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Antriebskonzept, konventionelles

Antriebskonzept, konventionelles (drive conception, conventional), Antrieb im Schwimmen durch einen gegen die Schwimmrichtung erfolgten Abdruck von einer trägen Wassermasse (actio = reactio), später modifiziert indem die Hand in einem kurvigen Muster verlief mit der Begründung, immer wieder ruhende Wassermassen zum Abdruck (→Widerlager) vorzufinden. Das konventionelle Antriebskonzept lässt sich gut am Beispiel des Raddampfers/Ruderers erklären. Es…

Antriebskonzept, vortexorientiertes

Antriebskonzept, vortexorientiertes (drive by means of vortex), Antrieb der durch die Schwimmbewegungen in Rotation versetzten Wassermassen. Jüngste Beweise deuten darauf hin, dass der Antrieb besonders im Delfinkick in Verbindung mit der Bildung und dem Verwerfen von Wirbeln erzeugt wird (u.a. Andersen & Sanders 2018, Tsunokawa et al. 2015, Pacholak et al 2014, Hochstein & Blickan…

Antriebskonzeption

Antriebskonzeption (drive conception), Plan oder Programm zur Fortbewegung von Gegenständen, zum Beispiel die Antriebskonzepte im Autobau (Verbrennungsmotor oder Elektroantrieb). Grundlegende Anschauung zur Fortbewegung des Schwimmers bei Beachtung der hydrodynamischen Gesetzmäßigkeiten. Zunächst nahm man an, dass dazu die zum Antrieb erforderlichen Körperteile möglichst geradlinig und entgegengesetzt zur Schwimmrichtung eingesetzt werden sollten (→konventionelles Antriebskonzept). Später wurde in…

Antriebskraft

Antriebskraft (drive force) →Antrieb

Antriebsregulation

Antriebsregulation (drive, regulation), (Psychologie), „Funktionseinheit der Handlungsregulation, die bestimmt, ob und mit welcher Intensität gehandelt wird…Die Antriebsregulation ist vor allem durch Beharrlichkeit, Intensität und Konsequenz, mit der ein Ziel verfolgt wird, gekennzeichnet“ (Mathesius in Schnabel & Thieß, 1993, S. 68). Psychische Komponenten der Antriebsregulation sind: →Motive und Motivation für das Sporttreiben, volitive Voraussetzungen (→Wille), →Risikobereitschaft,…

Antriebswirkungsgrad

Antriebswirkungsgrad (propelling efficiency), Parameter aus dem Maschinenbau, der über die Effektivität des Antriebs aussagt. Von Toussaint (1990) als Maß für die technischen Fähigkeiten eines Schwimmers übernommen. Es beschreibt das Verhältnis der zur Überwindung des Wasserwiderstandes erforderlichen Leistung zur mechanisch erzeugten Leistung. Toussaint ermittelte Unterschiede im Antriebswirkungsgrad von Schwimmern (61%) und Triathleten (44%); Caeppart et al.…

Antritt

Antritt (power cycling; power pedalling), eine Sache beginnen, z.B. ein Amt oder den Dienst. Im Sport die aus dem Radsport übernommene Beschleunigungsphase, wobei der Sportler mit maximaler Willensanstrengung in die Pedale tritt. Im Schwimmen übertragen auf kurze Sprints („Antritte“), wobei die Schwimmgeschwindigkeit besonders explosiv „aus den Beinen“ erhöht wird; auch typisches Element im Wasserball. Um…

Anwendungsforschung

Anwendungsforschung (application research), auch angewandte Wissenschaft. Wissenschaft, die neben der Grundlagenforschung eine starke Beziehung zur Praxis hat.   Da Anwendungsforschung eine operativ-technische Strategie mit dem Ziel verfolgt, konkrete Handlungsanweisungen (technologische Regeln) wissenschaftlich zu begründen, kann man sie als Kerngeschäft der Sportwissenschaft betrachten“ (Hohmann et al. 2002). Anders gesagt: Anwendungsforschung ist auf den Sport übertragen „Trainingsziel –…

Apathie

Apathie (apathy; disinterest), griech. apatheia „Unempfindlichkeit“; Teilnahmslosigkeit, Gleichgültigkeit, Desinteresse, als pathologische Erscheinungsform bis zur Demenz. Im Sport hingegen zumeist in milderer Ausprägung z.B. als Vorstartzustand, indem dem Schwimmer der Wettkampfverlauf egal ist. Das Wettkampfgeschehen wird emotionslos (nicht) registriert. Oft ist dieses Verhalten auch die Reaktion auf eine schwere Niederlage. In der Regel sollte man dem…

Apnoetauchen

Apnoetauchen (diving without divice), Tauchen, d. h. unter Wasser schwimmen oder bewegen, eines Schwimmers oder Tauchers ausschließlich mit der über Wasser ohne Hilfsmittel über die Atemwege eingeatmeten Luft vom Untertauchen bis zum anschließenden Auftauchen. (Text von Harald Rehn) Exkurs: Die besten Apnoetaucher schaffen es mit Gewicht und Flosse über 100m, wo ein gewaltiger Druck herrscht.…

Apnoetraining

Apnoetraining (apnea training) von Apnoe = Atemstillstand.  Hier willkürlich (nicht pathologisch) herbeigeführt, wie beim Tauchen. Ziel des Apnoe-Trainings ist vor allen Dingen eine verbesserte Toleranz für höhere Kohlendioxidwerte und für niedrigere Sauerstoffwerte. In dem Sinne wird die Atmung beeinflusst durch: Apnoetraining verbessert die Bradykardie und die Apnoe-Leistung bei Wettkämpfen und wurde als Trainingsmethode für andere…

Apophyse

Apophyse (apophysis), seitlicher Knochenauswuchs, der als Sehnenansatz dient, auch „sekundäre Epiphyse“ (Roche-Lexikon). Besonders im Kindesalter (erste Hälfte der Pubertät) sind die Apophysen der unteren Extremitäten gefährdet, die über ein eigenes Ossifikationszentrum verfügen und so manchmal der Entwicklung (Verknöcherung) etwas „hinterherhinken“, zumal sie während der Wachstumsphase nur durch Knorpelgewebe mit dem übrigen Knochen verbunden sind und…

Apperzeption

Apperzeption (apperception), lat. percipere = sich aneignen, auffassen“; von Leibnitz eingeführter Begriff für einen seelischen Vorgang, wonach nicht die Gesamtheit der Wahrnehmungen, sondern nur derjenige Teil auf die Stufe des Bewusstseins erhoben wird, auf den sich die Aufmerksamkeit richtet, übertragen das bewusste und klare Erfassen von Wahrnehmungen und Denkinhalten. Gegenteil →Perzeption Exkurs: "Es kommt vor,…

Appetitlosigkeit

Appetitlosigkeit (inappetenz, bei längerem Anhalten anorexie), Mangel an Appetit kurzzeitig durch Stress und Anspannung oder als Begleitsymptom verschiedener Krankheiten. Als Ess-Störung wird sie, im Gegensatz zur Magersucht oder Ess-Brechsucht, weniger durch Leistungsoptimierung hervorgerufen. Als nervlich bedingte Appetitlosigkeit (anorexia nervosa/bei Sportlerinnen anorexia nervosa) mit erheblichem Gewichtsverlust verbunden und als Krankheit einzuordnen. Nach einer skandinavischen Studie beträgt…

Apps

Apps (Abkürzung von application = Programm), Anwendersoftware für Mobilgeräte wie Smartphones und Tablets. Inzwischen gibt es eine Million dieser kleinen Programme, die auch für die Arbeit des Trainers nützlich wie lästig bis schädlich sein können. So ist die ständige Erreichbarkeit beispielsweise über whats-app vorteilhaft bei der Organisation des Alltages, kann aber auch nerven, wenn Eltern…

Aquajogging

Aquajogging (Laufen im Wasser, Deep water running), Laufen im tiefen oder hüfttiefen Wasser mit Auftriebshilfe (wet vest) als Rehabilitationsmaßnahme, die ein Laufen ohne Körpergewicht und Bodenkontakt ermöglicht. Entwickelt von amerikanischen Leichtathleten (water running) nach Sprunggelenks-, Achillessehnen- und Kniegelenksverletzungen. In der Folge immer mehr sinnvolle Ergänzung zur Belastungssteigerung bei verminderter Verletzungsgefahr und erhöhter Variabilität des Ausdauertrainings (Lakämper,…

Aquatrainer

Aquatrainer (aquatrainer), Unterwasser-Laufband, das sowohl zur Rehabilitation verletzter Pferde, sowie als Trainingsmöglichkeit zur Leistungssteigerung gesunder Pferde eingesetzt wird. Im Schwimmen als AquaTrainer® ein von der Firma COSMED entwickelter Schnorchel für Tests im Schwimmen. In Kombination mit dem mobilen Diagnosesystem K4b² sind Lungenfunktionstests unter den unterschiedlichsten Bedingungen möglich, in Verbindung mit AquaTrainer-Kit bis zur Ergospirometrie-→Analyse im Wasser.…

Äquivalent, kalorisches

Äquivalent, kalorisches (caloric equivalent), lat. aequus „gleich“ + valere „gelten, wert sein, bedeuten“; Die Menge an Energie, die bei der Verbrennung von einem Liter Sauerstoff im Organismus freigesetzt wird. Das sind im Durchschnitt ca. 4800 cal/l O2 (ca. 20 kJ/l O2). Im Rahmen einer indirekten Messung des Energieverbrauchs (Kalorimetrie) dient der Respiratorische Quotient der präzisen…

Arbeit

Arbeit (W) (work), in der Hauptsache zweckmäßige, bewusste Tätigkeit des Menschen. In der Biomechanik als mechanische Arbeit das Produkt aus Kraft und Weg (W = F∙ s) bei gleicher Richtung, berechnet in Joul (1J = 1Nm). Die Arbeit ist ein Maß der Trainingsbelastung im spezifischen Krafttraining an Armzuggeräten. Neben der Armzugkraft spielt hierbei die Länge…

Arbeiter- Samariter- Bund e. V. (ASB)

Arbeiter- Samariter- Bund e. V. (ASB), Hilfsorganisation in Deutschland, die in der BAGEH und im BFS mitarbeitet, →https://www.asb.de/ (Text von Harald Rehn)