Ernährung
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Hitzschlag
Hitzschlag (heat stroke; thermoplegia), schwerste Form der Schädigung durch Hitze mit erhöhter Körperkerntemperatur. Prophylaktisch sollten ausreichend Flüssigkeit und Elektrolyte zugeführt werden. Akuttherapie: · Flachlagerung in kühler Umgebung · Dosierter Wärmeentzug bis > 38°C · Mit Wasser besprengen · Einwickeln in feuchte Tücher · Gegebenenfalls Plasmaexpander intravenös infundieren · Ständige Kontrolle der Körperkerntemperatur und der Vitalfunktionen…
Hydration
Hydra(ta)tion (engl. Hydration) = Wasseranlagerung, übertragen →Flüssigkeitsbedarf/-zufuhr
Hydrogencarbonat
Hydrogencarbonat (hydrogen carbonate), Substanz des Puffersystems, das den pH-Wert im Blut anhebt und dadurch einer Azidose entgegenwirkt. Für den Sportler hat sich die Zufuhr von Hydrogencarbonat (Mineralwasser) als Säure-Puffer zur besseren Regeneration bewährt, Nach intensiveren Belastungen kann so der Säure-Basen-Haushalt wieder ausgeglichen werden. Das Mineralwasser sollte dann mehr als 1.500 Milli-Gramm Hydrogencarbonat pro Liter aufweisen.…
Hypoglykämie
Hypoglykämie (hypoglycemia), griech. hypo "unter" und glykys "süß" (Zucker); Absinken des Blutzuckerspiegels unter Normalwerte durch unzureichende Kohlenhydratvorräte verursacht durch Stoffwechselerkrankungen (Diabetes), falsche Ernährung oder körperliche Überforderung („Mann mit dem Hammer“ oder „Hungerast“). Hypoglykämie führt zu Koordinations- und Muskelschwächen, Schweißausbrüchen bis zur Verwirrung, in schweren Fällen Verlust des Bewusstseins. Diese Gefahr besteht besonders, wenn der Blutzuckerspiegel…
Hypothrophie
Hypothrophie (hypotrophy), lat. hypotrophia „Unterernährung“; Schrumpfung oder verringertes Wachstum von Geweben oder Organen durch Mangelernährung oder funktionelle Minderbelastung, z.B. bei körperlicher Inaktivität der Verlust an Muskelmasse. Gegenteil: →Hypertrophy Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Hypotrophie - Zugriff 15.08.2019
isokalorisch
isokalorisch (isocaloric), griech. iso "gleich" = gleicher Gehalt an Kalorien; bedeutsam für bedarfsgerechte Ernährung. In Abhängigkeit von der Kalorienmenge werden Ernährung über Bedarf (hyperkalorisch), Ernährung bedarfsgerecht (isokalorisch) und Ernährung unter Bedarf (hypokalorisch) unterschieden. Studien bei Sportlern zeigen, dass bzgl. der Leistungsfähigkeit keine signifikanten Unterschiede bestehen, wenn kohlenhydratbetonter Ernährung isokalorisch fettbetonte Ernährung gegenübergestellt wird. Vergleichbares gilt…
isoton
isoton (isotonic), griech. ísos „gleich“ und tónos „das Spannen“; isotonisch ist in der Biologie eine Lösung mit demselben osmotischen Druck wie ein Vergleichsmedium, in der Muskelarbeit eine Kontraktionsform mit gleichmäßiger Spannung. Ein isotonisches Getränk ist ein Getränk, bei dem das Verhältnis von Nährstoffen zu Flüssigkeit dem des menschlichen Blutes entspricht, das heißt der osmotische Wert …
Kaffee
Kaffee (coffee), aus der Kaffeebohne hergestelltes anregendes Getränk mit dem Wirkstoff Koffein. Pro Tasse (150 ml) kann je nach Stärke des Kaffees mit 90 – 150 mg Koffein gerechnet werden. Da die Halbwertszeit von Koffein bei etwa 4-6 Stunden liegt, kann es im Laufe des Tages bei kontinuierlichem Genuss von koffeinhaltigen Getränken zur Akkumulation der…
Kalium
Kalium (K) (potassium), einwertiges Alkalimetall, das den Flüssigkeitshaushalt reguliert und bedeutsam für die Erregungsleitung in Nerven- und Muskelzellen ist. Der menschliche Körper besteht zu 0,25 % aus Kalium (150-190 g). Kaliummangel kann zu Muskelschwäche, Herzrhythmusstörungen, Appetitlosigkeit und Schwindel führen. Es ist in Gemüse- und Obstsäften, Trockenfrüchten, Bananen und Tomaten enthalten. →Mineralstoffe Eine Studie mit…
Kalorie
Kalorie (cal) (calory), lat. calor „Wärme“; veraltete Einheit der Energie, definiert als Wärmemenge, die erforderlich ist, die Temperatur von 1 g Wasser um 1°C zu erhöhen. Obwohl sich international (SI-System) die Bezeichnung Joul durchgesetzt hat, wird der Energiegehalt von Lebensmitteln überwiegend in Kilokalorien (1 kcal = 1000 cal) angegeben. →Kalorienbedarf Exkurs: Eine kalorische Einschränkung verbessert…
Kalorienbedarf
Kalorienbedarf (calorie requirement), durchschnittlicher Energiebedarf pro Tag in Kilokalorien (→Kalorie) in Abhängigkeit von der Tätigkeit, z.B. von 30-35 kcal bei Bettruhe bis 45-60 kcal bei schwerer körperlicher Arbeit. Dier Bestimmung von Wärmemengen und Energieumsatz erfolgt mittels Kalorimetrie. Im Gegensatz zur direkten Kalorimetrie, bei der in einer thermisch isolierten Kammer die Menge der vom Organismus oder…
Kalzium
Kalzium (Ca) (calcium), Mineralstoff von großer Bedeutung für den Körperbau (99% in Knochen und Zähnen) und dessen Funktion, besonders im Rahmen der Erregungsbildung am Skelettmuskel (Ca++) sowie generell für die Durchlässigkeit der Zellwände (→Diffusion). Es sollten täglich 800 mg aufgenommen werden (Milch und deren Produkte, Fisch, Geflügel, Gemüse, Nüsse, Vollkornbrot). Akuter Kalziummangel ist wegen der…
katabol
katabol (catabolic), griech. katabolimos „Niedergang“; abbauend, Abbau von Nahrungsmitteln oder körpereigenen Substanzen, z.B. im Hungerzustand oder bei starken körperlichen Belastungen, wenn keine ausreichende Regeneration mit dem Ersatz der verlorenen Nährstoffe erfolgt (negative Energiebilanz). Katabole Zustände gehen daher auch mit Gewichts- und Substanzverlust einher. Auch im Alter wird die Stoffwechsellage katabol. Gegenstück: →anabol (aufbauend). Mehr unter…
Koffein
Koffein (caffeine), Stickstoffverbindung auf Pflanzenbasis mit stimulierender (gegen Müdigkeit) und leicht diuretischer Wirkung; Hauptwirkstoff in Kaffee, Tee, Cola und Energy-Drinks (→"Sportgetränke"). Koffein (einschließlich der Methylxanthine, Theophyllin und Theobromin) blockiert die Adenosin-Rezeptoren (Adenosin = komplexe organische Moleküle im ATP), hemmt in hoher Konzentration den Abbau des für die Hormonwirkungen bedeutsamen cyclo-Adenosinmonophosphat (AMP) und setzt Kalzium-Ionen aus…
Kohlenhydrataufladung
Kohlenhydrataufladung (Carboloading), auch bekannt als „Spaghetti- oder Eierkuchenparty“. Ernährungstrick der Ausdauersportler, womit die natürliche Begrenzung der Kohlenhydratspeicher durchbrochen wird. Es wird den durch extrem intensives Ausdauertraining entleerten Speichern eine umfangreiche kohlenhydratreiche Speise angeboten, wonach im Sinne der Superkompensation die normale Speicherkapazität beträchtlich übertroffen wird. Neuere Untersuchungen (Nelson et al. 2001) zeigen, dass durch Zugabe von…
Kohlenhydrate
Kohlenhydrate (KH) (carbohydrates), „Zucker“ (Saccharide), die aus Kohlen-, Wasser- und Sauerstoff bestehen. Sie liefern die Energie für den kalorisch hochwertigen Kohlenhydratstoffwechsel und können in polymerer Form (aus größeren Molekülen bestehend) als Glykogen gespeichert werden. Pflanzliche Kohlenhydrate werden als Stärke, tierische als Glykogen bezeichnet. Kohlenhydrate sind im Sportschwimmen der wichtigste Energielieferant („Muskelbenzin“). Etwa 60% (6-10g pro…
Kölner Liste
Kölner Liste (Cologne List), Liste von Nahrungsergänzungsmitteln mit minimiertem Dopingrisiko, die 2017 von der NADA in Kooperation mit der Athletenkommission des DOSB aktualisiert wurde. Neu ist dabei die Integration weitergehender Sicherheits-Features. Sie reduziert die Gefahr für Sportler, in eine Dopingfalle zu geraten. Die Liste ist aber nicht als Empfehlung zum Konsumieren von Nahrungsergänzungsmitteln zu verstehen.…
Laktat-Puffer
„Laktat-Puffer“ (lactate puffer), Kohlenhydrat- und natriumhaltiges Sportgetränk zur Verzögerung der Muskelübersäuerung bei intensiver körperlicher Belastung (→Azidose) und als Ergänzung zum Carboloading. Es wird als „sinnvolle Wettkampfhilfe“ angeboten. Wie bei allen Nahrungsergänzungsmitteln ist Vorsicht angezeigt, zumal Veränderungen des Urin-pH aufgrund der Bicarbonat-Supplementation zu erwarten sind. Wird ein Athlet für eine Doping-Kontrolle aufgefordert, kann es mehrere Stunden…
Leistungsumsatz
Leistungsumsatz (Physical activity level), auch Arbeitsumsatz, die Energiemenge, die der Körper über den Grundumsatz hinaus benötigt, um Arbeit verrichten zu können. Leistungsumsatz + Grundumsatz ergeben den Gesamtumsatz (→Energieumsatz). Der Leistungsumsatz hängt ab von körperlicher Aktivität, Wärmeproduktion, Verdauungsarbeit und dem Bedarf für Wachstum, Schwangerschaft und Stillzeit. Er wird anhand eines PAL-Wertes (physical activity level) eingestuft und…
Lipide
Lipide (lipids), griech. lípos „Fett“; Sammelbezeichnung für Fette und fettähnliche Stoffe (ROCHE-Lexikon). →Fettstoffwechsel Fettreserven sind als größtes Energiedepot eine wichtige Energiereserve für längere Ausdauerbelastungen. Ihre Nutzung hängt ab von Der Belastungsintensität und -dauer sowie dem Trainingszustand. Fette haben weitere elementare Funktionen als Hormone (z. B. als Steroide), Gallensäure und Vitamine (Vitamin A, E, K). Deshalb…