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Biomechanik

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Tensografie

Tensografie (tensography), Tensometrie: Druck- und Spannungsmessung. Verfahren zur Messung des Strömungswiderstandes an den Extremitäten im Schwimmen mittels Tensogebern (Dualplatten). Das 1973 von Jähnig, Wiegand & Wünsch entwickelte Verfahren wurde von Hahn & Krug 1990 modifiziert. Da aber eine fehlerlose Interpretation der Schwimmbewegung nicht möglich war, wurde die Tensografie lediglich in Verbindung mit Filmaufnahmen zur Objektivierung…

Tiefenachse

Tiefenachse (anterioposterior axis), Körperachse parallel zum Boden; auch Horizontalachse. Sie zieht von der vorderen zur hinteren Körperwand („Pfeilachse“), z.B. ist ein Rad als Turnelement eine Drehung um die Tiefenachse (auch Saggitalachse).   Mehr zum Thema: http://www.anatomie-online.com/Seiten/anato003.html

Torsion

Torsion (torsion), lat. torquere, tortum „Verdrehung“; in der Mechanik die Auswirkungen einer parallel zur Grundfläche und tangential zur Seitenfläche eines Körpers wirkenden Kraft (Wikipedia), in der Medizin die Drehung eines Organs um seine innere Achse; z. B. Torsionsfraktur   In der Biomechanik werden verschiedene Kraftwirkungen auf den Bewegungsapparat (Knochen) unterschieden, neben Zug-, Druck- und Biegebelastungen auch…

Total Immersion

Total Immersion (engl. für „vollständiges Eintauchen“), Lehrmethode des Schwimmens, wonach die Schwimmbewegungen in die einzelnen Bestandteile aufgelöst, als Basisteile geübt und erst danach zusammengeführt werden. Unter dem Motto „Schwimmen wie ein Fisch“ verbreitete sich das Verfahren nach dem Lehrbuch von Laughlin (2004) weltweit. (www.ti-europe.com) Exkurs: Und hier setzen die Autoren mit folgenden Empfehlungen an: 1.…

Trägheitsgesetz

Trägheitsgesetz (law of inertia), Bewegungsgesetz nach NEWTON, wonach jeder Körper im Zustand der Ruhe oder der gleichförmig geradlinigen Bewegung verharrt (Beharrungsvermögen), solange er nicht durch äußere Kräfte gezwungen wird, seinen Zustand zu ändern. Die Wirkung des Trägheitsgesetzes kann man bei der Fahrt in der Straßenbahn feststellen. Wenn man sich nicht festhält fällt, man beim Anfahren…

Trägheitskraft

Trägheitskraft/-widerstand (Fictitious force, inertial force), physikalische Kraft, die bei Veränderungen des Bewegungszustandes eines Körpers wirkt und der Beschleunigung Widerstand entgegensetzt. Bei Kreisbewegungen wirken sie als Zentrifugalkraft. Das Maß für die Trägheitskraft ist die Masse. Je größer die Masse, desto schwieriger ist es, sie in Bewegung zu setzen bzw. ihre Bewegungsgeschwindigkeit oder -richtung zu verändern.  →Massenträgheitsmoment,…

Trägheitsmoment

Trägheitsmoment (rotational inertia) →Massenträgheitsmoment

Trägheitswiderstand

Trägheitswiderstand (inertial resistance) →Trägheitskraft

Translation

Translation (translation), lat. translatio „Übertragung, Übersetzung“; neben der Rotation eine grundlegende Bewegungsart der Biomechanik, „bei der alle Punkte des betrachteten Körpers deckungsgleiche Bahnen durchlaufen“ (Göhler, 2001), z.B. geradlinige, parabelförmige oder s-förmige Bewegungsbahn.

Translationsgefühl

Translationsgefühl (translation feeling), lat. translatio „Übertragung, Übersetzung“; unter Translation versteht man in der Biomechanik eine geradlinige Bewegung in genau einer Richtung, bei der alle Punkte des bewegten Körpers parallel um gleichlange Strecken verschoben werden. Davon abgeleitet bezeichnet Tranlationsgefühl das taktile Empfinden des erzeugten Vorschubs beim Schwimmen. Das differenzierte Wassergefühl, d. h. Antriebsgefühl (= taktile Empfindung z. B.…

Vertikalgeschwindigkeit

Vertikalgeschwindigkeit (vertical velocity), wichtige wie komplizierte Größe in der Meteorologie und Luftfahrt. In der Biomechanik die Geschwindigkeit eines Körpers senkrecht vom Boden nach oben. Beispiel: Beim Absprung (ob Weitsprung oder Startsprung) ist die Absprunggeschwindigkeit immer die Resultierende aus Vertikal- und Horizontalgeschwindigkeit. Schwimmer, die über geringere Sprungkraft verfügen, sollten leicht abwärtsgerichtet (geringe Vertikalgeschwindigkeit) abspringen (Küchler, 1994;…

Verwringung

Verwringung (writhe), als Knotentheorie Teilgebiet der Mathematik. In der Biomechanik die schraubenförmige Verdrehung von Schulter- und Beckenachse gegeneinander zur Vordehnung diagonal verlaufender Muskelschlingen zwischen rechtem Arm und linkem Bein und umgekehrt. Als aktive Form des Rumpfeinsatzes werden durch die Verwringung große Muskelgruppen optimal auf schnellkräftige Kontraktionen vorbereitet, wie z.B. bei Wurf- und Schlagbewegungen. →Rumpfbeugung, →Rotation,…

Virtual Reality (VR)

Virtual Reality (virtuelle Realität), "computergenerierte Wirklichkeit mit Bild (3D) und in vielen Fällen auch Ton. Sie wird über Großbildleinwände, in speziellen Räumen (Cave Automatic Virtual Environment, kurz CAVE) oder über ein Head-Mounted-Display (Video- bzw. VR-Brille) übertragen. Bei Mixed Reality wird entweder Realität erweitert (Augmented Reality), wobei für die Darstellung und Wahrnehmung eine AR-Brille (oft Datenbrille…

Volumenmittelpunkt

Volumenmittelpunkt (VM) (centroid of a volume), Der „Mittelpunkt des vom Körper verdrängten Wasservolumens (Massenmittelpunkt der verdrängten Wassermasse). Die Drehachse, um die sich ein Körper im Wasser dreht, geht durch den Volumenmittelpunkt.“ (Reischle, 1988). Am Volumenmittelpunkt wirkt die Resultierende der am Körper angreifenden statischen Auftriebskräfte. Durch Teilkörperbewegungen (→Teilbewegung) und die Atmung kann das Verhältnis von VM…

Vortex

Vortex (Wirbel, Turbulenz), lat. vortex „Wirbel“; allgemein eine Kreisströmung einer Flüssigkeit, eine um eine Achse rotierende Wassermenge mit hohem Impuls, der für einen Kraftstoß auf den Körper genutzt werden kann. So entwickeln sich beim Schwanzflossenantrieb der Fische gegeneinander versetzte Wirbel, die dem Fisch Schub verleihen (bei Reischle, 2015, S. 42/43) Bezogen auf den Schwimmer ist…

Vortex-Konzept

Vortex-Konzept (vortex concept) →Antriebskonzept, vortexorientiertes, →Vortex

Vortrieb

Vortrieb (propulsion), in der Physik eine Kraft der Antriebstechnik, im Bergbau Abbau von Rohstoffen (Streckenvortrieb) (Wikipedia) Im Schwimmen ist Vortrieb die entscheidende horizontale Kraft in Schwimmrichtung entgegengesetzt zum Wasserwiderstand, auch Antriebskraft (→Antrieb), die dadurch zustande kommt, dass Wasser mit möglichst großer Geschwindigkeit und in möglichst großer Menge entgegen der Bewegungsrichtung bewegt wird.  Maß für den…

Vortriebswirkungsgrad

Vortriebswirkungsgrad (ep) (propulsion efficiency), auch „Schub“. Aus der Flugzeugtechnik übernommene Formel, die das Verhältnis von Vortriebsleistung zur Strahlleistung und damit die Güte eines Triebwerks beschreibt. Auf das Schwimmen bezogen handelt es sich um das Verhältnis von der Leistung zur Überwindung des Wasserwiderstandes (Pd) zur gesamten mechanischen Leistungsabgabe (P0), die als Summe von Wasserwiderstand (Pd) und…

Wasser

Wasser (water), farblose Flüssigkeit mit mittlerer Dichte (Dichtezahl 1 bei 4°C) und Fortbewegungsmedium des Schwimmers. Wasser ist zugleich essentieller Nährstoff, dessen Mangel (→Dehydration) die sportliche Leistungsfähigkeit negativ beeinflusst. Wasser muss für Schwimmwettkämpfe und Training speziell aufbereitet (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Badewasseraufbereitung) und temperiert sein. Bei Wassertemperaturen < 18° C dürfen Kinder und Jugendliche nicht starten. Nach dem tödlichen…

Wasserdruck

Wasserdruck (water pressure), Druck, den das Wasser auf alle Körper ausübt (→hydrostatischer Druck innerhalb des Wassers). Die Druckkraft (F) ist abhängig von der Größe der Fläche, auf die der Wasserdruck wirkt, und von der Höhe der Wassersäule. Mit zunehmender Wassertiefe nimmt der Wasserdruck zu; beim Schwimmen beträgt er etwa 5kp. Deshalb sollte der Abdruck der…