exakt vermessen und somit die Gesamtmuskelmassenzunahme berechnet werden kann.→Herzhypertrophie, →Herzvolumen, →Kardiologie Das Verfahren ist als nicht-invasive („unblutige“) und risikofreie Untersuchungsmethode besonders bei Sportlern mit hohen Trainingsumfängen interessant. Es ist aber relativ zeitaufwendig (15 min) und erfordert einen erfahrenen Arzt…

Eigenreflex

Eigenreflex (proprioreceptive reflex), Reflex, der im gleichen Organ ausgelöst (→Rezeptor) und beantwortet (→Effektor) wird. Typisches Beispiel ist der Kniesehnenreflex. Der Eigenreflex kommt in der gesamten Skelettmuskulatur vor und bewirkt bei einer Zerrung bestimmter Muskelgruppen einen sofortigen ausgleichenden Entspannungszustand (→Tonisierung). Beispiele: Bicepssehnenreflex, Patellarsehnenreflex, Achillessehnenreflex, Masseterreflex (Kaumuskelreflex) . Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Eigenreflex (Zugriff am 6.02.2019)

Eingangsuntersuchung, sportmedizinische

Eingangsuntersuchung, sportmedizinische (entrance check, sport.medical), sportmedizinische Untersuchung, die nach der Terminologie des DOSB für Landeskader(D) verpflichtend ist und an lizenzierten Untersuchungszentren/-stellen durchgeführt wird. Eigentlich gebietet sich eine Eingangsuntersuchung für jeden, der ein leistungssportliches Training aufnimmt, vom Nachwuchsathleten bis zum Masterschwimmer. Die Inhalte orientieren sich an der sportmedizinischen Grunduntersuchung, sollten aber mindestens eine Funktionsüberprüfung von Herz/Lunge…

Elektroenzephalogramm (EEG)

Elektroenzephalogramm (EEG) (electroencephalogram), griech. encephalon „Gehirn“; grafische Darstellung der durch Potentialschwankungen der Nervenzellen des Gehirns hervorgerufenen elektrischen Aktivitäten („Hirnströme“). Damit hat man Zugang zu den bioelektrischen Vorgängen, die kognitiven Prozessen oder emotionalen Zuständen zugrunde liegen, welche fundamentale Prozesse im Sport darstellen (Doppelmayr & Amesberger, 2012). Inzwischen hat man erkannt, dass hirnphysiologische Verarbeitungsprozesse ebenso sportliche Leistungen…

Elektrokardiogramm

Elektrokardiogramm (EKG) (electrocardiogram), griech. kardia „Herz“; Herzstromkurve, d.h. Messung des zeitlichen Verlaufs der Aktionsströme des Herzens. Elektrokardiografie ist ein grundsätzliches Verfahren in der sportmedizinischen Funktionsdiagnostik (s. http://www.sportmedizin-hamburg.com/images/pdfs/LeitlinienDGSP.pdf).  Dabei treten im Belastungs-EKG Herzveränderungen deutlicher hervor als im Ruhe-EKG. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen können verhindern, dass Sportler mit Durchblutungs- oder Herzrhythmusstörungen im weiteren Training hoch belastet werden. Das Sportherz…

Entlastungssyndrom, akutes

Entlastungssyndrom, akutes (discharge syndrome), Syndrom = Krankheitsbild; auch „Sportentzugssyndrom“, verringertes Leistungsvermögen mit vegetativer Fehlregulation durch plötzlichen Trainingsabbruch bei hoch trainierten Leistungssportlern. Das akute Entlastungssyndrom beginnt ein bis vier Wochen nach Trainingsabbruch und kann bis mehrere Wochen dauern, verläuft aber individuell sehr unterschiedlich (Urhausen & Kindermann, 1999). Symptome: Herzschmerzen, Extrasystolen, Schwindelgefühle, Kopfschmerz, Völleempfinden im Oberbauch, Verdauungsstörungen,…

Entmüdungsbecken

Entmüdungsbecken →Entspannungsbecken

Entspannung, konzentrative

Entspannung, konzentrative (relaxation, konzentrative), auch „Reise durch den Körper“ (Wottke, 2004, S. 195), Relaxationstechnik, die auf der Konzentration auf den eigenen Körper und seiner Teile beruht, begünstigt durch beruhigende Hintergrundmusik. →Entspannung, →Muskelentspannung, progressive Unter Anleitung einer qualifizierten Physiotherpeuten wurden im DSSV bei Trainingslehrgängen (3x Woche) Einheiten für konzentrative Entspannung (KE) durchgeführt. Gegenüber dem autogenen Training…

Entwicklungsstörung

Entwicklungsstörung (development disturbance) →Entwicklungsauffälligkeit  

Enzyme

Enzyme (enzyme), griech. en „in“ + zymē „Gärungsmittel, Sauerteig“; fast ausnahmslos Eiweiße (früher Fermente), die als Biokatalysator intrazellulär Reaktionen beeinflussen ohne sich dabei selbst zu verändern (im Gegensatz zu Coenzymen, die sich bei der Reaktion verändern). In dieser Funktion sind Enzyme für den Stoffwechsel unentbehrlich. Die Diagnose der Enzyme informiert über normale oder gestörte Stoffwechselvorgänge…