Schwimmen
496 Einträge
Wettkampf, kindgerechter
Wettkampf, kindgerechter (competition, suitable for children), der Belastungsverträglichkeit und dem Ausbildungsstand angepasste Wettkampfform im Wasser und/oder an Land im ersten Abschnitt der Schwimmausbildung, die laut WB (Teil A, §2) nach den Richtlinien der jeweiligen DSV-Fachausschüsse für Kinder unter acht Jahren ausgerichtet werden. Neben den DMS sind „Kindgerechte Wettkämpfe“ Dauerbrenner zu den Tagungen der Fachsparte Schwimmen…
Wettkampfbecken
Wettkampfbecken (competition pool), Schwimmbecken, das bestimmte Auflagen erfüllen muss, um für offizielle Wettkämpfe zugelassen zu werden. International werden Schwimmwettkämpfe nach den Regeln der FINA auf Kurz- (25m) oder Langbahn (50m) ausgetragen (https://resources.fina.org/fina/document/2023/01/04/65961a45-bde5-4217-b666-ca1f5dc2d1f0/1_Swimming-Technical-Rules.04.01.2023.pdf - Zugriff 14.10.24). Es werden bestimmte Anforderungen an den Startblock gestellt. Bahn 1 befindet sich in Startrichtung rechts. In 5m-Entfernung vom Ende jeder…
Wettkampflaktat
Wettkampflaktat (competition lactate) maximale Laktatauslenkung nach Wettkämpfen, die nach Geschlecht, Streckenlänge und Disziplin (→Muskelfaserstruktur) differiert. Das Mittel im Schwimmen liegt bei den 100/200m Strecken zwischen 14-15 mmol/l und fällt mit zunehmender Streckenlänge ab. Die Schwimmerinnen bilden im Mittel 2 mmol/l Laktat weniger.
Widerlager
Widerlager (counter bearing), bezeichnet allgemein Strukturen, die auftretenden Kräften zur Stabilisierung entgegenstehen (Wikipedia). Im Schwimmen versteht man darunter die wechselseitige Rückwirkung von Körper- und Wasserbewegung, wodurch die Wassermassen eine Geschwindigkeitsänderung erfahren (physikalisch Impulsänderung), die wiederum einen forttreibenden Kraftstoß auf den Schwimmer ausübt. Das Widerlager hängt von der Druckdifferenz um die Antriebsflächen und der Form der…
Widerstand
Widerstand (resistance), vielseitig verwendeter Begriff von Elektrotechnik bis zu Soziologie und Politik. Im Schwimmen verstehen wir unter Widerstand einmal die hemmende Kraft, die als physikalische Größe (→Reibungs-, →Strömungs-, →Trägheits-, →Wasser-, Wellenwiderstand) und zum anderen im sozial-psychologischen Bereich als Handlung gegen Anweisungen, Normen, Regeln bis zu unbewusst ablaufenden Abwehrmechanismen auftritt. →Widerstandsbeiwert, →Widerstandskoeffizient, →Widerstandskraft,
Widerstandsbeiwert
Widerstandsbeiwert, (cw) (drag coefficient), auch Strömungswiderstandskoeffizient (c-Wert), der den Strömungswiderstand eines umströmten Körpers widergibt (bekannt unter „Windschlüpfrigkeit“ der Autos). Je niedriger der c-Wert eines Schwimmers ist, umso geringer ist sein Strömungswiderstand. Das betrifft auch die Körperform beim Schwimmen. Bei optimaler Wasserlage soll der Widerstandsbeiwert etwa bei 0,50 liegen. Die besten Werte hatten 15jährige Schwimmerinnen, zurückzuführen…
Widerstandsbrett
Widerstandsbrett (resistance board), Schwimmbrett mit senkrecht eingebautem Zusatz, um den Widerstand zu erhöhen.
Widerstandshose
Widerstandshose (resistance trousers), Schwimmhose, die durch Außentaschen den Widerstand erhöht und damit ein Mittel zum spezifischen Krafttraining im Wasser ist. →“Sprint-assisted-Training“
Widerstandskonzept
Widerstandskonzept (notion of resistance), das wohl älteste Antriebskonzept im Schwimmen, das den „Abstoß vom Wasser“ mit den Stützreaktionen an Land vergleicht, d.h. mit dem „Abstoß von einem starren Widerlager“ (Hochmuth, 1982). Dazu merkt Reischle an (2015, S. 36), dass wahrscheinlich Freistilsprinter, die mit einem relativ großen Ellbogenwinkel schwimmen, einen reaktiven Stütz mit Widerstand produzieren. →Antriebskonzeption,…
Widerstandskraft
Widerstandskraft (resisting force), allgemein die Fähigkeit, Belastungen oder Krankheiten zu entgegnen (→Immunsystem). In der Biomechanik sind damit Flächenkräfte gemeint, die bei Bewegungen in der Luft oder im Wasser wirksam werden. Sie sind abhängig von der Anströmfläche, dem Widerstandsbeiwert (cw-Wert), der Dichte des Wassers und der Schwimmgeschwindigkeit. Der Gesamtwiderstand (Fd) beim Schwimmen mit konstanter Geschwindigkeit setzt…
Windschattenschwimmen
Windschattenschwimmen (drafting) Schwimmen in Training oder Wettkampf (Freiwasser), indem der Sog des vorausschwimmenden Schwimmers ausgenutzt wird, da im Bereich bis 50 cm der Wasserwiderstand um 20% reduziert ist. Auf 1500m im offenen Gewässer werden so etwa 75m gewonnen. Seitlich versetzt liegt der günstigste Abstand des Kopfes zwischen Schultern und Hüften des führenden Schwimmers, der Vorteil…
Wirbel
Wirbel (vortex), allgemein für Aufregung, Aufruhr; in der Anatomie Knochen der Wirbelsäule; in der Strömungslehre Drehbewegung Beim Schwimmen die Kreisströmung des Wassers, die als Folge der inneren Reibung beim Umströmen des Schwimmers (→Reibungswiderstand) entsteht. →Vortex
Wirkfaktor
Wirkfaktor (effect factor), aus der Leistungsdiagnostik im Schwimmen: Quotient aus der Zeit für die Distanz von 11,5m am Schwimmwiderstandsgerät bei definiertem Widerstand und dem Zyklusweg. Je kleiner der Wirkfaktor desto effektiver ist die Schwimmtechnik. Damit ist der Wirkfaktor ein guter Gradmesser optimaler Abdruckgestaltung, wobei prinzipiell höchste Schwimmgeschwindigkeiten anzustreben sind. →Schnelligkeit, →spezifische Kraft Beispiel: Teststrecke 11,5m…
Wirkungsgrad
Wirkungsgrad (efficiency rate), Verhältnis von Leistung zur aufgewendeten Energie. Im Schwimmen wird die Leistung durch die Schwimmgeschwindigkeit und der Energieumsatz indirekt über die Messung des Sauerstoffverbrauchs bestimmt. Dabei werden durch den Wärmeverlust relativ niedrige Wirkungsgrade von 3-6% erreicht. Für eine weitere Leistungsentwicklung vieler Topschwimmer ist eine Verbesserung des Wirkungsgrades durch Optimierung der Schwimmtechnik erfolgversprechender als…
World Aquatics
World Aquatics (Wassersportwelt) bis 2022 bekannt unter dem Namen FINA (Fédération Internationale de Natation), ist der vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) offiziell anerkannte Weltdachverband für die Administration und Durchführung internationaler Wettkämpfe in sechs Hauptwassersportarten. Diese umfassen Schwimmen, Wasserball, Wasserspringen, Kunstschwimmen (ehemals Synchronschwimmen), Freiwasserschwimmen und High Diving (Klippenspringen). Darüber hinaus betreut die Organisation auch Masters-Wettkämpfe in…
World Swimming Coaches Association (WSCA)
World Swimming Coaches Association (WSCA) – Weltvereinigung der Schwimmtrainer mit Präsidium (Präsident, zwei Vizepräsidenten, drei Regional - Executive Directors und dem Past Präsidenten). Die WSCA vertritt die Interessen der Schwimmtrainer gegenüber der FINA und organisiert Trainerausbildung und –Betreuung. Die DSTV hat zwei Vertreter im Büro der WSCA. Mehr zum Thema: http://wscacoach.org/
Wriggen (engl.)
„Wriggen“ (engl.:to wriggle – schlängeln, winden), Antriebsbewegung mit wechselnden Anteilen quer zur Schwimmrichtung sowohl als Bestandteile der kurvig verlaufenden Armbewegungen als auch als zur Richtungsänderung wie im Synchronschwimmen. Wriggen dient der Schulung des Wassergefühls. Beispiel (Video): https://www.youtube.com/watch?v=xVaTc0yFcSs
Wuchstendenz
Wuchstendenz (stature tendency), in der Anthropometrie genetisch festgelegter Körperbautyp Bei der Bestimmung der Körperbautypen standen sich eine recht starre Typenlehre, z.B. die drei Konstitutionstypen nach Kretschmer, und eine regellose Vielfalt von Formen gegenüber. Mit der Anwendung moderner statistischer Methoden wurden hohe Korrelationen zwischen Knochenmaßen und Muskeltrophie gefunden, die auf Erbfaktoren (Erbanlagen) zurückgeführt wurden (Schlegel, 1961).…
Zeichensprache
Zeichensprache (sign language), Verständigung über symbolhafte Gebärden, wenn die sonst in der Sprache üblichen lautlichen oder grafischen Symbole nicht wirksam oder nutzbar sind. Es gibt feste Systeme der Zeichensprache, z.B. unter Tauchern oder in der Gebärdensprache der Taubstummen. Im Sport ist Zeichensprache (nonverbale Kommunikation) vorteilhaft in der Kommunikation zwischen Trainer und Sportler bei Training oder…