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Anatomie

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Dehnbarkeit

Dehnbarkeit (stretchability) →Dehnfähigkeit

Dehnfähigkeit

Dehnfähigkeit (stretchability; stretching capacity), anatomische Grundlage der Beweglichkeit, die elastischen Eigenschaften von Faszien, Bänder, Muskeln, Sehnen oder Gelenkkapsel. Muskeln sollen nach Martin et al. (1991, S.222) um 150-200 % über ihre Ausgangslänge gedehnt werden können; Sehnen nur 5 %. Diese Angaben werden aber widersprüchlich diskutiert, besonders was die Aktivität der Filamente betrifft. Danach trägt Titin…

Dehnübungen

Dehnübungen (stretching exercises), Übungen zur Vergrößerung der Bewegungsreichweite, der maximalen Dehnungsspannung und der kurzfristigen Herabsetzung der Ruhespannung. Aus der Vielzahl der in den letzten Jahren empfohlenen 20 Methoden haben sich fünf in der Dehn- und Stretchingpraxis durchgesetzt: dynamisches Dehnen (DD), statisches Dehnen (SD), AC-Stretching, CR-Stretching und die Verknüpfung von CR- und AC-Stretching. Das dynamische Dehnen…

Deltamuskel

Deltamuskel (m. deltoideus), →Muskel aus der Gruppe der Rückenmuskeln, der wie eine Kappe die Schulter umschließt und somit auch stabilisiert. Er ist an nahezu an allen Bewegungen der Schulter beteiligt.→Schultergürtel Ursprung: Schlüsselbein, Schulterhöhe, Schulterblattgräte, Ansatz: Oberarmbein, Funktion: Beteiligung an allen Bewegungen im Schultergelenk und dessen Stabilisierung. Als „Schwimmermuskel per excellence“ (Weineck, 2002) bringt er beim…

Diastole

Diastole (diastole), (Physiologie), Erschlaffungsphase eines Hohlorgans, vornehmlich des Herzens, um dieses zwischen zwei Systolen mit Blut aufzufüllen. Dabei werden zwei Phasen unterschieden: Vorhofdiastole: Entspannungsphase der Herzvorhöfe, Ventrikeldiastole: Entspannungsphase der  Herzkammern. →Diastole In dieser Entspannungsphase fällt der Druck in den Blutgefäßen langsam ab bis auf den niedrigsten Wert von etwa 80 mmHg (diastolischer Blutdruck). Durch intensive…

distal

distal (distal), lat. „sich entfernen", Richtungsbezeichnung in der Anatomie: von der Körpermitte entfernt, Gegensatz: →proximal     Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Distal (Zugriff am 21.01.2019)

Distorsion

Distorsion (distortion) → Verstauchung

dorsal

dorsal (dorsal), lat. dorsum „Rücken“; nach hinten, zum Rücken (auch Hand- oder Fußrücken) zu gelegen, z.B. Dorsalflexion im Fußgelenk beim Brustschwimmen; →posterior, Gegenteil: →ventral  

Dorsalflexion

Dorsalflexion (dorsiflexion), Beugung von Hand oder Fuß zum Hand-/Fußrücken. Viele Erkrankungen der unteren Extremitäten stehen im Zusammenhang mit der Straffheit der Wadenmuskulatur und der verminderten Dorsalflexion des Knöchels. Um solche Störungen zu behandeln, werden häufig Dehnungen der Wadenmuskulatur verschrieben, um die verfügbare Dorsalflexion des Sprunggelenks zu erhöhen (Radford et al. 2006). Besonders die Dorsalflexion des…

Drehbewegung

Drehbewegung (rotational movement), Physik: Drehung/ Rotation als Bewegung eines Punktes oder Körpers um eine Achse. In der Biomechanik ist die Rotation eine Bewegung bei der alle Punkte des betrachteten Körpers um eine gemeinsame Achse drehen (Göhner, 2001, S.6). Im Sport können das sein, Rotation des Körpers um feste Achsen (z.B. Riesenfelge am Reck), freie Achsen…

Druck, osmotischer

Druck, osmotischer (pressure, osmotic), Druck, der der Bewegung von Flüssigkeit durch eine "scheindurchlässige" (semipermeable) Membran (Osmose) entgegenwirkt. Da der physiologische Druck die Osmose ermöglicht, ist er die Hauptvoraussetzung für die Stofftransportprozesse im menschlichen Organismus. →Bandscheibe Mehr zum Thema: https://flexikon.doccheck.com/de/Osmotischer_Druck (Zugriff am 28.01.2019)

Druckausgleich

Druckausgleich (ear clearing, pressure equalisation), In der Physik der Vorgang, bei dem in zwei oder mehreren Räumen der gleiche Druck hergestellt wird. Beim Tauchen entsteht im Mittelohr ein Unter- bzw. Überdruck, der über die Ohrtrompete (Eustachische Röhre) ausgeglichen wird. Durch Schlucken oder Pressen (hin- und herbewegen des Kiefers, Nasenlöcher zuhalten und schlucken) in die zugehaltene…

Dynapenia

Dynapenia (dynapenia), Altersbedingter Muskelkraftverlust, der nicht durch eine neurologische oder muskuläre Erkrankung verursacht wird. Dynapenia erhöht das Risiko für funktionelle Einschränkungen und die Sterblichkeit des älteren Menschen und ist unabhängig von Sarkopenie, Gewichtsverlust oder Gewichtszunahme. Entscheidend für den Kraftverlust scheint der Funktionsverlust des nervalen Systems und der intrinsischen (von innen ausgehenden) krafterzeugenden Eigenschaften der Skelettmuskulatur…

Dysbalance, arthromuskuläre

Dysbalance, arthromuskuläre (arthromuscular imbalance), Ausweitung einer →muskulären Dysbalance auf die Muskel - Gelenk Beziehungen.

Dysbalance, muskuläre

Dysbalance, muskuläre (muscular imbalance), Missverhältnis zwischen Synergisten und Antagonisten als Folge einseitigen, spezifischen Trainings. Zu starke muskuläre Dysbalancen können auf ganze Muskelschlingen und die beteiligten Gelenke übergreifen und somit zu arthromuskulären Dysbalancen führen (Störung des arthromuskulären Gleichgewichts), die ganze Bewegungsmuster beeinträchtigen können und die Verletzungsanfälligkeit erhöhen. →Funktionssyndrom, →Dehnung, →Krafttraining Durch die hohen Trainingsumfänge von bis…

Effektor

Effektor (effector), (lateinisch efficere ‚bewirken‘), „Erfolgsorgan“ = Teil eines Organs, Gewebes, oder einer neuronalen Struktur (die Nervenzelle mit ihren Fortsetzungen betreffend), der den Endpunkt eines zielgerichteten physiologischen Ablaufs darstellt, auch direkt ein Stoff (z.B. Kalzium), der die Wirkung von Enzymen beeinflusst. Effektor in dem Sinne ist z.B. die Nervenfaser, die Reize vom Zentralnervensystem zum Muskel…

Einheit, motorische

Einheit, motorische (motor unit), Gesamtheit aller von einer motorischen Nervenfaser innervierten Muskelfasern, wobei das von einer motorischen Nervenzelle des Rückenmarks kommende Axon an der motorischen Endplatte Aktivitätspotentiale synaptisch auf die Muskelfaser überträgt. Über die motorische Einheit können Muskelkraft und Kontraktionsgeschwindigkeit reguliert werden. Bei fein abgestimmten Bewegungen (Feinmotorik) umfasst eine motorische Einheit meist nur wenige Muskelfasern…

Einzelbewegung

Einzelbewegung (stroke; kick), Im Schwimmen Bezeichnung für einen Teil der Gesamtbewegung, vorwiegend beschränkt auf den Einsatz der Extremitäten als Armbewegung- oder Beinbewegung. Sauerstoffsättigung, arterielleWenn auch der Anteil der Extremitätenmuskulatur bei etwa 15% der gesamten Skelettmuskulatur liegt, kann man die Einzelbewegung nicht der lokalen Ausdauer zuordnen, da immer auch größere Muskelgruppen des Rumpfes beteiligt sind. Bei…

Elastizität

Elastizität (elasticity), mechanische Eigenschaft eines Systems oder Stoffes durch Druck oder Dehnung nur vorübergehend seine Form zu ändern und danach wieder in den ursprünglichen Zustand zurückzukehren. So sichern etwa 27% organische Anteile in den Knochen dessen Elastizität. Auch der Muskel verfügt über Elastizität, indem er sich nach einer Dehnung wieder verkürzt, wofür vor allem die…

endogen

endogen (endogenous), griech. endo „innen“; von innen (dem Körperinneren, Erdinneren…) kommend. Beispiel: Die Voraussetzungen für sportliche Leistungen lassen sich in endogene Leistungsvoraussetzungen (Persönlichkeit des Sportlers mit seinen konditionellen und koordinativen Fähigkeiten) und exogene Leistungsvoraussetzungen (u.a. Förderbedingungen) unterscheiden.