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Methode

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Lehrverfahren, ganzheitliches

Lehrverfahren, ganzheitliches (teaching procedure, holistic), →Ganzlernmethode, Ganzheitsmethode  

Lehrverfahren, induktives

Lehrverfahren, induktives (teaching procedure, inductive), lat. inducere „herbeiführen, veranlassen, einführen“; übertragen "schülerzentriert":  Lehrmaßnahme, die von der Bewegungsaufgabe ausgeht und versucht, das selbstständige und „selbstentdeckende“ Suchen des Sportlers nach Lösungen für die Bewegungsaufgabe zu aktivieren (Wiemeyer, 2003). Frei nach dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ ist das induktive Lehrverfahren im Gegensatz zum deduktiven Lehrverfahren nicht…

Lernen, problembasiertes

Lernen, problembasiertes/problemorientiertes (POL) (problem-based learning/PBL), didaktisches Vorgehen als Lernform zur gezielten Erarbeitung von Lerninhalten durch die Kombination von Diskussion in der Gruppe und Selbststudium. Ausgangspunkt ist eine Problemstellung oder ein Fallbeispiel, wobei nicht das Ergebnis im Vordergrund steht, sondern die Strategie, wie das Problem gelöst wird. Diese Lernform ist damit sehr praxisnah. Der Lehrer tritt…

Lernschrittmethode

Lernschrittmethode (learning step sequence method), →Lernschrittfolge  

Lernstrategien

Lernstrategien (learning strategies), Handlungspläne zur Bewältigung von Lernaufgaben, die auf das Lernziel ausgerichtet individuell und geschlechtsspezifisch bedingte effektive Lösungen anstreben. Im Techniktraining spielen zwei polare Lernstrategien eine Rolle, einmal durch verbale Instruktion oder Demonstration/Imitation (motor approach), zum anderen durch die Selbstorganisiertheit des motorischen Systems (action approach), indem unbewusst effektive Bewegung ausgeführt werden (z.B. S-Zug der…

Lerntheorie

Lerntheorie (learning theory), Modell oder Hypothese zur Erklärung von Lernmechanismen. Beispiele sind: Lernen durch Herstellen von Assoziationen zwischen Vorstellungen, Lernen durch Erwerb von bedingten Reaktionen (klassische Konditionierung), Lernen durch Erwerb einer instrumentellen Reaktion (operante Konditionierung), Lernen durch Einsicht, Lernen am Modell (durch Beobachtung), Lernen durch Versuch und Irrtum. Die verschiedenen Lerntheorien lassen sich nicht hierarchisch…

Maximalkraft, dynamische

Maximalkraft, dynamische (dynMK) (maximal strength, dynamic), konditionelle Fähigkeit und zugleich Parameter der Kraftdiagnostik (→dynamisches Krafttraining) an der Biobank = die maximale Arbeit bei einem Zug mit größter Widerstandsstufe (Stufe „0“). Die höchsten Werte erreichen männliche Sprinter (> 40 kpm). Die dynMK wird stark durch Armlänge (r = 0,70) und Zuglänge bestimmt, da die Arbeit das…

Maximalkraft, exzentrische

Maximalkraft, exzentrische (excentric maximal strength), nachgebender Anteil der dynamischen Maximalkraft (z.B. Absenken der Hantel, Beinpresse, Wechsel im Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus), Formen exzentrischen Krafttrainings sind Niedersprünge, reaktive Sprünge (drop jump oder horizontale Mehrfachsprünge), langsames Absenken mit normalem Widerstand (z.B. Körpergewicht) oder supramaximaler Lasten (<100%, Unterstützung durch Trainingspartner). Die damit erreichten Kraftmaxima können um 25-40% höher sein als bei…

Maximalkraft, isometrische

Maximalkraft, isometrische (maximal strength, isometric); maximale Kraft, die bei isometrischer Kontraktion willkürlich erreicht wird, auch statische Maximalkraft. Die von Bührle & Schmidtbleicher (1981) vorgenommene Gleichsetzung von konzentrischer und isometrischer Maximalkraft sei aus molekularmechanischer Sicht nicht sinnvoll, da beim Halten einer Kraft kein Gleitvorgang zwischen dicken und dünnen Myofilamenten erfolge, was die Kraftbildung und den Energieumsatz…

Maximalkraft, statische

Maximalkraft, statische (maximal strengh, static), konditionelle Fähigkeit, größtmögliche Kraft bei statischer Arbeitsweise der Muskulatur (auch: muskuläre Leistung). In der Trainingspraxis der allgemeinen Kraft die Grenzlast bei einer Wiederholung (Repetition Maximum).  →Maximalkraft, isometrische,  

Maximalkrafttraining

Beitrag ansehen Maximalkrafttraining (maximal strengh training), Training zur Steigerung der Maximalkraft bei Widerständen von 60% (Anfänger) bis 90% der individuellen Maximallast (Fortgeschrittene), da sonst kein Zuwachs (Muskelhypertrophie) erreicht wird. Je nach Zielstellung werden Muskelquerschnittsmethoden von neuronalen Aktivierungsmethoden (IK-Training) unterschieden, dabei sollte in jeder Trainingseinheit bis zur muskulären Erschöpfung gearbeitet werden. Die Lasten können konstant oder…

Mehrsatztraining

Mehrsatztraining (MST) (multi-set training), Trainingsform des Krafttrainings, bei der pro Übung zwei oder mehrere Sätze in einem zeitlichen Abstand von minimal 30 Sekunden angewandt werden. Pro Muskelgruppe können mehrere Übungen durchgeführt werden (Preuss et al. 2006). Der Streit zwischenüber die Effektivität von Mehrsatz- oder Einsatztraining mutiert inzwischen zum Dauerbrenner und wird weniger wissenschaftlich belegt (Alt…

Metaanalyse

Metaanalyse (meta-analysis), Sammelname für eine Reihe von Techniken zur quantitativen Integration von Forschungsergebnissen (→Analyse). Es werden alle bedeutsamen Originalarbeiten gesucht und deren Ergebnisse mit statistischen Methoden zusammengefasst (Überblickstudie). Sie stützt sich auf empirische Daten und wird somit in den Sozialwissenschaften, der Medizin und vielen Naturwissenschaften angewandt, so auch in der Sportwissenschaft. „Wissenschaftstheoretisch fußt die Grundidee…

Methode

Methode (method), griech. methodos „Weg zu etwas hin“; Verfahren zur Lösung theoretischer oder praktischer Aufgaben, die sich auf Planmäßigkeit, Orientierung auf das Wesentliche, Prinzipien und Regeln (Theorien) stützt. Im Training sind Methoden allgegenwärtig (Trainingsmethoden). Sie bestimmen Wege und Verfahren, mit denen Ziele angestrebt und Inhalte vermittelt werden. Sie betreffen das WIE der Trainerarbeit. Der Trainer…

Mittelzeitintervallmethode

Mittelzeitintervallmethode (medium-time interval method), Variante des Intervalltrainings nach der Belastungsdauer (2-8 min) auf der Basis der Mittelzeitausdauer bei vorrangig glykolytischem Stoffwechsel. Die Pausen bis zu einer Minute bei höherer (intensive Mittelzeitintervallmethode.) oder darunter bei mittlerer Intensität (extensive Mittelzeitintervallmethode). Für Kurzstreckler zur Entwicklung der allgemeinen Grundlagenausdauer, für Mittelstreckler und besonders Langstreckler nahe Wettkampfgeschwindigkeit (= Belastungszonen 3…

Motivationstechnik

Motivationstechnik (motivational technique), Vorgehensweise, sich und/oder andere zu motivieren. Dabei sind Angst, Wecken von Schuldgefühlen oder Beschämen ebenso schlechte Wegbereiter, wie gegen den Widerstand von Vorurteilen, festgefahrenen Gewohnheiten und so genannten Glaubenssätzen angehen zu wollen. Voraussetzungen sind hingegen ein klares und akzeptiertes Ziel, ein motivierbarer Sportler und ein motivierter Trainer. →Motivation, →Selbstmotivierung Baumann (2006) erklärt…

Motivationstraining

Motivationstraining (motivational training), Anwendung individuell erarbeiteter Motivationstechniken (z.B. →Selbstbefehl) zur Selbstmotivation vorwiegend zu Beginn einer Handlung bzw. bei Störungen. In der Arbeitswelt oft die Spielwiese selbsternannter Gurus (→Mentaltrainer), Auf den Sportler übertragen heißt das: Ziele selbst bestimmen, Teilziele ableiten, bei der Realisation der Wege (→Training) mit Selbstbefehlen arbeiten und Nutzen von Motivationstechniken. Selbst das positive…

Muskelleistungsmethode

Muskelleistungsmethode (muscle performance method), auch: Methode der maximalen Kraftleistung, Methode des Schnellkrafttrainings zur Verbesserung der Muskelleistung, charakterisiert durch konzentrische Arbeitsweise bei 55-60% der maximalen Last und explosiv-schnellen Bewegungen, geringer Wiederholungszahl (4-8) und langen Serienpausen von 3-5 min (Grosser et al. 2004). Der Begriff wurde in den folgenden trainingswissenschaftlichen Standardwerken nicht übernommen.

Muskelversagen

Muskelversagen (muscle failure), hier als Trainingsvariante, die sich besonders im Bodybuilding und Kraftsport (→Maximalkrafttraining) etabliert hat und selbst dort erfahrenen Sportlern vorbehalten bleibt. Unter Muskelversagen wird die Situation verstanden, in der der Athlet die Übung nicht mehr ausführen kann („mit der Kraft am Ende“ ist), eigentlich „Training bis zum Maximum“ (worüber intensiv gestritten wird). Problematisch…

Nasenpflaster

Nasenpflaster (nose plaster), Heftpflaster, das über den Nasenrücken geklebt wird. Es soll angeblich die Durchgängigkeit der Nase und somit das eingeatmete Luftvolumen vergrößern. Untersuchungen zeigten bei normaler Atmung keinen Vorteil, bei forcierter Einatmung eine Erleichterung, weil ein Zusammenziehen der Nasenflügel durch den Unterdruck verhindert wurde. Insgesamt sind die Ergebnisse widersprüchlich. Die Streifen sind für die…