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217 Einträge

Ernährung zum Wettkampf

Ernährung zum Wettkampf →Wettkampfernährung  

Ernährungsberatung

Ernährungsberatung (nourishing consultation), Beratung von Sportlern durch Ernährungswissenschaftler an den Olympiastützpunkten, „um gemeinsam herauszufinden zu welchem Zeitpunkt welche Lebensmittel einen günstigen Einfluss auf Regeneration und Leistungsfähigkeit haben“ (Braun, 2005). Dabei handelt es sich generell um individuelle und praxisnahe Lösungen, die durch Ernährungsanalysen erarbeitet und mit dem einzelnen Sportler oder mit Trainingsgruppen/Mannschaften beraten werden. Ferner qualifizieren…

Ernährungsprotokoll

Ernährungsprotokoll (nourishing minutes), tagtägliche Protokollierung der Speisen und Getränke und ihrer Menge über eine Woche zur Analyse der Ernährungsweise. Durch computergestützte Auswertung werden die durchschnittlichen Zufuhrmengen an allen Nährstoffen sowie an Kalorien ermittelt. Auf dieser Basis werden Möglichkeiten zur Ernährungsoptimierung angeboten, die mit dem Sportler besprochen werden (Osterkamp-Baerens, 2002). →Ernährungsberatung Da der Leistungssport selbst Symptom…

Erregbarkeit, neuromuskuläre

Erregbarkeit, neuromuskuläre (NME) (neuromuscular excitability), „Messgröße, die auf morphologischen Strukturen und physiologischen Prozessen von motorischem Nerv und Muskelfaser beruht! (Schneider et al, 1998). Sie wird durch reizstromdiagnostische Messungen bestimmt (Reizintensität - Reizzeit =IT - Werte). Neuronale Funktionen sind eng an den Säure-Basen-Haushalt gebunden. So steigern Verschiebungen im Elektrolythaushalt die NME, u.a. auch bei Hyperventilation. Beispiel…

Erregungsleitungssystem des Herzens

Erregungsleitungssystem des Herzens (conduction system of the heart), Zellsystem (Schrittmacherzellen als spezifische Herzzellen), das die Herzmuskelarbeit der Teilbereiche des Herzens koordiniert. Die Erregung für jeden Herzschlag geht vom Sinusknoten als „natürlichem Schrittmacher“ aus und wird durch ein weiteres Erregungszentrum (Atrioventrikularknoten mit dem Hisschen Bündel) zur Herzspitze und den Herzklappen weitergeleitet. Während beim Skelettmuskel die Kontraktionsstärke…

Erregungsübertragung

Erregungsübertragung (impulse transmission), auch „Transmission“, Weiterleitung von Informationen zwischen Nervenzellen an der Synapse auf chemischem Weg durch Azetylcholin (→Transmitter), das an der Nervenendigung freigesetzt wird und zur Muskelfaser diffundiert (Kurzform, mehr s.u.). Dort führt es zu einer Depolarisierung der Muskelfasermembran. Bei Erreichen der Erregungsschwelle bewirkt ein Aktionspotential die Kontraktion der Muskelfaser. →Endplatte, motorische Mehr zum…

Erschöpfung

Erschöpfung (exhaustion), extreme Form der Ermüdung, die nach hohen Belastungen in Training und Wettkampf auftritt und durch Energiemangel zum Abbruch oder zur Verringerung der Geschwindigkeit/Last usw. führt, oft verbunden mit Koordinationsstörungen/Reaktionsverminderung. Erschöpfung ist aber nicht mit Übertraining und Überlastung gleichzusetzen, da in diesen Fällen das Gleichgewicht zwischen Trainingsbelastung und Regeneration gestört ist. "Als Gott den…

Erschöpfung (Rettungsschwimmen)

Erschöpfung (prostration), Körperlicher Zustand des Nachlassens motorischer Fähigkeiten aufgrund von Belastung, der dann im Wasser, schwerpunktmäßig an offenen Gewässern, zu Gefahrensituationen führen kann, wenn nicht rechtzeitig das Ufer erreichbar ist. (Text von Harald Rehn)

Erste Hilfe

Erste Hilfe (first aid), leistbare Maßnahmen (durch Laien) zur möglichen Aufrechterhaltung lebenswichtiger Körperfunktionen nach erfolgten Unfällen und damit zur Minderung von Unfallfolgen. (Text von Harald Rehn) Mit einem Urteil vom 4.04.2019 (Az. III ZR 35/18) hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass Sportlehrer/innen im Notfall Erste Hilfe im Unterricht leisten müssen (können). Das lässt sich m.E. auch…

Erstschwimmart

Erstschwimmart (first swimming technique) →Anfängerschwimmtechnik, →Schwimmart, erste

Ertrinken

Ertrinken (drowning), Prozess, des Füllens der Lunge mit Wasser, der in letzter Konsequenz zum Tod durch Ersticken führt. (Text von Harald Rehn)

Erwachsenenalter

Erwachsenenalter (adult age), aus entwicklungspsychologischer Sicht der Altersabschnitt zwischen 18. und 80. Lebensjahr, der untergliedert wird in frühes (18/20 –30 Jahre), mittleres (30 – 65 Jahre), spätes (ab 66) Erwachsenenalter. Unter Berücksichtigung der psychophysischen Entwicklung kann auch von einem „Leistungsalter“ und einem „Erfahrungsalter“ gesprochen werden Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) klassifiziert in 15-Jahres-Abschnitte: jugendbetontes Erwachsenenalter (15-30 Jahre),…

Erwärmen

Erwärmen (warming-up) →Aufwärmen

Erwartung

Erwartung (expectancy), In der Psychologie die „Vorwegnahme und zugleich Vergegenwärtigung eines kommenden Ereignisses aufgrund früherer Erfahrungen“ (Psych. Wörterbuch, 2004). →Erwartungshaltung, →Erwartungsdruck, →Antizipation, →Motivation, →Prognose "Wenn du etwas Besonderes vom Leben erwartest, musst du aus dir selbst etwas Besonderes machen"  Elmar Kupke (*1942), dt. Aphoristiker  Mehr zum Thema: http://www.seele-und-gesundheit.de/psycho/erwartung.html

Erwartungsdruck

Erwartungsdruck (weight of expectation), Diskrepanz zwischen zumeist von außen auferlegten Zielen und Ansprüchen und den persönlichen Erwartungen, die zu Verkrampfungen, Übersteuerungen bis Denkblockaden führen kann. "Die Zahl der zeitlich (nahezu) parallel gestellten und unter Zeit- und inhaltlichem Erwartungsdruck zu lösenden Probleme hat in den letzten Jahrzehnten spürbar zugenommen und erfasst immer mehr Altersgruppen und Gesellschaftsbereiche"…

Erwartungshaltung

Erwartungshaltung (expectation attitude), Haltung einer Person, die sich aus seiner Vorwegnahm bzw. Vergegenwärtigung eines kommenden Ereignisses (Erwartung) ergibt. Die Erwartungshaltung spielt eine große Rolle im Verhältnis von Trainer und Sportler zu Medien und Zuschauern. →Erwartungsdruck "Die größten Enttäuschungen haben ihren Ursprung in zu großen Erwartungen". Ernst Ferstl (*1955) österreichischer Schriftsteller

Erythropoese

Erythropoese (erythropoiesis) →Erythropoetin  

Erythropoetin (EPO)

Erythropoetin (EPO) (erythropoietin), Glycoprotein-Hormon, das die Bildung von Hämoglobin und roten Blutzellen anregt. Es wird in der Medizin gegen Blutarmut eingesetzt. EPO zählt als Dopingmittel und wird über die Bestimmung des Hämatokrits durch Blutabnahme kontrolliert. Seit der Einführung von EPO in den Leistungssport 1987 sind 20 Sportler an Embolie gestorben (Stand 2005). Nach Schätzungen dopen…

Erythrozyt

Erythrozyt (erythrocyte), „rotes Blutkörperchen“, Bestandteil des Blutes, der durch das Hämoglobin den Sauerstofftransport sichert. Die Erythrozyten nehmen in der Lunge Sauerstoff auf und tauschen ihn in den kleinen Haargefäßen des Gewebes gegen Kohlendioxid ein. Dieses wird anschließend in die Lunge transportiert und abgeatmet. Pro Mikroliter liegt der Normalbereich der Ery-Werte bei 4,5 bis 5,9 Millionen…

Erziehung

Erziehung (education), Maßnahmen, um Menschen in ihrer Entwicklung umfassend zu fördern. Der Schwerpunkt liegt dabei in der „Herausbildung von Einstellungen, Charakter und Verhalten bei der Aneignung von Normen und Werten, Verhaltensregeln und –mustern“ (Roehr, in: Schnabel & Thieß, 1993, S.275). Eine Einengung der Erziehung auf den Heranwachsenden ist nicht angebracht, da dies voraussetzen würde, dass…