Schwimmen
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Sporttauchen
Sporttauchen (skin diving), Aufenthalt unter Wasser mit oder ohne künstliche Sauerstoffzufuhr. Sporttauchen wird wettkampfmäßig als Flossenschwimmen, Streckentauchen, Orientierungstauchen und als Unterwasserrugby betrieben. Später ist das Apnoetauchen oder Freitauchen hinzugekommen als die ursprünglichste Art des Tauchens: ohne Gerät und mit nur einem Atemzug. Beim Apnoetauchen als Wettkampfsport ist das Ziel mit diesem einen Atemzug und aus…
Sportunfall
Sportunfall (sport accident), Ereignis, das beim Sporttreiben durch plötzlich von außen einwirkende Gewalt zu Verletzungen führt. Neben dem klassischen Sportunfall gibt es zusätzlich noch den erweiterten Unfallbegriff. Das sind einem Unfall gleichgestellte Ereignisse, die aus einer eigenen erhöhten Kraftanstrengung heraus resultieren, wie beispielsweise: Verrenkungen an Wirbelsäule und anderen Gelenken durch hektische Bewegungen oder gezerrte oder…
Sprint-assisted-Training
„Sprint-assisted-Training“ (unterstützendes Sprinttraining) – aus der Leichtathletik übernommene Trainingsmethode, bei der mit Hilfsmitteln höhere Geschwindigkeiten als unter normalen Bedingungen erreicht werden (→Schnelligkeitsbarriere). Das Gegenteil ist das Resisted Sprint Training, bei dem durch Widerstand (Bremsen) mehr Kraft aufgewendet werden muss. Beispiel: Schwimmen am Gummiseil, zurück mit ausgespannten Seil (assisted), mit Ausdehnen des Seils (resisted). →SWG Nach…
Sprint-resisted-Training
„Sprint-resisted-Training“ (engl.), wie auch sprint assisted Training, Trainingsmethoden, um Sprint Geschwindigkeit und Beschleunigung zu erhöhen; auch Widerstandslauf (resisted run) oder allgemein Widerstandstraining (resitance training) → Sprint-assisted-Training
Sprinter
Sprinter (sprinter), Schwimmer, dessen Hauptwettkampfstrecke die 50m sind (→Sprint) und der folglich sein Training danach ausrichtet (→Sprinttraining). Platonov & Bulatova (1993) ermittelten bereits bei Kindern im Grundlagentraining „Sprinter“, die sich durch hohe Werte in Körperhöhe und Gewicht, in den Umfangs- und Längenmaßen der Extremitäten, hohe anaerobe Intensität und funktionale Beweglichkeit sowie Vorteilen in der alaktaziden…
Sprintschnelligkeit
Sprintschnelligkeit (sprinting speed), im Schwimmen leistungsrelevante Erscheinungsform der komplexen Schnelligkeit, indem zyklische Bewegungen mit höchster Geschwindigkeit ausgeführt werden (→Bewegungsschnelligkeit, zyklische). Das Training der Sprintschnelligkeit setzt eine höhere Schwimmgeschwindigkeit als maximales Renntempo voraus und ist deshalb von der Streckenlänge auf 15 – 25m begrenzt. Zugleich soll durch Pausen von drei Minuten die energetische und neuromuskuläre Regeneration…
Start
Start (start), Beginn einer Aktion, auch Bezeichnung für den Ort, wo gestartet wird. Im Sport Beginn eines Wettkampfes und damit der Zeitnahme. Im Beckenschwimmen wird in der Regel vom Startblock oder der Beckenwand (Rückenschwimmen und Lagenstaffel), im Freiwasserschwimmen aus dem Wasser oder von einem Ponton gestartet. Der Start wird durch die Wettkampfbestimmungen im Schwimmen reglementiert…
Stirnwiderstand
Stirnwiderstand (head resistance), Komponente des Wasserwiderstandes, der von der angeströmten Fläche (deshalb auch Frontalwiderstand) abhängt. Dabei spielt für den Wasserwiderstand nicht die Stirnfläche eines Körpers, sondern das Verhältnis von Stirnfläche zu Körperlänge die bedeutendste Rolle. →Formwiderstand Wasserwiderstand = 1/2 Stirnfläche x Formbeiwert (cw-Wert) x Wasserdichte x (Geschwindigkeit)2 Der Stirnwiderstand kann durch Strecken in der Schulter…
Stretching
Stretching (to stretch „dehnen, strecken“), Methode des Dehnens, bei der die Dehnposition langsam eingenommen und dann über einen Zeitraum von 10 - 60 Sekunden gehalten wird (auch: statisches Dehnen, Dauerdehnen). Stretching wird im Beweglichkeitstraining und beim Aufwärmen eingesetzt, wobei letzteres zunehmend kritisch gesehen wird. So sollte besonders vor Schnellkraftleistungen ein ausführliches Stretching vermieden oder zumindest…
Stroke-Index
Stroke-Index(SI) (stroke-index), Variante der Bestimmung des Vortriebs im Einzelzyklus über die Erfassung der räumlich-dynamischen Struktur der Antriebsgestaltung in der Annahme einer proportionalen Beziehung zwischen der Kraft und dem Quadrat der Bewegungsgeschwindigkeit. Modifiziert nach Costill et al. 1985 ist der SI das Produkt aus dem Quadrat der Schwimmgeschwindigkeit und dem Zyklusweg. Ein hoher SI ist ein…
Stromlinienform
Stromlinienform (streamlining), Form eines umströmten Körpers mit geringem Widerstandsbeiwert (cW-Wert), charakterisiert durch abgerundeten Kopfteil und langes, spitz zulaufendes Ende (sog. Tropfenform). Das ist auch die strömungstechnisch günstige Körperform des Schwimmers, besonders beim Eintauchen beim Start und nach dem Abstoß bei der Wende. Dabei sollte der Schwimmer die Hände übereinander und parallel zur Wasseroberfläche legen, die…
Strömungslehre
Strömungslehre (fluid mechanics), Teilgebiet der Mechanik, das sich mit den →Bewegungen flüssiger und gasförmiger Stoffe beschäftigt. Auch das Schwimmen kann mit hydro- und biomechanischen Gesetzmäßigkeiten erklärt werden. Dabei geht es in der Strömungslehre nicht um die „inneren Kräfte“ des Schwimmers, sondern um die „äußeren Kräfte“, die aus dem bewegten Wasser resultieren. So ist z.B. die…
Strömungswiderstand
Strömungswiderstand (flow resistance), eine den Körper behindernde Kraft, die auftritt, wenn ein Objekt durch eine bestimmte Flüssigkeit (oder Gas) bewegt wird, oder diese ihn selbst umströmt, wie z.B. in der Gegenstromanlage. Die Gleichung für diese Kraft lautet: F = ½ · r · n2 · cw · A.. Hierbei sind r die Dichte des umströmenden…
Stufentest
Stufentest (Steptest), Test mit stufenförmig ansteigender Belastung, der im Rahmen allgemeiner Gesundheitsuntersuchungen zumeist auf dem Fahrradergometer (mit EKG-Ableitung) oder zur Diagnose der spezifischen Ausdauer im Wasser (Feldtest) durchgeführt wird. Der Name ist historisch bedingt, da in den Anfängern der Ergometrie eine Einfach- oder Doppelstufe mit verstellbarer Höhe und bestimmter Geschwindigkeit innerhalb von 3-6 min bestiegen…
Stufentest nach PANSOLD
Stufentest nach PANSOLD (steptest to PANSOLD), Von Pansold (1977) entwickelter spezifischer Feldtest im Schwimmen, der modifiziert 1992 in die Komplexe-Leistungsdiagnostik des DSV übernommen wurde (Rudolph & Berbalk, 1988). Der Test beschreibt die alineare Beziehung zwischen Schwimmgeschwindigkeit und Laktatkonzentration mit der Ausgleichsfunktion der Form y = axebx, wobei y = Laktat (mmol/l) und x = Intensität…
Stufentest nach SIMON
Stufentest nach SIMON (steptest to SIMON), progressive Schwimmbelastung mit stufenweise ansteigender Schwimmgeschwindigkeit bei einer Streckenlänge von 300m pro Belastungsstufe (→Stufentest). Die Eingangsstufe ist für die einzelnen Schwimmarten festgelegt und wird von Stufe zu Stufe um 15 sec reduziert. Dazu ist eine Steuerung per Schrittmacher erforderlich. Pausendauer 30 sec. Es wird davon ausgegangen, dass die ersten…
Stütz
Stütz (support), Grundhaltung, bei der der Körper entweder mit gestreckten oder mit gebeugten Armen auf dem Gerät aufgestützt wird (Duden). Übertragen auf das Schwimmen das äußere →Widerlager, das dem Schwimmer erlaubt, seinen →Körper über den aufgebauten Stütz zu hebeln und damit zu beschleunigen (sich vom Wasser „abzustoßen“). Die effektive Nutzung des Stützes ist abhängig von…