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Psychologie

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Makrosystem

Makrosystem (nach Bronfenbrenner) (macrosystem), Systemebene nach dem ökosystemischen Ansatz des amerikanischen Psychologen Bronfenbrenner, der die Entwicklung des Menschen als „dauerhafte Veränderung der Art und Weise, wie die Person die Umwelt wahrnimmt und sich mit ihr auseinandersetzt“ versteht (1981, 19). Dabei prägt das Makrosystem die ihm untergeordneten Systeme (Mikro-, Meso- und Exosysteme) und kann als „die…

Mannschaft

Mannschaft (team), Gruppe von Menschen, die in gemeinsamer Tätigkeit ein Ziel anstreben, das im Sport zumeist eine bestimmte Wettkampfleistung einschließt. Mit der Wende wurde das lateinisch (nicht russisch) geprägte "Kollektiv"  "abgewickelt" und in das englisch geprägte "Team" überführt. Da Mannschaften oft von starkem Zusammengehörigkeitsbewusstsein (Teamgeist) geprägt sind, sollte in der Individualsportart Schwimmen der „Erziehungsfaktor Mannschaft“…

Mannschaftsatmosphäre

Mannschaftsatmosphäre (team spirit), Stimmung und Klima in einer Mannschaft, die stark vom gemeinsamen Ziel (z.B. Aufstieg in die DMS-Bundesliga) und von Traditionen bestimmt werden. Im Gegensatz zu anderen Sportarten sind Mannschaften im Schwimmen in der Regel kurzlebige Gebilde (Vorbereitung auf einen Wettkampf) und einer ständigen Fluktuation unterworfen. Gemeinsame Maßnahmen (Lehrgänge) scheitern oft an der individuellen…

Mannschaftskohäsion

Mannschaftskohäsion (team cohesion), Zusammenhalt einer Gruppe gegen Druck von außen (sportlicher Gegner, Zuschauer, hochgesteckte Ziele usw.). Es wird zwischen aufgabenbezogener (auf das Ziel ausgerichtet) und sozialer Kohäsion (auf soziale Bindung bezogen) unterschieden. →Mannschaft, →Mannschaftsatmosphäre, →Mannschaftskapitän, →Mannschaftsbildung Bei Individualsportarten wie Schwimmen wird die aufgabenbezogene Kohäsion als bedeutsamer für die Leistung angesehen (Alfermann & Strauß, 2001). Nach…

Mannschaftsmeisterschaft

Mannschaftsmeisterschaft (team championchip) →Deutscher Mannschaftswettbewerb im Schwimmen (DMS)

Massenkommunikationsmittel/Massenmedien

Massenkommunikationsmittel/Massenmedien (mass medium) →Medien

Meinungsfreiheit

Meinungsfreiheit (freedom to form and express one’s own opinions), Recht, sich eine eigene Meinung zu bilden und diese zu äußern, das im Artikel 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland Artikel 5 Absatz 1 gewährleistet ist. Im Gegensatz dazu war bis 2008 lt. § 51 Absatz 3 der Olympischen Charta…

Melancholiker

Melancholiker (melancholic type), griech. mélas „schwarz“ und cholḗ „Galle“, syn. „Trauerkloß“; auf Hippokrates zurückgehender, inzwischen überholter Temperamentstyp, der als Hypochonder und „Schwärmer“ beschrieben wird. Obwohl die Temperamentstypen in der Psychologie und Persönlichkeitsforschung keine Rolle mehr spielen, bieten die Medien und Gurus verschiedenster Couleur auf Klischeebildern beruhende Ratschläge an. Exkurs: Ungeachtet der Position der Wissenschaft zum…

Menstruation

Menstruation (menstruation),lat. menstruus „monatlich“ zu lat. mensis, „Monat“; Periodisch (etwa 400 mal im Leben einer Frau) erfolgende Abstoßung der Uterusschleimhaut, die mit mehrtägigen Blutungen einhergeht. Der Menstruationszyklus beträgt durchschnittlich 28±4 Tage und wird in die Follikelphase (10-16 Tage nach der ersten Blutung), den Eisprung (Ovulation) und die Gelbkörperphase (Lutealphase, 10-15 Tage nach dem Eisprung) unterteilt.…

mental

mental (mentally), lat. mens „Geist“;, geistig, seelisch, dem →Denken zugehörig. → Training, mentales, →Aktivierung, mentale   „Spitzenleistung ist zu 90% Kopfsache…der Rest ist mental“ Robert Harting, Olympiasieger

Mental Strength performance Indicator (MSPI)

Mental Strength performance Indicator (MSPI) (Indikator der mentalen Leistung), Test der sportpsychologischen Eignungsdiagnostik zur Erfassung der mentalen Stärke mit 110 Items (Fragepunkte) , die acht Dimensionen (Eigenmotivation, Lernbegeisterung, Selbstvertrauen, Ehrgeiz, Zielsetzung, emotionale Kontrolle, Wettkampfkonzentration und Wettkampfstärke) zugeordnet und sportartspezifisch formuliert sind. Der Test zeigt „Ansatzpunkte für ursachenorientierte Maßnahmen und Kompensationsmöglichkeiten und ermöglicht ein individuell abgestimmtes…

Mentalcoach

Mentalcoach (engl.), Spezialist, der mit den Methoden des Mentaltrainings arbeitet, das auf Erkenntnissen der Gehirnforschung beruht und durch die NASA in den 60iger Jahren entwickelt wurde. Mentaltrainer bieten sich als vertrauenswürdige Berater in schwierigen Situationen an und verstehen sich als Analysten spezieller Situationen, Wegweiser und Trainer. →Aktivierung, mentale, →Siegertyp Exkurs: Zunehmend werden Leistungssportler als Zielgruppe auserkoren.…

Mesosystem (nach Bronfenbrenner)

Mesosystem nach Bronfenbrenner (meso system according to Bronfenbrenner), Mit seiner sozialen Ökologie der menschlichen Entwicklung versteht der amerikanische Psychologe die Entwicklung als „dauerhafte Veränderung der Art und Weise, wie die Person die Umwelt wahrnimmt und sich mit ihr auseinandersetzt“ (Bronfenbrenner 1981, S.19). Er unterscheidet vier miteinander verknüpfte Lebensbereiche, die die menschliche Entwicklung beeinflussen: Makro-, Meso-,…

Mikrosystem (nach Bronfenbrenner)

Mikrosystem nach Bronfenbrenner (micro system according to Bronfenbrenner), hier als sozialer Erfahrungsraum (→Sozialisation). Mit seiner sozialen Ökologie der menschlichen Entwicklung versteht der amerikanische Psychologe die Entwicklung als „dauerhafte Veränderung der Art und Weise, wie die Person die Umwelt wahrnimmt und sich mit ihr auseinandersetzt“ (Bronfenbrenner 1981, S.19). Er unterscheidet vier miteinander verknüpfte Lebensbereiche, die die…

Minderwertigkeitsgefühl

Minderwertigkeitsgefühl/-komplex (inferiority feeling,- complex), „Erlebnis tiefgehender seelischer oder körperlicher Unzulänglichkeit“ (DORSCH 2004), das sich als Komplex verfestigt hat, letztlich eine "Selbstentwertung". Im Sport kann der Minderwertigkeitskomplex zum Abbruch der sportlichen Laufbahn führen. Ursachen können wiederholte Niederlagen sowie unerklärliche Leistungsstagnation und damit verbundene mangelnde Anerkennung sein. Das Grundgefühl des „minder wert seins“ wird zumeist im Kindesalter…

Missbrauch, sexueller

Missbrauch, sexueller (sexual abuse), sexuelle Handlungen vor, an oder mit einem Kind (§ 176 StGB) oder Jugendlichen, die gegen Entgelt stattfanden oder wenn die Fähigkeit zur sexuellen Selbstbestimmung des Jugendlichen fehlt und der Erwachsene dies ausnutzt (§ 182 StGB). Beim Trainer-Sportler-Verhältnis würde eine sexuelle Handlung mit jugendlichen Sportlern nach § 174 StGB als  sexueller Missbrauch…

Misserfolgserlebnis

Misserfolgserlebnis (failure, experience of), Erfahrung, ein selbst gestecktes Ziel (eigenes Anspruchsniveau) nicht erreicht zu haben, was je nach Gefühlslage zu Enttäuschung, Verzweiflung, Verärgerung, Wut oder Resignation führen kann. Der Misserfolg kann im positiven Fall aktivieren („Nun erst recht“) im negativen antriebshemmend wirken (lustlos bis zur Aufgabe). Besonders im Leistungssport kann sich das Misserfolgserlebnis durch Zuschauer-…

Mobilisation

Mobilisation (mobilization, mobility), lat. mobilis „beweglich“ und movere „bewegen“; Maßnahmen (→Mobilisationstechniken) in der Pflege (Physiotherapie) zur Verbesserung oder Wiederherstellung der Bewegungsfähigkeit ("mobil machen"). Im Training einmal nach dem Aufwärmen das gezielte Eingehen auf jene Bereiche, die dann beim Training benötigt werden (→Vorbelastung), zum anderen die maximale Ausschöpfung der psycho-physischen Leistungsfähigkeit („gib alles!“), in der Regel…

Mobilisationsfähigkeit

Mobilisationsfähigkeit (mobilizational capacity), “ Fähigkeit des Menschen, sich zum Erreichen höherer Leistungen zusätzlich zu aktivieren. Sie kann reaktiv durch eine veränderte Motivationslage als auch durch stimulierende Selbstbefehle erfolgen“ (Mathesius, in Schnabel & Thieß, 1993, S. 583). → Mobilisation, →Motivation, →Stehvermögen

Mobiltelefon

Mobiltelefon →Smartphone, Handy