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Sporthochschule
Sporthochschule (sport university), wissenschaftliche Einrichtung für Lehre, Forschung und Praxis der Sportwissenschaft. Nach dem „Aus“ der Deutschen Hochschule für Körperkultur in Leipzig (1950-93) ist die Deutsche Sporthochschule Köln (DSHK) die einzige Universität in Deutschland, die sich ausschließlich dem Themenfeld Sport und Bewegung widmet. An 19 Instituten, vier An-Instituten und fünf Transferzentren bietet sie neben der…
Sportinformatik
Sportinformatik (sports informatics), Teildisziplin der Sportwissenschaft zur Anwendung von Erkenntnissen und Erfahrungen der Informatik/Informationstechnologie auf Wissenschaft und Praxis im Sport. Schwerpunkte sind: Datenbanken und Datenverwaltung, Softwareentwicklung, Modellbildung, Medien, Kommunikationsnetze, Informationstechnologie, die allesamt miteinander verzahnt sind. Einen eigenständigen Studiengang gibt es gegenwärtig an der TU Darmstadt. →Mediendidaktik Aktuelle Schwerpunkte und Entwicklungen des Fachbereichs Sportinformatik IAT-Leipzig: Beispiel…
Sportinternat
Sportinternat (sport boarding school), konstitutioneller Bestandteil des Kooperationsprojektes (→Verbundsystem) Schule und Leistungssport. Das Sportinternat hat die schulischen Ausbildungs- und Betreuungsmaßnahmen, wie Hausaufgabenbetreuung und Förder-/Stützunterricht sowie die Freizeitgestaltung und das Wohnen mit entsprechender Betreuung für die Sportler (bei Projekten mit überregionaler Bedeutung) zu koordinieren. Dieses wird mit den Trainings- und Wettkampfmaßnahmen so abgestimmt, dass in beiden…
Sportkompetenz
Sportkompetenz (sport authority), lat. competentia = Eignung; Fähigkeiten und Fertigkeiten, die zur Ausübung sportlicher Aktivitäten erforderlich sind und über Erziehung zum Sport und Bildung als physisch-motorische Dimension ausgebildet werden, deren Bildungsinhalt sich an den Sportarten festmacht. „Der Aufbau von Sportkompetenz wird ausdrücklich nicht als Kulturtradierung um des Sports willen unternommen, sondern soll den Menschen zu…
Sportler
Sportler (athlete; sportsman), eine oder mehrere Sportarten ausübender Mensch, die er je nach Intensität und Zielstellung als Breiten- oder Leistungssportler und hier wiederum als Amateur oder Profi Sport betreibt. Aus wissenschaftlicher Sicht kann die unterschiedslose Verwendung des Begriffs "Sportler" oder "Athlet" dazu führen, dass Teilnehmer mit sehr unterschiedlichen körperlichen Aktivitätsniveaus in ein und dieselbe Studie…
Sportmanagement
Sportmanagement (sport management), Führung eines Vereins oder Verbandes oder direkt eines Sportlers, betrifft sowohl die Funktion (Manager) als auch die Institution (Management). Rund um den Sport sind in den vergangenen Jahren hochprofessionelle Unternehmen und Dienstleister entstanden: Von Herstellern von Sportbekleidung über Vermarkter von Werbebanden bis hin zu Managern von Profisportlern und Vereinen werden Experten gebraucht,…
Sportmarketing
Sportmarketing (engl.), „die spezifische Anwendung der Marketing-Prinzipien und -Prozesse auf Sportprodukte und Sportdienstleistungen im Sinne der marktorientierten Unternehmensführung. Sportmarketing umfasst dabei sowohl die Vermarktung von Sportprodukten durch Sportorganisationen (‚Marketing von Sport‘) als auch das Marketing von sportnahen und sportfernen Produkten und Dienstleistungen durch Unternehmen mittels der Verwendung des Sports“ (Nufer & Bühler, 2013, S.8). →Marketing,…
Sportmassage
Sportmassage (sport massage), Teilbereich der Physiotherapie, Anwendung der Massage auf die Belange des Sports. Sportliche Bewegung ist an die Funktionstüchtigkeit der Muskulatur gebunden. Dabei ist Massage deren spezifische physikalische Therapie, besonders zur speziellen Lockerung der Muskulatur und Wiederherstellung, lokal und zielorientiert als Vor- oder Nachbehandlung bei sportlicher Tätigkeit. Damit ist sie von allgemeinen Massagen zu…
Sportmedizin
Sportmedizin (sports medicine), Medizinischer Teilbereich, der sich mit der Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Sportlern oder Sporttreibenden beschäftigt und dabei Kenntnisse aus der Physiologie, Biochemie, Biomechanik, klinischen Medizin einschließlich innerer Medizin und Orthopädie nutzt. Eigentlich ruht das Fach auf zwei Säulen: einer orthopädisch-chirurgischen und einer internistisch-leistungsphysiologischen. Sportliches Training ist ohne biologisch-medizinische Grundkenntnisse undenkbar. Deshalb nehmen sportmedizinische…
Sportmediziner
Sportmediziner (sport physician), in der Bundesrepublik Deutschland ergänzende Qualifikation, die prinzipiell von Ärzten aller Fachgebiete erlangt werden kann. Ärzte für Allgemeinmedizin, Chirurgen, Orthopäden und Internisten mit entsprechenden Interessen und Qualifikationen führen meist diese Zusatzbezeichnung. Das Fachgebiet, welches in seinen Inhalten dem Querschnittsfach Sportmedizin am nächsten kommt, ist das der Physikalischen- und Rehabilitativen Medizin. Vor der…
Sportmotorik
Sportmotorik (sport motorics), wesentlicher Teil der Bewegungslehre, bezogen auf die Motorik als Handlungsfeld des Sports. Als integrative Wissenschafts- und Lehrdisziplin widmet sich die Sportmotorik bei vorrangig funktionaler Betrachtungsweise Fragen zur Sinnhaftigkeit und zu Zweckbeziehungen der Bewegungsformen. Sie verbindet die Außen- und Innensicht der Bewegungen und liefert ein wissenschaftliches Fundament zu deren Verständnis. In der modernen…
Sportökonomie
Sportökonomie (sports economy), Anwendung ökonomischer Instrumente und Methoden volks- und betriebswirtschaftlicher Art und ggf. angrenzender Fachgebiete wie der Soziologie und der Psychologie auf wirtschaftliche Zusammenhänge im Sport. Die Sportökonomie versteht sich primär als angewandte Wissenschaft (www.arbeitskreis-sportoekonomie.de). Eine geschlossene Theorie der Sportökonomie liegt nicht vor . →Markt, →Marketing, →Ware Exkurs: In einer Co-Zitationsanalyse identifizieren Zhang &…
Sportpädagogik
Sportpädagogik (sports pedagogy), Teilgebiet der Sportwissenschaft und zugleich der Erziehungswissenschaft, die sich mit Erziehung und Bildung im und durch Sport beschäftigt. Der in den Elfenbeintürmen der Wissenschaft ausgetragene Streit über Sinn und Gegenstand der Sportpädagogik sollte den Praktiker (Trainer) weniger erschüttern, da er sich täglich mit den Notwendigkeiten von Bildung und Erziehung konfrontiert und zum…
Sportphilosophie
Sportphilosophie (philosophy of sports), Philosophie bezogen auf den Sport; Integrationswissenschaft, die auf der allgemeinen Philosophie und deren Teildisziplinen (Ethik, Ästhetik, Anthropologie usw.) fußt und zugleich die Erkenntnisse anderer sportwissenschaftlicher Disziplinen berücksichtigt. "Sie dient als Brücke zu sportpolitischen Debatten und hilft dabei, die Essenz von Wettbewerb, Spiel und Leistungssteigerung zu verstehen" (dvs, Sektion Sportphilosophie). →Sportwissenschaft, →Sportethik Sportphilosophie…
Sportphysiologie
Sportphysiologie (Exercise physiology), Zweig der Physiologie, der sich wie die Arbeitsphysiologie vor allem mit den funktionellen, d. h. physikalischen und biochemischen Zusammenhängen befasst, die eine Arbeitsleistung im physikalischen oder biomechanischen Sinne ermöglichen. Demzufolge gehören hierzu beispielsweise: Energiestoffwechsel, Energiebereitstellung →Leistung, Leistungsfähigkeit, Leistungsdiagnostik dynamische und statische Arbeit Training, Lernen, motorisches Ermüdung und Erholung, Koordination Beispiele aus dem Schwimmen: …
Sportpsychologie
Sportpsychologie (sports psychology), Teilgebiet der Psychologie, das Verhalten und Erleben im Sport zum Gegenstand hat. Der oftmals umstrittene Nutzen der Psychologie im Leistungssport hängt auch davon ab, dass weniger der Sportler „auf der Couch“ Platz nimmt als der Sportpsychologe an der Sportstätte. Die sportmedizinische Beratung und Betreuung der Kadersportler wird durch die Laufbahnberater der Olympiastützpunkte…
Sportrecht
Sportrecht (sports law), Rechtsverhältnisse im Sport, die die Normen des staatlichen Rechts (z.B. Vereinsrecht) und die Satzungen und Ordnungen der Sportverbände umfassen.
Sportschaden
Sportschaden (sport lesion), „physikalisch verursachte akute Verletzung oder chronischer Überlastungsschaden“ (Kent & Rost, 1996, S. 393), teilweise als spezifische Verletzungsformen wie „Läuferknie“ oder „Tennisellenbogen“.
Sportschwimmarten
Sportschwimmarten (competiton swimming stroke), die laut internationalem Reglement zu Wettkämpfen und auch in das olympische Programm aufgenommenen Schwimmarten Rücken-, Kraul-, Brust- und Schmetterlingsschwimmen sowie als Kombination das Lagenschwimmen. Der Sportschwimmer erlernt im Nachwuchstraining alle vier Schwimmarten, die er unabhängig von einer späteren Spezialisierung bis zur Feinform (→Feinkoordination) beherrschen sollte. Damit ist er disponibel für einen…