Wettkampf
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Wettkampfstabilität
Wettkampfstabilität (competition stability), Zuverlässigkeit beim Abrufen des aktuellen maximalen Leistungsvermögens im Wettkampf, insbesondere bei mehreren Starts in kurzen Abständen, wie dies bei Hauptwettkämpfen durch Vor-, Zwischen- und Endläufe, Staffeleinsätze usw. erforderlich ist. Die Wettkampfstabilität setzt ein hohes Ausdauerniveau, ein optimales Erholungsregime bis zum Formerhalt durch Zwischenwettkampftraining voraus. Psychische Instabilität hat oft ihre Ursachen in unzureichenden…
Wettkampfsystem
Wettkampfsystem (competition system), hierarchisch geordnete Gesamtheit verschiedener Wettkampfformen in einem definierten Zeitabschnitt (→Olympiazyklus, →Trainingsjahr). Dabei sind die Wettkämpfe der übergeordneten Verbände und traditionelle Wettkämpfe des jeweiligen Verbandes/Vereins dominierend. Je nach Leistungsniveau und Zielstellung werden Haupt- und Vorbereitungs- bzw. Aufbauwettkämpfe bestimmt. So kann die Norddeutsche Meisterschaft für einen leistungsschwächeren Schwimmer der Hauptwettkampf des Jahres sein, während…
Wettkampftyp
Wettkampftyp (competitive type), Sportler, der sein Leistungsvermögen beständig im Wettkampf optimal umsetzt und sich in der direkten Auseinandersetzung mit dem Gegner steigern kann. Wettkampftypen vertrauen der Wirksamkeit ihrer Handlungen, glauben so an den Erfolg und fürchten den Misserfolg. Probleme werden als Herausforderungen gesehen, auf die sie aktiv zugehen und Lösungen anstreben. Ein Glücksfall für jeden…
Wettkampfübung
Wettkampfübung (competive exercise), der Bewegungs- und Belastungsstruktur des Wettkampfes weitgehend gleiche Trainingsübung, der das Training der wettkampfspezifischen Ausdauer am nächsten kommt. Semispezifisch können auch Teilelemente im Schnelligkeitsausdauertraining oder Übungen an der Schwimmbank den Wettkampfübungen zugeordnet werden, erfordern aber eine hohe Identität mit der Bewegungsstruktur. Innerhalb der Klassifikation der Wettkampfübungen bezüglich ihrer Leistungsstruktur (Stark, 1978) zählt…
Wettkampfverhalten
Wettkampfverhalten (competition behaviour), Verhalten des Sportlers am Wettkampftag (erweitert) bzw. im Wettkampf (eng). Für das Verhalten vor und nach dem Wettkampf geben Berzins & Shmitt (bei Gmünder, 1988) folgende Hinweise: Stress vermeiden, flexibel sein, nicht herumstehen, Schuhe anziehen, genug Wasser trinken (→Flüssigkeitsbedarf), vorsichtig sein mit Massage (wenn nicht gewöhnt), immer einschwimmen (bis 30 min vor…
Wettkampfvorbereitung, psychologische
Wettkampfvorbereitung, psychologische (competitive preparation, mental), Vorbereitung auf den Wettkampf „mit dem Kopf“, d.h. die Summe aller psychologisch-pädagogischen Maßnahmen, die sichern, dass der Schwimmer zum Wettkampf sein physisches Leistungsvermögen optimal umsetzen kann (→Wettkampfstabilität). Dazu zählen u.a.: realistische Zielstellungen mit denen sich der Schwimmer identifiziert, ein Trainingsaufbau, der beim Schwimmer zu Vertrauen und Sicherheit in seine Leistungsstärke…
Wettkampfvorbereitung, unmittelbare
Wettkampfvorbereitung, unmittelbare (direct competition preparation) → Unmittelbare Wettkampfvorbereitung
Windschattenschwimmen
Windschattenschwimmen (drafting) Schwimmen in Training oder Wettkampf (Freiwasser), indem der Sog des vorausschwimmenden Schwimmers ausgenutzt wird, da im Bereich bis 50 cm der Wasserwiderstand um 20% reduziert ist. Auf 1500m im offenen Gewässer werden so etwa 75m gewonnen. Seitlich versetzt liegt der günstigste Abstand des Kopfes zwischen Schultern und Hüften des führenden Schwimmers, der Vorteil…
World Aquatics
World Aquatics (Wassersportwelt) bis 2022 bekannt unter dem Namen FINA (Fédération Internationale de Natation), ist der vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) offiziell anerkannte Weltdachverband für die Administration und Durchführung internationaler Wettkämpfe in sechs Hauptwassersportarten. Diese umfassen Schwimmen, Wasserball, Wasserspringen, Kunstschwimmen (ehemals Synchronschwimmen), Freiwasserschwimmen und High Diving (Klippenspringen). Darüber hinaus betreut die Organisation auch Masters-Wettkämpfe in…
Yard
Yard (yard), englisches Längenmaß: 1 y = 0,9144m In den USA werden noch vereinzelt Wettkämpfe auf Yardbahnen ausgetragen und entsprechend Besten-/Rekordlisten geführt. Die geringere Entfernung erklärt die besseren Zeiten, z.B. 100y = 91,44 m. Exkurs: In Leipzig wurde zu DDR-Zeiten neben dem Schwimmstadion mit einer 50m-Wettkampfbahn noch ein 50m-Yard- Becken gebaut. Wenn die Schwimmer in…
Zeitenumrechnung
Zeit/enumrechnung (conversion of times), in der Mathematik die Umrechnung von Tagen in Stunden bis in die kleineren Einheiten (Minuten, Sekunden) oder umgekehrt (s. https://www.topster.de/kalender/zeitrechner.php) . Im Schwimmen die Umrechnung von Zeiten gleicher Disziplinen und Streckenlängen von Kurz (25m) - zu Langbahn (50m) und umgekehrt. Dabei ist von starken individuellen Unterschieden auszugehen, die maßgeblich durch das…
Zeitmessanlage
Zeitmessanlage (time measuring system), Anlage zur elektronischen Zeitmessung von eindeutigen Bezugseinheiten (z.B. Stunden: Minuten, Sekunden) . Im Schwimmen wird sie zur Ermittlung von Einlauf der Schwimmer und Zeitdifferenz zwischen Start und Ziel sowie der Zwischenzeiten in Minuten, Sekunden, Hundertstelsekunden genutzt. Wenn eine automatische Zeitmessanlage eingesetzt wird, jedoch keine zweite davon unabhängige mitläuft, muss zusätzlich Handstoppung…
Zielankunft
Zielankunft (finish), Beendigung eines Wettkampfes durch Anschlag an das Ziel (Beckenrand bzw. im Freiwasser Anschlagtafel), damit Auslösen der Endzeit durch den Zeitnehmer oder eine elektronische Zeitmessanlage und Registratur der Reihenfolge (Einlauf) durch die Zielrichter.
Zielrichter
Zielrichter (Finish Judges), Kampfrichter, der in Verlängerung der Ziellinie sitzt, von wo aus er bei allen Wettkämpfen und zu jeder Zeit einen guten und unversperrten Überblick über die Wettkämpfe und die Ziellinie hat. Er entscheidet unabhängig nach jedem Wettkampf über die Platzierung und berichtet schriftlich. Bei Staffelwettkämpfen hat er festzustellen, ob der ablösende Sportler den…
Zufall
Zufall (chance; accident), vom Willen und Bewusstsein des Menschen unabhängige (objektive), nicht geplante und erwartete Erscheinungsform der Notwendigkeit. Zufällige Ereignisse unterliegen aber der universellen Gültigkeit des Kausalprinzips (unterschiedliche Spezifikationen einer These zu Ursache, Wirkung und Werden). Der Zufall ist zusammen mit der sportlichen Leistung eine der wichtigsten Komponenten des Wettkampfes. Während die für den Erfolg unbedingt…
Zwischenwettkampftraining
Zwischenwettkampftraining (intermediate competition training), Training zwischen Wettkampfabschnitten oder innerhalb eines Wettkampfbündels. Mit dem Zwischenwettkampftraining soll die Balance gehalten werden zwischen Vermeiden von Verlust wichtiger Leistungsvoraussetzungen (z.B. Grundlagenausdauer) und Aufbau bzw. Halten der sportlichen Form im Sinne von Wettkampfstabilität. Mit der Zunahme internationaler Wettkämpfe und den mit der Kommerzialisierung verbundenen Verpflichtungen gewinnt das Zwischenwettkampftraining zunehmend an…