Schwimmen
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Rückenstarthilfe
Rückenstarthilfe (backstroke ledge at the start), Starthilfe aus einer beweglichen Fußleiste, die an der Beckenwand in verschiedenen Stufen unter oder über dem Wasser festgestellt werden kann. Von dieser können die Rückenschwimmer beim Start dann abspringen (→Rückenstart). Auszug aus den Wettkampfbestimmungen: Die Rückenstarthilfe kann ausschließlich zum Einsatz kommen, wenn baugleiche Modelle vom Ausrichter/Veranstalter für alle Schwimmer…
Rückholphase
Rückholphase (recovery phase), Teil des Armzuges, der bis auf das Brustschwimmen, über Wasser verläuft und dadurch nicht mittelbar am Antrieb beteiligt ist. Die Rückholphase beginnt nach Beendigung der Druckphase (→Hauptphase) und endet mit der Ausgangslage für den neuen Armzug (auch überleitende Phase). In den Schlagschwimmarten sollten die Arme in der Rückholphase körpernah, ohne Pausen, mit…
Rudolph-Tabelle
„Rudolph“-Tabelle („Rudolph“ table), Tabelle zur altersgerechten Einschätzung der Leistung (Zeiten) im Schwimmen (50m-Bahn). Die Tabelle orientiert sich am Weltniveau (Mittel der ewigen Weltbestenliste bis Platz 10) und berücksichtigt das Leistungsniveau der Altersklassen im DSV (ewige Bestenlisten der Altersklassen) ab 8 Jahre. Innerhalb einer Skala von 20 Punkten kann der Trainer die Schwimmergebnisse seiner Sportler disziplinübergreifend…
Ruhelaktat
Ruhelaktat (resting lactate rate), der von der individuellen Leistungsfähigkeit abhängige Laktatspiegel im Blut in Ruhe. In der Leistungsdiagnostik wird nicht nur das maximale Laktat bewertet, sondern vor allem die maximale Laktatbildungsrate als Differenz von maximalem Nachbelastungslaktat zum Ruhe- oder Ausgangslaktat bei Berücksichtigung der Belastungszeit (Mader & Allmer, 1996). Die Angaben zum Ruhelaktat sind in der…
Rumpfdrehung
Rumpfdrehung (trunk rotation), Drehbewegung der Wirbelsäule in der Horizontalebene durch eine Art Muskelschraube (Benninghoff & Goerttler, 1975), die den Rumpf seitwärts dehnt. Sie verläuft bei der Linksdrehung von der Rückseite über die linke Hals-, die linke Schulter- und Rumpfseite bis zur Vorderseite zur schrägen äußeren Bauchmuskulatur (bei Rechtsdrehung adäquat). Im Kraulschwimmen sind leichte Rumpfdrehungen, bei…
Rumpfkraft
Rumpfkraft (trunk strengh), Kraft der Rumpfmuskulatur, die den Kernbereich des menschlichen Körpers stabilisiert, die Bewegung des Körperschwerpunkts kontrolliert und die Kraft der oberen und unteren Gliedmaßen überträgt. Im Zusammenspiel dieser Faktoren spielt die Rumpfkraft eine wichtige Rolle in der Verletzungsprävention. Nach einer vergleichenden Analyse der Rumpfkraftvoraussetzungen verschiedener Sportarten zeigten die Kraft- und Zweikampfsportarten die höchsten…
Rumpfmuskulatur
Rumpfmuskulatur (musculature of trunk), Muskelgruppen des Körperstammes, die die Wirbelsäule dynamisch verspannen und eine aufrechte Körperhaltung sichern. Dazu zählen die stark flächenhafte Bauchmuskulatur und die stärker gegliederte Rückenmuskulatur. →Rumpfstabilisation, →Rumpfkraft, →Core Ein kräftiges Muskelkorsett im Rumpfbereich ist für den Schwimmer von außerordentlicher Bedeutung. Das mag zunächst nicht einleuchtend erscheinen, da der Antrieb fast ausschließlich von…
S-Zug der Hand
S-Zug der Hand (curved hand path), auf der Theorie des hydrodynamischen Auftriebs (→BERNOULLIsches Prinzip) von Biomechanikern empfohlene und einst von Topschwimmern angewandtes S-förmiges Armzugmuster. Ferner wurde der S-Zug mit einer längeren Wirkung der Vortriebskräfte und einem optimalen Einsatz der großen Muskelgruppen beim Armzug begründet. Somit sollte bei Ausnützung des hydrodynamischen Auftriebs weniger Energie verbraucht werden.…
Sauerstoffverbrauch
Sauerstoffverbrauch (Oxygen consumption), Menge an Sauerstoff, die pro Minute für den Stoffwechsel benötigt wird. Der Netto -Sauerstoffverbrauch als Differenz zwischen aktuellem Verbrauch und dem idealisierten Ruheverbrauch, wird zur Berechnung des Wirkungsgrades verwendet und ist ein Ausdruck der Energie, die durch die Belastung zusätzlich beansprucht wird, ein Indikator für die kardiorespiratorische Fitness. Mit Hilfe des kalorischen…
Schenkelstrecker, vierköpfiger
Schenkelstrecker, vierköpfiger (m. quadriceps femoris), Ursprung: als M. rectus femoris von Darmbeinstachel und Hüftgelenkspfanne, die anderen Teile vom Schenkelbein, Ansatz: über das Kniescheibenband am Schienbein, Funktion: als größter Muskel des Menschen überragende Rolle beim Stehen (statisch) und in der Kniestreckung (dynamisch), wie sie auch explosiv bei Start/Wende, aber auch bei der Beinbewegung im Schwimmen benötigt…
Schlagschwimmarten
Schlagschwimmarten (stroke swimming techniques), Sammelbegriff für Schwimmarten mit vertikaler Beinbewegung (→Kraul-, →Rücken- und →Delfinschwimmen). →Wechselzugschwimmtechniken
Schleimbeutel
Schleimbeutel (synovial bursa), mit Gelenkflüssigkeit gefüllter Gewebesack zur Verhinderung von Druck- und Reibungsschäden. Durch Überbelastung kann es zur Entzündung des Schleimbeutels (bursitis) kommen. Die Gefahr einer Schleimbeutelentzündung besteht im Schwimmen besonders beim Schleimbeutel zwischen Oberarmkopf und Schulterdach (bursa subacromialis), der als „Stoßdämpfer“ unzählige Armbewegungen abzufangen hat. →Schwimmerschulter Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Bursa_synovialis und bei Entzündung:…
Schleppversuch
Schleppversuch (towing test; model test), im Schiffbau übliches Verfahren zur Widerstandsbestimmung von Schiffskörpern. Zur Leistungsbestimmung im Schwimmen wurden in der Forschung drei passive Verfahren (Schleppversuche) angewendet: im Schwimmbecken, im Schwimmkanal und im Schlepptank (Havriluk, 2007). Neuere Untersuchungen stützen sich auf computergestützte, numerische Strömungssimulationen. Ein Vergleich von passiven (Schleppen) und aktiven Methoden zeigte keine signifikanten Unterschiede…
Schlucken (Wasser schlucken)
Schlucken (Wasser schlucken) (swallow), unbewusste und nicht gewollte Aufnahme von Wasser während des Schwimmens, das je nach Wasserqualität gesundheitsschädlich sein kann. Amerikanische Untersuchungen bei Breitensportlern ergaben aber nur geringe Mengen zwischen Null und 154 ml pro 45 Minuten, die im Bereich der von der WHO (2003) mitgeteilten Zahlenwerte (20 bis 50 ml) liegen (Gmünder, 2007).…
Schlupf
Schlupf (slipping), entsteht, wenn Kräfte durch Reibung übertragen werden und die Oberflächen aufeinander gleiten, z.B. beim Keilriemen. Man spricht von Schlupf, wenn beim Autorad die tatsächlich zurück gelegte Strecke pro Radumdrehung vom tatsächlichen Radumfang abweicht. Der Schlupf, der entsteht wenn Räder durchdrehen oder blockieren erhöht den Reifenverschleiß. Bei der Kraftübertragung im Wasser ist Schlupf der…
Schnelligkeitsdiagnose
Schnelligkeitsdiagnose (speed diagnosis), Tests zur Überprüfung des Niveaus der Schnelligkeitsfähigkeiten, zumeist sportmethodische Tests unterstützt durch biomechanische Messverfahren, wie Geschwindigkeitsmessungen für die Zyklusschnelligkeit (in sec oder m/s), Zug- oder Schlagfrequenzen, Tappingfrequenz für die Frequenzschnelligkeit, Kontaktzeiten, Nieder-Hochsprünge für azyklische Schnelligkeit (→Aktionsschnelligkeit), Fallstabtest für Reaktionsschnelligkeit. Im Schwimmen wird die Sprintschnelligkeit durch die Zeitnahme von 15m bzw. 25m-Sprints in…
Schnellkraft
Schnellkraft (SK) (power; speed strength), neuromuskuläre Fähigkeit, in kürzester Zeit einen hohen Kraftstoß zu realisieren. Die Schnellkraft wird durch die Maximalkraft und durch die Anzahl der schnell kontrahierenden Muskelfasern begrenzt. Der Schwimmer benötigt Schnellkraft vor allem beim Absprung/Abstoß (Start/Wende) und beim Sprint. Besonders in den Übergängen muss so schnell wie möglich eine hohe Endgeschwindigkeit erreicht…
Schnupfen
Schnupfen (common cold), lat. Rhinitis; Entzündung der Nasenschleimhäute zumeist durch Erkältung. Ist die Erkältung mit Fieber verbunden, ist das Training einzustellen. Im Gegensatz zum Virusschupfen ist der „Schwimmerschnupfen“ eine übermäßige Reaktion der Nasenschleimhäute auf Chlor, Pollen und andere Schwebeteilchen im Wasser. Er tritt in der Regel kurze Zeit nach dem Verlassen des Wassers auf, kann…
Schrittstart
Schrittstart („track start“), Form des Greifstart bei dem die Füße versetzt (in Schrittstellung) sind, wobei sich ein Fuß an der Vorderkante des Startblockes befindet. Besonders bei „Sprintern“ hat sich der Schrittstart durchgesetzt, die damit kürzere Durchgangszeiten im Startabschnitt (7,5/15m) erreichen (→Start). Voraussetzung dazu ist eine hohe spezifische Sprungkraft. (Küchler et al. 2005). In der Ausgangsstellung…