Technik
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Umstellungsfähigkeit
Umstellungsfähigkeit (reorganisation ability), auch →Anpassungsfähigkeit, motorische, koordinative Fähigkeit = Anpassen der Bewegungsstruktur an veränderte Situationen, wie sie im Sport in verschiedenster Weise auftreten können. Eine Umstellung der sporttechnischen Bedingungen ist für hochgeübte Spitzensportler verbunden mit: – längeren Eingewöhnungsphasen, – einer veränderten Trainingssituation und – einer (oftmals temporären) Stagnation oder gar dem Absinken des Leistungsniveaus (Panzer…
Undulationstechnik
Undulationstechnik (undulating technique), lat. undula „kleine Welle“; in der Physik eine Wellenbewegung oder Schwingung Im Schwimmen eine Technikvariante des Brustschwimmens, die sich im Wettkampf durchgesetzt hat und sich durch wellenförmige Körperbewegung auszeichnet. Die Undulationstechnik setzt eine hohe Beweglichkeit für die S-förmige und gekrümmte Körperposition (Schultereinwärts - Drehung, Aufwärts - Ausbreitung und →Abduktion, Hohlkreuz, Hüft- und…
Unterwasserphase
Unterwasserphase (underwater phase), Im Sportschwimmen der Teil von Start und Wende zwischen Sprung/Abstoß und Übergang in die Schwimmbewegung, der unter Wasser stattfindet und durch das Regelwerk begrenzt ist. Die Unterwasserbedingungen führen zu einem größeren Anstieg von Blutlaktat und Kalium gegenüber Schwimmen an der Oberfläche, während sich Herzfrequenz und arterielle Sauerstoffsättigung nicht signifikant unterschieden. 25 m…
Versuch und Irrtum
Versuch und Irrtum (trial and error), Lernen durch Ausprobieren; Methode zur Lösung von Problemen, indem solange Lösungsmöglichkeiten probiert werden, bis die Lösung gefunden wird. Versuch und Irrtum ist eine typische Vorgehensweise beim nicht angeleiteten selbstständigen Lernen (→Spiel der Kinder, Selbstständigkeit, →Lernen, differentielles). Im übertragenen Sinn unterliegt die Suche nach neuen trainingsmethodischen Wegen oder Schwimmtechniken dieser…
Verwringung
Verwringung (writhe), als Knotentheorie Teilgebiet der Mathematik. In der Biomechanik die schraubenförmige Verdrehung von Schulter- und Beckenachse gegeneinander zur Vordehnung diagonal verlaufender Muskelschlingen zwischen rechtem Arm und linkem Bein und umgekehrt. Als aktive Form des Rumpfeinsatzes werden durch die Verwringung große Muskelgruppen optimal auf schnellkräftige Kontraktionen vorbereitet, wie z.B. bei Wurf- und Schlagbewegungen. →Rumpfbeugung, →Rotation,…
Viererschlag
„Viererschlag“ (four kick stroke), Im Schwimmen die Zuordnung von vier Beinschlägen auf einen Bewegungszyklus, angewandt im Kraulschwimmen, seltener im Rückenschwimmen. Im Training der Schlagschwimmarten erweitert ein Wechsel der Anzahl an Beinschlägen die Bewegungserfahrung, verhindert motorische Stereotype und kann im Wettkampf aus taktischem Interesse genutzt werden (Sechserschlag = "Turbo" einschalten)
Virtual Reality (VR)
Virtual Reality (virtuelle Realität), "computergenerierte Wirklichkeit mit Bild (3D) und in vielen Fällen auch Ton. Sie wird über Großbildleinwände, in speziellen Räumen (Cave Automatic Virtual Environment, kurz CAVE) oder über ein Head-Mounted-Display (Video- bzw. VR-Brille) übertragen. Bei Mixed Reality wird entweder Realität erweitert (Augmented Reality), wobei für die Darstellung und Wahrnehmung eine AR-Brille (oft Datenbrille…
Volarflexion
Volarflexion (volar flexion), lat. vola „Hohlhand“; Senken der Hand und Flexion (Beugung) = Beugebewegung der Hand. Im Schwimmen typische Bewegung beim „Wasserfassen“ zu Beginn des Armzuges. →Palmarflexion, →vorbereitende Phase
Vorbereitungsphase
Vorbereitungsphase (preparatory phase), Teil der Phasenstruktur sportlicher Bewegungen, Hier Phase der Schwimmbewegung, in der die Arme in den Schlagschwimmarten über Wasser in Schwimmrichtung bewegt werden, um mit einer gewissen Vordehnung in die einleitende Phase überzugehen. Die relative horizontale Extremitätengeschwindigkeit ist kleiner als Null. →Phase, vorbereitende
Vorführen/-machen
Vorführen/Vormachen (show, demenstrate), Als Form der Arbeitsunterweisung in vier Stufen zum Erlernen (→Lernen) berufsmotorischer Tätigkeiten aus den USA übernommen („Vier-Stufen-Methode“): Vorbereiten und erklären (1. Stufe) Vormachen und erklären (2. Stufe) Nachmachen und erklären lassen (3. Stufe) Vertiefen durch fehlerfreies Üben Im Prozess des Erlernens sportlicher Bewegungen/Techniken ist die Bewegungsdemonstration durch den Trainer oder einen Sportler…
Vorstellung
Vorstellung (image), Bilder in unserem Bewusstsein, die in der Vergangenheit Wahrgenommenes (→Wahrnehmung) widerspiegeln oder mit der Fantasie zu neuen Vorstellungsinhalten kombiniert werden und bewusst oder unbewusst unser Handeln beeinflussen. Vorstellungen helfen uns, Gedanken und Wissen zu ordnen und damit das Handeln der Situation besser anzupassen. Im Sport macht man sich das zunutze, indem Bewegungsabläufe in…
Vorstellungsregulation
Vorstellungsregulation (image regulation; image formation) →Training, mentales, →Bewegungsvorstellung, →ideomotorisches Training
Vorzeigen
Vorzeigen (demonstrating), in der Doppeldeutigkeit jemanden etwas zeigen (zur Bewertung, Erklärung) oder sich zeigen (aufwarten). In der Trainingswissenschaft die Darstellung von Bewegungsabläufen mit verschiedenen unbewegten Demonstrationsmitteln (Vorführen bestimmter Phasen durch den Trainer, Reihenbilder, Zeichnungen) im Gegensatz zum Vorführen/machen. Mit dem Vorzeigen soll beim Sportler eine bestimmte Bewegungsvorstellung geschaffen und er zum Nachahmen animiert werden. →Demonstration,…
Wasserfassen
Wasserfassen (water-gripping), allgemein die Aufnahme von Wasser. Beim Schwimmen die einleitende Phase des Armzuges, mit der der Stütz aufgebaut wird (auch Stützphase) und indem durch Anstellen von Hand und Unterarm die Ellenbogenvornhalte eingeleitet wird (Phaseneinteilung der Schwimmbewegung)
Wasserlage
Wasserlage (balance) Lage des Schwimmers im Verhältnis zur Horizontale der Wasseroberfläche. Zu einer optimalen Wasserlage zählen folgende Kriterien (Cserepy, 2004): ausgeglichene Balance der Vertikalkräfte vor und hinter dem Körperschwerpunkt, minimaler Frontwiderstand (→Formwiderstand) des Körpers, minimaler Anteil an Antriebskraft zur Stabilisierung, keine Einschränkung der Antriebsbewegungen durch die Körperlage, Annäherung des Körperschwerpunktes an den Volumenmittelpunkt., Dabei sind…
Wechselzugschwimmtechnik
Wechselzugschwimmtechnik (alternate stroke technique) →Schlagschwimmart
Welle
Welle (wave), physikalischer Zustand, der sich im Raum fortpflanzt, entweder als mechanische Welle, die stets an ein Medium gebunden ist, oder Welle, die sich auch im Vakuum ausbreiten kann, wie z.B. elektromagnetische Wellen. Bei der „Schwimmerwelle“. handelt es sich um eine Form der Energieübertragung, die durch die Vorwärtsbewegung des Schwimmers an der Wasseroberfläche entsteht und…
Wende
Wende (turn), allgemein Richtungswechsel, ob zu Fuß, mit Fahrzeug oder in der Politik… Im Schwimmen Wechsel der Schwimmrichtung an der Beckenwand um 180°. Die Wende ist erforderlich, sobald die zu durchschwimmende Streckenlänge größer ist als die Länge des Schwimmbeckens. Im Freiwasserschwimmen entfällt die klassische Wende am Beckenrand. Hier werden Richtungswechsel durch Bojen angezeigt, die zu…
Widerstandsbeiwert
Widerstandsbeiwert, (cw) (drag coefficient), auch Strömungswiderstandskoeffizient (c-Wert), der den Strömungswiderstand eines umströmten Körpers widergibt (bekannt unter „Windschlüpfrigkeit“ der Autos). Je niedriger der c-Wert eines Schwimmers ist, umso geringer ist sein Strömungswiderstand. Das betrifft auch die Körperform beim Schwimmen. Bei optimaler Wasserlage soll der Widerstandsbeiwert etwa bei 0,50 liegen. Die besten Werte hatten 15jährige Schwimmerinnen, zurückzuführen…
Wirkungsgrad
Wirkungsgrad (efficiency rate), Verhältnis von Leistung zur aufgewendeten Energie. Im Schwimmen wird die Leistung durch die Schwimmgeschwindigkeit und der Energieumsatz indirekt über die Messung des Sauerstoffverbrauchs bestimmt. Dabei werden durch den Wärmeverlust relativ niedrige Wirkungsgrade von 3-6% erreicht. Für eine weitere Leistungsentwicklung vieler Topschwimmer ist eine Verbesserung des Wirkungsgrades durch Optimierung der Schwimmtechnik erfolgversprechender als…