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Wettkampf

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Taktik

Taktik (tactics), griech. τακτικὴ „Kunst, ein Heer in Schlachtordnung zu stellen“; von Zweckmäßigkeit und Erfolg bestimmtes Vorgehen, Strategie Im Sport zweckbestimmtes Vorgehen im Wettkampf, das sich auf die bestmögliche Nutzung der eigenen Leistungsvoraussetzungen bei Beachtung der Leistungsfähigkeit des Gegners (→Gegneranalyse) und des Umfeldes stützt. Dabei liegt der strategische Aspekt mehr im Vorfeld des Wettkampfes, während…

Taktiktraining

Taktiktraining (tactics training), Aneignen taktischen Verhaltens in simulierten oder tatsächlichen Wettkampfsituationen auf der Grundlage von Kenntnissen (→Wettkampfbestimmungen, →Ausschreibungen, →Gegneranalysen, Selbsteinschätzung), taktischen Fähigkeiten (→Wahrnehmung, →Antizipation, →Reaktionsschnelligkeit, →Konzentration) und taktischen Fertigkeiten. Im Sportschwimmen beschränkt sich Taktiktraining vor allem auf das Durchsetzen einer eigenen Rennstrategie (→Renngestaltung, →Marschtabelle) oder auf das situationsbedingte Umschalten („Mitgehen, Zwischenspurt“), einbezogen das Vorlauf- zu…

Talisman

Talisman (mascot), Gegenstand, der an der Kleidung getragen oder im näheren Umfeld als „Glücksbringer“ platziert wird. Besonders für die jungen Schwimmer oft wichtiger als die Badehose. →Aberglaube  

Tapering

Tapering (tapering), engl. „zuspitzen“, übertragen „Formzuspitzung“, zwei bis dreiwöchige Trainingsphase vor wichtigen Wettkämpfen, vergleichbar mit dem Mesozyklus „Leistungsausprägung“ (→Unmittelbare Wettkampfvorbereitung). Die Dauer des Tapering hängt von Umfang und Intensität des absolvierten Trainings, der Anzahl und Verteilung der Starts sowie dem Alter und der Spezialisierung ab, wobei besonders zwischen Sprinter und Langstreckler zu differenzieren ist. Allgemein…

Taperphase

Taperphase (taper period) →Tapering  

Täuschung

Täuschung (deceipt) ,Verhalten, um einen anderen zu irritieren, im Strafrecht Tatbestandsmerkmal. Im Sport taktische Maßnahme (→Taktik), “um den sportlichen Gegner im Rahmen von Wettkampfregeln durch Mimik, Gestik, Scheinhandlungen oder Finten zu täuschen, über die eigene Absicht im Unklaren zu lassen und ihn zu falschen Bewertungen und Entscheidungen zu veranlassen“ (Barth, in Schnabel & Thieß, 1993,…

Timing

Timing (timing), engl. „zeitliche Abstimmung“; inzwischen als Anglizismus im Deutschen für eine (optimale) zeitliche Abstimmung zweier Aktionen oder Ereignisse. Im Sport zeitlich abgestimmtes und damit effektives Zusammenspiel von Teil- oder Ganzkörperbewegungen. In Sportspielen wichtig für ein koordiniertes Zusammenspiel (Teamwork), im Schwimmen vor allem auf Zeit- und Rhythmusgefühl gestützt. "Erfolgreiches Timing kann als optimaler zeitlicher Abstimmungsvorgang…

Topform

Topform (englisch für „Hochform“), Anglizismus, allgemein eine hochwertige äußere Struktur eines Produktes. Im Sport ein optimaler konditioneller und mentaler Zustand nach einem erfolgreichen Trainingsaufbau mit dem Ziel, eine gute Wettkampfleistung zu erzielen. Trainingsmethodische Grundlage ist die Zyklisierung des Trainings mit einem spezifischen Zuschnitt (UWV, Tapern), damit der Sportler zum Hauptwettkampf in Topform ist. →Leistungsausprägung

Trainingswettkampf

Trainingswettkampf (training competition), Überprüfung des sportlichen Ausbildungsstandes unter wettkampfnahen Bedingungen im Training und Verbesserung der wettkampfspezifischen Ausdauer -bis zum Üben eines bestimmten Wettkampfrhythmus (Vor-, Zwischen- und Endlaufverhalten). Der Trainingswettkampf spielt als Vorbelastung vor Hauptwettkämpfen eine wichtige Rolle und ist individuell in seinem optimalen Abstand zum ersten Wettkampftag (3-7 Tage) zu ermitteln. Das amerikanische College-Programm mit…

Transgender

Transgender (lat. trans "jenseitig" und engl. gender "soziales Geschlecht"), Bezeichnung für Menschen, deren Geschlechtsidentität oder Geschlechtsrolle von demjenigen Geschlecht abweicht, das ihnen zu Beginn ihres Lebens aufgrund augenscheinlicher körperlicher Geschlechtsmerkmale zugewiesen wurde. Der Begriff Transgender hat sich als Selbst- oder Fremdbeschreibung und Positionsbestimmung im gesellschaftlichen heteronormativen Raum etabliert (WIKIPEDIA). "Trans" ist für den Sport besonders interessant,…

Trend

Trend (trend), Entwicklungsrichtung, die z.B. bei Vorliegen von Daten (Wettkampfzeiten) wie im Schwimmen statistisch berechnet werden kann (Trendkurven, →Leistungsprognose). Für den Trainer ist es wichtig Trends wahrzunehmen, aber am Maßstab seiner Erfahrungen zu filtern. Viele Kollegen "springen auf jeden Zug auf" zum Leidwesen einer kontinuierlichen Trainingsmethodik. Oft werden auch "alte Hüte" unter neuem Namen angeboten…

Unmittelbare Wettkampfvorbereitung (UWV)

Unmittelbare Wettkampfvorbereitung (UWV) (direct competition preparation) eigenständiger Makrozyklus zur Vorbereitung auf den (zumeist) Hauptwettkampf des Trainingsjahres. Es gibt international kein einheitliches Modell. Im DSV hatte sich über Jahrzehnte ein Zeitraum von 8-10 Wochen zwischen Nominierungswettkampf und Hauptwettkampf bewährt*, wobei die wesentlichen Mesozyklen des Jahres gedrängt, aber auf höchstem Niveau wiederholt wurden: 1 Woche aktive Erholung,…

Verlierer

Verlierer (loser), erfolglose oder im Wettbewerb unterlegene Person oder Insitution. Gegenteil: Gewinner Im Sport ein im Wettkampf unterlegener Athlet, umgangssprachlich abwertend für Wettkampfversager gebraucht. Die meisten „Verlierertypen“ haben ein besonders schwaches Selbstbewusstsein. Um das aufzuwerten empfehlen Psychologen: die Wahrnehmung auf die eigenen Stärken lenken, die eigene Situation kritisch zu analysieren, bevor man sich mit anderen…

Versagensangst

Versagensangst (fear of failure), „subjektiv wahrgenommene Angst, Leistungsanforderungen und Erwartungen nicht gerecht zu werden oder an persönlichen Entwicklungsaufgaben zu scheitern“. (Wörterbuch Psychologie 2004). Versagensangst kann in allen Lebensbereichen wie Beruf oder Sexualität und auch Sport hinsichtlich der Bewältigung von Trainings- oder Wettkampfanforderungen vorkommen (→Lampenfieber, →Nervosität).  Eine große Rolle spielen hierbei Gedanken, die den Erfolg in…

vLaktatmax

vLaktatmax (VLamax oder Lmax), maximale Laktatkonzentration im Blut in Millimol pro Liter pro Sekunde (mmol/l/s). Sie ist ein wesentlicher Parameter der Trainingssteuerung zur Bestimmung der glykolytischen, anaeroben Leistungsfähigkeit als auch im Rahmen von Stufentests der aeroben Leistungsfähigkeit. Entscheident ist hier der Bezug zur Geschwindigkeit. Diese kann hier auf unterschiedlicher energetischer Grundlage erreicht werden. Beispiel: So…

Vorbelastung

Vorbelastung (preload), 1. im Sinne einer genetischen bedingten Veranlagung für bestimmte Krankheiten oder psychische/physische Merkmale. wettkampfnahe Belastungsformen vor einem Wettkampf oder Test, unmittelbar als Bestandteil der Erwärmung (→Sprint, schnellkräftigende Züge an der Schwimmbank im Sinne der Mobilisierung, s.Exkurs) oder als wettkampfspezifische Ausdauer drei bis fünf Tage zuvor. Sie ist ein trainingsmethodisches Element des Hochleistungstrainings und…

Vorgabe

Vorgabe (handicap; default; start), allgemein eine Richtlinie mit festgelegten Grenzen (→Norm), klar formuliertes (Nah-)→Ziel, Im Schwimmtraining die vorgegebene Zeit für eine Strecke oder Abgangszeit (z.B. „ab aller 3 Minuten“) oder bei „Vorgaberennen“ (Handicap) ein Zeitvorsprung, der vom folgenden Sportler einzuholen ist.

Vorstartzustand

Vorstartzustand (pre-competition nerves, start fright), psychophysische Verfassung des Sportlers vor dem Wettkampf, die wesentlich die Leistungsbereitschaft beeinflusst und sich in Kampfbereitschaft, Startfieber oder Startapathie äußern kann. Der Vorstartzustand hängt ab von der Bedeutung des Wettkampfes, dem aktuellen Trainingszustand und der Wettkampferfahrung (→Erfahrung) des Schwimmers. Zur Regulierung des Vorstartzustandes werden psychoregulative Verfahren genutzt. Dabei haben sich…

Wechsel

Wechsel (relay change), steht für Austausch, Transition, Übergang, Umbruch, Wandel, Wandlung (Wikipedia) Bezogen auf den Wettkampf im Schwimmen der Wechsel zwischen zwei Schwimmern in einer Staffel, der erst erfolgen kann, wenn der ankommende Schwimmer an der Wand des Schwimmbeckens angeschlagen hat, wobei der abspringende Schwimmer noch mit den Füßen den Startblock (der Rückenschwimmer mit den…

Weltmeisterschaft

Weltmeisterschaft (WM) (world championship), 1973 in Belgrad erstmals ausgetragene Meisterschaft unter Obhut der FINA, die inzwischen aller zwei Jahre stattfindet. Das olympische Wettkampfprogramm wird bei der WM durch folgende Disziplinen erweitert: 50 B, 50 S, 50 R Damen und Herren, 800F Herren, 1500 F Damen, 5 und 25 km Damen und Herren. 2006 kamen noch…