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Psychologie

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Wettkampftyp

Wettkampftyp (competitive type), Sportler, der sein Leistungsvermögen beständig im Wettkampf optimal umsetzt und sich in der direkten Auseinandersetzung mit dem Gegner steigern kann. Wettkampftypen vertrauen der Wirksamkeit ihrer Handlungen, glauben so an den Erfolg und fürchten den Misserfolg. Probleme werden als Herausforderungen gesehen, auf die sie aktiv zugehen und Lösungen anstreben. Ein Glücksfall für jeden…

Wettkampfverhalten

Wettkampfverhalten (competition behaviour), Verhalten des Sportlers am Wettkampftag (erweitert) bzw. im Wettkampf (eng). Für das Verhalten vor und nach dem Wettkampf geben Berzins & Shmitt (bei Gmünder, 1988) folgende Hinweise: Stress vermeiden, flexibel sein, nicht herumstehen, Schuhe anziehen, genug Wasser trinken (→Flüssigkeitsbedarf), vorsichtig sein mit Massage (wenn nicht gewöhnt), immer einschwimmen (bis 30 min vor…

Wettkampfvorbereitung, psychologische

Wettkampfvorbereitung, psychologische (competitive preparation, mental), Vorbereitung auf den Wettkampf „mit dem Kopf“, d.h. die Summe aller psychologisch-pädagogischen Maßnahmen, die sichern, dass der Schwimmer zum Wettkampf sein physisches Leistungsvermögen optimal umsetzen kann (→Wettkampfstabilität). Dazu zählen u.a.: realistische Zielstellungen mit denen sich der Schwimmer identifiziert, ein Trainingsaufbau, der beim Schwimmer zu Vertrauen und Sicherheit in seine Leistungsstärke…

Wille

Wille, lat. velle, ‚wollen‘; voluntas, ‚Wille‘; volitio, ‚Willensakt‘; In der Psychologie durch Bewusstsein gesteuerte Überwindung von inneren und äußeren Widerständen in zwei Phasen: Entschlussfassung und Ausführung (Willenshandlung). Wille wird in engem Kontext mit Motivation betrachtet und von der Allgemeinen Psychologie/Volitionspsychologie untersucht (Wörterbuch Psychologie, 2004). Was im Allgemeinen als Willen bezeichnet wird, stellt nichts anderes dar…

Willensbildung

Willensbildung (volitional training), Prozess zur Findung des eigenen Willens oder eigener Ziele. Der Trainer kann die Willensbildung insoweit beeinflussen, indem er versucht Tendenzen und Interessen des Sportlers zu erkennen und diese vertrauensvoll fördert. Besonders bei Kindern können so Strebungen geweckt und die Entscheidung gelenkt werden. Wir sollten uns bei jeder Trainingsaufgabe die Frage stellen, ob…

Willenshandlung

Willenshandlung (will action; discretionary action; despotic act) →Wollen  

Willenskraft, allgemeine

Willenskraft, allgemeine/Willensspannkraft/ (general will power), Willenskraft für Beständigkeit und Dauerhaftigkeit von Handlungen. Willensspannkraft ist eine wesentliche Antriebseigenschaft der Ausdauersportler, also auch der Schwimmer. Das kommt auch in der Definition der Ausdauer als „Widerstandsfähigkeit gegenüber Ermüdung“ zum Ausdruck. Damit ist nicht nur die Spannkraft gemeint, einen Wettkampf durchzustehen, sondern die tagtäglichen Trainingsumfänge. Exkurs: „Was hilft dir…

Willenskraft, situative

 Willenskraft, situative/Willensstoßkraft (will power, situation-caused), Mut, Konzentration oder Entschlusskraft zur Überwindung aktueller Widerstände. Mit dem Begriff verbindet Weinert (1987), die „Punktualität eines Ziels, die gleichzeitige Bündelung der Energien auf dieses Ziel hin und die Plötzlichkeit, Ruckartigkeit und Kurzzeitigkeit der Anstrengung…Die Metapher von der Willensstoßkraft fokussiert also auf das Ereignis des Ent-Schlusses (!) und seiner entschlossenen…

Willensschulung

Willensschulung (will training) →Willensbildung

Willensspannkraft

Willensspannkraft → Willenskraft, allgemeine

Willensstoßkraft

Willensstoßkraft →Willenskraft, situative

Wollen

Wollen (volition), auf Motiven beruhende Absicht, eine bestimmte Handlung (Willenshandlung) auszuführen. Da in der modernen Entscheidungs- und Handlungsforschung im Allgemeinen nicht so differenziert auf den mit der Handlungsaktualisierung gegebenen Willensakt eingegangen wird (Dorsch-Lexikon, S. 1038), ersparen wir uns im Trainerkreis die Mühe zwischen Wollen und Wille zu differenzieren, zumal beide der gleichen sprachlichen Wurzel entstammen.…

Workaholic

Workaholic („Arbeitabhängiger“), Arbeitssüchtiger, der sich in erster Linie durch überdurchschnittlichen Arbeitseinsatz auszeichnet, der aber mehr und mehr zu einem krankhaften Suchtverhalten führt. Im täglichen Gebrauch verwendet man das Wort Workaholic oft für Menschen, die zwar viel arbeiten, aber noch weit davon entfernt sind, das Verhalten eines Süchtigen aufzuweisen. Richtige Workaholics sind  krank und müssen möglichst…

Wunsch

Wunsch (desire), „Bestreben, einen Gegenstand zu erhalten oder eine Erfahrung zu machen, dessen Besitz oder deren Erleben als angenehm und lustvoll angenommen wird, ungeachtet dessen wie realistisch die Erlangung ist“ (Psycholog. Wörterbuch 2004). Wenn Erwartungen, Hoffnungen und Sehnsüchte ohne reale Grundlagen das Denken bestimmen, spricht man von Wunschdenken, von dem mancher Schwimmer hinsichtlich seiner sportlichen…

Wut

Wut (rage), impulsiver und aggressiver Affekt nach einer kränkenden Situation oder Bemerkung. Die Entstehung der Wut wird mit drei Theorien begründet: der Triebtheorie (nach FREUD), die von einem angeborenen Aggressionstrieb ausgeht, der Frustrations- Aggressions-Theorie, die unter Wut vor allem ein Abreagieren versteht und der Lerntheorie, wonach Wut ein erlerntes Verhalten ist. Wut/Wutanfall entspricht nicht unserem…

Zeitgefühl

Zeitgefühl (sense of timing) →Tempogefühl  

Zentrieren

Zentrieren (centering), lat. cenrum „Mitte“; auf die Mitte ausrichten, z.B. Auswuchten eines Rades, das nicht mehr rund läuft. In der Psychologie eine besondere Art der Innenkonzentration (→Konzentrationsfähigkeit), die durch eine kurzfristige, augenblickliche Verinnerlichung gekennzeichnet ist („entspannte Kontrolle des augenblicklichen Ichzustandes“) (Baumann, 2006). Auch als Tendenz zur Fokussierung auf das Wesentliche eines Objektes. Es ist die…

Ziel

Ziel (1. target; objective; 2. objectives; goal; 3. finishing line), lat. finis „Grenze“; Punkt oder Ort, der erreicht oder getroffen werden soll; angestrebtes Ergebnis eines Handelns; manchmal gleichgesetzt mit „Termin“. Im Sport versteht man unter Ziel: ein messbarer Bezugspunkt zumeist bei einem Wettkampf (Platz, Zeit) (→Perspektive), das erstrebenswertes Endresultat einer Bewegungshandlung, zumeist als Teilziel auf…

Zielsetzung

Zielsetzung (goal setting), Vorgabe eines bestimmten anzustrebenden Endpunktes, wo man hinwill, aber nicht der Weg dahin. Zielsetzung ist auch im Sport ein wirksames Antriebsmittel sportlichen Handelns. Sie setzt Handlungsenergien frei, erhöht Beharrlichkeit und Anstrengungsbereitschaft (→Anstrengung). Ziele können kurz- oder langfristig gesteckt sein. Sie schließen das Erfolgserlebnis ein und sind zugleich der Ausgangspunkt für weitere Ziele.…

Zielstellung

Zielstellung (goal setting) →Zielsetzung