Erkrankung
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Neurotizismus
Neurotizismus (neuroticism), abgeleitet von Neurose; Persönlichkeitsmerkmal, eine emotionale Erregbarkeit, die auf der Intensität und Kontrolle emotionaler Reaktionen beruht (emotionale Stabilität). Die Unterschiede zwischen stabilem und labilem Verhalten liegen in der Erregbarkeit eines bestimmten Hirnareals (Limbisches System), das bei neurotischen Menschen überempfindlich reagiert. Neurotiker sind besonders empfindlich gegenüber Stress und tendenziell Burnout gefährdeter. Neurotizismus ist eins…
Ohrenentzündung
Ohrenentzündung (otitis), Entzündung des Ohres oder seiner Teile, dem Mittelohr (otitis media), dem äußeren Gehörgang (otitis externa) oder dem inneren Ohr (otitis interna). Besonders otitis externa zählt zu den häufigsten Erkrankungen des Schwimmers (Kammer et al. 1999, Tausch 1986), was ihr den Namen "Schwimmbad-Otitis" ("swimmer's ear") einbrachte. Sie sollte wie alle Entzündungen des HNO-Bereiches bei…
Online-Sucht
Online-Sucht, auch Internet-Sucht (internet addiction), exzessiver Gebrauch des Internets, der sich als Kommunikations-, Spiel- oder Sexsucht äußern kann. Die Grenzen sind fließend und nicht eindeutig bestimmt. Wer seine ganze Freizeit vor dem Computer, Fernseher oder der Spielkonsole verbringt, hat zunächst einmal ein gestörtes Freizeitverhalten, im Sinne einer Sozialstörung. Das ist aber noch nicht automatisch als…
Open window-Effekt
„Open window“ („offenes Fenster“), Phänomen, das die größere Störanfälligkeit des Immunsystems nach hohen Belastungen umschreibt. Da einige Immunparameter (Granulozyten, Lymphozyten) bei Belastung zunächst zunehmen, danach aber erheblich abfallen, ist hier „das Fenster geöffnet“ für grippale Infekte. Besonders kritisch ist das, wenn Sportler ungenügend erholt an den Start gehen, z.B. nach Infekten. Hier sollte der Trainer…
Orthese
Orthese (orthese), griech. orthos „aufrecht“,' analog zu Prothese gebildetes Kunstwort; eine durch Orthopädietechniker hergestellte technische Hilfe, die zur Unterstützung von eingeschränkt funktionstüchtigen Körperteilen zum Einsatz gebracht wird. Orthesen dürfen während des Wettkampfes im Schwimmen nicht getragen werden. (verfasst von D. Paschke)
Osteochondrose, juvenile
Osteochondrose, juvenile (osteochondrosis, juvenile), Wachstumsstörung (→Degeneration) von Knochen und Knorpel im Kindes- und Jugendalter. Osteochondrose wurde als Verschleißerscheinung auch vermehrt bei Sportlern gegenüber der Normalbevölkerung gefunden (Pollähne 1991). Unter funktionellen Überlastungserkrankungen sind am häufigsten Sehnen (Achillessehne, Patella) und Wirbelsäule (Lendenwirbelsäule) betroffen. Bei den verschiedenen Formen des Wirbelsäulenschmerzes sind Spondylolyse (13.5%) und vertebrale (Vertebra = Wirbel)…
Parese
Parese (parese), griech. paresis – Erschlaffung; unvollständige (inkomplette) Lähmung der Muskulatur. →Querschnittslähmung, →Behindertensport Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Parese - Zugriff 06.03.21
Pathogenese
Pathogenese (pathogenesis), griech. páthos „Leiden(schaft), Sucht, Pathos“ und génesis „Entstehung, Schöpfung, Geburt“; Entstehung und Entwicklung einer Krankheit als Gegensatz zur Salutogenese. Man unterscheidet formale Pathogenese, die danach fragt wie Krankheiten entstehen und kausale Pathogenese, die nach dem warum fragt. Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Pathogenese- Zugriff 8.03.21
Pathologie
Pathologie (pathology), griech. Pathologia „Lehre vom Leiden“; Zweig der Medizin, der sich mit abnormen und krankhaften Vorgängen und Zuständen im Körper beschäftigt (Krankheitslehre). Sie ist engverwandt mit der Anatomie, der Pathophysiologie und der Zytologie. Der Pathologe hilft klinisch tätigen Ärzten die Entscheidung für die richtige Therapie zu treffen. Damit bewegt er sich an der wichtigen…
Pfeiffersches Drüsenfieber
Pfeiffersches Drüsenfieber (Pfeiffer’s disease; glandular fever), mononucleosis infectiosa, weit verbreitete Infektion mit dem Ebstein-Barr-Virus (EBV) (95 % der Erwachsenen haben sich bis zum 30. Lebensjahr infiziert), die vorrangig Kinder und Jugendliche befällt und nach zwei bis drei Wochen zumeist unkompliziert ausheilt. Australische Mediziner konnten diese Immunschwäche, hier besonders den Rückgang an Interferon Gamma, mit Bakterien…
Prädisposition
Prädisposition (predisposition), lat. dispositio „Einstellung“; Anfälligkeit für bestimmte Erkrankungen oder Verletzungen, die genetisch, konstitutionell oder psychisch bedingt sein kann. Ein Beispiel sind die Gelenke hypermobiler Schwimmer, die zwar große Bewegungsamplituden erlauben, aber zugleich störanfälliger gegenüber Belastungen sind. In der Entwicklungspsychologie eine angeborene Bereitschaft, sich in eine bestimmte Richtung zu entwickeln oder eine bestimmte Eigenschaft auszubilden…
Prothese
Prothese (prothese), in der Medizin Ersatz von Gliedmaßen, Organen oder Organteilen durch künstlich geschaffene, funktionell ähnliche Produkte. Im Sport ist zu unterscheiden zwischen Hüft- und Knieendoprothesen als Folge des Verschleißes durch Trainings- und Wettkampfbelastungen und Ersatz von Gliedmaßen bei Behinderten. Nach einer Studie wurden bei 25 % italienischer Profifußballer eine Hüft- oder Knieendoprothese eingesetzt (Volpi…
Psychopharmaka
Psychopharmaka (psychotropic drugs), griech. psychḗ „Seele“, phármakon „Arzneimittel“; Medikamente, die bestimmte Stoffwechselvorgänge im Gehirn und so die psychische Verfassung beeinflussen (psychoaktive oder psychotrope Effekte; psychotrop = "die Seele beeinflussend"). Es werden sieben Gruppen unterschieden: Antidepressiva Stimmungsstabilisierer (Phasenprophylaktika) Antipsychotika (Neuroleptika) Anxiolytika / Hypnotika Antidementiva Psychostimulanzien Sonstige Psychopharmaka Psychopharmaka werden von der Weltdopingagentur WADA nicht den…
Psychose
Psychose (psychosis), griech. psychosis „Beseeltheit“; schwere psychische Störung, teilweise mit Verlust des Bezugs zur eigenen Person oder/und zur Umwelt. Typisches Kennzeichen sind Verfolgungswahn oder Wahrnehmung von nicht vorhandenen Dingen (Halluzinationen). Man unterteilt sie in organische Psychosen (Hirnerkrankungen, Medikamente…) und nichtorganische Psychosen (Schizophrenie, →Depression). →Amphetamine Doping mit anabolen Steroiden kann als Nebenwirkung zu Angstpsychosen, Verfolgungswahn und…
Rückenbeschwerden
Rückenbeschwerden (pain in the back), Beschwerden im Rücken mit vielfältigen Ursachen „Eine der möglichen Ursachen ist aufs engste mit unserer Stammesgeschichte verbunden. Der Weg von der stabilen Vierpunkt- zur instabilen Zweipunkt -Unterstützung mit ständiger Körperschwerpunkt-Verlagerung erfordert zur Aufrichtung und Balance von Rumpf und Kopf viel Haltearbeit, die eine gute Ausdauer-Leistungsfähigkeit voraussetzt. Sie ist jedoch –…
Sarkopenie
Sarkopenie (sarkopenia), sarx (griech.) "Fleisch" und penia "Mangel"; altersbedingter, degenerativer Verlust von Skelettmuskelmasse und Muskelkraft (0,5 -1% pro Jahr ab dem 50. Lebensjahr) [J. Nutrition. 1997 May 125 (5 Suppl): 990 S-991S]. Die Folge sind funktionelle Einschränkungen des älteren Menschen [Spira, D.; Noman, K. et al: Prevalence and definition of sarcopenia in community dwelling older…
Scheuermann, morbus
Scheuermann, morbus (Scheuermann’s disease), auch: juvenile Osteochondrose der Brustwirbelsäule, wachstumsbedingte, vermehrte Rundrückenbildung im Bereich der Brustwirbelsäule (BWS). Es ist eine der häufigsten Erkrankungen der Wirbelsäule, von der Jungen stärker betroffen sind als Mädchen. Die Ursachen sind oft genetisch bedingt, können aber auch durch sportliche Überbelastung ausgelöst oder verstärkt werden und zu schwerer Deformierung führen. Noch…