Schwimmen
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Dichte
Dichte (density), (Physik): Quotient aus Masse und Volumen eines Körpers, der im Wasser von Druck und Temperatur abhängt. Die Dichte des Wassers ist etwa 835-mal größer als die der Luft und beträgt bei 4°C 1,000 cN/cm3. Da der menschliche Körper ein spezifisches Gewicht von 0,994-0,990 hat, kann er (eingeatmet) schwimmen. Die Dichte beeinflusst die Schwimmfähigkeit…
Distanz
Distanz (distance), lat. distare „abstehen, entfernt sein“; Entfernung, Abstand im Raum oder zu Personen, Meinungen usw., Auf den Sport bezogen: eine Strecke im Wettkampf (50-1500m) oder im Training (z.B. Teilstrecke →Intervall), wobei "Distanz" oft als Gegenpol zu "Sprint" für Langsstrecke steht, wenn eine Disziplin zum olympischen Wettkampfprogramm zählt, dann spricht man bei "streckengebundenen" Disziplinen auch…
Distanzbereich
Distanzbereich (distance sector), Streckenlänge im Ausdauertraining, die mit der Wettkampfstrecke identisch ist (z.B. 10 x 100B als GA-Serie für einen 100m-Brustschwimmer). Die Bezeichnung mit Distanzbereich setzt eine Spezialisierung auf eine bestimmte Strecke (→Hauptschwimmart) voraus und ist damit dem Hochleistungstraining vorbehalten. →Überdistanzbereich; →Unterdistanzbereich
Drehbewegung
Drehbewegung (rotational movement), Physik: Drehung/ Rotation als Bewegung eines Punktes oder Körpers um eine Achse. In der Biomechanik ist die Rotation eine Bewegung bei der alle Punkte des betrachteten Körpers um eine gemeinsame Achse drehen (Göhner, 2001, S.6). Im Sport können das sein, Rotation des Körpers um feste Achsen (z.B. Riesenfelge am Reck), freie Achsen…
Dreieratmung
„Dreieratmung/ Dreierzug-Atmung“ (triple-breathing), Variante des Atemrhythmus im Schwimmen (vorrangig →Kraul), wobei auf jeden dritten Armzug eingeatmet wird. Das Verhältnis von Atmung zu Zugzahl kann weiter variiert, Ein- und Ausatmung an bestimmte Armzüge gekoppelt werden. Durch die Dreieratmung behält der Schwimmer die Übersicht nach beiden Seiten, nutzt die Hebelwirkung der Arme maximal aus und stabilisiert die…
Druck hydrostatischer
Druck, hydrostatischer (pressure, more hydrostatically), Druck, der im Inneren einer Flüssigkeit herrscht, in jeder Richtung gleich groß ist und mit der Höhe der Flüssigkeitssäule über der betreffenden Stelle wächst (MEIERS Lexikon). Der hydrostatische Druck (p) ist das Produkt aus Höhe der Wassersäule (h) und dem spezifischen Gewicht (γ). Befindet sich ein Körper im Wasser, so…
Druckausgleich
Druckausgleich (ear clearing, pressure equalisation), In der Physik der Vorgang, bei dem in zwei oder mehreren Räumen der gleiche Druck hergestellt wird. Beim Tauchen entsteht im Mittelohr ein Unter- bzw. Überdruck, der über die Ohrtrompete (Eustachische Röhre) ausgeglichen wird. Durch Schlucken oder Pressen (hin- und herbewegen des Kiefers, Nasenlöcher zuhalten und schlucken) in die zugehaltene…
Druckphase
Druckphase (press phase), zusammen mit der Zugphase die Hauptphase des Armzuges im Schwimmen ("Zug-Druck-Aktion" bei Reischle). Sie beginnt, wenn der im Ellenbogengelenk gebeugte Arm senkrecht zur Schulterhöhe steht und endet mit der Streckung im Ellenbogengelenk, d.h. langer Abdruck bis zum Oberschenkel (außer Brustschwimmen). Reischle bezeichnet das Zeitintervall vom Passieren der Hand Höhe Schultergelenk bis zum…
Durchfall
Durchfall (diarrhea), Diarrhö, weicher, oft wässriger Stuhl als Folge von Darminfektionen oder Erschöpfung, der mit hohem Flüssigkeitsverlust (→Dehydration) verbunden ist. Dieser beeinflusst die Leistungsfähigkeit und kann die Gefahr von Muskelkrämpfen erhöhen. Schwimmer werden häufig während des Trainings oder Wettkampfes von Magen-Darm-Problemen geplagt. Sind diese zwar zumeist harmlos, so können sich gelegentlich dahinter aber auch ernste…
Durchschnittsgeschwindigkeit
Durchschnittsgeschwindigkeit (average velocity), Mittel aller Geschwindigkeiten einer Strecke. Im Schwimmen lässt sich die Durchschnittsgeschwindigkeit nicht einfach aus der Gesamtzeit und der Strecke ermitteln, da durch den Start später mit Schwimmen begonnen und dieses durch die Wenden unterbrochen wird. Deshalb wird als Durchschnittsgeschwindigkeit die reine Schwimmgeschwindigkeit (clean speed) ermittelt. Beispiel (100m Freistil in 1:00 min): Einfache…
Eignungsmerkmal
Eignungsmerkmale (aptitude characteristics), Eigenschaften eines Sportlers, die eine besonders günstige sportliche Entwicklung erwarten lassen. Im Schwimmen von der Leistungsstruktur abgeleitete Merkmale, die im Rahmen einer Talentauswahl diagnostiziert werden. Dabei ist zu beachten, dass neben der aktuellen sportlichen Leistung auch körperbauliche Merkmale sowie motorische Fähigkeiten und Fertigkeiten (→Technikbewertung) eingeschätzt werden. Ferner sollten diese Merkmale immer in…
Eineratmung
Eineratmung/Einerzugatmung (single breathing), Atemrhythmus im Schwimmen, indem pro Bewegungszyklus eingeatmet wird, überwiegend im Brust- und →Rückenschwimmen
Einschwimmen
Einschwimmen (warming up), einleitender Teil einer Trainingseinheit oder methodisches Element vor Wettkampfbelastungen mit dem Ziel, den Organismus physisch („erwärmen“ und „mobilisieren“), psychisch („einstimmen“) und motorisch („Wassergefühl“) auf die Belastung im Hauptteil der Trainingseinheit oder die Wettkampfstrecke vorzubereiten. Im Nachwuchstraining gehören grundsätzlich Technikübungen und Schnelligkeitsaufgaben in das Einschwimmen, wenn im Hauptteil bevorzugt Ausdauerfähigkeiten trainiert werden. Während…
Eintauchphase
Eintauchphase (diving phase), Element des Sprunges in das Wasser, beim Schwimmen des Startsprungs: Eintauchen nach der Flugphase mit anschließendem Übergang in die Schwimmbewegung. Messtechnisch beginnt sie mit der ersten Wasserberührung und endet, wenn der gesamte Körper des Schwimmers im Wasser ist. Zu fordern ist ein widerstandsarmes Eintauchen (kleines Eintauchloch) mit aktivem Kick am Ende der…
Einzelbewegung
Einzelbewegung (stroke; kick), Im Schwimmen Bezeichnung für einen Teil der Gesamtbewegung, vorwiegend beschränkt auf den Einsatz der Extremitäten als Armbewegung- oder Beinbewegung. Sauerstoffsättigung, arterielleWenn auch der Anteil der Extremitätenmuskulatur bei etwa 15% der gesamten Skelettmuskulatur liegt, kann man die Einzelbewegung nicht der lokalen Ausdauer zuordnen, da immer auch größere Muskelgruppen des Rumpfes beteiligt sind. Bei…
Ellenbogen-vorn-Haltung
Ellenbogen-vorn-Haltung (high elbow position), Element der Armbewegung beim Schwimmen. Damit werden in der Zugphase nach dem Wasserfassen durch Innenrotation des Oberarmes und folgend einer betonten Beugung im Ellenbogengelenk optimal große Abdruckflächen geschaffen. So werden die anatomisch möglichen Gelenkamplituden optimal für einen langen Antriebsweg genutzt (Küchler in: Rudolph, 2014, S.141). Würde der Arm gestreckt bleiben, dann…
Ellenbogen, hoher
Ellenbogen, hoher (High Elbow Catch), Position der Ellenbogen in der Rückholphase beim Kraul- und Schmetterlingsschwimmen als Beitrag eines lockeren und damit entspannten Übergangs zum nächsten Zyklus (oft auch in der Unterwasserphase an Stelle von „Ellenbogen-Vorn-Haltung“). Der „hohe Ellenbogen“ übernimmt die Führung und stabilisiert dabei die Wasserlage. Sehr gut kann diese Armhaltung beim „Abschlagschwimmen“ geübt werden:…
Energieverbrauch
Energieverbrauch (energy expenditure; energy consumption), Bedarf an Energie für unterschiedliche Nutzanwendungen; im Sport „Energiebedarf für körperliche Aktivität“ (Kent, 1996, S.102), der in Joule ausgedrückt wird. Der tägliche Bedarf wird vom Grundumsatz und der körperlichen Aktivität (→Leistungsumsatz) bestimmt. →Energieumsatz Von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung werden dazu Referenzwerte empfohlen. Bei einem mittlerer Body Mass Index (BMI)…
Energiezonen
Energiezonen (energy zones), Hier geht es nicht um „Harmonisierung“ oder „Beruhigungs-Massage“, sondern um die Einteilung der Trainingsbelastung auf der Grundlage des Energiestoffwechsels, da Dauer und Intensität der Belastung in enger Beziehung zur Art der Energiegewinnung stehen. Energiezonen erlauben es, im Training einen spezifischen Pfad der Energiewiedergewinnung zu entwickeln und die gewünschten physiologischen Anpassungen zu planen,…
Erkrankung, sportartspezifische
Erkrankung, sportartspezifische (illness, sportspecifical), durch die Sportart bedingter Zustand der Krankheit eines Organs, wie im Schwimmen: →Taucherkrankheit, →Schwimmbadkonjunktivitis, →Chlorakne, →Surfer’s Ear, →Mittelohrentzündung,