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Sportmedizin

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Idealgewicht

Idealgewicht (ideal weight), wünschenswertes Körpergewicht ohne Über- bzw. Untergewicht (→Body-Mass-Index). Dazu werden im Internet zahlreiche Hinweise gegeben und Berechnungstabellen angeboten (s.u.a. Creff-Formel: https://www.elle.de/idealgewicht-berechnen-mit-creff-formel - Zugriff 17.08.2019). Diese Quellen sind allerdings äußerst zweifelhaft, da sie ohne irgendwelchen Hintergrund einfach nur nackte Zahlen und Größen ins Verhältnis setzen. Das Idealgewicht bzw. Wohlfühlgewicht sollte demnach keine festgelegte allgemeingültige Norm…

Immundefekt

Immundefekt, Immundefizienz, Immuninkompetenz (immunodeficiency) →Immunschwäche

Immunglobulin

Immunglobulin (immunoglobulin) Träger der immunologischen Abwehr im Blut (→Antikörper), man kann sie als „Gesundheitswächter“ des Körpers bezeichnen (veraltet Gammaglobuline). Diese Eiweiße verbinden sich mit dem zu bekämpfenden Fremdkörper und docken an körpereigene Zellen an. Diese vernichten die Fremdkörper und schützen so den Organismus vor Infektionen. Die Blutwerte für Immunglobuline sind keine Standard-Parameter in der sportmedizinischen…

Immunmodulatoren

Immunmodulatoren (immunomodulators), Pharmakologische Substanzen, die das angeschlagene Immunsystem unterstützen und damit die Abwehrkraft stärken. Einige Heilpflanzen und auch Cannabis wirken ebenfalls immunmodulierend. Immunmodulatoren werden im Hochleistungssport zunehmend eingesetzt. Durch die Medikation mit einem pflanzlichen Immunmodulator konnte bei Leistungssportlern der Frühjahrsinfekt vermieden werden (Pelzl & Wendlandt, 1993). Der Immunmodulator AM3 wird wegen seiner entzündungshemmenden Wirkung als…

Immunschwäche

Immunschwäche, Abwehrschwäche (immune weakness), auch Immundefekt, Immundefizienz, Immuninkompetenz; eine allgemeine Erkrankung des Immunsystems, die sich in Anfälligkeit gegenüber Infekten äußert. So wird bei mindestens drei Infektepisoden pro Jahr von mehr als vier Wochen Dauer von einer Immunschwäche gesprochen (Peter, 1998). Bei einem zellulären Immundefekt sind die Abwehrzellen selbst, bei einem humoralen Immundefekt die Antikörper betroffen.…

Immunsystem

Immunsystem (immune system) aus verschiedenen Organen, Geweben bzw. zirkulierenden Zellen bestehende Funktionseinheit zur Abwehr von Krankheitserregern. Hierzu zählen neben Zellen (wie z.B. Lymphozyten) auch kleine Proteinmoleküle (→Immunglobuline). Durch Stress, wozu auch Überbelastung/-training zu zählen ist, kann die Abwehrbereitschaft geschwächt werden (Immunsuppression). Wenn dem Organismus keine ausreichende Regenerationszeit zur Absenkung des Stresshormonspiegels zur Verfügung steht, kann…

Impfschutz

Impfschutz (immunization protection), spezifische Immunität, die durch Impfung erzielt wird. Es werden aktiver Impfschutz (der Körper erzeugt die Antikörper selbst) und passiver (Antikörper werden übertragen) unterschieden. Schutzimpfungen haben nicht nur eine Wirkung auf die geimpften Personen (Individualschutz), sondern können indirekt auch nicht geimpfte Menschen vor einer Erkrankung schützen, da sie die weitere Verbreitung einer Infektionskrankheit…

Impingementsyndrom

Impingementsyndrom (engl. Zusammenstoß; dt. Engpasssyndrom), eingeschränkte Beweglichkeit im Gelenk →Schwimmerschulter Mehr zum Thema: https://www.netdoktor.de/krankheiten/impingement-syndrom/ - Zugriff 05.09.2019

Inaktivitätsatrophie

Inaktivitätsatrophie (atrophy, caused by inactivity), durch Ruhigstellung (Bettruhe, Gipsverband…), aber auch durch überlangen Trainingsausfall bedingter Schwund von Muskeln und Geweben (→Degeneration). Histologisch wurde besonders eine Rückbildung der Muskelfasern vom Typ II gefunden. Ohne entsprechende Reize nimmt die Muskelfaseratrophie ab dem 25. Lebensjahr stetig zu (Gisler, 2011). Auch psychische Störungen in Verbindung mit fehlender Aktivität können…

Indikation

Indikation (indication), lat. indicare „anzeigen“= „Heilanzeige“: Grund oder Anlass für eine für den Patienten sinnvolle Maßnahme. So sollten zum Beispiel rezeptfrei erhältliche Schmerzmittel bei Leistungssportlern nur bei ärztlicher Indikation eingesetzt werde. Gegensatz: →Kontraindikation Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Indikation Zugriff 06.09.2019

Infekt

Infekt (infect), lat. inficere „hineintun“; Ansteckung (Infektion) durch Mikroorganismen (Bakterien, →Viren, Pilze, Parasiten), die zu Krankheit (→Infektionskrankheit), einer „stummen“ Infektion oder einer unschädlichen Symbiose führen können. Zu unterscheiden ist zwischen Virusinfekt und bakterieller Infektion →Infektherde ••• häufig | •• manchmal | • selten | - nie

Infektherde

Infektherde (focus of infection), Ausgangspunkt einer Infektion. Infektionsherde sind wie Bakterien, Viren, Pilze und sogar Parasiten ständige Begleiter des Menschen. Sie werden erst dann kritisch (pathogen), wenn sie bestimmte Grenzen überschreiten. Deshalb müssen sie vom Immunsystem fortwährend in Schach gehalten werden. Ist dieses durch Stress (hierzu zählt auch Überbelastung im Sport), Kälte oder Vitalstoffmangel geschwächt,…

Infektionskrankheit

Infektionskrankheit, Infekt (infection), durch Infektion verursachte Krankheit, wobei nicht jede Infektion zwangsläufig zur Erkrankung führen muss. Ausschlaggebend über den Verlauf ist die Abwehrstärke des Immunsystems, →“open Window Effekt“ Im Schwimmen sind Infektionskrankheiten die hauptsächliche Ursache krankheitsbedingter Trainingsausfälle, hier besonders Infekte der oberen Atemwege (u.a. Ramalho et al. 2014) und Nasennebenhöhlenentzündungen (s. Abb.). Kritische Zeiträume sind…

Infusion

Infusion (infusion), lat. infusio „Aufguss“ und infundere „eingießen, eindringen“; über eine Vene in den Blutkreislauf (intravenös) eingeführte Flüssigkeit (z.B. Salzlösung); bei Blutbestandteilen →Transfusion. Intravenöse Infusionen, wie sie häufig bei Kreislaufversagen, großen Flüssigkeitsverlusten des Körpers und Operationen verabreicht werden, bestehen in vielen Fällen aus isotonischer Kochsalzlösung oder aus der „Ringer-Lösung“, ohne sonstige Wirkstoffe. Da sie das…

Insuffizienz

Insuffizienz (insufficiency), Gegensatz von lat. sufficere  „genügen“; Unzulänglichkeit, Schwäche, in der Medizin die unzureichende Leistung eines Organs oder Organsystems Beispiel: relative Insuffizienz des sympathischen Systems kann eine Ursache des Übertrainings-Syndroms in Ausdauersportarten sein   Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Insuffizienz- Zugriff 11.09.2019

Intervention

Intervention (intervention), lat. intervenire „dazwischentreten, sich einschalten“; in vielen Bereichen gebrauchter Begriff, in der Medizin eine Aktion, Ausbruch oder Fortschreiten einer Erkrankung verhüten; im Völkerrecht die Einmischung eines Staates in die Angelegenheiten eines anderen Staates, iIn der Pädagogik versteht man darunter das Eingreifen durch eine Fachkraft in eine Handlung, um ein unerwünschtes Ergebnis zu verhindern…

Irradiation

Irradiation (Irradiation illusion), lat. irradiare „strahlen, Bestrahlung“; optische Täuschung des Gesichtssinnes. In der Medizin spricht man von Irradiation, wenn der Schmerz über den direkt betroffenen Teil hinaus ausstrahlt; in der Wirtschaft vom Ausstrahlungseffekt. In der Psychologie ist Irradiation das Ausstrahlen von „Gefühlswerten von einem Bewusstseinsinhalt auf andere“ (DORSCH-Wörterbuch, 2004, S. 462). →Generalisierung Nicht zu verwechseln…

Kaffee

Kaffee (coffee), aus der Kaffeebohne hergestelltes anregendes Getränk mit dem Wirkstoff Koffein. Pro Tasse (150 ml) kann je nach Stärke des Kaffees mit 90 – 150 mg Koffein gerechnet werden. Da die Halbwertszeit von Koffein bei etwa 4-6 Stunden liegt, kann es im Laufe des Tages bei kontinuierlichem Genuss von koffeinhaltigen Getränken zur Akkumulation der…

Kälte

Kälte (cold), Mangel an Wärme, bezogen auf die Normaltemperatur. Das Empfinden von Kälte ist relativ („gefühlte Temperatur“). Die Amerikaner haben die Windgeschwindigkeit mit einbezogen und sprechen vom Frostfaktor (chill factor). Neben den üblichen Verhaltensweisen (Kleidung, Heizung) reagiert der Mensch auf Kälte durch Zittern bei niedrigerer Körperkerntemperatur und durch Ansteigen des Ruheumsatzes. →Wassertemperatur Im Training des…

Kältekammer

Kältekammer (cold chamber), von Japan übernommene und zur Behandlung rheumatischer Erkrankungen entwickelte Ganzkörperkältetherapie. Über zwei Vorstufen (-10° und -60° C) nähert man sich der Minimaltemperatur von -110 Grad, wobei schnelle Bewegungen vermieden werden sollten. Die Haut kühlt sich bis auf 5 Grad Celsius ab. Durch Gegenregulation bleibt aber die Körpertemperatur stabil. Durch die Kälte sollen…