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Sportmedizin

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Kältetherapie

Kältetherapie (cryotherapie), Verfahren der physikalischen Medizin, indem kalte Stoffe (Wasser, Eis) durch ihre schmerzlindernde Wirkung und Einschränkung der Nervenleitgeschwindigkeit zur Heilung genutzt werden. Bekanntes Beispiel sind die KNEIPPschen Anwendungen. →Kältekammer Sportler nutzen die Kältekur zur Leistungsverbesserung und Regeneration (Joch et al. 2002), ohne dass sie zu unerlaubten Mitteln greifen müssten. Neben der Kältekammer (→Ganzkörperkältetherapie) werden…

Kardiologie

Kardiologie (cardiology), griech. kardiā „Herz“ und lóga „Lehre“; Lehre vom Herzen, Diagnostik und Behandlung von Herz und Kreislauferkrankungen. Da das Herz- Kreislauf-System im Sportschwimmen stark beansprucht wird, ist die sportkardiologische Diagnostik Bestandteil der sportmedizinischen Grunduntersuchungen, um ein kardiales Risiko durch Hochleistungstraining weitgehend zu verhindern. Todesfälle sind zwar im Leistungssport relativ selten, haben aber meistens kardiovaskuläre…

Katabolismus

Katabolismus (catabolism), griech. katabolismós „Niederlegung, Kräfteverfall“; Verhalten des Stoffwechsels (Metabolismus), bei dem die energieliefernden Nährstoffe abgebaut werden. Unter aeroben Bedingungen werden hochmolekulare Eiweißketten (Biopolymere) zu niedrigmolekularen Strukturen (Monomere) und letztlich zu Wasser und Kohlendioxid, Ammoniak oder einfachen organischen Verbindungen (→Harnstoff, Harnsäure) abgebaut (s. Abb.). Unter anaeroben Bedingungen wird Energie (→ATP) nur durch die Übertragung von…

Katamnese

Katamnese (catamnesis), griech. katamnêsis „das Erinnern; gebildet nach Anamnese (Wikipedia); Abschlussbericht eines Arztes oder Psychotherapeuten nach der Behandlung, im Gegensatz zur →Anamnese  

Kinesiologie

Kinesiologie (kinesiology),  griech. kinesis „Bewegung“ und logos „Wort,,Lehre“; in der Medizin ein wissenschaftlich nicht anerkanntes, alternativmedizinisches Diagnose- und Therapieverfahren ohne belegte Wirksamkeit (Wikipedia) →Homöopathie, →Akupunktur, →Kinesiotapes In der Sportwissenschaft Synonym für Bewegungslehre, hier richtiger "Gefühlte Bewegungslehre", in dem das Körper-Geist-Seele System ins Gleichgewicht gebracht wird (im Schwimmen z.B. Wassergefühl), damit eine Nahtstelle vom Psycho-Physiotherapeuten zum…

Knochenbruch

Knochenbruch (fracture), „Zusammenhangstrennung des Knochens“ (Rost, 2001) durch direkte Gewalteinwirkung oder Ermüdung (Ermüdungsbruch). Während etwa 15% aller Sportverletzungen Frakturen sind, treten diese bei Schwimmern selten und höchstens im Landtraining auf. Lediglich durch die intensive Nutzung großer Schwimmflossen kam es zu einem Ermüdungsbruch (Van Caspel & Heere, 1983). Besondere Vorsicht ist bei Masters geboten, da durch die…

Knorpel

Knorpel (cartilage), feste, aber trotzdem biegsame Bindegewebsform, deren Anteil am Skelett mit zunehmendem Alter durch Umwandlung in Knochengewebe abnimmt. Da Knorpel weder durch Blut noch Nerven versorgt ist, ist er ein limitierendes Gewebe bei Anpassungen des muskulo-skelettalen Bewegungssystems an vermehrte körperliche Aktivität (Brüggemann & Niehoff, 2010). Es werden hyaliner-, Faser- und weißer Faser-Knorpel unterschieden. Jede…

Kölner Liste

Kölner Liste (Cologne List), Liste von Nahrungsergänzungsmitteln mit minimiertem Dopingrisiko, die 2017 von der NADA in Kooperation mit der Athletenkommission des DOSB aktualisiert wurde.  Neu ist dabei die Integration weitergehender Sicherheits-Features.  Sie reduziert die Gefahr für Sportler, in eine Dopingfalle zu geraten. Die Liste ist aber nicht als Empfehlung zum Konsumieren von Nahrungsergänzungsmitteln zu verstehen.…

Kompression

Kompression (compression), lat. compressus "Umarmung, Umschließung, Zusammendrücken", in der Medizin →Quetschung. →Kompressibilität Im Ausdauersport wird Kompressionsbekleidung eine positive Wirkung nachgesagt: Verletzungsprophylaxe, Leistungssteigerung, Regeneration, Thermoregulation (Müller, S. 2018). Hierunter fallen auch die zahlreichen Weltrekorde mit Hightech-Schwimmanzügen, die u.a. auf deren Kompressionswirkung zurückzuführen sind (Witt et al. 2010). →Kompressionshose

Konjunktivitis

Konjunktivitis (conjunctivitis) Bindehautentzündung, →Schwimmbadkonjunktivitis

Kontraindikation

Kontraindikation (contraindication), lat. contra „gegen“ und indicare „anzeigen“; Gegenanzeige, Umstand, der gegen die Anwendung einer bestimmten Maßnahme spricht, da er sonst Störungen verursachen kann. So können eine Reihe von Erkrankungen oder funktionelle Einschränkungen, wie Bluthochdruck oder Herzrhythmusstörungen, für eine sportliche Betätigung älterer Menschen kontraindiziert sein. Als absolute Kontraindikation zählen Krankheiten, die gänzlich sportliche Betätigung verbieten,…

Kontrazeptiva

Kontrazeptiva (contraceptives), lat.contra „gegen“ und conceptio „Empfängnis“; empfängnisverhütende Mittel, als hormonale Kontrazeption heute die in Deutschland am weitesten verbreitete Verhütungsmethode. „Sportliches Training, insbesondere als Leistungssport, kann die hormonelle Regulation des Menstruationszyklus beeinflussen. Einige Aspekte der sportlichen Leistung werden wahrscheinlich auch vom hormonellen Zyklus der Frau modifiziert. Ob und wie hormonelle Kontrazeption die sportliche Leistungsfähigkeit beeinflusst,…

Kopfverletzung

Kopfverletzungen (head injury), Wunde oder andere Schädigung am Kopf durch Stoß, Sturz, Aufprall oder Schlag bei Unfällen. Bei Hirnbeteiligung spricht man vom Schädel-Hirn-Trauma, in Form einer Erschütterung, Prellung oder Quetschung. Unter den vielfältigen Krankheitszeichen treten besonders neurologische Symptome auf (Kopfschmerz, Schwindel, Übelkeit, Erinnerungslücken und/oder Bewusstlosigkeit). Bei Kopfverletzung sollte der Verletzte in Rückenlage flach auf dem…

Körperfettmessung

Körperfettmessung (Body fat measurement), Messung des Körperfettdepots, angegeben in Prozent der Körpermasse. Es existieren verschiedene Messverfahren: Nah-Infrarot-technologie (mit Infrarotkopf am Bizeps), Bioimpedanzmethode („Fettwaage“) Kernspintomographie (MRT-Schnittstellen), Hautfaltenmessung (Hautfaltendicke mittels Kaliper). Der diagnostische Ultraschall (US) wird wegen seiner präzisen Ergebnisse hervorgehoben und ermöglicht auch Messungen im Feld. Mit dieser Methode ermittelten Störchli et al. (2016) geschlechtsspezifische Unterschiede…

Körperfüllenindex

Körperfüllenindex (body filing index), zur Beurteilung des Wachstums von (vorwiegend) Kindern und Jugendlichen greift man auf verschiedene Quotienten aus Körperhöhe und Körpermasse zurück (→ROHRER-Index, →Body-Mass-Index (BMI),  →BROCA-Index usw.). International hat sich in den letzten Jahren der BMI durchgesetzt.  Exkurs: Das Problem bei der Berechnung des Normalgewichts mithilfe des Broca-Index ist, dass die Körpergröße eine viel…

Körperhaltung

Körperhaltung (balance; body position), die durch das Zusammenwirken von Muskeln, Bändern und Knochen bedingte Stellung des menschlichen Körpers (Wikipedia). Dauerhaft verfehlte Körperhaltung führt zu Haltungsschwächen und Fehlstellungen des Bewegungsapparates. Die Körperhaltung verrät aber auch viel über Charakter, Einstellung und Stimmungslage eines Menschen (→ „Körpersprache“), was „deutsch-preußisch“ wieder so eng gesehen wird, dass manchem beim Vorstellungsgespräch…

Körpertemperatur

Körpertemperatur (body temperature), Temperatur des Körperinneren (Körperkerntemperatur), der die Messung mit dem Fieberthermometer im Mastdarm am nächsten kommt. Das Mittel liegt zwischen 36,3° und 37,4°C und schwankt im Tagesrhythmus mit einem Minimum um 6 Uhr und einem Maximum um 18 Uhr. Bei Temperaturen um 35°C spricht man von Untertemperatur, 33°C Unterkühlung, 20°C und weniger überlebt…

Kortikosteroide

Kortikosteroide (corticosteroides), Hormone der Nebennierenrinde, die in zwei Hauptgruppen unterteilt werden, die Glukokortikoide (verantwortlich für Stoffwechsel, Stressreaktion) und Mineralocortikoide (Regelung Wasser-Salz-Haushalt). Glukokortikoide werden als entzündungshemmendes Medikament bei Schädigungen am aktiven Bewegungsapparat genutzt. Ihr Einsatz ist aber fraglich, da sie bei längerer Anwendung das Immunsystem erheblich schwächen. Die Kortikosteroide stehen auf der Dopingliste, sind zwar als…

Krafttraining, desmodromisches

Krafttraining, desmodromisches (strength training, desmodromic), griech. desmos „Band, Fessel“ und dromos „Weg“, sinngemäß also „kontrollierte Bewegung“;  Variante des dynamischen Krafttrainings mit stetem Wechsel von konzentrischer und exzentrischer Muskelkontraktion, wobei die Bewegungsausführung  apparativ vorgegeben und damit an Spezialgeräte gebunden ist. Empfohlen wird desmodromisches Krafttraining vor allem in der Rehabilitation zum Wiederaufbau atrophierter Muskeln. Für den Schwimmer…

Krampf

Krampf (spasm) →Muskelkrampf