Schwimmen
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Bildreihe
Bildreihe (picture series), Folge inhaltlich abgestimmter Abbildungen einer Bewegungshandlung, zumeist in zeitlicher Reihenfolge wie z.B. die einzelnen Phasen eines Schwimmzyklus. Mit Bildreihen lassen sich sehr gut wesentliche Merkmale einer Bewegung darstellen. Sie sind deshalb von Nutzen beim Erlernen der Schwimmtechniken im Nachwuchstraining. Allerdings entsprechen sie selten den Anforderungen moderner Schwimmtechniken, wozu qualifiziertere digitale Verfahren erforderlich…
Bindehautentzündung
Bindehautentzündung (conjunctivitis): lat.: Konjunktivitis, Reizerscheinung der Schleimhäute durch Wirkung des gechlorten Wassers (→Chlor), der am besten durch „Chlor- oder Schwimmbrille“ entgegnet wird. Lindernd wirken Augentropfen. Weitaus kritischer sind die infektiöse Bindehautentzündung („Schwimmbadkonjunktivitis“) und die epidemische Bindehauentzündung zu sehen, die durch Bakterien oder Viren hervorgerufen werden und Abbruch des Trainings sowie Konsultation des Augenarztes erfordern (Ansteckungsgefahr!).…
Biomarker
Biomarker - messbare biologische (genetische, anatomische, physiologische oder biochemische) Merkmale, die als Referenz für Prozesse und Krankheitszustände im Körper verwendet werden können. S In der Trainings- und Wettkampfbelastung sind Speichelbiomarker vielversprechend, da sie physiologische Veränderungen aufgrund von Stress widerspiegeln. Am häufigsten wurden hormonelle Biomarker herangezogen. Die Rangfolge der untersuchten akuten Stressoren führen Muskelschäden und -ermüdung…
Bionik
Bionik (bionics), zusammengesetztes Wort aus Biologie und Technik. Die Bionik untersucht Funktion und Struktur von Lebewesen unter dem Aspekt ihrer Umsetzung für die Technik. Wir können auch im Schwimmen von den Fischen lernen: So versuchen Delfine die Luft-Wassergrenzschicht zu meiden, da Wellen Energieverschwendung bedeuten. Schwimmer sollten deshalb in den Unterwasserphasen so tief (> 1,20 m)…
Blockzeit
Blockzeit (block time), Zeit beim Start im Schwimmen zwischen dem (elektronischen) Startsignal und dem Lösen der Füße vom (elektronischen) Startblock, die ein Ausdruck der Reaktionsschnelligkeit/fähigkeit des Schwimmers ist. Sehr gute Blockzeiten liegen unter 0,7 (Rücken 0,6) Sekunden und fallen mit zunehmender Streckenlänge etwas ab. Signifikante Unterschiede in der Blockzeit zwischen Greif – und Schrittstart lassen…
Blutvolumen
Blutvolumen (blood volume), Gesamtblutmenge im Organismus, die beim Menschen etwa 75-80 cm3 pro kg Körpergewicht beträgt. Durch Training kann das Blutvolumen um 25% zunehmen kann, wodurch sich auch die Sauerstofftransportkapazität erhöht (→Sauerstoffaufnahme). Ausdauersportler haben durchschnittlich ein um 40% höheres Blutvolumen (Schmidt, 1999). Die horizontale Lage des Körpers im Wasser führt zu einer Verschiebung des Blutvolumens,…
Brustlage
Brustlage (chest situation), Wasserlage des Schwimmers auf der Brust, umgangssprachlich auch für Brustschwimmen.
Brustwende
Brustwende (Breaststrouke open turn), Wende im Brustschwimmen, auch als Seitfall- oder Kippwende bezeichnet. Die Ausführung wird durch folgende Regeln der Wettkampfbestimmungen eingeschränkt: Bei der Wende und am Ziel hat der Anschlag mit beiden Händen gleichzeitig zu erfolgen, und zwar an, über oder unter der Wasseroberfläche. Der Anschlag mit auf einander liegenden Händen ist nicht erlaubt.…
Bückstart
Bückstart (kind of bending; pikes at waist), Variante des Startsprunges vom Block, bei der die Beine in der Flugphase gebückt werden. Beim Eintauchen der Hände hat der Schwimmer eine in der Hüfte gebückte Körperhaltung, der Hüftwinkel beträgt ca.135°. Die Bückhaltung ist „eine aus einem geringeren Schwungbeineinsatz resultierende Notwendigkeit“, die gleichzeitig ein optimaleres Eintauchen (Richtungsumkehr) vorbereitet…
Bundesverband Deutscher Schwimmmeister e.V. (BDS)
Bundesverband Deutscher Schwimmmeister e.V. (BDS), Fach- und Berufsorganisation der deutschen Schwimmmeister, ist Mitglied im BFS und in der DGfdB. →https://www.bds-ev.de/ (Text von Harald Rehn)
Butterfly
Butterfly (butterfly swimming), offizieller Terminus im internationalen Sprachgebrauch für Sportschwimmart nach FINA-Artikel 66. →Schmetterlingsschwimmen, →Delfinschwimmen
Crossover-Wende
Crossover-Wende (Crossover-Turn), Mischung aus der Drehwende und der klassischen Rollwende im Lagenschwimmen beim Übergang vom Rücken- zum Brustschwimmen. Der Schwimmer dreht sich schon beim Anschwimmen der Wende in Seitenlage. Mit dem oberen Arm wird angeschlagen, während der untere Arm bis zur Hüfte zieht und dort verbleibt. Nach dem Anschlag führt der Schwimmer mit Schwung die…
Delfinhaschen
„Delfinhaschen“ (dolphin catch), umgangssprachlich für Fang- oder Greifspiel in hüfthohem Wasser, bei dem die Fortbewegung nur durch „Delfinsprünge“ gestattet ist.
Delfinschwimmen
Delfinschwimmen (dolphin stroke), spezielle Technik im Schmetterlingsschwimmen mit synchroner Bewegung von der Hüfte bis zu den Füßen in vertikaler Ebene (→Delfinbewegung). Im olympischen Programm sind die 100/200m-Schmetterling (sowie als Teilstrecke im Lagenschwimmen) verankert, während die 50m bei Welt- und Europameisterschaften geschwommen werden. Historie: Bereits 1935 schwamm der Amerikaner Sieg mit dem „Fischschwanzschlag“ die 100-Yards in…
Delfinwende
Delfinwende (open turn for butterfly) Richtungswechsel an der Beckenwand beim Delfinschwimmen mehrheitlich mit der Kippwende, verschiedentlich auch mit der Rollwende, die aber eine extrem schnelle Drehung voraussetzt.
Deltamuskel
Deltamuskel (m. deltoideus), →Muskel aus der Gruppe der Rückenmuskeln, der wie eine Kappe die Schulter umschließt und somit auch stabilisiert. Er ist an nahezu an allen Bewegungen der Schulter beteiligt.→Schultergürtel Ursprung: Schlüsselbein, Schulterhöhe, Schulterblattgräte, Ansatz: Oberarmbein, Funktion: Beteiligung an allen Bewegungen im Schultergelenk und dessen Stabilisierung. Als „Schwimmermuskel per excellence“ (Weineck, 2002) bringt er beim…
Deutsche Prüfungsordnung (DPO)
Deutsche Prüfungsordnung (DPO), Zwischen den Verbänden des BFS und der Kultusministerkonferenz der Länder abgestimmte Ordnung als deutschlandweit gültiger Standard für die einzelnen Schwimmabzeichen. Die Empfehlungen der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland, der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft und des Bundesverbandes zur Förderung der Schwimmausbildung für den Schwimmunterricht in der Schule unterstreichen…
Deutsche Schwimmtrainer-Vereinigung (DSTV)
Deutsche Schwimmtrainer-Vereinigung (DSTV) (German Swimming Coaches Association), 1971 gegründete Interessenvertretung der Schwimmtrainer Deutschlands mit Stimme im DSV (2 Stimmen zum Verbandstag, im DSV-Hauptausschuss, den FA-Schwimmen, Ausbildung und Wissenschaft) und in der WSCA. Mit einer jährlichen Tagung, einer Fachzeitschrift („Der Schwimmtrainer“), der Reihe „Lernen und Optimieren“ sowie weiteren Maßnahmen (u.a. Rechtsberatung) leistet die DSTV einen maßgeblichen…
Deutsches Jugendschwimmabzeichen (DJSA)
Deutsches Jugendschwimmabzeichen (DJSA), Abzeichen oder Urkunde in den Abstufungen Bronze, Silber und Gold, beschreibt die Fähigkeit zu Schwimmen und wird entsprechend der Deutschen Prüfungsordnung bis zum Alter von 18 Jahren als Zertifikat nach einheitlichen Kriterien ausgebildet und geprüft. Mehr dazu: die einzelnen Kriterien für die Abzeichen sind im Einzelnen nachlesbar unter https://www.dlrg.de/lernen/breitenausbildung/jugendschwimmabzeichen.html (Text von Harald…