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Schwimmen

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Protein

Protein (protein), griech. proteios für ‚grundlegend‘ und ‚vorrangig‘; polymere Substanz (→Aminosäuren), die essentieller Bestandteil (10-30%) der Körperzellen ist. U.a. sind Aktin und Myosin Proteine. →Eiweiß Da Eiweiß der wichtigste Baustein der Muskulatur ist, erwarten viele Sportler von Eiweißdrinks kräftiger und fitter zu werden. Dabei ist die Eiweißzufuhr über die Ernährung Proteindrinks und anderen Eiweißergänzungsmitteln vorzuziehen.…

Pull-buoy

Pull-buoy („Zug-Boje”), Auftriebsmittel aus leichtem, schwimmenden Material, das zwischen die Oberschenkel geklemmt, das „Arme schwimmen“ (Armbewegung) erleichtert. Methodisch hat es den Vorteil, dass sich der Schwimmer auf Kopfhaltung, Atmung und Armbewegung konzentrieren kann, gleichzeitig werden aber wesentliche Elemente der Schwimmtechnik künstlich geschaffen (→Wasserlage) und unterbunden (→Beinarbeit). Im Vergleich zu anderen Hilfsmitteln wie Paddles und Fallschirm…

Pull-kick

Pull-kick (engl.), Trainingsmittel, das die Funktionen von Schwimmbrett (Kickboard) und Pull-Buoy vereint. Damit müssen bei „Serien-Einzelarbeit“ (Wechsel Arm- zu Beinbewegung) nicht mehr aufwendig die Bretter gewechselt werden. Ansonsten zählt der Leitsatz: Trainiere das, was Du im Wettkampf brauchst oder umgewandelt: Trainiere nicht mit dem, was Du im Wettkampf nicht gebrauchen darfst. Video: https://www.youtube.com/watch?v=3ZJvCkY9wM8

Puls

Puls (pulse), lat. pellere „schlagen, klopfen“; pulsum; Druckwelle, die durch Kontraktion des Herzens (→Systole) sich rhythmisch über die Arterien fortpflanzt und so die Blutversorgung bis zur Peripherie sichert (→Herzfrequenz). Der Puls kann an jeder Arterie, die nah zur Körperoberfläche liegt, gemessen werden. Für den optimalen Puls gibt es fortlaufend neue Empfehlungen, von der einfachen Regel…

pyknomorph

pyknisch, pyknomorph (pyknic), griech. pyknós „dicht, fest“; untersetzt, dickleibig, Pol der Primärvariante der Wuchstendenz des Körpers nach CONRAD, ähnlich dem endomorphen Körperbautyp nach SHELDON oder dem Pykniker nach KRETSCHMER. Gegenpol: →leptomorph. →Konstitutionstyp →Metrikindex Die stämmigen, korpulenten und relativ kurzgliedrigen pyknomorphen Jungen sind sowohl im Wachstum als auch in der sexuellen Reifung zumeist Frühentwickler (Wagner et…

Querbahntraining

Querbahntraining (training across the pool), Organisationsform des Schwimmtrainings, bei der von der Längsseite gestartet wird. Es eignet sich besonders für Schnelligkeits- und  Schnelligkeitsausdauertraining als Kampftraining und für Staffelschwimmen. Allerdings setzt Querbahntraining die Nutzung des gesamten Schwimmbeckens voraus, was nur wenigen Vereinen möglich ist bzw. gemeinsames Vorgehen mehrerer Vereine erfordert. Der Aufwand lohnt sich, da diese…

Querkraft

Querkraft (transversal force), in der Physik eine „Kraft, die einerseits auf den Balken als senkrecht zu seiner Längsachse gerichtete Belastung wirkt, und die andererseits in einer Querschnittsfläche des Balkens liegt und dort dessen Beanspruchung auf Scherung darstellt“ (Wikipedia). Sie tritt in gebogenen Stäben oder Flächen auf und ist bedeutsam bei der Berechnung der Stabilität von…

Raumbahn

Raumbahn (spatial course; spatial structure), Grundbegriff der klassischen Mechanik zur Beschreibung der Bewegung unveränderlicher und dabei einzeln (wieder)erkennbarer Körper: Gesamtheit der möglichen (tatsächlichen) Orte eines Körpers während einer Bewegung. In der Biomechanik, hier speziell im Schwimmen, die dreidimensionale räumliche Bewegungsstruktur der Zug,- Druck- und Schlagphasen, die durch Richtung und Länge der Beschleunigungswege,  Anströmrichtung und -geschwindigkeit…

Rautenmuskel

Rautenmuskel (m. rhomboideus), vierseitige, vom Trapezmuskel überdeckte Muskelplatte der Rückenmuskulatur, die von den Dornfortsätzen der Wirbelsäule bis zum inneren Rand des Schulterblattes verläuft. Er wird in den großen und kleinen Rautenmuskel untergliedert, bildet jedoch eine funktionelle Einheit indem er das Schulterblatt anhebt und am Rumpf fixiert. Großer und kleiner Rautenmuskel sind als dynamische Stabilisatoren der…

Reibungskraft

Reibungskraft (frictional force), auch Reibungswiderstand, Kraft, die durch die Reibung zweier sich berührender Körper entsteht und von der stofflichen Beschaffenheit der sich berührenden Flächen abhängt. →Normalkraft, →Reibungskoeffizient, Die Reibungskraft ist im Sport einmal Voraussetzung für Fortbewegung (→Abstoß, →Abdruck) zum anderen Quelle von Energieverlust (Skilauf, Badebekleidung beim Schwimmen usw.). Man unterscheidet Haft-, Gleit- und Rollreibung. Die…

Reichweite

Reichweite (reaching area of the arms), einmal als größtmögliche Entfernung innerhalb derer etwas erreicht wird (z.B. Sender-Reichweite), zum anderen im Sinne von Erreichbarkeit (in der Nähe befindlich). In der Anthropometrie Maß des ausgestreckten Armes von der Rückseite des Oberkörpers bis zur Griffachse (Ergonomics-Körpermaßdaten) mit Bedeutung für die Einrichtung von Arbeitsplätzen. Im Boxen die Strecke von…

Reihe, methodische

Reihe, methodische (sequence, methodical), Übungsanordnung nach Schwierigkeitsgrad, um schrittweise zum Ziel (z.B. Technik des Kraulschwimmens) zu gelangen. Der Aufbau erfolgt nach den folgenden Prinzipien: vom Bekannten zum Unbekannten, vom Einfachen zum Komplexen, vom Leichten zum Schwierigen, vom Sicheren zum Risikoreichen. Während viele Sportarten auf motorische Vorerfahrungen (Laufen, Springen, Werfen usw.) aufbauen können, steht der Schwimmanfänger…

Rennstruktur

Rennstruktur (race structured), Struktur eines Wettkampfverlaufes (→Wettkampf) auf der Grundlage von Wettkampfanalysen. Der individuelle und interindividuelle Vergleich der Rennstruktur gibt wichtige Hinweise für die Wettkampfgestaltung (→Taktik) und ist damit eine wesentliche Basis der Trainingsplanung. →Rennstrukturmodell Im Schwimmen fußt die Analyse der Rennstruktur auf den Daten der Wettkampfanalyse mit den Phasen: Start, Zwischenzeit (Split), Wende, Anschlag…

Rhythmisierungsfähigkeit

Rhythmisierungsfähigkeit/Rhythmusfähigkeit (rhythmic ability), Komponente der motorischen Fähigkeit zur motorischen Umsetzung eines von außen oder von innen (in der eigenen Vorstellung befindlichen) vorgegebenen Rhythmus. →Bewegungsrhythmus Rhythmusfähigkeit ist für die technisch-kompositorischen Sportarten eine unerlässliche Leistungsvoraussetzung. In unterschiedlichem Anteil trägt sie aber auch zur Gestaltung jeder sportmotorischen Leistung bei, auch im Schwimmen als inneres Leitbild, einer Bewegungsvorstellung im…

Rollwende

Rollwende (flip turn), schnellste Wendentechnik, die voraussetzt, dass laut Wettkampfbestimmungen im Freistil- und Rückenschwimmen die Wand nur mit einem beliebigen Körperteil berührt werden kann (auch „tiefe Wende“, „Saltowende“). →Wende Die Rollwende wird wie folgt ausgeführt (Text und Aufnahmen von Petra Wolfram, OSP Hamburg/Schleswig-Holstein): Typische Fehler im Bewegungsablauf der Rollwende (nach Küchler, 2015, S. 73): *japanische…

Rotationstechnik

Rotationstechnik (rotation technique), technisches Verfahren in der Metallindustrie und bekannt als spezielle Technik des Zähneputzens. Auch im Sport wurde diese Technik erfolgreich übernommen, so z.B. im Kugelstoßen, weniger erfolgreich im Speerwurf. Im Schwimmen verstehen wir darunter eine Variante des Kraularmzugs, wobei der eine Arm eintaucht, wenn der Zugarm bereits schon mehr als die Hälfte des…

Rotatorenmanschette

Rotatorenmanschette (rotator cuff), Muskelgruppe aus Unterschulterblattmuskel (m. subscapularis), Ober- und Untergrätenmuskel (m. supraspinatus et infraspinatus) und kleiner Rundmuskel (m. teres minor), die die Stabilität des nur instabil knöchern und bandgeführten Oberarmgelenks gewährleistet und den Oberarm nach oben, innen und außen drehen (rotieren) kann. →Schwimmerschulter, Die Häufigkeit behandlungsbedürftiger Probleme im Bereich der Schulter wird bei Überkopfdisziplinen,…

Rückenbeschwerden

Rückenbeschwerden (pain in the back), Beschwerden im Rücken mit vielfältigen Ursachen „Eine der möglichen Ursachen ist aufs engste mit unserer Stammesgeschichte verbunden. Der Weg von der stabilen Vierpunkt-  zur instabilen Zweipunkt -Unterstützung mit ständiger Körperschwerpunkt-Verlagerung erfordert zur Aufrichtung und Balance von Rumpf und Kopf viel Haltearbeit, die eine gute Ausdauer-Leistungsfähigkeit voraussetzt. Sie ist jedoch –…

Rückengleichschlagschwimmen

Rückengleichschlagschwimmen (breaststroke swim on the back; orthodox backstroke), bis zu den Olympischen Spielen 1912 bevorzugte Technik des Rückenschwimmens, die dem Brustschwimmen entlehnt war. Das betrifft besonders die Grätsche, die mit einem gleichzeitigen Herausnehmen beider Arme hinter den Kopf gekoppelt war. Dort bleiben sie während einer kurzen Gleitphase bei gestreckter Körperhaltung liegen, um dann gleichzeitig kreisrund…

Rückenmuskel, langer

Rückenmuskel, langer (m. latissimus dorsi), größter Flächenmuskel des Menschen, Ursprung: untere Brustwirbel, Lendenwirbel, Ansatz: Oberarmknochen, Funktion: Innenrotation  und Anziehen des Arms an den Rumpf (Adduktion) und dahinter (Retroversion), am kraftvollsten beim zuvor gehobenen Arm (z.B. beim Holzhacken). Dank dieser drei Bewegungen am Schultergelenk zählt er gemeinsam mit dem Großen Brustmuskel (pectoralis major) zu den wichtigsten…