Öffnet in einem neuen Tab

Technik

254 Einträge

Fingerstellung

Fingerstellung (fingerposition), Haltung der Finger zusammen mit der Hand als Abdruckflächen im Schwimmen. Durch geringfügige Spreizung der Finger kann eine Widerstandserhöhung der Hand erzielt werden, die durch die dabei entstehenden Wirbelfelder wie eine geschlossene Fläche wirkt (Loehr & Ungerechts, 1976). Als Folge muskulärer Ermüdung kommt es oft zu einem ungewollten Abspreizen der Finger. Zur Verbesserung des…

Flugphase

Flugphase (flight phase), Wenn man unter Fliegen die Fortbewegung eines Körpers in der Luft ohne Bodenberührung versteht, dann wird die Flugphase von Start (abheben/abspringen) und Landung (aufsetzen) begrenzt. Im Schwimmen handelt es sich um eine Bewegungsphase beim Startsprung zwischen Absprung vom Beckenrand und dem Eintauchen in das Wasser. Die Flugphase beginnt mit dem Lösen der…

Formwiderstand

Formwiderstand (shape resistance), in der Strömungslehre die Druckdifferenz zwischen Vorder- und Rückseite bei einem umströmten Körper. Im Schwimmen ist der Formwiderstand (auch Druckwiderstand) eine Komponente des Wasserwiderstandes bei fixierter Körperhaltung (→Schleppversuch, →Gegenstromanlage), der als Widerstandsbeiwert (cw -Wert) angegeben wird und in Strecklage etwa 0,5 beträgt (bei Autos 0,15 – 0,35). Der cw -Wert erhöht sich…

Frequenz

Frequenz (frequency) →Zugfrequenz

Frequenz-Vortrieb-Verhalten

„Frequenz-Vortrieb-Verhalten“ (frequency-propulsion-performance), Verhältnis zwischen Zugfrequenz und Zyklusweg als wesentliche Kenngrößen der Bewegungsausführung bei definierten Schwimmgeschwindigkeiten. Bewegungsfrequenz und Zyklusweg sind stets ein Ergebnis der Ausprägung und Veränderung von innerzyklischen Technikparametern in Wechselwirkung mit anderen, vor allem konditionellen Leistungsfaktoren (Walther, 1985). Topschwimmer schwimmen verschiedene Geschwindigkeiten bei veränderten Frequenzen, aber annähernd gleichen Zykluswegen (Küchler 2000, Rudolph 2014, Seifert…

Frequenzfalle

  „Frequenzfalle“ (techn.: waveltrap; „trap of frequency“), Begriff aus der Rundfunktechnik, hier der Umstand im Schwimmen, dass eine weitere Erhöhung der Bewegungsfrequenz kaum noch Vortrieb bringt, da wegen nachlassender Kraft der Zyklusweg so gering ist, dass fast nur noch „am Ort gerührt“ wird. Die Ursache ist oft ein zu steiler Anstieg des Zyklusindex. Deutliche Leistungssteigerungen…

Front-Quadrant-Swimming

 „Front-Quadrant-Swimming“ („Vorder-Quadrant-Schwimmen“ oder "Schwimmen im vorderen Viertel"), Koordinationsvariante des Kraul-Armzuges, wobei der Zugarm immer noch nach vorn gestreckt ist, während der andere Arm in das Wasser taucht (Überlappung Stützphase).  Diese Technik, die erfolgreich von Thorpe und Hackett angewendet wurde, ähnelt dem uns bekannten →“Hand - über Hand-Schwimmen“ oder dem Schwimmen in →“Strecklage“ (die beiden Hände…

Frontalwiderstand

Frontalwiderstand (frontal resistance) →Formwiderstand

Fußstellung

Fußstellung (footposition), jeweilige durch Dorsal- oder Plantarflexion eingenommene Fußstellung zur Optimierung der Abdruckfläche als wesentliches Element der Beinbewegung im Schwimmen. →Fußbeweglichkeit Video (Speedo/engl.): https://www.youtube.com/watch?v=3LOfrXPVmLE (Kraul) und https://www.youtube.com/watch?v=mwdxMhun5mM (Brust) Zugriff 29.04.2019

Gegenfehler

Gegenfehler (countermistake) →Überkorrektur

Gesamtbewegung

Gesamtbewegung (full stroke), Koordination von Armbewegung, Beinbewegung und Atmung in einer bestimmten Schwimmtechnik (auch „ganze Lage“). Die Gesamtbewegung ist ein wesentlicher Lernabschnitt des motorischen Lernprozesses und wird stark durch die Kopplungsfähigkeit beeinflusst. →Ganzkörperbewegung, →Teilbewegung  

Geschwindigkeit-Zeit-Verlauf, intrazyklischer

Geschwindigkeit-Zeit-Verlauf, intrazyklischer (velocity-time-progress, intracyclic), biomechanisches Verfahren, das davon ausgeht, dass der Körperschwerpunkt die reale Bewegung des Athleten widerspiegelt und damit einen Rückschluss auf die Schwimmgeschwindigkeit erlaubt. Durch simultane Darstellung der Bewegungsabläufe und der Schwimmgeschwindigkeitsschwankungen können einzelne Ereignisse dem momentanen Geschwindigkeitsverlauf zugeordnet und so ihre Wirksamkeit am Vortrieb vermutet werden. Eine effiziente Schwimmtechnik setzt relativ wenige…

Gleitfähigkeit

Gleitfähigkeit (slippage), Eigenschaft eines Körpers zu gleiten und damit wesentliche Fähigkeit des Schwimmers, die sich aber nicht nur wie bei starren Körpern auf die Form und die glatte Oberfläche beschränkt, sondern auch auf die Sensibilität der Mechanorezeptoren der Haut (→Wassergefühl) und den darauf fußenden sensorischen und reagierenden motorischen Mustern sowie deren Feedbackverwertung (→Feedback). Eine gute…

Gleitlage

Gleitlage (floating; gliding position), Körperposition beim Schwimmen, wobei eine strömungsgünstige Lage angestrebt werden sollte. →Wasserlage, →Gleiten, →Stirnwiderstand →Gleitfähigkeit

Gleitphase

Gleitphase (gliding phase), griech. phásis „Erscheinung“; „antriebslose“ Phase innerhalb eines Schwimmzyklus oder nach Start oder Wende zwischen Eintauchen/Abstoß und Übergang in die Schwimmbewegung. Im Brustschwimmen folgt die Gleitphase nach dem Tauchzug. Durch eine strömungsgünstige Körperhaltung soll der Geschwindigkeitsverlust minimiert werden. Das setzt eine betonte Körperstreckung voraus, indem die Hände übereinander und der Kopf zwischen den…

Greifstart

Greifstart (grabstart), erstmals 1967 von amerikanischen Schwimmern angewandte Variante des Startsprunges vom Startblock, bei der beide Hände zwischen den Füßen an die Startblockhalterung (a) oder Startblockkante (b) greifen. Wenn auch heute zwischen Greif- und Schrittstart unterschieden wird, so ist von der Bedeutung des Wortes her auch der Schrittstart ein Greifstart, da die Hände beim Auftakt…

Grobfehler

Grobfehler (gross fault), als "grober Fehler" (blunder) in der Messtechnik ein Messwertder versehentlich oder durch äüßere Einflüsse deutlich von der üblichen Streuung abweicht. In der Statistik Fº-Schätzungen, die um eine oder mehrere Oktaven vom Nominalwert abweichen (Oktavfehler). →Messfehler Im Schwimmen ist ein Grobfehler eine starke Abweichung von der richtigen Schwimmtechnik (→Zieltechnik), überwiegend im Grundlagentraining bei…

Grobkoordination

Grobkoordination (gross coordination), erste Phase des motorischen Lernens (Aneignungsphase), „die bereits alle wesentlichen Merkmale (Grundzüge) der angestrebten Bewegungshandlung aufweist, wobei jedoch noch Mängel und Unvollkommenheiten auftreten. (Schnabel & Thieß, 1993, S. 355). Das Erlernen der Grobkoordination der Schwimmarten sowie von Start und Wende setzt das Beherrschen der Grundfertigkeiten (Kernelemente) voraus. Der Lernende kann die Elemente…

Güte der Bewegungsausführung

Güte der Bewegungsausführung (Quality of movement execution), Qualität der Ausführung einer Bewegung (→Technik), die in kompositorischen Sportarten zugleich Gegenstand der subjektiven Bewertung ist (z.B. Wasserspringen). Die Güte der Bewegungsausführung wirkt sich deutlich auf die Trainingsbelastung aus. Deshalb wurde ehemals „Bewegungsgüte“ als fünfte Belastungskomponente mit aufgenommen, bringt aber das eigentliche Anliegen nicht so zum Ausdruck wie…

Haltung

Haltung des Körpers und des Geistes sind oft "zwei verschiedene Schuhe". Beispiel: Der Leistungssport gibt dem Trainer öfters Anlass „aus der Haut zu fahren“ (Versagen von Aktiven, Kampfrichterurteil, Organisationsmängel). Besonders in seiner Vorbildrolle gegenüber den Sportlern kommt es darauf an, das innere Gleichgewicht zu wahren. Wird der Trainer von den Sportlern als „Fels in der…