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Gesellschaft

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Trend

Trend (trend), Entwicklungsrichtung, die z.B. bei Vorliegen von Daten (Wettkampfzeiten) wie im Schwimmen statistisch berechnet werden kann (Trendkurven, →Leistungsprognose). Für den Trainer ist es wichtig Trends wahrzunehmen, aber am Maßstab seiner Erfahrungen zu filtern. Viele Kollegen "springen auf jeden Zug auf" zum Leidwesen einer kontinuierlichen Trainingsmethodik. Oft werden auch "alte Hüte" unter neuem Namen angeboten…

Trendsport

Trendsport (trend sport), noch unklare begriffliche Abgrenzung für in letzter Zeit entstandene Sportarten, die mit neuen Bewegungsformen und Sportgeräten sehr beliebt, aber weder den klassischen Sportarten noch dem Breitensport zuzuordnen sind. Charakteristische Merkmale sind: Fitness, Fun und Risiko bei umfassender Kommerzialisierung. Und im Vergleich zu manchen olympischen Sportarten punkten Trendsportarten durch Dynamik und "ungezwungene Coolness"…

Überbehütung

Überbehütung (over protecting), überzogene beschützende Haltung gegenüber dem Kind, wodurch der Erfahrungsraum des Heranwachsenden eingeschränkt wird und die Entwicklung von eigenen Fähigkeiten, Selbstständigkeit, Selbstvertrauen und Durchsetzungsfähigkeit erschwert wird (Psychologisches Wörterbuch 2004). Man tut dem Kind keinen Gefallen, wenn man ihm alle Steine aus dem Weg räumt. Schon von Anfang an sollten Grenzen gezogen werden, d.h.…

Übergewicht

Übergewicht (overweight) zu hohes Körpergewicht, das bei Erwachsenen mit einem Body Mass Index (BMI) von 25,00 – 29,99 kg/m2 angegeben wird. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (2003) war 50% der Männer und 37% der Frauen in Deutschland bereits übergewichtig oder adipös (Presse, DGE aktuell,  03/2017 vom 01.02.2017). „Bezüglich Übergewicht und Adipositas sind die Energiezufuhr und…

Umwelt

Umwelt (environment), Lebenswelt, die uns umgibt, oft synonym mit Natur gebraucht. Durch die zunehmende Umweltkrise steht vor allem die Lehre von den Beziehungen der Menschen zu ihrer Umwelt (Ökologie) im Fokus. Dabei bezeichnet man die gesamte Biosphäre (Ökosysteme und Biotope) als „primäre Umwelt“, hingegen die Arbeits-, Wohn- und Verkehrsumwelt (Technik, Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft und Politik)…

Verantwortungsbewusstsein

 Verantwortungsbewusstsein (sense of responsibility), vor allem moralisch begründete Charaktereigenschaft des Menschen, die auf der persönlichen Übereinstimmung mit sittlichen Wertanforderungen, moralischen Prinzipien (→Moral), politischen Grundsätzen und sachbezogenen Wertanforderungen beruht. Das Verantwortungsbewusstsein des Trainers äußert sich in Akzeptanz und Umsetzung des Ehrenkodex für Trainer im deutschen Sport und bewegt sich in individuums-, sozial-, sach- und gesellschaftsbezogenen Dimensionen…

Verdrängung

Verdrängung (repression), elementarer Abwehrmechanismus des Menschen, nach FREUD die unbewusste Unterdrückung eines Triebbedürfnisses. Das Verdrängte kann in Träumen, Fehlleistungen oder Krankheitssymptomen wieder zum Vorschein kommen und zu psychischen Störungen führen. Verdrängte psychische Inhalte sollten ins Bewusstsein gerufen werden, um sich aktiv (→Psychoanalyse) mit ihnen auseinanderzusetzen (Psychologisches Wörterbuch, 2004). Umgangssprachlich wird von Verdrängung gesprochen, wenn man…

Versagen, menschliches

Versagen, menschliches (human failure), häufig synonym für menschliche Fehler. Da aber in den meisten Fällen nicht der Mensch versagt hat, sondern unfähig war ein zumeist technisches Problem zu lösen, beinhaltet der Begriff „Versagen“ eine Vorverurteilung. In der Regel sind alle technischen Defekte letztendlich menschlichen Fehlern (von Konstruktion über Wartung bis Bedienung) geschuldet. Er beinhaltet jedoch…

Vorbild

Vorbild (idol; ideal; model), Person, die zur Nachahmung anregt, nach FREUD ein psychodynamischer Prozess, der Angleichung des eigenen Ich an das Vorbild, des Findens von eigenen Wertmaßstäben, Denk- und Verhaltensweisen (→Einstellungen, →Ideale). Das Vorbild wirkt besonders im Bereich des motorischen Lernens durch Antrieb, Attraktivität, Aktion und Akzeptanz (Kirchner & Pöhlmann, 2005). Bei der Erziehung junger…

Vorurteil

Vorurteil (prejudice), vorgefasste, sachlich und an Erfahrungen nicht überprüfte Meinung zu Dingen, Personen oder Gruppen („Denkschablone“). Diese ist zumeist übernommen und hartnäckig, weshalb sich ihr Abbau schwierig gestaltet („Es ist leichter ein Atom zu spalten als ein Vorurteil“ EINSTEIN). Die meisten Vorurteilsdefinitionen konzentrieren sich auf Vorurteile negativen Inhalts, da diese eher als positive Vorurteile schädigende…

Ware

Ware (im Englischen keine Entsprechung; goods), Produkt menschlicher Arbeit zur Bedürfnisbefriedigung. Mit der zunehmenden Kommerzialisierung unterliegt der Sport auch den Gesetzen des Marktes, er wird selbst zur Ware, so auch der Sportler, der als Produkt die sportliche Leistung anbietet. Sein Gebrauchswert äußert sich in der Befriedigung der Interessen der Zuschauer und ist damit stark an…

Weltstandsanalyse

Weltstandsanalyse (Analysis of the international performance level), „Ermittlung und Bewertung der sportlichen Leistungen, Leistungsfaktoren und der Leistungsstruktur in einer Sportart oder Sportartengruppe mit wissenschaftlichen Verfahren. Die erreichte Wettkampfleistung wird in Beziehung zu Trainingsdaten und organisationsstrukturellen Aspekten gesetzt. Ziel der Weltstandsanalyse ist die Objektivierung von Entwicklungstendenzen einer Sportart oder Sportartengruppe im internationalen Wettkampfsport. Dabei werden allgemeine…

Werbung

Werbung (advertising), hier als Beeinflussung aus kommerziellen Interessen (→Kommerzialisierung des Sports) Laut Wettkampfbestimmungen (DSV -Allgemeiner Teil §13) darf bei Wettkämpfen unter folgenden Bedingungen Werbung betrieben werden: a) Alle Ausrüstungsgegenstände von Schwimmern und Kampfrichtern dürfen nur höchstens zwei Werbeaufdrucke mit dem Namen des Herstellers und/oder Sponsors tragen, b) die Buchstabenhöhe darf höchstens 10 cm betragen, c)…

Wert, sozialer

Wert, sozialer (social value), gesellschaftlich bedingte Handlungs- und Verhaltensorientierung, die jede Gesellschaft für sich macht und damit Anstandsregeln im Miteinander fixiert. Der in den 70iger Jahren erfolgte Wertewandel von Leistung und Pflichterfüllung zur Dominanz von Selbstentfaltung, Lebensqualität und Lebensgenuss trifft den Sport unterschiedlich (→Gender mainstream, mehr Bedarf an Breiten- und Gesundheitssport, weniger an Leistungssport, Ablehnung…

Wertorientierung

Wertorientierung (value orientation), „Fähigkeit des Menschen, gesellschaftliche und individuelle Tätigkeiten sowie ihre unterschiedlichen Ergebnisse zu erkennen und zu werten“ (Kuhnke & Sperling in Schnabel & Thieß, 1993, S. 948). Sie sind Ausdruck der Bedeutsamkeit, die den Eigenschaften zur Bedürfnisbefriedigung beigemessen werden. Wertorientierungen stehen damit in enger Wechselwirkung zu den Motiven, werden aber nur unter bestimmten…

Zuschauer

Zuschauer (spectators), Personen, die einer Veranstaltung, Vorführung zusieht (öffentlich wie auch im eigenen Heim als Fernsehzuschauer). Mit Milliarden von Zuschauern ist der Sport zum größten Zuschauer- und Medienspektakel der Gegenwart geworden. Zugeschaut wird in Stadien oder zuhause vor Bildschirmen. Vor Ort hat der Zuschauer die (allerdings stark beschränkte) Möglichkeit, auf das sportliche Geschehen unmittelbar einzuwirken.…

Zwang

Zwang (bondage), äußere Einflussnahme auf Denken oder Handeln gegen den eigenen Willen. In der Psychologie versteht man unter Zwangsstörungen das Leiden an beharrlichen Ritualen (z.B. Waschzwang). Es ist eine psychische Erkrankung, die den Betroffenen privat sowie beruflich massiv beeinträchtigt und in Deutschland 2% der Bevölkerung betrifft (www.verrueckt.de).  Besonders pedantische („ordnungssüchtige“) Personen werden als zwanghafte Persönlichkeit…