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Arbeitnehmer, Trainer als
Arbeitnehmer, Trainer als (employee, coach as), „Soweit es um Trainertätigkeiten geht, kann sich auch hier im Einzelfall die schwierige Abgrenzungsfrage stellen, ob der Trainer als Arbeitnehmer eines Vereins bzw. eines Verbandes oder als freier Mitarbeiter (Unternehmer) einzustufen ist. Arbeitnehmer ist, wer auf Grund eines privatrechtlichen Vertrages über entgeltliche Dienste für einen anderen in persönlicher Abhängigkeit…
Arbeitsrecht (im Sport)
Arbeitsrecht im Sport (industrial law in the sport), abgeleitet vom allgemeinen Arbeitsrecht die Rechtsbeziehung zwischen im Sport tätigen Athleten, Trainern und Funktionären als Arbeitnehmer und Verein oder Verband als Arbeitgeber auf der Grundlage eines Arbeitsvertrages. Diese Rechtsbeziehungen haben sich mit der zunehmenden Kommerzialisierung des Sports verschärft. So ist strittig, ob und wie Profisportler einen Anspruch…
Arbeitsvertrag
Arbeitsvertrag (work contract), Vertrag, der Rechte und Pflichten von Arbeitgeber und Arbeitnehmer regelt. Gegenstand des Arbeitsvertrages können Dienste jeder Art sein (§ 611 BGB). Für Trainer im Amateursport der Bundesrepublik sind Arbeitsverträge ein unzureichend gelöstes Problem, da Trainer angeblich wegen der freien Wahl ihrer Trainingsmethoden weisungsfrei seien (www.sportsachsen.de), was allerdings auf Lehrer auch zutreffen würde,…
Arbeitsweg
Arbeitsweg (working way), versicherungsrechtlich der unmittelbare Weg zwischen Wohnung und Ort der versicherten Tätigkeit und zurück (lt. Sozialversicherungsrecht übernimmt bei Wegeunfällen die Berufsgenossenschaft die Kosten der Heilung). In der Biomechanik versteht man unter Arbeitsweg die Länge des vortriebswirksamen Weges der Abdruckflächen der Extremitäten (Blaser u.a. 1985). Mit steigender Zugfrequenz wird der Arbeitsweg kleiner, hier zählt…
Arbeitszeit
Arbeitszeit (working hours), mit dem Arbeitsvertrag geregelte Zeit, in der der Arbeitnehmer seiner Arbeit nachgeht. Nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst sind 39 Stunden bis zu 40 Stunden vorgegeben. Bei der Arbeitszeit des Trainers ist zu beachten, dass nicht nur die „Arbeit an Mann“ (Training) zählt, sondern auch der zeitliche Aufwand für Vor- und…
Archimedes-Prinzip
ARCHIMEDES-Prinzip (Archimedes - principle), besagt, dass die Auftriebskraft eines Körpers in einem Medium ebenso groß ist wie die Gewichtskraft des vom Körper verdrängten Mediums. So schwimmen Schiffe auf dem Wasser, weil der in das Wasser eingetauchte Teil des Schiffes leichter ist als das verdrängte Wasser und das Gesamtgewicht des Schiffes dem Gesamtgewicht des von ihm…
Armbeuger
Armbeuger (m. brachialis), Muskel mit Ursprung unterhalb des „Bizeps“ am Oberarmknochen und Ansatz an der Ellenrauhigkeit. Funktion: Beugung des Unterarmes und damit beteiligt an allen Armzugbewegungen beim Schwimmen. Die klassische Übung zur Kräftigung des m. brachialis ist der „Biceps Curl“ mit der Langhantel oder an der Bizepsmaschine (auch „Armbeuger“ genannt). Mit dieser Maschine können der…
Armbewegung
Armbewegung (arm movement; arm motion), hier auf Schwimmen bezogen: Teil der Gesamtbewegung, die alternierend (Kraul, Rückenkraul) oder synchron (Brust, Delfin) erfolgt. Die Armbewegung beginnt mit einer Stützphase (→„Wasserfassen“). Auf diese folgt die Druckphase, die den wesentlichen Vortrieb erzeugt. In der Rückholphase werden die Arme wieder in die Ausgangslage geführt. Bis auf die Rückholphase in Kraul,…
Armkreisstart
Armkreisstart (circular backswing start), Variante des Hochstarts, wonach die Arme in der Ausgangsstellung nach vorn gehalten und mit dem Startimpuls zunächst kreisförmig zurückgeführt werden. Dadurch kann die Auftaktbewegung vorverlagert werden, was besonders beim Staffelwechsel genutzt wird (s. Abb.).
Armmuskel, dreiköpfiger
Armmuskel, dreiköpfiger (m. triceps brachii), Ursprung: Schulterblatt, Oberarmknochen, Ansatz: Ellenhaken, Funktion: Streckung des Armes im Ellenbogengelenk (z.B. Liegestütz), wichtigster Muskel für die Druckphase in den Schlagschwimmarten, besonders beim Tauchzug im Brustschwimmen. Wegen seiner hohen Belastung sollte der "Trizeps" regelmäßig gedehnt werden. Übungen zur Kräftigung: Trizepsdrücken beidarmig, stehend (mit Seil) Kickback mit Kurzhantel oder Gymnastikband Liegestütz…
Armmuskel, zweiköpfiger
Armmuskel, zweiköpfiger (m. biceps brachii), Ursprung: Schulterblatt, Ansatz: Speiche, Funktion: Stabilisierung des Schultergelenks, Anheben des Armes nach vorn und kräftiger Beuger bei supiniertem Unterarm sowie bei gebeugtem Ellenbogengelenk Supinator (→Supination), stark beteiligt an der Zugphase im Schwimmen. Übungen zur Kräftigung: Langhantel-Bizepscurl (Armbeugen) Kurzhantel-Bizepscurl Konzentrationscurl (genaue Beschreibung der Übungen bei McLeod, I. (2010). Schwimmen Anatomie. Copress…
Armschwungstart
Armschwungstart (armswing start), ältere Startform, die von Anfängern und teilweise beim Staffelwechsel (→Armkreisstart) benutzt wird. Kennzeichen ist, dass die Arme in der Ausgangsstellung nach hinten gehalten und nach einer kurzen Auftaktbewegung halbkreisförmig nach vorn geschwungen werden. Durch den Schrittstart kann der Staffelwechsel explosiver und schneller ausgeführt werden als mit dem traditionellen Armschwungstart (Kibele & Fischer…
Armspannweite
Armspannweite (arm width), Spannweite der in horizontaler Ebene seitwärts ausgestreckten Arme, gemessen wird die Entfernung von Mittelfinger zu Mittelfinger (der Schwimmer steht dabei frontal an einer Wand). Für Schwimmer werden Spannweiten von 101,4 – 102,8% der Körperhöhe angegeben (Fröhner, 2002); bei Topschwimmern konnten schon 115% ermittelt werden. →Eignungsmerkmal, →Talentauswahl, →Anthropometrie, Spanische Wissenschaftler ermittelten bei 13jährigen Schwimmern…
Armut
Armut (poverty), Mangel an materiellen, kulturellen und sozialen Mitteln, der zur Ausgrenzung vom gesellschaftlichen Mindeststandard führt. Armut wird statistisch über das Einkommen definiert. Nach den Maßstäben der EU liegt die Armutsgrenze bei 60% des mittleren Einkommens (relative Armut). Absolute Armut heißt, dass die Mittel zum physischen Überleben nicht ausreichen; das betrifft 1,2 Milliarden in der…
Arrangement
Arrangement (arrangement), vieldeutig, von der Anlage eines Musikstücks, der Aufstellung von Gegenständen bis zur Vereinbarung. Die Anordnung der Muskelfasern ist z.B. im Englischen "arrangement of fibres". Übertragen auf den Sport eine Bewegungsanordnung (arrangement of the movement), im weitesten Sinne die Trainingsplanung. Unter didaktischem Aspekt eine anspruchsvolle Aufgabe des Trainers als „gezielte Anordnung bzw. Gestaltung von…
Arterie
Arterie (artery), Schlagader, die arterielles (sauerstoffreiches) Blut vom Herzen zur Peripherie führt, sauerstoffreich im Körperkreislauf, sauerstoffarm im Lungenkreislauf. Arterien sind im Vergleich zu Venen dickwandiger, da sie einem höheren Blutdruck entgegenwirken müssen. Die größte Arterie ist die Aorta, zur Peripherie verkleinern sie sich (Arteriolen, Kapillaren). Der arterielle Innendruck (→Blutdruck) verändert sich zwischen Auswurfphase des Herzens…