Schwimmen
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Wasserlage
Wasserlage (balance) Lage des Schwimmers im Verhältnis zur Horizontale der Wasseroberfläche. Zu einer optimalen Wasserlage zählen folgende Kriterien (Cserepy, 2004): ausgeglichene Balance der Vertikalkräfte vor und hinter dem Körperschwerpunkt, minimaler Frontwiderstand (→Formwiderstand) des Körpers, minimaler Anteil an Antriebskraft zur Stabilisierung, keine Einschränkung der Antriebsbewegungen durch die Körperlage, Annäherung des Körperschwerpunktes an den Volumenmittelpunkt., Dabei sind…
Wassersicherheit
Wassersicherheit (water safety), sicherer, d.h. Gesundheit und Leben nicht gefährdender Aufenthalt im Wasser, der erst mit dem Jugendschwimmabzeichen – Bronze – als Standard für einen „sicheren Schwimmer“ angenommen werden kann (DLRG). Wassersicherheit setzt aber nicht nur „Schwimmen können“, sondern auch den richtigen Umgang mit Wasser voraus (→Baderegeln). Eine wesentliche Grundlage ist hierbei das Vertrautsein mit…
Wassertemperatur
Wassertemperatur (water temperature), Wärmegrad des Wassers, der dessen Aggregatzustand bestimmt (von Eis bis Dampf) und darüber hinaus Urlaubslaune und Größe bestimmter Körperglieder beeinflusst. Das betrifft auch die Schwimmleistung. Die für den Abdruck günstigste Dichte des Wassers würde bei 4°C liegen, was aber aus physiologischer Sicht nicht zu vertreten ist, bei zu warmen Wasser (> 30°…
Wassertraining
Wassertraining (water training), Training des Schwimmers im Wasser (Becken Freiwasser, Strömungskanal), das etwa 90% (Langstreckler) bis 60% (Sprinter) des Trainingsumfanges ausmacht. Es handelt sich um ein "komplexes und differenziertes, zunehmend spezielles Training zur Entwicklung aller körperlichen Fähigkeiten, die die Basis bilden oder direkt auf die Wettkampfleistung im Sportschwimmen gerichtet sind" (Schramm et al.1987, S. 243).…
Wasservolleyball
Wasservolleyball (water voleyball), nach vereinfachten Regeln geführtes Spiel mit Netz und Ball im hüfthohen Wasser. Inzwischen schreiben einige Schwimmvereine Turniere aus. In Thailand wurde sogar ein Turnier zur „Weltmeisterschaft“ gekrönt, ob der Reiz des Spiels oder die knapp bekleideten Bikini-Damen-Mannschaften die Sponsoren reizten, bleibe dahingestellt.
Wasserwiderstand
Wasserwiderstand (active drag; water resistance), Widerstand, der beim Schwimmen durch die Verschiebung der Wasserteilchen untereinander und zwischen Körperoberfläche und dem Wasser (Viskosität) entsteht, einfach gesagt die Kraft, die das Wasser einer Bewegung entgegensetzt (Küchler, 2015, S.11). Der Wasserwiderstand hängt von der Strömungsgeschwindigkeit, der Körperform (→Körperbautyp) und der Dichte des Wassers ab. Der Schwimmer nutzt diesen…
Wechsel
Wechsel (relay change), steht für Austausch, Transition, Übergang, Umbruch, Wandel, Wandlung (Wikipedia) Bezogen auf den Wettkampf im Schwimmen der Wechsel zwischen zwei Schwimmern in einer Staffel, der erst erfolgen kann, wenn der ankommende Schwimmer an der Wand des Schwimmbeckens angeschlagen hat, wobei der abspringende Schwimmer noch mit den Füßen den Startblock (der Rückenschwimmer mit den…
Wechselzugschwimmtechnik
Wechselzugschwimmtechnik (alternate stroke technique) →Schlagschwimmart
Welle
Welle (wave), physikalischer Zustand, der sich im Raum fortpflanzt, entweder als mechanische Welle, die stets an ein Medium gebunden ist, oder Welle, die sich auch im Vakuum ausbreiten kann, wie z.B. elektromagnetische Wellen. Bei der „Schwimmerwelle“. handelt es sich um eine Form der Energieübertragung, die durch die Vorwärtsbewegung des Schwimmers an der Wasseroberfläche entsteht und…
Wellenwiderstand
Wellenwiderstand (wave resistance), Teilkomponente des Wasserwiderstandes, der durch die Wasserverdrängung gegen die Schwerkraft entsteht. Da an der Wasserfläche die Luft weniger Widerstand bietet, weicht das verdrängte Wasser nach oben aus. Es entsteht bei hoher Geschwindigkeit an Kopf und Schultern eine Bugwelle. Der Wellenwiderstand ist etwa einem Meter unter dem Wasserspiegel am geringsten, weshalb Topschwimmer alle…
Weltklasse
„Weltklasse“ (top world class), umgangssprachliche Bezeichnung für ein sportliches Leistungsniveau im Bereich der Weltspitze, das mit dem Mittel der zehn besten Schwimmer der ewigen Weltbestenliste (→Bestenliste) charakterisiert werden kann. Beispiel (Stand 2016): 100F Herren 0:47,17 min 100F Damen 0:52,52 min
Weltmeisterschaft
Weltmeisterschaft (WM) (world championship), 1973 in Belgrad erstmals ausgetragene Meisterschaft unter Obhut der FINA, die inzwischen aller zwei Jahre stattfindet. Das olympische Wettkampfprogramm wird bei der WM durch folgende Disziplinen erweitert: 50 B, 50 S, 50 R Damen und Herren, 800F Herren, 1500 F Damen, 5 und 25 km Damen und Herren. 2006 kamen noch…
Weltrekord
Weltrekord (WR) (world record), die beste jemals erreichte Leistung in messbaren Disziplinen im Sport (ohne die abstrusen Leistungen aus dem Guinness Buch der Weltrekorde). Im Schwimmen von der FINA anerkannte Weltbestleistung, getrennt nach 50m (Lang-) und 25m (Kurzbahn). Dazu besagen die Wettkampfbestimmungen des DSV, dass alle Anträge zur Anerkennung von WR innerhalb von drei Tagen…
Wende
Wende (turn), allgemein Richtungswechsel, ob zu Fuß, mit Fahrzeug oder in der Politik… Im Schwimmen Wechsel der Schwimmrichtung an der Beckenwand um 180°. Die Wende ist erforderlich, sobald die zu durchschwimmende Streckenlänge größer ist als die Länge des Schwimmbeckens. Im Freiwasserschwimmen entfällt die klassische Wende am Beckenrand. Hier werden Richtungswechsel durch Bojen angezeigt, die zu…
Wende, hohe
Wende, hohe (turn, high), Wende, die durch ihre einfache, aber zeitaufwendige Ausführung dem Anfängerunterricht vorbehalten bleiben sollte. Bei der hohen Wende steht der Rumpf während der Drehung fast senkrecht, der Kopf ist immer über Wasser.
Wendentraining
Wendentraining (turn training), Erarbeiten der technischen Abläufe (→sportliche Technik) und der konditionellen Voraussetzungen für eine optimale Wende bei Schwimmwettkämpfen unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Bedingungen (Beckenwand, Wasserhöhe). Zur Verbesserung der Wendentechnik ist im Hochleistungstraining Messplatztraining erforderlich. Das „nun macht noch mal 10 Wenden“, weil zu Ende des Trainings noch etwas „Luft“ ist, reicht für eine qualitative…
Wenderichter
Wenderichter (turn judge), Kampfrichter, der selbstständig und unabhängig die regelgerechte Durchführung der Wende bei Schwimmwettkämpfen kontrolliert. "Sein Aufgabenbereich fängt mit dem Beginn des letzten Armzugs vor der Wende an und endet mit der Vollendung des ersten Armzuges nach der Wende. Beim Brustschwimmen endet der Aufgabenbereich mit Vollendung des zweiten Armzuges nachder Wende. Erfolgt der Start…