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Sportmedizin

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Ephedrin

Ephedrin (ephedrine), Hauptwirkstoff der Ephedra-Pflanze (Mormonentee), Wirkstoff aus der Gruppe der Sympathomimetika (C10H15NO), welcher die Gefäße verengt, die Bronchien erweitert und den Blutdruck erhöht. Als Bestandteil von Erkältungsmitteln wird es zur Behandlung von Schnupfen, zur Verbesserung der Atmung und zum Abschwellen der Schleimhäute eingesetzt. Da es aber auch zu den Stimulantien gerechnet wird, zählt es…

Erbrechen

  Erbrechen (vomiting), „rückläufige Entleerung von Mageninhalt als komplexes, vom Brechzentrum gesteuertes Reflexgeschehen“ (ROCHE-LEXIKON, 1987, S.517) mit vielfältigen Ursachen. Im Leistungssport können psychische (Über-)Erregung, Reisekrankheit und totale Verausgabung die Ursache sein (→Grenzbelastung). Besonders Ausdauersportler werden oft von Magen-Darm-Problemen geplagt. Da es sich in der Regel um eine kurzzeitige und vorübergehende Erscheinung handelt, ist ein Arztbesuch…

Ergometrie

Ergometrie (ergometry), griech. érgon „Arbeit“ und métron „Maß"= Messung der Arbeit;  Belastungsverfahren zur Einschätzung der physischen Leistungsfähigkeit mittels Ergometern im Rahmen der Leistungsdiagnostik. Dabei hat sich im Leistungssport eine stufenförmige Belastungssteigerung bis zur maximalen Ausbelastung  (Mobilisation) durchgesetzt. Die Ergometrie auf Fahrrad und Laufband wird nach den Leitlinien zur Belastungsuntersuchung in der Sportmedizin durchgeführt (http://www.sportmedizin-hamburg.com/images/pdfs/LeitlinienDGSP.pdf). Die…

Erholungspulssumme

Erholungspulssumme (EPS) (recovery heart rate sum), physiologisches Maß für die Höhe geleisteter Arbeit (→Belastung). Sie wird berechnet aus der Anzahl der Herzschläge (Puls) bis zum Erreichen der Ruhe-Herzfrequenz (Ruhepuls). Die EPS wird mit zunehmender Ermüdung größer. Zumeist wird der Trainingspuls (unmittelbar nach dem Anschlag) ins Verhältnis zu einem 3 Minuten später genommenen Puls gesetzt. Bei Leistungsschwimmern…

Erkältung

Erkältung (cold), im weiteren Sinne alle durch Viren oder Bakterien verursachten Erkrankungen der oberen Luftwege, im engeren Sinne der banale Schnupfen. Ursache einer Erkältung ist oft ein anfälliges Immunsystem nach hohen Trainings-/Wettkampfbelastungen oder/und Unterkühlung. Da die Prophylaxe (Abhärtung, richtige Kleidung, vitaminreiche Ernährung, ausreichend Erholung) bekannt ist, ist eine Erkältung bei den Sportlern oft durch Leichtsinn…

Erkältungskrankheiten

Erkältungskrankheiten (coughs and sneezes) akute, infektiöse -meist virusbedingte -katarrhalische Erkrankungen der oberen Luftwege, eigentlich der banale Schnupfen (ROCHE-Lexikon). Grippaler Infekt" und "Erkältung" sind zwei verschiedene Namen für ein Krankheitsbild. Die Grippe wird von Influenza-Viren ausgelöst. Für eine banale Erkältung können mehr als 200 verschiedene Erreger verantwortlich sein. Da Erkältungen und Influenza also auf unterschiedliche Krankheitserreger…

Erkrankung

Erkrankung (disease) →Krankheit

Ermüdungsbruch

Ermüdungsbruch (Stressfraktur) (stress fracture), durch sich ständig wiederholende Belastungen nur mikroskopisch nachweisbare Risse in der Knochensubstanz zumeist des Fußskeletts sowie der Ober- und Unterschenkelknochen. Die Schmerzen sind unspezifisch, weshalb der Ermüdungsbruch längere Zeit nicht als Bruch wahrgenommen wird. Symptome: zumeist „klinisch stumm“, Druckschmerz, Schwellung, bis zu verhinderter Belastungsfähigkeit „Zur Vermeidung von Stressfrakturen ist es für…

Erste Hilfe

Erste Hilfe (first aid), leistbare Maßnahmen (durch Laien) zur möglichen Aufrechterhaltung lebenswichtiger Körperfunktionen nach erfolgten Unfällen und damit zur Minderung von Unfallfolgen. (Text von Harald Rehn) Mit einem Urteil vom 4.04.2019 (Az. III ZR 35/18) hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass Sportlehrer/innen im Notfall Erste Hilfe im Unterricht leisten müssen (können). Das lässt sich m.E. auch…

Erythropoetin (EPO)

Erythropoetin (EPO) (erythropoietin), Glycoprotein-Hormon, das die Bildung von Hämoglobin und roten Blutzellen anregt. Es wird in der Medizin gegen Blutarmut eingesetzt. EPO zählt als Dopingmittel und wird über die Bestimmung des Hämatokrits durch Blutabnahme kontrolliert. Seit der Einführung von EPO in den Leistungssport 1987 sind 20 Sportler an Embolie gestorben (Stand 2005). Nach Schätzungen dopen…

Extrasystole

Extrasystole (extrasystole), vorzeitige Kontraktion des Herzens oder seiner Teile durch anormale Erregungsbildung, die den Herzrhythmus stört. Extrasystolen können belastungsbedingt auftreten und sind bei gesundem Herz meist harmlos. Häufungen oder unterschiedliche Formen der Extrasystolen sollten abgeklärt werden.  →Erregungsleitungssystem des Herzens, →Entlastungssyndrom, →EKG „Vereinzelte ventrikuläre und supraventrikuläre Extrasystolen kommen auch bei Athleten vor und sind bei asymptomatischen…

Fahrradergometer

Fahrradergometer (bicycle ergometer), spezielles für die medizinische Funktionsdiagnostik entwickeltes Ergometer mit dem die Leistung in Watt gemessen wird. Die Bedingungen sind einheitlich geregelt (DIN 13405). Das Fahrradergometer wird in Verbindung mit EKG-Geräten und Blutdruckmessungen zur allgemeinen Gesundheitsbeurteilung der Sportler (→Grunduntersuchung, sportmedizinische) eingesetzt. Die Belastung erfolgt als Stufentest und ist durch den Bundesausschuss Leistungssport standardisiert vorgegeben.…

Fehlbeanspruchung

Fehlbeanspruchung/Fehlbelastung (faulty loadingfaulty loading), Fehlbelastungen können auf psychischer als auch auf physischer Ebene vorkommen. →Überbelastung Physisch ist es zumeist ein „Missverhältnis zwischen der individuell möglichen Belastbarkeit des Binde- und Stützgewebes und der tatsächlich erfolgten Belastung durch Training und Wettkampf (Franke, 1986), die als Muskelschmerz, Sehnenansatzreizung oder Gelenkschmerz wahrgenommen werden. Die Funktionsbehinderung kann zumeist mittels physiotherapeutischer…

Feldtest

Feldtest (field test), Test unter den spezifischen Bedingungen der Sportart, wobei die gegenüber dem Labortest auftretenden Störgrößen (Wetter, Strömung usw.) in modernen Schwimmhallen oder im Strömungskanal gering sind (→Stufentests). →Feldforschung  „Die Spezifik solcher Untersuchungen und deren mögliche Komplexität heben gewisse Ungenauigkeiten in der Standardisierung äußerer Bedingungen fast auf, vor allem dann, wenn deren Einfluss auf…

Fettmessung

Fettmessung →Körperfettmessung

Funktionsdiagnostik

Funktionsdiagnostik (functional diagnosis), diagnostische Verfahren in verschiedenen medizinischen Fachgebieten, bei denen spezifische Leistungen (Funktionen) eines Organs oder Organsystems (kardial, pulmologisch, anthropometrisch, orthopädisch) unter möglichst standardisierten Bedingungen überprüft werden (http://flexikon.doccheck.com/de/Funktionsdiagnostik, Zugriff am 10.05.2016). →Leistungsdiagnostik    

Funktionssyndrom

Funktionssyndrom (function syndrome), gemeinsames Auftreten von Krankheitszeichen (Symptomen), die die Funktionalität behindern und zumeist auf Belastbarkeitsstörungen zurückzuführen sind. Bei Schwimmern sind vor allem folgende Syndrome anzutreffen (Fröhner, 2002): Schultergürteldysbalance mit Schultervorstand und Begrenzung des Arm-Rumpf-Winkel-Öffnens; verlängerte Krümmung der Brustwirbelsäule bei weicher Rückenmuskulatur mit steilem Kreuzbein; hohlrunder Rücken mit deutlich muskulären Dysbalancen; legere Ruhehaltung und Haltungsschwäche…

Ganzkörperkältetherapie

Ganzkörperkältetherapie (total body cryotherapy), auch Kälteapplikation. In Japan entwickelte Methode, die bei Rheumapatienten mit Schmerzen in den Gelenken angewandt wurde. Die Patienten halten sich kurzfristig (bis 3 Minuten) bei Temperaturen um -110° Celsius Therapie in einer Kältekammer auf zur Behandlung verschiedener Erkrankungen (chronisch entzündliche Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen, weichteilrheumatische Erkrankungen, kollagenose (Bindegewebe betreffende) Autoimmunerkrankungen, Migräne, chronische…

Gelenkschaden

Gelenkschaden (joint-damage), Beschädigung der Gelenkstrukturen durch Unfall (→Sportunfall) oder Überbelastung wie z.B. Verstauchung, Verrenkung, Versteifung, Prellung oder Verletzung des Gelenkknorpels bzw. der Disken und Menisken. Gelenkschäden zählen zu den häufigsten Sportverletzungen, wobei zu zwei Drittel die unteren Extremitäten betroffen sind. Sportverletzungen sind neben degenerativen Gelenkschäden aufgrund angeborener oder erworbener Fehlbildungen wesentliche Initiatoren eines beschleunigten Gelenkverschleißes.…

Gerontologie

Gerontologie (gerontology), griech. géron „Greis“; Wissenschaft vom Altern (Alternswissenschaft), die durch die demografische Entwicklung zunehmend an Bedeutung gewinnt. Erkenntnisse der Gerontologie können auch für den Freizeitsport-, Breiten und Gesundheitssport Älterer genutzt werden. Die enge Bindung zum Sport ergibt sich aus der Aktivität als ein zentrales Merkmal „erfolgreichen Alterns“. Hierbei geht es besonders um die Wechselwirkung…