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Ernährung

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Lipolyse

Lipolyse (lipolysis),  griech. lipos "fett" und lysis "Auflösung";, Spaltung von Neutralfetten in Glyzerin (dreiwertiger Alkohol) und Fettsäuren (Bestandteil der Triglyzeride), die bei Langzeitausdauerbelastungen zur Energiegewinnung (→Energiebereitstellung) genutzt werden. Da Lipolyse für „Fettabbau“ steht, wird sie von den Medien in Form der „Injektions-Lipolyse“ („Fett-weg-Spritze“) als Wunderwaffe gegen Übergewicht gepriesen. Die Ergebnisse sind widersprüchlich, die Methode wissenschaftlich…

Logi-Methode

Logi-Methode  (Logi-method) , an der Harvard-Universität entwickeltes kohlenhydratreduziertes Ernährungskonzept, das für niedrigen Glykämischen Index (Low Glycemoc Index) steht und mit dem folglich Blutzuckerschwankungen und –spitzen vermieden werden sollen. Stärkefreies bzw. -armes Obst und Gemüse ist die Basis der Logi -Ernährungspyramide (www.logi-methode.de). Die Methode hat ihre Anhänger, ist aber unter Experten umstritten. Für Ausdauersportler hat sie…

Magersucht

Magersucht (Anorexia nervosa), Ess-Störung, die sich in starkem Gewichtsverlust äußert, hervorgerufen durch restriktive (eingeschränkte) kalorienverarmte Ernährung und Methoden wie selbst ausgelöstes Erbrechen, Gebrauch von Appetitzüglern oder übertriebene körperliche Aktivität. Folgen sind eine zunehmende Auszehrung (bis zu 30 kg Gewichtsabnahme), die in 5-10% der Fälle zum Tod führen kann. Die Magersucht tritt vorrangig beim weiblichen Geschlecht…

Magnesium

Magnesium (magnesium) (Mg), chem. Element, das als essentieller Faktor zahlreicher intrazellulärer Prozesse (z.B. Membranstabilisierung) für Muskel- und Nervenfunktionen bedeutungsvoll ist. Magnesium wirkt als physiologischer Kalzium-Kanal-Blocker. Es ist in Milch, Milchprodukten, Vollkornprodukten, Nüssen und Gemüse enthalten. Magnesiummangel durch Fehlernährung oder „Gewichtmachen“ kann zu reduzierter Leistungsfähigkeit und einem gestörten Energiestoffwechsel führen. Die Häufigkeit von Magnesiummangel wird bei…

Mahlzeitenrhythmus

Mahlzeitenrhythmus (meal rhythm), Rhythmus der Essenseinnahme im Tagesverlauf, der im Hochleistungssport eine große Rolle spielt und vom Trainer besonders bei der Gestaltung von Lehrgängen beachtet werden sollte. Zur kontinuierlichen Energieversorgung wird ein 5-Mahlzeitenrhythnus empfohlen. Bei wenigen und großen Mahlzeiten besteht eher die Gefahr, dass Energieüberschüsse in Fett umgewandelt und im Unterhautfettgewebe abgelagert werden. Die fünf…

Mineralstoffe

Mineralstoffe (mineral substances), als Nährstoffe anorganische, lebensnotwendige Baustoffe des Skeletts, als Komponenten von Hormonen und Enzymen und als Bestandteil biologisch wirksamer Verbindungen (z.B. Hämoglobin). Je nach Konzentration unterteilt man in Mengenelemente (>50mg/kg Körpergewicht wie Natrium, Kalium, Kalcium, Magnesium, Chlorid) und Spurenelemente (<50mg/kg Körpergewicht wie Eisen, Jod, Fluorid, Zink, Mangan). Der normale Bedarf an Mineralstoffen wird…

Muskelatrophie

Muskelatrophie (muscle atrophy), griech. atrophia „Abmagerung“, „Verkümmerung“; Rückbildung der Skelettmuskulatur durch Bewegungs- oder Ernährungsmangel oder spezifische Erkrankungen.   Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Muskelatrophie Zugriff 28.10.2020

Muskelglykogenlaoading

Muskelglykogenloading (muscle glycogen loading) →Kohlehydrataufladung

Muskelkrampf

Muskelkrampf (muscular spasm; in der Arbeits- und Sportmedizin "exercise-associated muscle cramps" - EAMC), Funktionsstörung des Muskels als unwillkürliche, schmerzhafte Kontraktion. Im Sport zumeist in folge von Überlastung verbunden mit Unregelmäßigkeiten des Substratstoffwechsels ("Stoffwechseltheorie"), der Flüssigkeitsbalance ("Dehydratationstheorie"),  des Serumelektrolytspiegels ("Elektrolyttheorie") oder durch extreme heiße oder kalte Umweltbedingungen ("Umwelttheorie") (Schwellnus et al. 1997). Die Ursachen werden kontrovers…

Nährstoffe

Nährstoffe (nutrients), lebensnotwendige Bestandteile der Nahrung wie Kohlehydrate, Fette, Eiweiß sowie Mineralien, Vitamine und Wasser. Die Nährstoffe ermöglichen die Umwandlung biochemischer Energie in Bewegungsenergie (Energieumsatz). Damit ist eine sportgerechte Ernährung eine wesentliche Grundlage zur Steigerung sportlicher Leistungen. Eine gesunde und ausgewogene Kost sollte zu 55-60% aus Kohlehydraten, zu 10-15% aus Eiweißen und zu 25-30% aus…

Nahrungsergänzungsmittel (NEM)

Nahrungsergänzungsmittel (NEM) (supplements), ernährungsphysiologisch bedeutende Stoffe wie Vitamine, Mineralstoffe, Amino- und Fettsäuren, die den Lebensmitteln und nicht den Arzneimitteln zugeordnet werden. Somit unterliegen sie nicht der Genehmigung durch ein Bundesamt und der Markt wird immer unübersichtlicher, zumal sie über das Internet (zumeist aus USA) bestellt werden können. NEM können zum Beispiel folgende Stoffe enthalten: Vitamine…

Nahrungsmittel

Nahrungsmittel (aliment; foods) Lebensmittel, die vorwiegend der menschlichen Ernährung und nach bisheriger Auffassung nicht dem Genuss dienten. Verschiedentlich wird zwischen Lebensmittel und Nahrungsmittel differenziert (Otto Bruker). Bei dem Hin und Her sollte man sich der einfachen Definition zuwenden, wonach Nahrungsmittel das sind, was Menschen essen oder trinken, um zu leben (google.de). →Nährstoffe, →Nahrungsergänzungsmittel, →Sporternährung Exkurs:…

Nutrition

Nutrition (nutrition) →Ernährung, lat. nutrio „säugen, ernähren, aufziehen“; Prozess der Aufnahme von Nährstoffen. Als Public Health Nutrition (PHN) eine noch recht junge Teildisziplin der Gesundheits- und Ernährungswissenschaften, die Elemente der Medizin, der Epidemiologie, der Soziologie und der Statistik mit den klassischen Ernährungswissenschaften kombiniert (WIKIPEDIA). →Wettkampfernährung

nutritiv

nutritiv (nutritive), lat. nutrimen „Nahrung“; die →Ernährung betreffend, nahrhaft.

Östrogene

Östrogene/Estrogene (estrogens), lat. oestrus „Stachel“, „Leidenschaft“; Follikelhormone, zur Gruppe der Steroidhormone gehörend, die bei der Frau die sekundären Geschlechtsmerkmale ausprägen und die Uterusschleimhaut wieder aufbauen (→Follikelphase). Östrogen kann einen signifikanten Einfluss auf die Stabilität der Muskelmembran und möglicherweise auf die Verminderung von trainingsinduzierten Muskelschäden haben (Tidus 2003).  Leistungssportliche Belastungen können den normalen Zyklusablauf stören. Besonders…

Phosphor

Phosphor/Phosphat (phosphorus), Mineralstoff, der in einer Menge von etwa 700g im Körper des Erwachsenen enthalten ist. Als Bestandteil des Adenosintriphosphats (ATP) ist Phosphat wichtiger Energielieferant. Es sichert gesunde Knochen sowie Zähne und das Gleichgewicht im Säure-Basen-Haushalt (→Puffersystem). Phosphat wird ausreichend mit der Nahrung zugeführt, besonders mit proteinreichen Lebensmitteln (Fleisch, Fisch), so dass ein Mangel (Rachitis,…

Protein

Protein (protein), griech. proteios für ‚grundlegend‘ und ‚vorrangig‘; polymere Substanz (→Aminosäuren), die essentieller Bestandteil (10-30%) der Körperzellen ist. U.a. sind Aktin und Myosin Proteine. →Eiweiß Da Eiweiß der wichtigste Baustein der Muskulatur ist, erwarten viele Sportler von Eiweißdrinks kräftiger und fitter zu werden. Dabei ist die Eiweißzufuhr über die Ernährung Proteindrinks und anderen Eiweißergänzungsmitteln vorzuziehen.…

Proteinsyntheserate

Proteinsyntheserate (protein synthesis rate), Die Zellmasse reguliert sich über den Zyklus von Proteinabbau und Proteinsynthese (→Proteinumsatz). Bei Sicherung entsprechender Regeneration (→Prinzip der Einheit von Belastung und Erholung) besteht dabei ein Gleichgewicht. Die Proteinsyntheserate gibt an, wie viel Aminosäuren im Muskel eingelagert werden. Durch Überbelastung wird die Proteinsyntheserate in der Muskulatur gehemmt. Folgt keine Erholung, bleibt…

Pyruvat

Pyruvat (pyruvat), Salz der Brenztraubensäure, Zwischenprodukt bei der laktaziden Energiebereitstellung, das in Laktat umgewandelt wird, womit intensive Belastungen bis 3 min realisiert werden können (→anaerobe Glykolyse). Über die positive Wirkung von Pyruvat als Nahrungsergänzungsmittel ist man sich nicht einig, da sich entsprechende Studien oft auf übergewichtige Personen beziehen, die sportlich bisher eher wenig bis gar…

Regenerationsmaßnahmen

Regenerationsmaßnahmen (regeneration measures), Maßnahmen zur Wiederherstellung der psycho - physischen Leistungsfähigkeit durch Ernährung, Entspannung und physiotherapeutische Maßnahmen (Martin et al. 2001) oder nach pädagogischen, medizinisch-biologischen und psychologischen Aspekten geordnet (bei Weineck, 2002). Schlaf ist dabei die beste und wichtigste Maßnahme zur Regeneration. Ferner sollte das Tagesregime (→Duales System) und die Gestaltung der Mikrozyklen beachtet werden.…