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Sprinter
Sprinter (sprinter), Schwimmer, dessen Hauptwettkampfstrecke die 50m sind (→Sprint) und der folglich sein Training danach ausrichtet (→Sprinttraining). Platonov & Bulatova (1993) ermittelten bereits bei Kindern im Grundlagentraining „Sprinter“, die sich durch hohe Werte in Körperhöhe und Gewicht, in den Umfangs- und Längenmaßen der Extremitäten, hohe anaerobe Intensität und funktionale Beweglichkeit sowie Vorteilen in der alaktaziden…
Sprintschnelligkeit
Sprintschnelligkeit (sprinting speed), im Schwimmen leistungsrelevante Erscheinungsform der komplexen Schnelligkeit, indem zyklische Bewegungen mit höchster Geschwindigkeit ausgeführt werden (→Bewegungsschnelligkeit, zyklische). Das Training der Sprintschnelligkeit setzt eine höhere Schwimmgeschwindigkeit als maximales Renntempo voraus und ist deshalb von der Streckenlänge auf 15 – 25m begrenzt. Zugleich soll durch Pausen von drei Minuten die energetische und neuromuskuläre Regeneration…
Sprung
Sprung (jump), Bewegungshandlung mit den Phasen Absprung, Flug und Landung gerichtet in die Höhe (Hochsprung, Vertikalsprung) oder Weite (Stand- oder Schluss-Weitsprung). Im Schwimmen ist der Startsprung besonders bei kurzen Distanzen ein wesentliches Element jedes Wettkampfes. Neben dem technischen Ablauf ist die Sprungkraft, die indirekt mit der Sprunghöhe ermittelt wird, eine wesentliche Voraussetzung eines guten (hohen,…
Sprunggelenk
Sprunggelenk (ankle joint), Gelenkpaar (oberes und unteres Sprunggelenk), das die Hauptbewegungen des Fußes ermöglicht. Das obere Sprunggelenk („Knöchelgelenk“) wird von Schienbein, Wadenbein, der Gelenkrolle des Sprungbeines und einem starken Bandapparat gebildet. Es ermöglicht Fußstreckung und –beugung. Neben Kniegelenkverletzungen gehören Verletzungen des oberen Sprunggelenks zu den häufigsten Sportverletzungen, drei Viertel davon Distorsionen, besonders bei Sprüngen, Landungen…
Sprunghöhe
Sprunghöhe (jumping height), senkrechter Abstand des Körperschwerpunktes zum Boden bei einem Vertikalsprung. Die Sprunghöhe wird im Rahmen der KLD des DSV beim Squat Jump und Counter-Movement-Jump mit Kontaktmatten gemessen. Wenn keine Kontaktmatten vorhanden sind, kann der Jump-and-reach-Test angewendet werden. Die Ergebnisse korrelieren stark mit dem „Sprintvermögen“ (Schnellkraft) und erlauben Rückschlüsse auf die Muskelfaserstruktur.
Sprungkraft
Sprungkraft (jump strength), wichtige Kategorie der Schnellkraft oder auch als „Schnelligkeit bei nichtreaktiven oder reaktiven Bewegungen“ bezeichnet. Die Sprungkraft hängt dabei von der Voraktivierung des Muskels (Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus), vom Muskelfasertyp, seiner Ausgangslänge und der Dehnungsgeschwindigkeit ab (Voss et al. 2007). Auch plyometrisches Aufwärmtrainings mit unterschiedlichen Widerständen verbesserte die Sprungleistung im Sinne einer Potenzierung der Aktivierung (Harmanci…
Spurenelemente
Spurenelemente ( trace elements), anorganische Nährstoffe, Bestandteile von Enzymen, Vitaminen und Hormonen, die der Körper nur in geringen Mengen benötigt (Vorkommen in Massenanteilen von weniger als 50 mg pro Kilogramm), die aber unentbehrlich sind. Als essentielle (lebensnotwendige) Spurenelemente sind anerkannt: Chrom, Eisen, Fluor, Jod, Kupfer, Kobald, Mangan Molybdän, Selen, Silicium, Vanadium, Zink, Zinn. Ein Nutzen…
Spurt
Spurt (to put on a spurt; final spurt), plötzliche Tempobeschleunigung im Schwimmen während eines →Rennens (Zwischenspurt/Spurteinlage) oder zum Schluss (→ Endspurt/Finish).
Squat-Jump (SJ)
Squat-Jump (SJ) (engl. squat = hocken), Strecksprung aus der Kniebeuge ohne vorherige Ausholbewegung. Dadurch wird fast ausschließlich die Bein-Hüft-Streckmuskulatur beansprucht. Er korreliert stark mit weiteren →Schnellkraftleistungen, wie →Start und →Wende sowie der →Bewegungsschnelligkeit. Deshalb wird er als →Test in der →KLD des DSV eingesetzt. →Sprung, →Sprunghöhe Video: https://www.youtube.com/watch?v=DZV_RlzfSIY
Subjektivität
Subjektivität (subjectivity), lat. subiectus = unter etwas liegend; untergeben; Sichtweise, die durch persönliche →Gefühle und →Einstellungen (subjektiv) bestimmt ist. In den Naturwissenschaften unerwünscht, in den Gesellschaftswissenschaften teilweise Gegenstand der Forschung. Gegenteil: →Objektivität
Substitution
Substitution (replacement therapy, substitution), lat. substituere ‚ersetzen‘; vielfältig gebrauchter Begriff in Mathematik, Musik, Wirtschaft usw. „Substitution im medizinischen Sinne ist der Ersatz von für den Körper unbedingt notwendigen Substanzen, die für den Energie- und Baustoffwechsel benötigt werden, die vom Organismus selbst nicht synthetisiert werden können und deren ungenügende Zufuhr die sportliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigt“ (Deutscher Sportärztebund).…
Sucht
Sucht (addiction), Abhängigkeit von Substanzen (→Alkohol, →Nikotin und →Drogen) und Verhaltensweisen über einen längeren Zeitraum. Kriterien einer Sucht sind ein überwältigendes Verlangen, die Tendenz nach Steigerung der Dosis, psychische und physische Abhängigkeit, die bei Unterbrechung zu Entzugserscheinungen führt und schädliche Folgen für den Süchtigen und die Gesellschaft haben (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders).…
Suggestion
Suggestion (suggestion), lat. suggerĕre „zuführen, unterschieben“; „Beeinflussung des →Denkens, →Wollens, Fühlens und Handelns durch sich selbst (→Autosuggestion) oder andere (Fremdsuggestion). Sie wirkt besonders bei labilen Persönlichkeiten“ (Psychologisches Wörterbuch, 2004). Als verbale Anweisungen wirken Suggestionen z.B.im Rahmen der →Hypnose direkt auf das Unterbewusstsein. Positive Selbstsuggestionen sind immer nach einem bestimmten Muster aufgebaut: positiv und in…
Sündenbocktheorie
Sündenbocktheorie (Scapegoat theory), Modell aus der Psychologie, wonach Frust abgebaut wird, indem man den „Schwarzen Peter“ weitergibt. Man sucht die Schuld nicht bei sich selbst, sondern macht andere zum Sündenbock, in der Gesellschaft Fremdgruppen (z.B. Migranten, Juden im Faschismus) oder soziale Randgruppen. Ein gängiges Modell rechter Gruppen, zumal man sich der Mühe unterzieht, die…
Super Lifesaver
Super Lifesaver, rettungssportliche Wettkampfdisziplin der offenen Altersklasse über 200 m, die im Schwimmbecken ausgetragen wird; besteht aus 75 m Freistil, 25 m Schleppen der Puppe, Anlegen von Flossen und Gurtretter, 50 m Flossenschwimmen mit Gurtretter, Puppenübernahme und 50 m Schleppen der Puppe mit Gurtretter und Flossen. (Text Harald Rehn)
Superkompensation
Superkompensation (super-compensation), lat. super „über“, compensare „ausgleichen“, „ersetzen“; von Jakowlew 1977 aus dem →Glykogen-Stoffwechsel abgeleitete Modellvorstellung, die maßgeblich die →Trainingswissenschaft prägte. Danach wird durch hohe →Belastungen die →Homöostase durchbrochen. Die beanspruchten Funktionssysteme benötigen dann eine gewisse Zeit der →Wiederherstellung, wobei einige danach über das Ausgangsniveau hinaus schwingen, was als „überschießende Adaptationsreaktion“ (→Adaptation) oder Superkompensation bezeichnet…
Supination
Supination (supination), lat. supinitas = „zurückgebogene Stellung“; Drehbewegung von Hand oder Fuß in Verbindung mit Anheben des inneren Handballens bzw. Fußrandes im Gegensatz zur →Pronation (Gedächtnisstütze für Handstellung „Suppe“ und „Brot“). Der die Supination bewirkende Muskel wird Supinator benannt. Mehr zum Thema: https://www.dr-gumpert.de/html/supination.html
Supplement
Supplement (supplement), lat. supplementum „Ergänzung“; in der Ernährungswissenschaft für Nahrungsergänzungsmittel. →Substitution Als Grundsätze der Supplementation sollten beachtet werden: Supplemente entsprechen nur einem Mosaiksteinchen im Gesamtmosaik der körperlichen Leistungsfähigkeit. Es werden keine Substanzen verwendet, die auf der Dopingliste stehen. Die langfristige Gesundheit des Athleten und der Athletin stehen im Mittelpunkt. Eine Supplementation erfolgt individuell abgestimmt. Mögliche…
Surf Boat Race
Surf Boat Race, rettungssportliche Wettkampfdisziplin mit einer Entfernung bis zur Boje von (bei Senioren 400 m), die am offenen Gewässer ausgetragen wird. (Text Harald Rehn)