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Schwimmen

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Stützphase

Stützphase (support phase), Beim Schwimmen Phase des Armzuges (→Wasserfassen) aus dem dreiphasigen System der Schweiz, wonach auf die Stützphase die Druck- und die Rückholphase folgen. Charakteristisch für diese Phase ist, dass mit dem Wasserfassen der  „Stütz“ aufgebaut wird, über den sich der Schwimmer „hinweghebelt“.  

Surfer’s Ear

Surfer’s Ear (engl. für Surfer-Ohr), medizinisch: Exostose, typische Entzündung des äußeren Gehörganges (→Ohrenentzündung) bei Wassersportlern, vor allem bei Surfern, die durch häufigen Kontakt mit kaltem oder verunreinigtem Wasser ausgelöst werden kann. Im wiederholten Fall bildet der Körper knöcherne Wucherungen, die den Gehörgang einengen können und zu Hörverlust führen können. Der beste Schutz sind Stöpsel, um…

SwimStars

"SwimStars" Schwimmhandbuch des DSV als Anleitung zum Schwimmenlernen vom Anfänger bis zum Leistungsschwimmer. Nach dem pädagogischen Prinzip "vom Einfachen zum Schwierigen" werden zu 11 Bausteinen (= 11 SwimStars) jeweils fünf erreichbare SwimStar-Ziestellungen formuliert. Die Belohnung bei Erreichen dieser Ziele mit einem Stern motiviert die Kinder. Am Ende einer erfolgreichen Ausbildung beherrschen die Kinder nicht nur…

Syndrom

Syndrom (syndrome), griech. sýndromos ‚begleitend, zusammentreffend‘; durch Symptome oder einen Symptomenkomplex gekennzeichnetes Krankheitsbild mit unklarer Ursachenbenennung. In der sportmedizinischen Praxis ist zum Beispiel das Schienbeinkantensyndrom ein häufig anzutreffendes Krankheitsbild; beim Schwimmer das Impigement Syndrom der Schulter (→Schwimmerschulter). Bei besonders verletzungsanfälligen Sportlern spricht man auch scherzhaft vom „Pechvogel-Syndrom“.   Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Syndrom  

T-Drücken

„T-Drücken“ („pressing the T“), vom „US-Swim-Cheftechniker“ Laughlin (2004) empfohlenes Verhalten zur Verbesserung der Körperlage beim Schwimmen. Das „T“ ergibt sich aus einer vertikalen Linie vom Kinn bis zum Brustbein und einer horizontalen Linie zwischen den Schultern. Indem sich der Schwimmer gegen dieses T „lehnt“, wird der Körper ausbalanciert und die Wasserlage verbessert. Richtig durchgeführt sollte…

taktil

taktil (tactile), lat. tactilis; zu tactus, Part. Perf. zu tangere »berühren«; auf den Tastsinn bezogen, das taktile System nimmt (Berührungs-) Reize über die Haut auf, erfasst damit im Wasser auch die unterschiedlichen Druckverhältnisse (→Wasserdruck) am Körper und spielt eine wesentliche Rolle beim Wassergefühl. →Sinnesorgane, →Rasur Exkurs: "Meine Hände sind die wichtigsten Instrumente. Durch sie habe…

Talent

  Talent (talent), lat. talentum „Gabe“; Begabung für überdurchschnittliche Leistungen auf einem bestimmten Gebiet. Der talentierte Sportler zeichnet sich durch eine besonders hohe sportliche Begabung (→Eignung) aus, die ihn zu herausragenden sportlichen Leistungen befähigt. Hohe sportliche Leistungen erfordern sowohl Talent als auch dessen Verwirklichung im Training. Der Talentbegriff wird in der Literatur eng (nur auf…

Tauchen

Tauchen (dive), Fortbewegen unter der Wasseroberfläche. Tauchen spielt als eine Grundfertigkeit bereits in der Grundausbildung eine große Rolle, da das Schwimmenlernen unter Wasser beginnt (Cserepy, 2004). Außerhalb des olympischen Programms hat sich Tauchen als eigenständige facettenreiche Sportart platziert. Im Sportschwimmen wird es durch die Wettkampfbestimmungen auf einen Bereich von 15m nach Start und Wende beschränkt. …

Taucherkrankheit

Taucherkrankheit (decompression sickness in divers), auch Dekompressionskrankheit, Beschwerden als Folge eines zu raschen Auftauchens und dem dadurch hervorgerufenen Ausperlen von Stickstoffgas.   Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Taucherkrankheit

Tauchreflex

Tauchreflex (diving reflex), beim Eintauchen ins Wasser ausgelöster Vagusreflex, verbunden mit Verschiebung des Blutvolumens aus der Peripherie in den Brustraum (periphere Vasokonstriktion), Abfall der Herzfrequenz im Mittel um 10-15 Schläge/min bis zur Gefahr des Sekundenherztodes (→Sauerstoffsparmechanismus). Die niedrigeren Pulswerte beim Schwimmen sind in der Trainingssteuerung im Vergleich von Wasser- zu Landtests zu berücksichtigen. Dass Babys…

Tauchtiefe

Tauchtiefe (Depth of diving), Tiefe die für das Tauchen des Menschen physiologisch (ohne Zusatzgeräte) möglich oder für das Schwimmen unter Wasser optimal ist. Experimente im Schwimmen haben ergeben, dass der Wasserwiderstand eines geschleppten Körpers mit zunehmender Tauchtiefe abnimmt (Pendergast et al. 1977, Wick, 2005). Das betrifft besonders den Wellenwiderstand, der durch den steigenden Wasserdruck gemindert…

Tauchzug

Tauchzug (diving stroke), Zyklus der Arm- und Beinbewegung unter Wasser, Der Tauchzug wird beim Brustschwimmen in der Unterwasserphase von Start und Wende eingesetzt. Nach dem Eintauchen beim Start bzw. nach dem Abstoß bei der Wende wird nach einer kurzen Gleitphase aus einer gestreckten Körperhaltung, die Arme befinden sich dabei in Verlängerung des Rumpfes, mit dem…

Technikabfall

Technikabfall (technique, deterioration of), Verschlechterung des technischen Niveaus mit zunehmender Streckenlänge. Besonders im Nachwuchstraining sollte die Streckenlänge nach der Stabilität der Technik gewählt werden. In der Leistungsdiagnostik ergibt die Gegenüberstellung von Technikparametern zu Beginn und am Ende einer definierten Strecke/Zeit (Kanal) eine Aussage über die Stabilität der Technik unter Belastungsbedingungen. Beispiele: der aussetzende Zweier-Beinschlag beim…

Technikanalyse

Technikanalyse (technique analysis), im Schwimmen die Analyse der Schwimmbewegung in einer der vier Schwimmarten einschließlich Start und Wende. Da im Schwimmen der wesentliche Vortrieb durch Bewegungen unter Wasser erzielt wird, setzt eine ordentliche Technikanalyse entsprechende Sichtverhältnisse voraus (Unterwasserfenster, Unterwasserkamera, Schwimmkanal). Sollten diese nicht vorhanden sein, „nehmen Sie eine Tauchermaske und springen Sie ins Wasser“ (Counsilman,…

Technikfehler

Technikfehler (technique error), Abweichung vom technischen Leitbild (→Zieltechnik). Die Registrierung von Technikfehlern ist ein wesentliches Element external-observativen Trainings, indem Trainer oder Schwimmer auf Beobachtungsbögen angegebene Fehler beim jeweiligen Schwimmer identifizieren. Siehe hierzu Tabellen zur Fehlerbeobachtung bei Reichle 2015, S. 54 ff. oder Checklisten (swimming technique testing system) von Hajland (www.swim.ee). Eine exakte biomechanische Erfassung von…

Technikübungen

Technikübungen (technique exercise; drills, skills and drills), Trainingsform des Techniktrainings, wobei Einzelkomponenten (Teilbewegungen) verschiedener Schwimmarten oder auf die Hauptschwimmart bezogen technikferne und techniknahe Bewegungen kombiniert werden (z.B. Kraul-Arme/Delfin-Beine, verschiedene Atemrhythmen bis zur Kombination mit Elementen des Rettungsschwimmens, Synchronschwimmens, Wasserballs usw.). Damit soll eine hohe motorische Variabilität und die Verbesserung des Wassergefühls angestrebt werden. Technikübungen gehören…

Technikvariante

Technikvariante (technical variant), für jede Schwimm, Start- und Wendenart bestehende unterschiedliche Möglichkeit zur Realisierung einer effektiven Bewegung, die je nach individuellen Voraussetzungen zu einem persönlichen Stil führt. →Zieltechnik Beispiele: In anderen Sportarten ist der Einsatz verschiedener Technikvarianten offensichtlich. So kann sich der Skiläufer für den Doppelstockschub oder Skating entscheiden, der Judoka kann aus verschiedenen Griffen…

Teilbewegung

Teilbewegung (partial movements), Bestandteil einer Bewegung, eines bestimmten Körperteils (z.B. Raumbahn der Hand) oder bestimmte Abschnitte der Gesamtbewegung (z.B. Hauptphase), damit ist die Teilbewegung nicht mit der Einzelbewegung identisch unter der wir im Schwimmen nur die Arm- oder Beinbewegung verstehen. Die Kopplung von Teilbewegungen der vier Schwimmarten erlaubt die große Vielfalt, durch die sich Schwimmen…

Tellern

Tellern (hand-swaying), im Schwimmen horizontale Bewegungen der Arme/Hände zur Auftriebsstabilisierung (→Auftrieb), auch als seitliches Ab(Aus)weichen bei der Armbewegung als Technikfehler. Laut Duden nur auf das Rückenschwimmen beschränkt. →Lift, →BERNOULLI-Prinzip,

Tensografie

Tensografie (tensography), Tensometrie: Druck- und Spannungsmessung. Verfahren zur Messung des Strömungswiderstandes an den Extremitäten im Schwimmen mittels Tensogebern (Dualplatten). Das 1973 von Jähnig, Wiegand & Wünsch entwickelte Verfahren wurde von Hahn & Krug 1990 modifiziert. Da aber eine fehlerlose Interpretation der Schwimmbewegung nicht möglich war, wurde die Tensografie lediglich in Verbindung mit Filmaufnahmen zur Objektivierung…