Technik
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Demonstrationsfähigkeit
Demonstrationsfähigkeit (demonstration ability; presentation ability), Fähigkeit des Trainers, „die zu vermittelnden Bewegungshandlungen dem Lernenden in der dem sporttechnischen Leitbild entsprechenden Weise vorzumachen“ (Krüger in Schnabel & Thieß,1993, S.205). Dabei sollten optische und verbale Informationen miteinander verbunden werden. Die Demonstrationsfähigkeit ist das „A und O“ des Nachwuchstrainers und spielt deshalb in der Trainerausbildung (Lehrproben) eine wichtige…
Demonstrieren
Demonstrieren (demonstration), lat.demonstrare "bezeichnen, darlegen, hinweisen; hier nicht als Protestbewegung, sondern als eine Form darbietender Lehrverfahren, bei denen der Lehrer/Trainer Inhalte und Organisation des Lehr- und Lernprozesses weitgehend selbst bestimmt. Das geschieht durch Vortragen, Vorlesen oder Vorführen, wobei ein Veranschaulichen am Beispiel dem Begriff "Demonstrieren" am nächsten kommt. Es unterstützt in der sporttechnischen und technisch-taktischen…
Dreieratmung
„Dreieratmung/ Dreierzug-Atmung“ (triple-breathing), Variante des Atemrhythmus im Schwimmen (vorrangig →Kraul), wobei auf jeden dritten Armzug eingeatmet wird. Das Verhältnis von Atmung zu Zugzahl kann weiter variiert, Ein- und Ausatmung an bestimmte Armzüge gekoppelt werden. Durch die Dreieratmung behält der Schwimmer die Übersicht nach beiden Seiten, nutzt die Hebelwirkung der Arme maximal aus und stabilisiert die…
Druckphase
Druckphase (press phase), zusammen mit der Zugphase die Hauptphase des Armzuges im Schwimmen ("Zug-Druck-Aktion" bei Reischle). Sie beginnt, wenn der im Ellenbogengelenk gebeugte Arm senkrecht zur Schulterhöhe steht und endet mit der Streckung im Ellenbogengelenk, d.h. langer Abdruck bis zum Oberschenkel (außer Brustschwimmen). Reischle bezeichnet das Zeitintervall vom Passieren der Hand Höhe Schultergelenk bis zum…
Eineratmung
Eineratmung/Einerzugatmung (single breathing), Atemrhythmus im Schwimmen, indem pro Bewegungszyklus eingeatmet wird, überwiegend im Brust- und →Rückenschwimmen
Eintauchphase
Eintauchphase (diving phase), Element des Sprunges in das Wasser, beim Schwimmen des Startsprungs: Eintauchen nach der Flugphase mit anschließendem Übergang in die Schwimmbewegung. Messtechnisch beginnt sie mit der ersten Wasserberührung und endet, wenn der gesamte Körper des Schwimmers im Wasser ist. Zu fordern ist ein widerstandsarmes Eintauchen (kleines Eintauchloch) mit aktivem Kick am Ende der…
Ellenbogen-vorn-Haltung
Ellenbogen-vorn-Haltung (high elbow position), Element der Armbewegung beim Schwimmen. Damit werden in der Zugphase nach dem Wasserfassen durch Innenrotation des Oberarmes und folgend einer betonten Beugung im Ellenbogengelenk optimal große Abdruckflächen geschaffen. So werden die anatomisch möglichen Gelenkamplituden optimal für einen langen Antriebsweg genutzt (Küchler in: Rudolph, 2014, S.141). Würde der Arm gestreckt bleiben, dann…
Ellenbogen, hoher
Ellenbogen, hoher (High Elbow Catch), Position der Ellenbogen in der Rückholphase beim Kraul- und Schmetterlingsschwimmen als Beitrag eines lockeren und damit entspannten Übergangs zum nächsten Zyklus (oft auch in der Unterwasserphase an Stelle von „Ellenbogen-Vorn-Haltung“). Der „hohe Ellenbogen“ übernimmt die Führung und stabilisiert dabei die Wasserlage. Sehr gut kann diese Armhaltung beim „Abschlagschwimmen“ geübt werden:…
Endphase
Endphase (fina phase), Schlussphase einer Aktion. In der Phasenstruktur sportlicher Bewegungen der letzte Teil zwischen Haupt- und vorbereitender Phase. Die Endphase endet bei einer Reihe azyklischer Bewegungen in einem statischen Zustand (z.B. Abgang des Turners vom Gerät, Verhindern des Übertretens beim Weitsprung) oder sie ist ein Durchgangsstadium als unspezifische Vorbereitung folgender Bewegungen (Sportspiel). Bei vielen…
Erstschwimmart
Erstschwimmart (first swimming technique) →Anfängerschwimmtechnik, →Schwimmart, erste
Fehler
Fehler (fault; error), „Abweichung von einem optimalen oder normierten Zustand oder Verfahren in einem bezüglich seiner Funktionen determinierten System“ (WIKIPEDIA) oder einfach gesagt, etwas was falsch ist. Aus der vielfältigen Struktur von Fehlern sind für die Praxis des Trainers vor allem Denk-, Planungs- und Handlungsfehler zutreffend. Da das menschliche Gehirn fähig ist, Fehler aufzuspüren und…
Fehleranalyse
Fehleranalyse (fault, analysis of), Verfahren, Fehler oder Messwertabweichungen von einem zu messenden Objekt zu berechnen (Wikipedia) Im Sport die Untersuchung einer Bewegungshandlung (z.B. Schwimmen) im Vergleich zur optimalen Bewegungsausführung (→Zieltechnik), um Abweichungen zu erkennen, deren Ursachen zu ermitteln um letztlich die Fehler zu korrigieren (→Fehlerkorrektur). Die Fehleranalyse ist im Schwimmen zumeist auf Unterwasseraufnahmen (→Unterwasserkameras, -fenster,…
Fehlerkorrektur
Fehlerkorrektur (faults, correction of), Beseitigung von Fehlern, im Sport vorrangig „Maßnahme zur Beseitigung von Bewegungsfehlern“ (Krüger in Schnabel & Thieß, 1993, S.294). Dem geht die Fehleranalyse voraus. Das Beherrschen der Fehlerkorrektur gehört zum A-B-C des Trainers. Ihr Ausmaß sollte an die Phasen des motorischen Lernprozesses (→Lernen, motorisches) angepasst sein, d.h. entsprechend des Aufnahmevermögens und der konditionellen…
Fehlerkorrektur, direkte
Fehlerkorrektur, direkte (faults correction, direct), unmittelbare Konzentration auf den zu korrigierenden Fehler durch folgende Maßnahmen: Fehler einschließlich theoretischem Hintergrund erläutern, falsche und richtige Bewegungsausführung gegenüberstellen, Anweisung gezielt auf den Fehler und Konzentration auf anforderungsgerechte Koordination (Schramm, 1987). →Fehlerkorrektur, indirekte
Fehlerkorrektur, indirekte
Fehlerkorrektur, indirekte (faults correction, indirect), Beseitigung des Fehlers durch Veränderungen in Umfeld des Sportlers (veränderte Aufgabenstellung oder Übungsbedingungen). →Fehlerkorrektur, →Fehlerkorrektur, direkte Maßnahmen sind: Einsatz ergänzender Übungen an Land und im Wasser, veränderte Bewegungsaufgabe bei bewusster Bewegungswahrnehmung, Einsatz von Geräten und Übungen zur Schulung des taktilen Empfindens, verändertes Frequenzverhalten und Zurückgehen auf vorangegangene Übungsstufen (Schramm, 1987).…
Fehlermanagement
Fehlermanagement (mistake management), Fortlaufende Optimierung des Prozesses von Fehler entdecken, diagnostizieren und korrigieren. In größeren Strukturen (Unternehmen, Kliniken) ist Fehlerkultur Bestandteil der Unternehmens- bzw. der Führungskultur. Dabei geht es um einen offenen Umgang mit Fehlern als Voraussetzung diese bereits im Ansatz zu erkennen und zu verhindern. Dazu wird das Fehlermanagement in verschiedene Phasen eingeteilt: Fehlererkennung:…
Feinkoordination
Feinkoordination (fine co-ordination), nach dem Phasenmodell motorischen Lernens (Meinel & Schnabel, 2007) Ziel der zweiten Phase, ein fehlerfreier, dem angestrebten Leitbild voll entsprechender Bewegungsablaufs als Voraussetzung für höhere Leistungen und eine relativ hohe Beständigkeit. Wick (2005) nennt als neues Qualitätsmerkmal „eine deutliche Leistungssteigerung verbunden mit einer gewissen Leichtigkeit im Bewegungsvollzug“ (S.116). →Differenzierungsfähigkeit Das betrifft nicht…