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Atemspende
Atemspende (contribution of breath), Aktives durch Ausatmung eines Helfers erfolgendes Einblasen seiner Atemluft mit einem Sauerstoffanteil von etwa 17 % in die Atemwege eines Verunfallten, dessen Atmung ausgesetzt hat. Atemspende ist Bestandteil der Herz- Lungen- Wiederbelebung, sichert die Versorgung lebenswichtiger Organe weiter mit dem in der Ausatemluft vorhandenen Sauerstoff und damit ggf. lebenserhaltende Körperfunktionen. Die…
Atemsystem
Atemsystem/Atmungssystem (breathing system), System der die Atmung sichernden Organe, die aus den Leitungswegen für die Atemluft (Nasenhöhle, Rachen, Kehlkopf, Luftröhre, Bronchien) und dem Zentrum des Gaswechsels (Lunge) bestehen. Im Alter kommt es zu anatomischen und physiologischen Veränderungen im Atemsystem: abfallendes Zwerchfell, verringerte Rippenelastizität, Schwund an elastischen Fasern in der Lunge, Verringerung der Alveolenzahl, dadurch verkleinerte…
Atemtechnik
Atemtechnik (breathing technique), willkürliche Beeinflussung der Atmung, die im Schwimmen stark an die Bewegungsausführung der verschiedenen Schwimmtechniken gebunden ist. Dabei ist davon auszugehen, dass durch den →hydrostatischen Druck im Wasser die Einatmung erschwert und die Ausatmung erleichtert wird. Beim Krafttraining an Geräten sollte bei überwindender (anstrengender) Arbeit aus- und bei nachgebender (weniger anstrengender) Arbeit eingeatmet…
Atemtraining
Atemtraining (breathing training) oder Inspiratorisches Muskeltraining (Inspiratory muscle strength training-IMST), wiederholtes Einatmen gegen Widerstand mit einem Atemwiderstandsgerät (POWERBreathe, Spiro-Tiger) zur Stärkung der Atemmuskulatur, insbesondere des Zwerchfells, und damit zu verbesserter Ausdauerleistung (Romer et al. 2002). Die Atemmuskulatur arbeitet rund um die Uhr zumeist im Schongang, wird aber auch bei Ausdauerbelastungen selten maximal gefordert. Sie kann…
Atemweg
Atemweg (airway), luftleitende Abschnitte des Atemtraktes; im Rettungswesen bedeutsam als Weg der Atemluft über die Atmungsorgane bis in die Lunge, der durch einen Helfer vor der Atemspende, also der Beatmung auf seine Durchgängigkeit zu überprüfen ist. →Atmungssystem Atemwegsstörungen treten besonders bei Ausdauersportlern sehr häufig auf. Im Schwimmern können die kombinierten Wirkungen von wiederholter Chlor-Nebenprodukt-Exposition und…
Atemzeitvolumen
Atemzeitvolumen (breath time volume), Atemvolumen pro Zeiteinheit, →üblich ist das auf eine Minute berechnete →Atemminutenvolumen
Atemzentrum
Atemzentrum (respiratory center), Im verlängerten Rückenmark (medulla oblongata) befindliche Nervenformation, die Rhythmus, Tiefe und Frequenz der Atmung steuert. Dabei bestimmen Neuronen den Atemrhythmus, signalisiert durch Chemorezeptoren, die die Konzentration von Kohlendioxid (CO2→Partialdruck) im Blut messen können. Steigt dieser an, werden die inspiratorischen Neurone erregt. Andere Reize erhalten die Neurone des Atemzentrums von (Chemo-)Rezeptoren, die z. B.…
Atemzugvolumen
Atemzugvolumen (tidal volume), Atemvolumen (respiratory volume) pro Atemzug; eingeatmetes und trainierbares Luftvolumen, beim Erwachsenen ca 0,5 l. Beim Apnoetauchen wird durch die Größe dieses Volumens im Zusammenhang mit dem Sauerstoffverbrauch durch Muskelkontraktion bspw. die Länge der Tauchdauer beeinflusst. →Atemminutenvolumen Mehr dazu: AHB Rettungsschwimmen der DLRG und https://flexikon.doccheck.com/de/Atemzugvolumen (Text ergänzt von Harald Rehn)
Athleten Deutschland
"Athleten Deutschland" (athletes germany). am 15.10.2017 in Köln gegründeter Verein als eigenständige Interessenvertretung, der die DOSB-Athleten professionell unterstützen will. Die 45 Gründungsmitglieder verstehen sich aber nicht als Gewerkschaft der Leistungssportler. Die Geschäftsstelle in Köln hat drei hauptamtliche Mitarbeiter, die die operativen Aufgaben der DOSB-Athletenkommission übernehmen soll. Dazu hat die Politik jährlich 300-400 Tausen Euro on Aussicht…
Athletenvereinbarung
Athletenvereinbarung (athlete agreement), rechtsgeschäftliche Rechtsstellung von Kadersportlern des DOSB, die sich typischerweise nicht als Arbeitsverhältnis charakterisiert. Es gibt dafür keine Legaldefinition. Der Begriff Athletenvereinbarung ist eine Wortschöpfung der Praxis (Thaler, D. 2007). Sie ist die Grundlage der Förderung durch die Deutsche Sporthilfe. „Diese Vereinbarung wurde mit dem Beirat der Aktiven abgestimmt und sieht u.a. vor,…
Athletik
Athletik (athletics), lat. athleticus „Wettkämpfer“; in der Antike der berufsmäßige Wettkampf der Athleten, später übernommen in die Begriffe Leicht- und Schwerathletik. Heute in der Trainingspraxis umgangssprachlich für athletische, besser: allgemeine Grundausbildung oder Athletiktraining. Der für diese allgemeine Ausbildung zuständige Spezialist wird „Athletiktrainer“ genannt. →Landtraining, →Trockentraining, →Konditionstraining, →Ausbildung, athletische, →Voraussetzungstraining Exkurs: Jegliche Ausbildung folgt der Dialektik…
Athletiktrainer
Athletiktrainer (coach for athletic training), Spezialist zur zumeist unspezifischen konditionellen Ausbildung der Sportler (für Schwimmen "Landtraining"). In Deutschland gibt es keine fundierte Ausbildung zum Athletiktrainer. Das Berufsbild ist nicht klar definiert. Eine Reduzierung allein auf Krafttraining (hier wiederum vorrangig Langhanteltraining) wird der komplexen Aufgabenstellung des Athletiktrainings nicht gerecht. →Ausbildung, athletische Exkurs: Für ein Systen, das…
Athletiktraining
Athletiktraining (athletic training) →Athletik, →Ausbildung, athletische, →Voraussetzungstraining, →Konditionstraining
Athletische Ausbildung
Athletische Ausbildung (athletic training) →Ausbildung, athletische
Atlasmedizin
Atlasmedizin (atlas medicine), ein von KOERNER angewandtes ganzheitliches Behandlungsverfahren, das unter Medizinern und Trainern sehr umstritten ist. Eine Studie bei Hochleistungsschwimmern belegt angeblich Laktatwertverschiebungen durch den TBS -(Temporäres-Brain-Splitting) Impuls in Trainings- und Wettkampfsituationen. Der in cranialer (cranium = Schädel) Richtung gesetzte hochenergetische TBS-Impuls wirke wie ein Cellstressreset und behebe Störungen im Stammhirn soweit, dass die…
Atmung
Atmung (breathing; respiration), Aufnahme der Luft in die Alveolen der Lunge zum Gasaustausch. Das Atemsystem sichert den in den Ausdauersportarten hohen Bedarf an Sauerstoff, im Schwimmen bereits bei allen Disziplinen ab 100m (45 Sek.). Dabei ergeben sich durch das Medium Wasser besondere Anforderungen an die Atmung: die Kopplung an den Bewegungsrhythmus, die eingeschränkte Atemfrequenz im…
Atmungskette
Atmungskette (respiratory chain,breathable chain ), „Multienzym-System“ der inneren Atmung (ROCHE-Lexikon) als Teil des Energiestoffwechsels (oxidative Phosphorylierung); Kette von organischen Molekülen in den Mitochondrien, mit deren Hilfe aus der Vereinigung von Wasserstoff mit Sauerstoff zu Wasser Energie freigesetzt und zur ATP-Synthese genutzt wird. →Resynthese Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Atmungskette- Zugriff 19.01.23
Atonie
Atonie (atonia), griech. a „kein“ + tonos „Spannung“; Erschlaffung eines Gewebes durch mangelnden Spannungszustand (→Tonus). Als Atonie der Skelettmuskulatur die Folge einer Motoneuronenschädigung des Vorderhorns des Rückenmarks oder einer peripheren Nervenlähmung bzw. einer örtlichen oder systemischen Muskelschädigung (http://www.gesundheit.de/lexika/medizin-lexikon/atonie)