Anatomie
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Endplatte, motorische
Endplatte, motorische (end-plate, motor), Endorgan in der Erregungsübertragung Nerv-Muskel, wobei durch Überträgerstoffe (→Acetylcholin) der Reiz auf die muskuläre Membran nach dem Alles-oder-Nichts-Gesetz weitergeleitet wird. →Einheit, motorische Video: https://www.youtube.com/watch?v=78qCVBgs3rI (Zugriff 18.02.2019) Mehr zum Thema: http://www2.klett.de/sixcms/media.php/229/DO01150010_OL_3971.pdf (Zugriff 18.02.2019)
Epiphyse
Epiphyse (pineal gland), (griech. ἐπίφυσις, wörtlich „der Auf-Wuchs“, „das aufsitzende Gewächs“). Einmal die Bezeichnung für die Zirbeldrüse, zum anderen für das Endstück des langen Röhrenknochens, das durch die Epiphysenfuge vom Mittelteil (Diaphyse) getrennt ist und erst mit Beendigung des Wachstums mit der Diaphyse fusioniert, indem die Epiphysenfugen verknöchern (→Epiphysenschluss), womit das Längenwachstum beendet ist. Epiphysenverletzungen…
Erregungsleitungssystem des Herzens
Erregungsleitungssystem des Herzens (conduction system of the heart), Zellsystem (Schrittmacherzellen als spezifische Herzzellen), das die Herzmuskelarbeit der Teilbereiche des Herzens koordiniert. Die Erregung für jeden Herzschlag geht vom Sinusknoten als „natürlichem Schrittmacher“ aus und wird durch ein weiteres Erregungszentrum (Atrioventrikularknoten mit dem Hisschen Bündel) zur Herzspitze und den Herzklappen weitergeleitet. Während beim Skelettmuskel die Kontraktionsstärke…
Erythrozyt
Erythrozyt (erythrocyte), „rotes Blutkörperchen“, Bestandteil des Blutes, der durch das Hämoglobin den Sauerstofftransport sichert. Die Erythrozyten nehmen in der Lunge Sauerstoff auf und tauschen ihn in den kleinen Haargefäßen des Gewebes gegen Kohlendioxid ein. Dieses wird anschließend in die Lunge transportiert und abgeatmet. Pro Mikroliter liegt der Normalbereich der Ery-Werte bei 4,5 bis 5,9 Millionen…
Extension
Extension (extension), lat. extendere „strecken, dehnen“; Streckbewegung im Gelenk, z.B. im Ellenbogengelenk, im Handgelenk (verkippen zum Handrücken), in der Hüfte (Zurückführen des Oberschenkels), Kniegelenk, Sprunggelenk (Anheben der Zehen), Gegenteil: →Flexion Beispiel Schwimmen: beim Armzug erfolgt der Übergang von der Zug- in die Druckphase durch eine Streckung des Armes im Ellenbogengelenk; bei der Delfinbewegung das aktive…
Extensoren
Extensoren (extensors), lat. extendere „strecken, dehnen“; Muskeln bzw. Muskelgruppen, die in einem Gelenk eine Streckung (→Extension) verursachen. Als wichtige Extensoren sind an den Streckbewegungen im Schwimmen beteiligt: Armstreckung: hauptsächlich Trizeps, unterstützt von hinterem Deltamuskel, großem Rückenmuskel, Ellbogenmuskel. Beim Startsprung: hauptsächlich die Rückenstrecker, unterstützt von großem Gesäßmuskel, Schenkelbeuger, Der Unterschenkelschlag bei Brustschwimmen durch großen Gesäßmuskel (Hüftstreckung),…
extrapyramidal
extrapyramidal (extrapyramidal), außerhalb des →Pyramidalsystems (Teil des motorischen Nervensystems) ablaufend. Schädigungen im Bereich des extrapyramidalen Systems führen zu Störung in der Durchführung von Bewegungen (extrapyramidale Syndrome, z.B. Dystonie). Mehr zum Thema: https://flexikon.doccheck.com/de/Extrapyramidal (Zugriff 28.03.2019)
Fähigkeit, funktionale/funktionelle
Fähigkeit, funktionale/funktionelle (functional ability), auf die Funktion bezogene Fähigkeit, im Sinne von "wirksam" und damit eine Grundlage, ein Amt, eine Aufgabe auszuführen. →Fachkompetenz. In der Medizin wird nur "funktionell" angewandt, bezogen auf die Leistungsfähigkeit eines Organs ("funktionelle Beinverkürzung", "funktionelle Kapazität", "funktionelle Proteine" usw.).
Faszientraining
Faszientraining (fascia training), Lösen der Verklebungen der kollagenbindegewebige Hülle der Skelettmuskeln ("Muskelbinde" oder Faszie). Verklebte Faszien können zu Verspannungen führen und infolge zu Verletzungen wie beispielsweise Zerrungen und Gelenkbeschwerden. Im Gegensatz zum normalen Dehnen des Muskels wird beim Faszientrainig das Bindegewebe intensiv bearbeitet. Dabei wird mit einer Faszienrolle (Foam-Rolling) oder einen Faszienball Druck auf das…
Filament
Filament (filament), lat. filamentum „Fadenwerk“; einzelne Faser; in der Anatomie fadenförmige Eiweißstruktur in Zellen, auch als Aktinfilament bezeichnet. →Titin, →Dehnfähigkeit, →Muskelkontraktion
Flexion
Flexion (flexion), (lat. flectere ‚biegen‘, ‚beugen‘, ‚sich winden‘), in der Medizin die Beugebewegung im Gelenk, der die Beugung vollziehende Muskel wird Flexor genannt. Je nach Bewegungsrichtung im Verhältnis zur Körperachse spricht man von Dorsalflexion, Plantarflexion oder Volarflexion. Gegenteil →Extension (Streckung) Bei Wettkampfschwimmern wurde eine größere Beweglichkeit im Schultergürtel und im Kniegelenk im Vergleich zur…
Flexor
Flexor (flexor), lat. flectere „biegen“ oder „beugen“; Beugemuskel Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Flexor (zugriff 13.04.2019)
Freiheitsgrad
Freiheitsgrad (degree of freedom), allgemein die Bewegungsmöglichkeiten eines Körpers im Raum auf ein Koordinatensystem bezogen; in der Statistik die Schätzung unbekannter Parameter (Kennwert) einer Grundgesamtheit anhand einer Stichprobe (Wikipedia); in Anatomie und Biomechanik Anzahl und Art der möglichen Bewegungen eines Gelenkes (s. Abb.). →Beweglichkeit Für die sportliche Bewegung sind die Freiheitsgrade der Drehbewegungen in den…
Frequenzierung
Frequenzierung (neural frequency), Abstufung der Impulsfrequenz bei der finalen Erregung der Muskelzelle (ST Fasern mit kleinen Motoneuronen und niedriger Erregungsschwelle, schwächere FT Fasern und schnelle FT-b Fasern mit starken Motoneuronen und hoher Erregungsschwelle →Muskelfasertypen). Die Frequenzierung ist zusammen mit der Rekrutierung die Grundlage der intramuskulären Koordination. Bei Dauerkontraktionen beträgt die Frequenz 10-30, bei schnellkräftigen Bewegungen…
frontal
frontal(is) (frontal), (Anatomie) zur Stirn gehörig; stirnwärts, Frontalebene = parallel zur Stirn verlaufend