Öffnet in einem neuen Tab

Sportmedizin

417 Einträge

Sportarzt

Sportarzt (sports physician), Arzt, der nach der Facharztausbildung eine Weiterbildung nach Regelungen der Landesärztekammern zum Sportmediziner gemacht hat. Mehr zum Thema: https://web.arbeitsagentur.de/berufenet/beruf/15680#ueberblick - Zugriff 17.12.24

Sporternährung

Sporternährung (sport nutrition), Ernährung für Sportler zur ausreichenden Versorgung des Organismus mit Energiebaustoffen (Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße) und Funktionsstoffen (Vitamine, Mineralien) sowie Wasser unter den Bedingungen des erhöhten Leistungszuwachses. Den Leistungsdrang der vielen Breiten- und Leistungssportler macht sich die Nahrungsmittelindustrie mit einem Überangebot an Ratschlägen, Zusätzen von Vitaminen, Aminosäuren usw. zunutze und bewegt sich mit einer…

Sportgesundheit

Sportgesundheit (sport healthiness), hier als "Sport-Gesundheits-Check" der (sport-)ärztlich beglaubigte Gesundheitszustand, der das Betreiben von Sport (gegebenenfalls mit Einschränkung für bestimmte Sportarten/Bewegungen) gestattet, im organisierten Sport durch Vermerk in den Sportausweis oder Wettkampfpass. Allgemein wird unter Sportgesundheit ein aktiver Lebensstil verstanden, der sowohl körperliches als auch geistiges Wohlbefinden fördert. (→Sporttauglichkeitsuntersuchung, →Wettkampftauglichkeit). →Grunduntersuchung, sportmedizinische, →Vorsorgeuntersuchung, sportmedizinische Nach…

Sportgetränk

„Sportgetränke“ (sport beverages; sporttrinks), Getränke mit den Bestandteilen Flüssigkeit, Elektrolyte und Kohlenhydrate, die umgehend vom Körper aufgenommen werden. Bei normaler Ernährungs- und Belastungssituation reicht für die erforderliche Flüssigkeitszufuhr Wasser. Erst bei längeren Belastungen oder/und Flüssigkeitsverlust sind Elektrolyte zuzuführen, wozu Mineralwasser ausreicht. Hierbei ist Mineralwasser mit nennenswerten Mengen von Hydrogencarbonat, Calcium und Magnesium zu bevorzugen. Bei…

Sportmassage

Sportmassage (sport massage), Teilbereich der Physiotherapie, Anwendung der Massage auf die Belange des Sports. Sportliche Bewegung ist an die Funktionstüchtigkeit der Muskulatur gebunden. Dabei ist Massage deren spezifische physikalische Therapie, besonders zur speziellen Lockerung der Muskulatur und Wiederherstellung, lokal und zielorientiert als Vor- oder Nachbehandlung bei sportlicher Tätigkeit. Damit ist sie von allgemeinen Massagen zu…

Sportmedizin

Sportmedizin (sports medicine), Medizinischer Teilbereich, der sich mit der Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Sportlern oder Sporttreibenden beschäftigt und dabei Kenntnisse aus der Physiologie, Biochemie, Biomechanik, klinischen Medizin einschließlich innerer Medizin und Orthopädie nutzt. Eigentlich ruht das Fach auf zwei Säulen: einer orthopädisch-chirurgischen und einer internistisch-leistungsphysiologischen. Sportliches Training ist ohne biologisch-medizinische Grundkenntnisse undenkbar. Deshalb nehmen sportmedizinische…

Sportmediziner

Sportmediziner (sport physician), in der Bundesrepublik Deutschland ergänzende Qualifikation, die prinzipiell von Ärzten aller Fachgebiete erlangt werden kann. Ärzte für Allgemeinmedizin, Chirurgen, Orthopäden und Internisten mit entsprechenden Interessen und Qualifikationen führen meist diese Zusatzbezeichnung. Das Fachgebiet, welches in seinen Inhalten dem Querschnittsfach Sportmedizin am nächsten kommt, ist das der Physikalischen- und Rehabilitativen Medizin. Vor der…

Sportphysiologie

Sportphysiologie (Exercise physiology), Zweig der Physiologie, der sich wie die Arbeitsphysiologie vor allem mit den funktionellen, d. h. physikalischen und biochemischen Zusammenhängen befasst, die eine Arbeitsleistung im physikalischen oder biomechanischen Sinne ermöglichen. Demzufolge gehören hierzu beispielsweise: Energiestoffwechsel, Energiebereitstellung →Leistung, Leistungsfähigkeit, Leistungsdiagnostik dynamische und statische Arbeit Training, Lernen, motorisches Ermüdung und Erholung, Koordination Beispiele aus dem Schwimmen: …

Sportschaden

Sportschaden (sport lesion), „physikalisch verursachte akute Verletzung oder chronischer Überlastungsschaden“ (Kent & Rost, 1996, S. 393), teilweise als spezifische Verletzungsformen wie „Läuferknie“ oder „Tennisellenbogen“.

Sporttauglichkeit

Sporttauglichkeit (fitness for sport; sports suitability), auch "Sportlercheck", offiziell durch einen Sportmediziner beglaubigte Berechtigung zur Teilnahme am Trainings- und Wettkampfbetrieb in einer Sportart auf der Basis einer Sporttauglichkeitsuntersuchung. Da jeder organisierte Leistungssportler diese Untersuchung regelmäßig nachweisen muss, ist anzuzweifeln ob dies immer durch qualifizierte Ärzte erfolgt, zumal das Programm sehr umfassend ist ( http://www.gesundheits-lexikon.com/Vorsorge-Diagnostik/Sport/Sporttauglichkeit-Untersuchung.html -…

Sporttauglichkeitsuntersuchung

Sporttauglichkeitsuntersuchung (sport fitness investigation), medizinische Untersuchung zum Ausschluss von Kontraindikationen gegenüber Trainingsbelastungen, die mindestens jährlich durchgeführt werden sollte und zur Wettkampfteilnahme (Wettkampftauglichkeit) berechtigt. Die Kosten einer solchen Untersuchung mussten bisher von den Patienten selbst getragen werden. Doch die Krankenkassen haben die Zeichen der Zeit erkannt und übernehmen vermehrt die Kosten dieser Untersuchung (noch?). Inzwischen ist…

Sportunfall

Sportunfall (sport accident), Ereignis, das beim Sporttreiben durch plötzlich von außen einwirkende Gewalt zu Verletzungen führt. Neben dem klassischen Sportunfall gibt es zusätzlich noch den erweiterten Unfallbegriff. Das sind einem Unfall gleichgestellte Ereignisse, die aus einer eigenen erhöhten Kraftanstrengung heraus resultieren, wie beispielsweise: Verrenkungen an Wirbelsäule und anderen Gelenken durch hektische Bewegungen oder gezerrte oder…

Sportverletzung

Sportverletzungen (sport injury), „akute oder chronische Schädigung des menschlichen Körpers durch die physikalische Belastung im Sport“ (KENT 1994). →Sportschaden, →Sportunfall Eine retrospektive Studie (7809 Leistungs- und Freizeitsportler aus Deutschland, der Schweiz und Österreich) zeigte: Die Verletzungsprävalenz war in Mannschaftssportarten am höchsten (75%), gefolgt von Kampfsportarten (64%), Schlägersportarten (54%) und Leichtathletik (51%). Knie (28%) und Schulter…

Standard

Standard (standard), aus dem Englischen = Maßstab, Norm, Richtschnur, Leistungs- und Qualitätsniveau (MEYERS Lexikon). In der Sportwissenschaft oft in Kombination mit anderen Begriffen: u.a. Standardabweichung, Standardbicarbonat, Standardfehler, Standardserie, Standardtrainingsprogramm. In der Zeitschrift für Sportmedizin wird regelmäßig der aktuelle Kenntnisstand in Form sportmedizinischer Standards dargestellt.  

Statine

Statine (statin), Medikamente ("Cholesterinsenker") u.a. Simvastatin, Atorvastatin, Rosuvastatin usw. Da 25% der über 45-Jährigen Statine einnehmen, erhebt sich die Frage inwieweit sportliche Leistungen im Bereich der Masters durch Statine beeinflusst werden. Das insbesondere, da Statine die Skelettmuskulatur strukturell und funktionell verändern (können) und das bei körperlicher Aktivität höher als ohne Bewegung. Dazu durchgeführte Studien zeigten…

Stimulation, biomechanische (BMS)

Stimulation, biomechanische (BMS) (biomechanical stimulation), Trainingsmethode des Krafttrainings auf der Grundlage einer 1978/79 in der Sowjetunion entwickelten Theorie, wonach der kontrahierte oder gedehnte Muskel mit Hilfe eines Vibrationsgerätes einer äußeren mechanischen Schwingung ausgesetzt wird. Die BMS wird als „wirksames Mittel zur Stimulation der Entwicklung der Kraft- und Schnellkraftfähigkeiten des Schwimmers“ eingeschätzt (Becerra et al. 2000).…

Stoßwellentherapie

Stoßwellentherapie (shokwave therapiy), orthopädisches Behandlungsverfahren, das sich im Sport bewährt hat. Unter der Stoßwellentherapie sind mechanische Druckimpulse zu verstehen, die sich in einem Medium wellenförmig ausbreiten. Diese physikalischen Eigenschaften erlauben, „in die Tiefe des Körpers einzudringen, um dort Heilungsprozesse zu aktivieren, ohne die darüberliegenden Gewebeschichten zu verletzen, was einen wesentlichen Vorteil gegenüber operativen Eingriffen gebietet“…

Stressfraktur

Stressfraktur (stress fracture) →Ermüdungsbruch

Stretching

Stretching (to stretch „dehnen, strecken“), Methode des Dehnens, bei der die Dehnposition langsam eingenommen und dann über einen Zeitraum von 10 - 60 Sekunden gehalten wird (auch: statisches Dehnen, Dauerdehnen). Stretching wird im Beweglichkeitstraining und beim Aufwärmen eingesetzt, wobei letzteres zunehmend kritisch gesehen wird. So sollte besonders vor Schnellkraftleistungen ein ausführliches Stretching vermieden oder zumindest…

Substitution

Substitution (replacement therapy, substitution), lat. substituere ‚ersetzen‘; vielfältig gebrauchter Begriff in Mathematik, Musik, Wirtschaft usw. „Substitution im medizinischen Sinne ist der Ersatz von für den Körper unbedingt notwendigen Substanzen, die für den Energie- und Baustoffwechsel benötigt werden, die vom Organismus selbst nicht synthetisiert werden können und deren ungenügende Zufuhr die sportliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigt“ (Deutscher Sportärztebund).…