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Gesellschaft

157 Einträge

Orientierungsregulation

Orientierungsregulation (regulation of orientation) →Handlungsorientierung  

Ozon

Ozon (ozone), Trisauerstoff (O3) griech. ozein „riechen“; als farbloses, in hohen Konzentrationen stechend riechendes, stark oxidierend wirkendes und gesundheitsschädliches Gas, hier besonders Reizung der Atemwege. Bei einer medizinisch-toxikologischen Beurteilung dieses dreiatomigen Sauerstoffmoleküls muss generell zwischen dem UV-präventiven Ozon in der Stratosphäre und der Ozonbelastung in den bodennahen Luftschichten unterschieden werden. Von entscheidender Bedeutung für das Ausmaß…

Pädophilie

Pädophilie (pedophilia), griech. pais „Knabe, Kind“ und philia „Freundschaft“= „Kinderliebe“; sexuelles Interesse an Kindern. „In der Sexualmedizin spricht man von Pädophilie erst dann, wenn sich ein Erwachsener (oder ein älterer Jugendlicher am Ende der Pubertät) zu Kindern hingezogen fühlt, die selbst noch nicht in der Pubertät sind. Des Weiteren geht man heute davon aus, dass…

Perspektive

Perspektive (perspective), lat. perspicere „hindurchsehen“; a. Betrachtungsweise/-winkel, z.B. der Schwimmtechnik aus der Sicht des Schwimmers (im Wasser) oder des Trainers (außerhalb des Wassers). b. aus der ebenen Darstellung räumlicher Verhältnisse und Gegenstände übernommen als „Zukunftsaussicht“ und in dem Sinne in der Karriereplanung im Sport gebraucht. Dabei wird zwischen ferner, mittlerer und naher Perspektive unterschieden (→Perspektivkader).…

Phantasie

Phantasie/Fantasie (imagination), griech. phantasía – „Erscheinung“, „Vorstellung“; Vorstellungsvermögen, Einbildungskraft, eine wichtige Voraussetzung für Kreativität. Ohne Kreativität ist das "Schneller, Höher und Weiter" des Leistungssports nicht möglich, würden sportliche Techniken und Trainingsmethoden nicht weiterentwickelt. Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt (Albert Einstein). Phantasie ist unerlässlich für konzeptionelle Arbeit, sollte aber immer einen „Draht“…

Politik

Politik (politics), lat. politicus „politisch“; Verhalten von Individuen und/oder Gruppen, um bestimmte Ziele und Interessen durchzusetzen. Mit den Mitteln der Politik gestaltet vor allem der Staat das öffentliche Leben. Vom italienischen Philosophen Machiavelli sind die Worte überliefert "Politik ist die Summe der Mittel, die nötig sind, um zur Macht zu kommen und sich an der…

Politisierung

Politisierung (politicization), besonders totalitäre Regime kennzeichnende zwangsweise Integration gesellschaftlicher Bereiche, so auch des Sports. Demokratien sind aber von einer politischen Instrumentalisierung des Sports nicht frei, wie der Boykott der Olympische Spiele1980 zeigte. Die Politisierung des Sports wird noch dadurch verstärkt, „dass Sportler oder Sportmannschaften sich mit politischen Einheiten von der Gemeinde bis zur Nation identifizieren“…

Professionalisierung

Professionalisierung (professionalization), „Konsolidierung von Berufen in feste Berufsbilder, d.h. die Entwicklung eindeutig festgelegter Zugangsvoraussetzungen und formalisierter Qualifikationsanforderungen, klar definierter Karrieremuster und Aufstiegschancen, die Entstehung einer Standes- und Berufsorganisation (Berufsverband) und schließlich die Orientierung an gemeinsam akzeptierten Verhaltens- und Wertstandards und einem Staatsbewusstsein (Berufsethos), die eine kollektive Reaktion auf gleichartige Situationen bewirken und damit sozial-strukturell begründete…

Ritual

Ritual (ritual), lat. ritus „heiliger Brauch“; gesellschaftlich übermittelte und regelmäßig wiederkehrende Handlungen (Brauch) in einer Gruppe, die zur Festigung der Gruppe (→Teamgeist) beitragen. Das dabei festgelegte Zeremoniell nennt man Ritus. Rituale können lebenszyklisch (z.B. Hochzeit, Mannbarkeit), kalendarisch (z.B. Sonnenwendfeier), ereignisbezogen (z.B. Tod) oder im Rahmen bestimmter Interaktionsmuster (z.B. Begrüßung) erfolgen. Wenn man unter Ritual Handlungen…

Scheidungskinder

„Scheidungskinder“ (children of divorced parents), Kinder, deren Eltern in Scheidung leben oder geschieden sind. Von der Trennung ihrer Eltern waren 2015 rund 150.000 Kinder und Jugendliche betroffen (SZ.de, 27.04.2015). die meisten im Alter von 3-13 Jahren. Scheidungskinder sind anfälliger für körperliche und seelische Störungen, häufig depressiv. Besonders problematisch ist, wenn sie sich Schuld an der…

Schulform

Schulform (school, type of), Das bundesdeutsche Schulwesen bietet verschiedene Schulformen an: Grundschule, Ganztagsschule, Gesamtschule, Hauptschule, Realschule, Gymnasium und Förderschule. Ferner gibt es noch Spezialschulen (z.B. Eliteschule des Sports). Mit den unterschiedlichen Formen möchte man den verschiedenen Voraussetzungen der Schüler (→Differenzierung) und den Erwartungen der Schulträger gerecht werden.  Die Schulen können sich in staatlicher (dem Bund…

Schulzeitstreckung

Schulzeitstreckung (School extension), Verlängerung der Schulzeit, um im dualen System der Ausbildung sowohl schulischen als auch anderen spezifischen (hier sportlichen) Aufgaben gerecht zu werden. dazu sind „flexible Regelungen der Verweildauer in den Bildungsgängen der Sekundarstufen I/II unter vollständiger Ausschöpfung der schulrechtlichen und -organisatorischen Möglichkeiten zur Entzerrung von zeitlichen Anforderungen anzustreben“ (Ständige Konferenz der Kultusminister, Berlin…

Schwerpunktsportarten

Schwerpunktsportart (emphasis sports), Olympische Sportarten, die auf Vorschlag der Spitzenverbände in einem Abstimmungsverfahren zwischen Landesfachverband, Spitzenverband und dem Deutschen Olympischen Sportbund/Bereich Leistungssport (DOSB/LS) im Zeitraum einer Olympiade durch den DOSB/BL festgelegt werden. Schwerpunktsportarten erhalten über Grund- und Projektförderung Zuwendungen aus dem Bundeshaushalt (→Sportförderung). Die Grundförderung wird nach einer retrospektiven Betrachtung anhand folgenden Schlüssels berechnet: Anzahl…

Schwimmfähigkeit

Schwimmfähigkeit (swimming capabilities), Fähigkeit, sich an der Wasseroberfläche ohne Hilfsmittel zielgerichtet über eine bestimmte Strecke fortbewegen zu können („Schwimmen lernen“ DSV 2006). Eine von der DLRG veranlasste repräsentative Untersuchung ergab, dass knapp ein Viertel der deutschsprachigen Bevölkerung gar nicht oder nur schlecht schwimmen kann, die Schwimmfähigkeit der Kinder mit 66% geringer als beim Mittel der…

Selbstorganisation

Selbstorganisation (self-organization), ein universelles Prinzip der Natur. Aus der Systemtheorie auf den Alltag übertragen eine nicht von festen Regeln (oder von anderen) bestimmte Lebensgestaltung, eigentlich die eigenständige („Selbst“) Anwendung von Ordnungsformen, politisch →Autonomie. →Selbstmotivierung, →Selbstständigkeit Die Bewegungskoordination ist offenbar wesentlich durch Prozesse der Selbstorganisation bestimmt (Meinel & Schnabel, 2007, S.36). Charakteristische Merkmale der Selbstorganisation sind…

Selfie (im Sport)

Selfie (selfie), fotografisches Selbstporträt, zumeist mit dem Handy zum weiteren Gebrauch in sozialen Netzwerken. Wir tun das aus einem elementaren Motiv: weil wir auf der Suche nach Umweltresonanz sind und weil die Befriedigung von Resonanzbedürfnissen identitätsstiftend wirkt – von Geburt an, ein Leben lang nach der Identitätsformel der digitalen Moderne: Ich werde gesehen, also bin…

Sinn des Sports

Sinn des Sports (meaning of the sport), die Bedeutung beziehungsweise der Wert des Sports für Menschen oder eine bestimmte Sache, auch gleichbedeutend mit Zweck, Funktion. Als Sinngebungen des Sports werden sechs Sinnbezirke mit fließenden Grenzen zueinander benannt: etwas leisten, gesund leben, etwas erleben, etwas darstellen, ausdrücken, mit anderen zusammen sein und Spannung, Risiko erleben. Diese…

Sitte

Sitte (mores), „Form der sozialen Norm, die in einer Gesellschaft in ihrem Geltungsanspruch und der damit verknüpften Durchsetzbarkeit durch alltägliche Anwendung (Verinnerlichung) verankert und durch Verweis auf Tradition Brauch und moralische und/oder religiöse Gebote legitimiert ist; bezeichnet als Mussnorm sowohl die übergeordnete Kategorie des gesellschaftlich geforderten und erwarteten Mussverhaltens als auch die einzelnen dazu zählenden…

Smartphone

Smartphone (engl. „schlaues Telefon“.), Mobiltelefon (Handy) mit erweiterter Funktionalität, indem durch Apps die mobile Büro- und Datenkommunikation mit einem einzigen Gerät erfolgen kann. Als „hypermediales Taschenmesser mit 1000 unterschiedlichen Funktionen“ wird das Smartphone zugleich zur Herausforderung von Schule (Sport) und Gesellschaft. Heranwachsende sind in Deutschland täglich viereinhalb Stunden online. Eine repräsentative Befragung der Uni Mannheim…

Sozialisation

Sozialisation (sozialisation), lat. sociare ‚verbinden‘; individuelle Aneignung von Werten, Normen und Verhaltensmustern einer Gesellschaft. Maßgeblichen Anteil an der Sozialisation hat die Familie (primäre Sozialisation), weiteren Einfluss (sekundäre Sozialisation) haben andere Gruppen (peer-group) und Institutionen (Medien, Sport). Sozialisation ist in vielen Fällen identisch mit Erziehung. →Rollenkonflikt, →Rollenlernen Die Sozialisation im und durch Sport zählt als klassisches…