Technik
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Mechanik
Mechanik (mechanics), griech. mechané „Maschine, ‚Kunstgriff‘, Wirkungsweise“; als Lehre von der Bewegung von Körpern sowie den dabei wirkenden Kräften ein Teilgebiet der Physik, auf das sich die Biomechanik bezieht, um Ursachen und Wirkungen sportlicher Bewegungen zu untersuchen. Die Mechanik wird in die Kinematik und die Dynamik unterteilt. Während die Kinematik die Bewegungen beschreibt, erklärt die…
Modifikation, didaktische
Modifikation, didaktische (didactical modification), Abänderung eines Trainings- oder Ausbildungsziels (→Trainingsplan), hauptsächlich bezogen auf das Leitbild der sportlichen Technik bei optimaler Beachtung individueller körperbaulicher und konditioneller Voraussetzungen. →Reduktion, didaktische Beispiel: Didaktische Aspekte und Modifikationen eines Konzeptes der bewegten Schule für Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung (Dinter, A. 2015).
Nachahmung
Nachahmung (imitation), eine Handlung, die bewusst oder unbewusst fremde Verhaltensweisen nachvollzieht, wobei die Häufigkeit der Verhaltensbeobachtung, die emotionale Beziehung zu der nachahmenden (imitierenden) Person und deren Autorität bedeutsam sind (Psychologisches Wörterbuch 2004). Nachahmung ist ein angeborener Lernmechanismus („Nachahmungstrieb“, "Lernen auf Anhieb", bestes Lernalter) und orientiert sich an einem Modell (Vorbild). →Imitation Beim «Vorzeigen und Nachmachen»…
Nachdrücken
Nachdrücken (press down), allgemein für ein weiteres Mal Druck ausüben; in der Schwimmpraxis gebräuchlich für eine betonte Bewegung der Hände gegen die Schwimmrichtung („letzter Abdruck“) am Ende der Hauptphase in den Schlagschwimmarten, die zu einem langen Zyklusweg beiträgt.
Nebenfehler
Nebenfehler (side-fault, minor defect), im Qualitätsmanagement ein Fehler, der die Brauchbarkeit nicht wesentlich mindert (z.B. "Schönheitsfehler"). In der Aneignung sportlicher Techniken ein auf Details einer Bewegung beschränkter Fehler, der die Bewegungshandlung nicht grundsätzlich stört. Im Erlernen sportlicher Bewegungshandlungen (Lerntheorie) wird zwischen Haupt- und Nebenfehlern unterschieden (auch Grob- und Feinfehler). Es ist immer zuerst der Hauptfehler…
Nebenschwimmart
Nebenschwimmart (NS) (minor swimming stroke), Schwimmart, die aus Veranlagung oder methodisch-strategischen Gründen nicht Hauptschwimmart ist. Beim „Nur-Brustschwimmer“ sind zumeist alle anderen Lagen ständig Nebenschwimmarten, während sie sich bei vielen Schwimmern mit dem Wechsel der Hauptschwimmart ändern. Die Festlegung auf Haupt- oder Nebenschwimmart erfolgt mit der ab Anschlusstraining einsetzenden Spezialisierung. Dem Schwimmer im Aufbautraining sei seine…
Neulernen
Neulernen (learn a new movement), auch Neuerwerb, Phase der Erstaneignung usw. Erwerb zentral gespeicherter Bewegungsentwürfe, die von der Zieltechnik abgeleitet sind. Neulernen gelingt zunächst mit Vereinfachungsstrategien und monotonen Wiederholungen (Reischle, 2015, S.113). Die Aufmerksamkeit wird ständig auf die neu zu erlernende Bewegung gelenkt (S.101). In den Ausdauersportarten erfolgt ein Neulernen vor allem "in der Grundausbildung,…
Oberflächenspannung
Oberflächenspannung (surface tension), Eigenschaft der Oberfläche als Grenzfläche zwischen einer Flüssigkeit und einem Gas, am Beispiel des Schwimmens zwischen Wasser und Luft. „Die Oberflächenspannung wirkt in der Oberfläche.
Optimierung
Optimierung (optimization), lat. optimus „Bester, Hervorragendster“; in der Mathematik ein Verfahren, das die optimale Festlegung von Größen, Eigenschaften, zeitlichen Abläufen u. a. eines Systems untersucht, in der Informatik die bestmögliche Lösung von Computerprogrammen (Optimierer), in der Leitungswissenschaft das Suchen nach Alternativen für effiziente Problemlösungen. Häufig wird "optimieren" zum Allerweltswort, wenn man zwar das Beste will, sich…
Orientierungshilfe
Orientierungshilfe (guideline; guite), allgemein ein Material, das einen Weg aufweist (z.B. Navigationsgerät) oder eine Handlungsgrundlage (Handbuch, Konzeption) ist. Inzwischen sind Orientierungshilfen als Softwareanwendungen für Mobiltelefone und Tablets („Apps“) alltägliche Begleiter in Beruf und Freizeit. Bei der Ausübung sportlicher Handlungen sind Orientierungshilfen Gegenstände oder Signale, die den Sportler visuell oder akustisch unterstützen, z.B. ein kurzes Signal,…
Paddle
Paddle (paddle), Handbrett, beliebtes wie kritisch zu sehendes Hilfsmittel im motorischen Lernen und Schwimmtraining. Wegen der Gefahr von Schulterverletzungen (→Schwimmerschulter), Abweichungen von der optimalen Schwimmtechnik und „Störungen im Timing“ (Gambril & Bay 1988) sollte der Einsatz von Paddles auf kurze Strecken mit hohen Schwimmgeschwindigkeiten beschränkt bleiben (→spezifische Kraft) und nicht zum „Kilometer-Schwimmen“ missbraucht werden. Unverzichtbar…
Phase (im Einzelzyklus)
Phase (im Einzelzyklus) (phase), griech. Phasis „Erscheinung“; Zeitabschnitt innerhalb einer Entwicklung; hier Teile einer sportlichen Bewegung. Meinel & Schnabel (2004) strukturierten azyklische Bewegungen in drei Phasen: Vorbereitungs-, Haupt- und Endphase. Bei zyklischen Bewegungen nehmen die erste und letzte Phase den Charakter einer Überleitenden-, Zwischen- bzw. Übergangsphase an. →Phaseneinteilung Bei der Vermittlung und Beschreibung von Schwimmtechniken…
Phase, einleitende
Phase, einleitende (phase, introductory), erster Teil des Bewegungszyklus im Schwimmen bei der die Abdruckflächen in günstige Ausgangsposition gebracht werden. In der Praxis spricht man von "Wasserfassen" (Catch). Die relative horizontale Extremitätengeschwindigkeit ist noch geringer als die Schwimmgeschwindigkeit. Krafteinsatz und Zuggeschwindigkeit werden auf eine optimale Realisierung der folgenden Hauptphase abgestimmt (Walther et al. 1985). →Phaseneinteilung Mehr…
Phase, überleitende
Phase, überleitende (phase,leading up), dritter Teil des Bewegungszyklus im Schwimmen, der in den Schlagschwimmarten über Wasser durch das Herausnehmen der Arme und im Brustschwimmen durch die Vorbereitung auf die Streckung charakterisiert ist. Die Bewegung der Extremitäten entgegengesetzt der Schwimmrichtung wird beendet. Es überwiegen vertikal nach oben bzw. seitliche Bewegungsrichtungen. Die distalen Teile der Extremitäten bewegen…
Phase, vorbereitende
Phase, vorbereitende (phase, preparing), letzter Teil des Bewegungszyklus im Schwimmen, bei der die Extremitäten entgegen der Schwimmrichtung über Wasser (außer im Brustschwimmen) gebracht werden Diese Phase sollte entspannt durchgeführt werden, damit sich die Muskulatur kurzzeitig erholen kann. Die relative horizontale Extremitätengeschwindigkeit ist kleiner als Null. →Phaseneinteilung
Phaseneinteilung (im Schwimmen)
Phaseneinteilung der Schwimmbewegung (phase structuring in swimming), Ehemals (DSSV der DDR) gebräuchliche, aus kinematografischen Untersuchungen abgeleitete biomechanische Betrachtungsweise der Schwimmbewegung, die auf dem Vergleich der relativen horizontalen Extremitätengeschwindigkeit zur Schwimmgeschwindigkeit beruht. Ein Bewegungszyklus = einleitende Phase (ePh) + Hauptphase (Hph) + überleitende Phase (üPh) + vorbereitende Phase (vPh). Lediglich in der Hauptphase ist die relative…
Photogrammetrie
Sportwissenschaft Photogrammetrie/Fotogrammetrie (photogrammetry), Mess- und Auswerteverfahren, um aus Bildern (Foto/Film) die räumliche Lage oder dreidimensionale Form eines Objektes zu bestimmen, vereinfacht Bildmessung. Auf der Grundlage mehrerer, von verschiedenen Standpunkten aus aufgenommer Bilder nutzt die Photogrammetrie den Parallax-Effekt. "Die digitale Photogrammetrie extrahiert die geometrischen Informationen eines zweidimensionalen Bildes. Mehrere Bilder werden zusammengefasst, um ein dreidimensionales Modell…
Plantarflexion
Plantarflexion (plantar flexion), lat. planta „Fußsohle“; Beugung des Fußes in Richtung Fußsohle. Eine gute Plantarflexion ist in einigen Sportarten unerlässlich, so für Haltungsnoten wie im Wasserspringen oder für einen effektiven Vortrieb, besonders in den Schlagschwimmarten. So erreichen z.B. gute Delfinschwimmer einen Beugewinkel von 90° (→Delfinbewegung), die zu 90% der dreiköpfige Wadenmuskel ermöglicht. 90% des Antriebs…
Pointrace
Pointrace/ Point race (engl.), eigentlich „Punkterennen“; übertragen auf die Trainingsmethodik im Schwimmen ein Verfahren um den Sportler zu langen Zykluswegen anzuhalten ohne an Schwimmgeschwindigkeit zu verlieren, indem Sekunden und Zyklenzahl addiert werden (z.B. 30 sec + 25 Zyklen über 50m = 55 Punkte). Ziel ist immer, niedrigere Punktzahlen zu erreichen. →Frequenz-Vortriebs-Verhalten
Präzisionssport
Präzisionssport (precision sports), lat. praecisus „abgekürzt“, „abgebrochen“; Genauigkeit, Exaktheit; Sportart bei der ein Ziel möglichst präzise zu treffen ist. Zu den Word Games 2005 wurden folgende Sportarten zu Präzisionssport zusammengefasst: Billard, Boule, Bowling, Feldbogenschießen, Casting und Kegeln und später auf Curling, Schießsport, Golf, Dart und Minigolf erweitert. Eine Abgrenzung zu Geschicklichkeitsspielen ist nicht bekannt. Ungeachtet…