Gesundheit
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Immunsystem
Immunsystem (immune system) aus verschiedenen Organen, Geweben bzw. zirkulierenden Zellen bestehende Funktionseinheit zur Abwehr von Krankheitserregern. Hierzu zählen neben Zellen (wie z.B. Lymphozyten) auch kleine Proteinmoleküle (→Immunglobuline). Durch Stress, wozu auch Überbelastung/-training zu zählen ist, kann die Abwehrbereitschaft geschwächt werden (Immunsuppression). Wenn dem Organismus keine ausreichende Regenerationszeit zur Absenkung des Stresshormonspiegels zur Verfügung steht, kann…
Impfschutz
Impfschutz (immunization protection), spezifische Immunität, die durch Impfung erzielt wird. Es werden aktiver Impfschutz (der Körper erzeugt die Antikörper selbst) und passiver (Antikörper werden übertragen) unterschieden. Schutzimpfungen haben nicht nur eine Wirkung auf die geimpften Personen (Individualschutz), sondern können indirekt auch nicht geimpfte Menschen vor einer Erkrankung schützen, da sie die weitere Verbreitung einer Infektionskrankheit…
Kälte
Kälte (cold), Mangel an Wärme, bezogen auf die Normaltemperatur. Das Empfinden von Kälte ist relativ („gefühlte Temperatur“). Die Amerikaner haben die Windgeschwindigkeit mit einbezogen und sprechen vom Frostfaktor (chill factor). Neben den üblichen Verhaltensweisen (Kleidung, Heizung) reagiert der Mensch auf Kälte durch Zittern bei niedrigerer Körperkerntemperatur und durch Ansteigen des Ruheumsatzes. →Wassertemperatur Im Training des…
Lymphe
Lymphe (lymph), lat.lympha ‚klares Wasser; Körperflüssigkeit in den Lymphgefäßen, die der Zell- und Gewebsernährung sowie dem Transport der Lymphozyten dient. In den Lymphknoten werden Krankheitserreger wie Bakterien und Fremdkörper entsorgt. Das Lymphsystem ist somit das Herzstück des Immunsystems. Der Lymphfluss wird durch körperliche Bewegung (Sport) angeregt, da durch den Wechsle von Anspannung und Entspannung der…
Medikament
Medikament (medicine), lat. medicamentum „Heilmittel, Arznei“; Arzneimittel bei bestimmter Dosierung zur Heilung, Vorbeugung oder Diagnose einer Krankheit (doccheck). Viele Sportler meinen noch, mit zum Teil rezeptfreien Medikamenten ihre Leistung und ihr Befinden beim Sport verbessern zu können. Die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention verweist darauf, dass das wissenschaftlich nicht gesichert und deshalb zu unterlassen…
Medikamentenmissbrauch
Medikamentenmissbrauch (drug abuse), Einnahme von ein dem deutschen Arzneimittelgesetz unterliegendem Medikament zum Zwecke der Leistungssteigerung ohne medizinische Indikation oder in Überdosen; vorwiegend Schlaf- und Beruhigungsmittel, Appetitzügler und Abführmittel. Im Sport werden missbräuchlich Medikamente zum „Gewicht machen“ und zur Leistungssteigerung (→Doping) verwendet. Dabei verweisen Untersuchungen vorwiegend auf leistungssteigernden Medikamentenmissbrauch größeren Ausmaßes im ambitionierten Breitensport, insbesondere im…
Methode, kontinuierliche
Methode, kontinuierliche (method, continiuous), Trainingsmethode im Bereich des extensiven Ausdauertrainings (Belastungszonen 1 und 2) zur bevorzugten Ausbildung der Grundlagenausdauer, auch als Dauermethode bezeichnet. Ziel ist die Verbesserung von Schwimmgeschwindigkeit und Bewegungsökonomie bei aerober Beanspruchung, sowie die Erhöhung der aeroben Enzymaktivität und der intramuskulären Fettspeicher. Intensiver geschwommen grenzt sie bei notwendig geringerem Belastungsumfang an den aerob-anaeroben Übergangsbereich…
Nasendusche
Nasendusche (nasal douche), Nasenspülung zur Reinigung der Nase und Nasenschleimhäute gegen trockene Nasenschleimhäute, Erkältungen, Nasennebenhöhlen-Erkrankungen, Allergien, Heuschnupfen und Schnupfen. Die Nasendusche ist bei einer Erkältung ein effizientes Hausmittel gegen Schnupfen, frei von Dopingängsten. Gerade Allergiker können so ihre Symptome erfolgreich in den Griff bekommen, da durch die Spülung auch Pollen entfernt werden. In solchen Situationen wird…
Nasenklammer
Nasenklammer (nose clip), leichte Klammer, die durch einen perfekten Abschluss verhindert, dass Wasser in die Nase eindringen kann. Die stabile und durch einen elastischen Bügel äußerst biegsame Nasenklammer lässt sich gut an die Nase anpassen. Gerade wenn sehr salz- oder chlorhaltiges Wasser in die Nase gelangt, kann das gesundheitliche Probleme nach sich ziehen. Nasenklammern sind…
Nikotin
Nikotin (nicotine), aus der Tabakpflanze gewonnener Stoff, der in kleinen Mengen kurzfristig aktiviert, Reaktionszeit und Konzentration verbessert, in größeren Mengen Blutdruck und Cholesterinspiegel erhöht. Nikotin zählt neben Alkohol als Volksdroge Nr.1. Durch die stärkere Ausschüttung von Adrenalin und Noradrenalin wirkt es anregend und führt zur Abhängigkeit. Es wird in Deutschland ausschließlich durch Rauchen zugeführt, das…
Prävention
Prävention (prevention), lat. praevenire „zuvorkommen“; vorbeugende Maßnahmen zur Vermeidung von Gefahren und Begrenzung von Risiken, die sich aus menschlichem Handeln ergeben können. Sie beziehen sich zumeist auf die Gesundheit, so zur Verhinderung oder Verzögerung von Krankheiten oder Verletzungen. Unterschieden wird dabei zwischen der Primärprävention (Maßnahmen des Risikoschutzes bei Gesunden), der Sekundärprävention (Vorsorgemaßnahmen um Krankheiten frühzeitig…
Prophylaxe
Prophylaxe (prophylaxis), griech. prophýlaxis "Schutz", "Vorbeugung"; medizinische und sozialhygienische Maßnahmen um Erkrankungen zu verhindern, wie z.B. Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten und Zahnprophylaxe, In anderen Bereichen, wie beispielsweise in der Gesellschaft oder Politik, spricht man vermehrt von Prävention. Sport selbst kann prophylaktischen Charakter haben. So besteht heute kein Zweifel mehr an der positiven Wirkung von Training…
Rehabilitation
Rehabilitation (rehabilitation), allgemein als Wiedereingliederung einer Person in das berufliche und gesellschaftliche Leben. „Unter medizinischer Rehabilitation (Reha) versteht man die Wiederherstellung von körperlichen Funktionen, Organfunktionen und von Gesundheit und gesellschaftlicher Teilhabe mit physiotherapeutischen Maßnahmen, Ergotherapie, übenden Verfahren, Mitteln der psychologischen Medizin und Anleitung zur Selbstaktivierung“ (Wikipedia). →Gesundheitssport, Der DOSB bietet den Ausbildungsgang „Sport in der…
Rehabilitationssport
Rehabilitationssport (rehabilitation sport), alle ärztlichen, sozialpädagogischen, psychologischen und sozialrechtlichen Maßnahmen, die darauf ausgerichtet sind, Menschen mit Behinderung wieder in die Lage zu versetzen, sich geistig, gesellschaftlich und wirtschaftlich zu behaupten. damit stellt der "Reha-Sport" eine ergänzende Maßnahme im Rahmen der medizinischen Rehabilitation und zur Förderung der Teilhabe am Arbeitsleben dar. Rehabilitationssport unterscheidet sich als typischer…
Rekreation
Rekreation (recreation), lat. recreatio „Erholung, Wiederherstellung“; Erholung, Erfrischung, Rückgewinnung verbrauchter Kräfte und Wiederherstellen der Leistungsfähigkeit (Brockhaus), besser: aktive Freizeit. Sehr weit gefasst, so fördert "Rekreationstherapie körperliche und seelische Leistungsfähigkeit, Selbstwertgefühl, Kontaktfähigkeit, soziale Reintegration usw. durch Maßnahmen zur autonomen Gestaltung der Freizeit, z. B. Sport und Bewegung, Wandern, Töpfern, Seidenmalen, Sauna, kulturelle Veranstaltungen" (https://www.pschyrembel.de/Rekreationstherapie/S0222 - Zugriff…
Ruhepuls
Ruhepuls (resting pulse rate), Herzfrequenz in Ruhe. Der morgendliche Ruhepuls (nach dem Aufwachen) ist ein verlässliches Kriterium, ob sich Belastung und Erholung im Gleichgewicht befinden. Am einfachsten lässt sich der Ruhepuls mit einer Smart Watch überwachen. Ein niedriger Ruhepuls zeugt von aerober Fitness, aber auch regelmäßige Meditation oder gute Schlafhygiene können dazu beitragen. Bei Ausdauersportlern…
Salutogenese
Salutogenese (salutogenesis), lat. salus „Wohlbefinden“ und genesis „Entwicklung“; „Entstehung von Gesundheit“, aus den USA (Antonovsky,1997) übernommenes Gesundheitsmodell als Gegenbegriff zur Pathogenese. In der Salutogenese wird nicht der Leidensweg einer Krankheit betont, sondern der Gesundheitsaspekt eines Symptoms (WIKIPEDIA). Damit ist Gesundheit mehr als nur ein medizinisches Problem und stark abhängig von psychosozialen Faktoren. Für Antonovsky müssen…
Sauna
Sauna (Finnish bath), Heißluftbad mit Temperaturen um 70-100°C und geringer Luftfeuchtigkeit (5-20%) oder Dampfbad (40-50°C/40-50%) als Mittel der Wärmetherapie. Durch mehrere Saunagänge von 8-15 min, unterbrochen durch Abkühlung (Dusche, Kaltwasserbecken, Schnee), steigen Körperkerntemperatur, Durchblutung, Entschlackung und die Gefäße reagieren auf den Kältereiz. Dadurch wird der Körper widerstandsfähiger, aber bei ausgebrochenem Infekt ist die Sauna zu…
Sportgesundheit
Sportgesundheit (sport healthiness), hier als "Sport-Gesundheits-Check" der (sport-)ärztlich beglaubigte Gesundheitszustand, der das Betreiben von Sport (gegebenenfalls mit Einschränkung für bestimmte Sportarten/Bewegungen) gestattet, im organisierten Sport durch Vermerk in den Sportausweis oder Wettkampfpass. Allgemein wird unter Sportgesundheit ein aktiver Lebensstil verstanden, der sowohl körperliches als auch geistiges Wohlbefinden fördert. (→Sporttauglichkeitsuntersuchung, →Wettkampftauglichkeit). →Grunduntersuchung, sportmedizinische, →Vorsorgeuntersuchung, sportmedizinische Nach…