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Erholung, aktive
„Erholung, aktive“ (recovery, active), eigentlich aktive Wiederherstellung durch Bewegung, in der Trainingspraxis gebräuchliche Bezeichnung für Wiederherstellung der psycho-physischen Leistungsfähigkeit nach hoher Trainings- oder Wettkampfbelastung durch moderate unspezifische sportliche Tätigkeit („Ausgleichssport“, "Ergänzungstraining"), die trotz deutlicher Belastungsreduzierung einen zu starken Abfall der Leistungsparameter verhindert. Aktive Erholung wird hier als ein eigenständiger Mikrozyklus bis zu einer Woche verstanden,…
Erholungs-Belastungs-Fragebogen
Erholungs-Belastungs-Fragebogen (RESTQ) (Recovery-Stress Questionnaire for Athletes), Methode der Sportpsychologie zur Bestimmung des Erholungs-Belastungszustandes (→Prinzip der Einheit von Belastung und Erholung). 76 Fragen sind auf einer siebenstufigen Skala (0 = nie bis 6 = immerzu) zu beantworten. Es wird nach Belastungs- und Erholungszuständen der letzten drei Nächte und Tage gefragt, womit der aktuelle und differenzierte Beanspruchungszustand…
Erholungspause
Erholungspause (rest; rest interval) →Prinzip der Einheit von Belastung und Erholung, →aktive Erholung, →Pause, →Belastungsdichte, →lohnende Pause
Erholungspulssumme
Erholungspulssumme (EPS) (recovery heart rate sum), physiologisches Maß für die Höhe geleisteter Arbeit (→Belastung). Sie wird berechnet aus der Anzahl der Herzschläge (Puls) bis zum Erreichen der Ruhe-Herzfrequenz (Ruhepuls). Die EPS wird mit zunehmender Ermüdung größer. Zumeist wird der Trainingspuls (unmittelbar nach dem Anschlag) ins Verhältnis zu einem 3 Minuten später genommenen Puls gesetzt. Bei Leistungsschwimmern…
Erinnerungsreiz
Erinnerungsreiz (effect of reminiscence), Aus der Neurophysiologie ist bekannt, "wenn innerhalb einer Stunde nach dem Abspeichern einer Erinnerung ein zweiter Reiz gesetzt wird, der in assoziativer Verbindung zu der Erinnerung steht, wird diese gestärkt. Ist der zweite Reiz jedoch unabhängig, kann er die Eiweißmoleküle der ersten Erinnerung „kapern“ und für sich selbst nutzen. Damit ist…
Erkältung
Erkältung (cold), im weiteren Sinne alle durch Viren oder Bakterien verursachten Erkrankungen der oberen Luftwege, im engeren Sinne der banale Schnupfen. Ursache einer Erkältung ist oft ein anfälliges Immunsystem nach hohen Trainings-/Wettkampfbelastungen oder/und Unterkühlung. Da die Prophylaxe (Abhärtung, richtige Kleidung, vitaminreiche Ernährung, ausreichend Erholung) bekannt ist, ist eine Erkältung bei den Sportlern oft durch Leichtsinn…
Erkältungskrankheiten
Erkältungskrankheiten (coughs and sneezes) akute, infektiöse -meist virusbedingte -katarrhalische Erkrankungen der oberen Luftwege, eigentlich der banale Schnupfen (ROCHE-Lexikon). Grippaler Infekt" und "Erkältung" sind zwei verschiedene Namen für ein Krankheitsbild. Die Grippe wird von Influenza-Viren ausgelöst. Für eine banale Erkältung können mehr als 200 verschiedene Erreger verantwortlich sein. Da Erkältungen und Influenza also auf unterschiedliche Krankheitserreger…
Erkennen
Erkennen (cognition), Prozess des Wahrnehmens und des Denkens, der zum Wissen um einen Sachverhalt führt. Dabei kommen Sprache und Anschauung (→Anschaulichkeit) sowie dem eigenen praktischen Handeln durch Üben eine besondere Bedeutung zu. →Erkenntnis, →Diagnostik Im Schwimmen ist der Trainer auf videogestützte Verfahren angewiesen, da wesentliche Elemente der Schwimmtechnik unter Wasser verlaufen und sich damit dem unmittelbaren…
Erkenntnis
Erkenntnis (cognition), als Grundbegriff der Philosophie uneinheitlich definiert; bezieht sich auf das Erkannte und den Prozess des Erkennens mit starker Beziehung zum Wahrheitsbegriff (WIKIPEDIA), verwandt mit Einsicht. Prozess und Resultat der Widerspiegelung der objektiven Realität im menschlichen Bewusstsein. Nach HEGEL ein dialektischer Entwicklungsprozess. „Alle Erkenntnis entspringt aus der sinnlichen Anschauung und dem Verstand“ (KANT). In…
Erklären
Erklären, Erklärung (explanation), Beschreibung, Erläuterung oder auch Ursachenbenennung eines Sachverhalts, auf eine Person oder Gruppe gerichtet. Zusammen mit Demonstrieren und Veranschaulichen ist Erklären eine Maßnahme der Lernsteuerung (→Lerntheorie). In der Wissenschaft ist eine Erklärung der Versuch, die Ursachen eines beobachteten Sachverhaltes durch die sprachliche Darlegung seiner logischen und kausalen Zusammenhänge verständlich zu machen (WIKIPEDIA). In…
Erkrankung, sportartspezifische
Erkrankung, sportartspezifische (illness, sportspecifical), durch die Sportart bedingter Zustand der Krankheit eines Organs, wie im Schwimmen: →Taucherkrankheit, →Schwimmbadkonjunktivitis, →Chlorakne, →Surfer’s Ear, →Mittelohrentzündung,
Erlebnispädagogik
Erlebnispädagogik (experience pedagogy), (Pädagogik); Bestandteil ganzheitlicher Bildungs- und Erziehungskonzeptionen, der sich in den letzten Jahrzehnten stark entwickelt hat. Die Erlebnispädagogik will in Lernprozessen durch die Einheit von physischen, psychischen und sozialen Herausforderungen junge Menschen befähigen, ihre Lebenswelt verantwortlich zu gestalten (handlungsorientiert). →Waldorfpädagogik Erlebnispädagogische Aktivitäten sind z.B. Klettern, Kanu - Fahren, Segeln, die heraus-, aber nicht…
Erleichterung, soziale
Erleichterung, soziale (social facilitation), Theorie der Sozialpsychologie, wonach allein die Anwesenheit anderer zu einer Verbesserung der individuellen Leistung führt. Diese „soziale Leistungsaktivierung“ funktioniert aber nur bei gut gelernten Aufgaben. Ist diese Voraussetzung nicht erfüllt, verstärkt die Gegenwart anderer Personen eher den Konflikt (soziale Hemmung). Das Resultat ist eine Verstärkung von leichten Aufgaben und eine Hemmung…
Ermüdung
Ermüdung (fatigue), (Physiologie): vorübergehender Abfall der Leistungsfähigkeit, der akut nach geistigen oder körperlichen Belastungen oder chronisch bei Übertraining (chronisches Müdigkeitssyndrom) auftreten kann. Erstmals wurde eine Arbeitsdefinition von Ermüdung von Edwards (1981) vorgeschlagen: "Ermüdung ist ein Versagen, die erforderliche oder erwartete Arbeitsleistung aufrechtzuerhalten". Man unterscheidet zentrale (vom ZNS gesteuerte) von peripherer (die Muskulatur betreffende) Ermüdung. Auslöser…
Ermüdung, mentale
Ermüdung, mentale (mental fatigue), auch zentrale Ermüdung: durch lang andauernde geistige Beanspruchung verursachter Zustand, der mit verlangsamten Reaktionszeiten und ungenauen Bewegungsausführungen einhergeht. Experimentell wurde bewiesen, dass mentale Müdigkeit die Belastungstoleranz beim Menschen durch eine höhere Wahrnehmung der Anstrengung und nicht durch kardiorespiratorische und muskuloenergetische Mechanismen begrenzt (Martin et al. 2018; Marcora et al. 2009). Mentale…
Ermüdungsbruch
Ermüdungsbruch (Stressfraktur) (stress fracture), durch sich ständig wiederholende Belastungen nur mikroskopisch nachweisbare Risse in der Knochensubstanz zumeist des Fußskeletts sowie der Ober- und Unterschenkelknochen. Die Schmerzen sind unspezifisch, weshalb der Ermüdungsbruch längere Zeit nicht als Bruch wahrgenommen wird. Symptome: zumeist „klinisch stumm“, Druckschmerz, Schwellung, bis zu verhinderter Belastungsfähigkeit „Zur Vermeidung von Stressfrakturen ist es für…
Ermüdungswiderstandsfähigkeit
Ermüdungswiderstandsfähigkeit (fatigue resistance), →Ausdauer
Ernährung
Ernährung (nutrition), Versorgung des Organismus mit lebensnotwendigen Nährstoffen zur Aufrechterhaltung des Betriebs- und Baustoffwechsels. Dazu zählen neben Wasser vor allem Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette sowie Vitamine und Mineralstoffe, die fast ausnahmslos in einer ausgewogenen Kost enthalten sind. Ausdauersportler mit dem höchsten Energieverbrauch sollten besonders im Hochleistungssport auf eine ausgewogene und ausreichende Ernährung achten. Dabei sind…