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Auftrieb, statischer

Auftrieb, statischer (lift,static), = gleich dem Gewicht der vom Körper verdrängten Flüssigkeitsmenge (→Archimedes Prinzip), eine gegen die Schwerkraft wirkende Kraft und die physikalisch begründete Ursache, dass wir fast ohne Bewegungen auf dem Wasser liegen können. Das setzt voraus, dass Auftrieb und Schwerkraft auf derselben Wirkungslinie liegen, was eintritt, wenn der Körper gestreckt wird (Arme hinter…

Auftriebskraft, statische

Auftriebskraft, statische →Auftrieb, statischer

Auftriebsmittel

Auftriebsmittel/Auftriebshilfen (lift assistance, lift means), Gegenstände, die Menschen über Wasser halten, wie Schwimmwesten, im Schwimmunterricht umstrittene methodische Hilfsmittel (→Hilfsgeräte) zum Erlernen des Schwimmens oder zur Unterstützung bei der Technikschulung bzw. im Training (→Einzelarbeit). Kritisch werden vor allem Auftriebshilfen gesehen, die fest am Körper angebracht sind, wie Schwimmflügel, Oberarmauftriebshilfen oder Schwimmscheiben, da sie nur eine vermeintliche…

Aufwärmen

Aufwärmen (warm- up), auch Erwärmen. „Aktives Einarbeiten vor einer sportlichen Tätigkeit zum Erreichen einer optimalen Betriebstemperatur und psychischen Aktivität“ (Berger, in Schnabel & Thieß, 1993, S.274). Mit allgemeinem Aufwärmen werden vorrangig die großen Muskelgruppen erwärmt, was durch Laufen, kleine Spiele, Ballspiele möglich ist. Beim spezifischen Aufwärmen werden die Muskelgruppen erwärmt, die für die spezifische Sportart…

Aufwärtsschlag

Aufwärtsschlag (upwards kick), Schlag von unten nach oben, im Schwimmen mit den Beinen, im Boxen mit den Fäusten und zumeist schmerzhafter. Die nach oben gerichtete Vertikalbewegung der Beine in den Schlagschwimmarten macht zusammen mit dem Abwärtsschlag die Beinbewegung aus. Die Effektivität des Aufwärtsschlages wird besonders von der Fußstellung zur Bewegungsrichtung bestimmt und setzt deshalb eine…

Ausatmung

Ausatmung (expiration), Abgabe der Luft aus der Lunge über Mund/Nase, ermöglicht in Ruhe durch die Elastizität von Lunge und Brustkorb sowie durch die Entspannung des Zwerchfells (→Zwerchfellatmung). Bei kräftiger Ausatmung wird die Atemmuskulatur hinzugeschaltet. →Atmung, →Atmungssystem, →Vitalkapazität Die Ausatmung ist mit der Schwimmbewegung zu koordinieren, wobei für sie durchschnittlich doppelt so viel Zeit zur Verfügung…

Ausbelastung

Ausbelastung (load, maximum), Kategorie der Arbeitsphysiologie für eine Belastung bis zur subjektiv empfundenen Grenze, in der Leistungsdiagnostik die Ausdehnung einer ansteigenden (progressiven) Belastung bis zur Erschöpfung, im Stufentest maximale Stufe mit dem Ziel, mindestens 95% der Wettkampfgeschwindigkeit zu erreichen verbunden mit einer Herzfrequenz > 190 Schläge/min, einem respiratorischem Quotienten über 1,0 und Laktatwerten > 8…

Ausbilder/Prüfer oder Lehrscheininhaber (instructor)

Ausbilder/Prüfer oder Lehrscheininhaber (instructor), Qualifikation/Lizenz der DLRG, die zur Ausbildung der Rettungsschwimmabzeichen berechtigt, Ausbildungsträger für diese Qualifikation sind die Landesverbände, diese Lizenz ist umschreibefähig in eine Lizenz des DOSB auf der 1. Lizenzstufe Trainer C Breitensport Rettungsschwimmen oder eine Lizenz der ILSE (international instructor). (Text von Harald Rehn)

Ausbilderhandbuch Rettungsschwimmen (AHB)

Ausbilderhandbuch Rettungsschwimmen (AHB) (instructor`s manual rescue swimming), Das AHB Rettungsschwimmen beschreibt die Lehrmeinung der DLRG zum Rettungsschwimmen, es ist in die Bereiche Grund- und Aufbauwissen gegliedert und beschreibt in Textform, unterstützt durch anschauliche Grafiken, Inhalte und Techniken des Rettungsschwimmens. Es ist kostenfrei downloadbar unter: https://www.dlrg.de/fileadmin/user_upload/DLRG.de/Fuer-Mitglieder/Ausbildung/Downloads/Ausbilderhandbuecher_und_Anlagen/Ausbilderhandbuch_Rettungsschwimmen.pdf (Text von Harald Rehn)

Ausbildung

Ausbildung (vocational education), Wissensvermittlung in dafür vorgesehenen Organisationsformen (Schule, Kurs usw.) mit zertifiziertem Abschluss, aber auch allgemein als Maßnahmen zur Verbesserung bestimmter Fähigkeiten, z.B. Ausbildung, athletische Im Sport die Vermittlung von Fähigkeiten und Kenntnissen an Trainer im Rahmen des Qualifizierungssystems der DLRG oder des DOSB (→Rahmenrichtlinien für Qualifikation) unter Leitung der Sport- und Landesverbände, vornehmlich…

Ausbildung, athletische

Ausbildung, athletische (training, athletic), in der Trainingspraxis entstandener Begriff für die Herausbildung allgemeiner Leistungsvoraussetzungen mit unspezifischen Mitteln, für den Schwimmer zumeist an Land (→Landtraining, →Athletik). Die athletische Ausbildung verbessert die allgemeine Fitness, stabilisiert die Gesundheit und bereichert bei entsprechender Vielseitigkeit die Bewegungserfahrung. Im Nachwuchstraining sollten folgende konditionelle Grundlagen angestrebt werden: Aufbau einer kontrollierten Rumpfaktivität (→Rumpfstabilisation),…

Ausbildung, sportartspezifische

Ausbildung, (sportart)spezifische (training, sport-specific), Herausbildung spezifischer Leistungsvoraussetzungen für eine bestimmte Sportart/Disziplin. Das sind im Nachwuchsleistungssport der Schwimmer zunächst alle Trainingsmittel und Methoden des Schwimmtrainings, mit zunehmender Spezialisierung ab Anschlusstraining die auf die Hauptschwimmart/Spezialstrecke zugeschnittene Ausbildung. In jeder Ausbildungsetappe sind allgemeine und spezifische Ausbildung als Einheit zu sehen. →Spezialisierung, frühzeitige, →Kraft, spezifische,  →Ausdauer, spezifische

Ausbildung, taktische

Ausbildung, taktische (training, tactical) →Taktiktraining  

Ausbildungsetappe

Ausbildungsetappe (training period, training stage), allgemein Abschnitt einer Ausbildung, der wie beim Begriff Ausbildungsstufe zumeist mit einem bestimmten Qualitätsstandard abgeschlossen wird. Im Sport handelt sich um einen Abschnitt im langfristigen Leistungsaufbau, der durch Ziel, Aufgaben und Inhalt charakterisiert und in den Nachwuchskonzeptionen  bestimmten Altersbereichen zugeordnet ist, die aber je nach Leistungsentwicklung nicht bindend sind. Ausgehend…

Ausbrennen

Ausbrennen (burn out) →Burnout

Ausdauer

Ausdauer (endurance), „Widerstandsfähigkeit gegenüber Ermüdung“ (Harre, 1979), konditionelle Fähigkeit, die in der Trainings- und Wettkampfpraxis zumeist als Mischform (→Schnelligkeitsausdauer, →Kraftausdauer) auftritt, wobei im Sportschwimmen wegen des beachtlichen Wasserwiderstandes in der Mehrheit der Disziplinen die Kraftausdauer dominiert. Physiologisch gesehen ist Ausdauer die Fähigkeit der Muskelzelle, bei Belastung verbrauchtes Adenosintriphosphat (ATP) zu resynthetisieren (Tomasits & Haber, 2003).…

Ausdauer, aerob-anaerobe

Ausdauer, aerob-anaerobe (endurance, aerobic-anaerobic) auch Übergangsbereich, Bereich zwischen Laktat 2 (→aerobe Schwelle) und 4 mmol/l (→anaerobe Schwelle). Diese in der Sportwissenschaft übliche Struktur (s. Abb.) ist aber recht willkürlich und nicht immer mit der Trainingspraxis vereinbar. „Der aerob-anaerobe Übergangsbereich ist ein komplexer Funktionszustand und betrifft nicht nur den Stoffwechsel, sondern auch andere Funktionssysteme. Aus praktischen…

Ausdauer, aerobe

Ausdauer, aerobe (endurance, aerobic) auch Dauerleistungsvermögen, im DSV hat sich dafür aerobe Grundlagenausdauer (GAI) durchgesetzt. = Ausdauer auf aerober Stoffwechselbasis, d.h. oxidativer Verbrennung von Glykogen und Fettsäuren unter Sauerstoffbeteiligung zu Wasser und Kohlendioxid, die über Schweiß, Urin und Atmung ausgeschieden werden. Bei aerobem Ausdauertraining besteht zwischen Sauerstoffaufnahme und Sauerstoffverbrauch ein Gleichgewicht (→steady state). Mit zunehmender…

Ausdauer, allgemeine

Ausdauer, allgemeine (endurance, general), unter dem Aspekt der an der Bewegung beteiligten Muskulatur umfasst die allgemeine Ausdauer die Ermüdungswiderstandsfähigkeit großer Muskelgruppen, d.h. von mehr als 15% der Skelettmuskulatur (Hollmann & Hettinger, 1980), im Gegensatz zur lokalen Ausdauer. Unter trainingsmethodischem Aspekt verstehen wir darunter vielfältige unspezifische („schwimmfremde“) Übungen, die vorrangig an Land und im Grundlagenausdauer-Bereich stattfinden.…

Ausdauer, anaerobe

Ausdauer, anaerobe (endurance, anaerobic), Ausdauer auf anaerober Stoffwechselbasis, d.h. oxidative Verbrennung von Glykogen bei Sauerstoffmangel. Dabei wird Zucker zu Laktat (Salz der Milchsäure) abgebaut, das zur Azidose führt, wodurch die Belastung abgebrochen oder vermindert werden muss (deshalb auch laktazid-anaerobe Ausdauer). Das Laktat wird über den Blutkreislauf verteilt und in Leber, Niere, ruhender Skelettmuskulatur und Herzmuskel…