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Anströmfläche
Anströmfläche (A) (area; surface), Fläche eines Körpers (Stirnfläche), gegen die ein Fluid (Wasser, Luft) anströmt. →Widerstandsbeiwert Übertragen auf den Schwimmer, die Fläche des Schwimmers, die dem anströmenden Wasser entgegensteht und folglich den Strömungswiderstand (Fw) maßgeblich beeinflusst, der sich proportional der Anströmfläche verhält. Mit dem schon im 18. Jahrhundert vom Namensgeber Bernoulli beschriebenen Bernoulli-Prinzip lässt sich…
Antagonist
Antagonist (antagonist), griech. anti „gegen“ + agone „Bewegung“; In der Anatomie der Gegenspieler, der Muskel, der dem Agonisten entgegen wirkt, nicht immer aktiv, sondern auch durch passive Dehnung. Erst das Zusammenspiel von Agonist und Antagonist (→Synergisten) erlaubt die Koordination von Bewegungen. Auch gibt es zahlreiche Muskeln, die formal als Antagonisten gelten, aber als Synergisten wirken.…
Antauchen
Antauchen (descent diving), Sich unter Wasser an einen Gegenstand oder eine verunfallte Person zu bewegen, der bzw. die aus präventiver oder rettungsschwimmerischer Sicht von Interesse sind, um eine mögliche Rettung, Untersuchung oder Bergung vorzubereiten, einzuleiten oder durchzuführen. Mehr dazu: AHB Rettungsschwimmen der DLRG (Text von Harald Rehn)
Anteversion
Anteversion (anteversion), lat. ante „vor“ + vertere „wenden, drehen“; Vorschwingen eines Beines oder Armes in der Sagittalebene. Gegenteil: →Retroversion Beispiel: Stand, Arme aus der Tiefhalte in die Vorhalte (waagerechte Armhaltung) heben. Die Hauptarbeit von 58% leistet hierbei der Deltamuskel (m. deltoideus), während sechs weitere Muskeln die restlichen 42% übernehmen. Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Anteversion am…
Anthropologie
Anthropologie (anthropology), griech. ánthrōpos „Mensch“ + -logie „Menschenkunde“; Lehre von den Verhaltensweisen und Eigenschaften des Menschen, die nach Darwins Evolutionstheorie den Menschen als biologisches Wesen betrachtet. Aus Sicht der Philosophen ist der Mensch aber nicht nur Objekt, sondern auch Subjekt. Die Sportanthropologie beschäftigt sich als Teilgebiet der Sportwissenschaft mit „grundlegenden Erkenntnissen über den Sport treibenden,…
Anthropometrie
Anthropometrie (anthropometry), griech. anthropos „menschlich“+ metron „Maß“; Methode zur Erfassung der metrischen Verhältnisse am menschlichen Körper. Die Anthropometrie spielt eine wichtige Rolle zur Quantifizierung morphologischer Veränderungen (→Morphologie) durch das Training, bei Modellbildungen für Körperbewegungen (biomechanische Anthropometrie) und bei der Bestimmung von Körperbautypen/ Konstitutionstypen (→Körperbaumerkmale). Da leistungssportliches Training im Schwimmen vorwiegend in einem Lebensalter stattfindet, in…
Anti-Doping-Beauftragter (ADB)
Anti-Dopingbeauftragter (ADB) (antidoping representative), vom jeweiligen Fachverband bestellter Funktionär (möglichst qualifizierter Richter), der Ansprechpartner für Athleten und die NADA ist (NADA-Cod, Abs. 15.3). Eine Befragung durch die NADA ergab, dass auf unterschiedlichen Ebenen der Verbandsstruktur es unterschiedliche Anforderungen an die einzelnen ADB gibt (aus NADA Broschüre, Quelle s.u.). Im DSV hat der ADB die Einhaltung der…
Anti-Doping-Ordnung (ADO)
Anti-Doping-Ordnung (ADO) (antidoping regulations), von der NADA für die Fachverbände empfohlene Richtlinie zur Dopingbekämpfung. Diese Ordnung regelt Einzelheiten der Bekämpfung des Dopings im (Verband); soweit in diesem Zusammenhang Verbandsstrafen in Betracht stehen, dürfen nur die Entscheidungsgremien des Spitzenfachverbandes angerufen werden. gehört als verbindliche Wettkampfregelung zu den Bedingungen, unter denen im (Verband) Wettkämpfe durchgeführt werden, findet…
Antibiotika
Antibiotika (antibiotic), Stoffe, die die Vermehrung von Bakterien verhindern oder sie töten, von denen man gegenwärtig über 8000 kennt. Da sie (zu)oft bei Erkältungen und Infekten verschrieben werden, stehen Trainer immer wieder vor der Frage, wie Sportler „unter Antibiotika“ zu belasten sind, da deren Einnahme mit zahlreichen Nebenwirkungen verbunden ist (Magen-Darm-Beschwerden, allergische Reaktionen bis zur…
Antigen
Antigen (AG) (antigen), griech. anti „gegen“ + genesthai „erzeugen, hervorbringen, werden, entstehen“; Substanz, die vom Körper als „fremd“ erkannt wird und die Bildung von Antikörpern als Reaktion des Immunsystems hervorruft. Dabei scheint Stress mehr zu bewirken als das "normale" Trainingsgeschehen. Trotz der berichteten vorübergehenden T-Lymphozyten-Immunsuppression unmittelbar nach intensivem Training, gab es bei Eliteschwimmern nach 5-monatigem…
Antikörper
Antikörper (antibodies), zu den Gammaglobulinen (→Immunglobulin) gehörende Eiweißkörper, die gebildet werden, wenn Fremdstoffe (→Antigene) in den Körper eingedrungen sind. In der Sportimmunologie können mit der Durchflusszytometrie sportinduzierte Veränderungen von Leukozyten und Lymphozytensubpopulationen erkannt werden (Fehrenbach 2005). Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Antik%C3%B6rper
Antioxidantien
Antioxidantien (antioxidants), Substanzen („Radikalfänger“), die die Oxidation von Nahrungsmitteln durch Sauerstoff verlangsamen oder verhindern (Kent, 1996). Bei körperlicher Belastung entstehen vermehrt freie Sauerstoffmoleküle (→freie Radikale), die die Zellmembran angreifen und Zellen schädigen können. Da die körpereigene Kapazität zur Bekämpfung dieser freien Radikalen begrenzt ist, sollten Antioxidantien in Form von Provitamin Beta-Carotin (in Karotten, Spinat und…
Antipathie
Antipathie (antipathy), griech. antipatheia „Gegengefühl, Abneigung“; Abneigung, zumeist unbewusster Abwehrmechanismus („Chemie stimmt nicht“), der ein sachliches Urteil über die unsympathische Person/Sache erschwert und distanziertes Verhalten fördert, im schlimmsten Fall bis zum Hass gesteigert wird. Antipathie gegenüber Wettkampfstätten (“langsame Bahn“) können zu →Aversionen führen. Antipathie ist zunächst nicht mehr als ein Signal. Setzt man sich realistisch…
Antizipation
Antizipation (anticipation), lat. anticipare „vorwegnehmen“; „Auf Erfahrung und aktuelle Wahrnehmung gegründete gedankliche bzw. vorstellungsmäßige Vorwegnahme zukünftigen Geschehens“ (Schnabel & Thieß, 1993, S.67). Unser Handeln verläuft nicht vorwiegend reaktiv, sondern voraussehend. Nicht der Weg bestimmt das Ziel, sondern das Ziel den Weg. Der Wasserspringer „erlebt“ seinen Sprung im Kopf bevor er springt. Also wird nicht nur…
Antizipation, perzeptuelle
Antizipation, perzeptuelle, lat. perceptio „erfassen, ergreifen, wahrnehmen“; vorausschauende innere Wahrnehmung; über wiederholte Wahrnehmung ist der Mensch besser in der Lage die Umwelt zu erfahren und sich anzupassen. So kann er durch Üben (wiederholtes Wahrnehmen) seine „innere Uhr“ „aufziehen“ und die Zeit besser einschätzen (perzeptuelles Lernen). Ein auf mentalen Repräsentationen* basierendes motorisches Bildtraining wurde erfolgreich in…
Antrieb
Antrieb (drive, motivation), mehrdeutiger Begriff: der auf einen Körper übertragene Impuls in der Technik oder durch Muskelkraft (→Antriebskonzeptionen im Schwimmen), Impuls als Funktion emotionaler Prozesse. Hierbei werden primäre, angeborene Antriebe (Hunger, Durst, Sexualtrieb) von sekundären Antrieben unterschieden, die anerzogen sind. Die Stärke des Antriebs wechselt im Laufe eines Lebens, antriebsstarke Jahre (mittleres Lebensalter) werden im…
Antriebsexperiment
Antriebsexperiment (drive experiment), bezogen auf die Schwimmausbildung Aktionen und Demonstrationen, die dem Anfänger helfen, die Bewegungssituation Wasser zu erleben und zu verstehen. Beispiele: - zur Erfahrung des statischen Auftriebs: Der Anfänger erfährt, dass er in der Hockschwebeposition nach der Einatmung langsamer sinkt als nach der Ausatmung Es ist schwierig ein Schwimmbrett zum Beckenboden zu transportieren…
Antriebskonzept, differenziertes
Antriebskonzept, differenziertes (Drive conception, differentiated), Konzept des Antriebs im Schwimmen, das mehrere Antriebskonzepte in die Betrachtung einschließt. Zum Beispiel kann der Delfinbeinschlag gut mit dem Vortexkonzept, Druckanteile beim Armzug mit dem Gegen-Schwimmrichtung-Konzept, die Antriebswirkung von Armen und Beinen aber auch mit der luvseitigen Ablenkung von einer Wassermasse erklärt werden (→klassisches Antriebskonzept). Kurzum: „Differenziert bedeutet demnach,…
Antriebskonzept, klassisches
Antriebskonzept, klassisches (drive conception, classical), antriebswirksame Querbewegungen der Hände auf der Grundlage des hydrodynamischen Auftriebs (→BERNOULLI- Prinzip), gut am Beispiel des Propellervortriebes zu erklären (→Lift, hydrodynamischer). Die Begründung bezieht sich vor allem auf Teilbewegungen und setzt stationäre Strömung voraus. Typisch hierfür ist das „Tellern“ im Synchronschwimmen. Das klassische Antriebskonzept kann für das Schwimmen insgesamt nur…