Erkrankung
159 Einträge
Azetylcholin
Azetylcholin (acetylcholin), Neurotransmitter („Vaguswirkstoff“), überträgt u.a. Erregungen vom Nerv zum Muskel. Weiter sind viele kognitive Prozesse an Azetylcholin als Botenstoff gebunden. So ist die Alzheimersche Krankheit auf Azetylcholin-Mangel zurückzuführen. Es scheint auch bei Lernvorgängen eine maßgebliche Rolle zu spielen (Wikipedia). Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Acetylcholin
Bagatellverletzung
Bagatellverletzung (trifle injury), unerhebliche Verletzungen von Weichteilen, insbesondere der Haut (Blasen, Scheuerstellen, Schürfwunden, kleinere Prellungen) ohne hohen Krankheitswert. Bei offenen Wunden im Freien besteht allerdings die Gefahr, dass Wundstarrkrampferreger (→Tetanus) in die Wunde gelangen. Bei Bagatellverletzungen, die im Sport nicht unüblich sind, gibt es in der Regel kein Schmerzensgeld. Also sind Pflaster und Salbe die…
Beckenschiefstand
Beckenschiefstand (pelvic obliquity), einseitige Tiefstellung des Beckens durch Skoliose oder Beinlängendifferenzen, die lt. WHO bei 70% der Menschen anzutreffen ist. Da sie oft Kreuzschmerzen auslöst, sollte bei diffusen Rückenbeschwerden immer auf eine mögliche Asymmetrie der Gesäßfalten und Kreuzbeingrübchen als Zeichen eines Beckenschiefstandes geachtet werden. Die Skoliose ist nicht gleichbedeutend mit Rückenbeschwerden, kann aber zu Verspannungen…
Behandlung, medizinische
Behandlung, medizinische (treatment, sport-medical), alle Tätigkeiten zur Verhütung, Früherkennung und Behandlung von Krankheiten, in der Regel als Leistung der Sozialversicherung. „Im Gegensatz zur sportmedizinischen Gesundheitsuntersuchung, die in erster Linie präventivmedizinische Aufgaben hat, kann die Behandlung von Krankheit, Verletzung oder Sportschaden sowie die Rehabilitation nach Verletzung oder operativen Eingriffen in den sportmedizinischen Einrichtungen eines OSP nach…
Bewusstlosigkeit
Bewusstlosigkeit (unconsciousness), Bewusstlosigkeit kann durch Blutdruckabfall nach hohem Flüssigkeitsverlust (→Schweiß, →Dehydration), Kohlenhydratmangel (→Kohlenhydrate) und extremer muskulärer Ermüdung/Erschöpfung vor allem unter Hitzebedingungen eintreten. Bei Masterschwimmern sind auch vom Herzen ausgehende Störungen bzw. Zuckermangel (Diabetiker) mögliche Ursachen. Der Bewusstlose sollte in stabiler Seitenlage und bei Hitze im Schatten gelagert werden. Mehr zum Thema: http://www.drk.de/angebote/erste-hilfe-und-rettung/kleiner-lebensretter/bewusstlosigkeit.html
Bindehautentzündung
Bindehautentzündung (conjunctivitis): lat.: Konjunktivitis, Reizerscheinung der Schleimhäute durch Wirkung des gechlorten Wassers (→Chlor), der am besten durch „Chlor- oder Schwimmbrille“ entgegnet wird. Lindernd wirken Augentropfen. Weitaus kritischer sind die infektiöse Bindehautentzündung („Schwimmbadkonjunktivitis“) und die epidemische Bindehauentzündung zu sehen, die durch Bakterien oder Viren hervorgerufen werden und Abbruch des Trainings sowie Konsultation des Augenarztes erfordern (Ansteckungsgefahr!).…
Blindenschrift
Blindenschrift (braille) Schrift, die von Blinden gelesen werden kann. Das Lesen erfolgt dabei mit dem Tastsinn der Finger. Es existieren verschiedene Schriftsysteme, z. B. das Moonalphabet. Die heute am weitesten verbreitete Blindenschrift ist die Brailleschrift. Zur Abgrenzung von Blindenschriften verwendet man häufig für die Schrift der Sehenden den Begriff Schwarzschrift. Immer mehr Dokumente vor allem für…
Blutzucker
Blutzucker (blood sugar), Gehalt an Glucose im Blut, dessen Pegel („Blutzuckerspiegel“) hormonell geregelt wird. Wird dabei die Grenze von 40 mg/dl (2,2 mol/l) unterschritten, sind verminderte Leistungsfähigkeit, Fehlreaktionen, Desorientierung bis zum Schock die Folge. Lange Ausdauerbelastungen können zur Unterzuckerung („Hungerast“) führen, die durch Aufnahme von Glucose behoben werden kann. Deshalb ist besonders bei Dauertraining oder…
Bradykardie
Bradykardie (bradycardia), griech. bradykardía „Langsamherzigkeit“; Herzschlag unter 60 Schläge/min bei Erwachsenen. Gegenteil →Tachykardie Bei ausdauertrainierten Sportlern ist Bradykardie in Ruhe die Folge eines gesteigerten Vagotonus (→Vagotonie); bei körperlicher Belastung nicht mehr nachweisbar. Bradykardie ist eine Komponente des Sportherzens und von Herzerkrankungen abzugrenzen. Nach Beendigung des Ausdauertrainings bildet sich die Bradykardie in der Regel zurück. Problematisch…
Bronchitis
Bronchitis (bronchitis), Entzündung der Atemwege, die zu Atembeschwerden führt mit Husten als Versuch, die Bronchien „frei“ zu bekommen. In der Regel als Begleiterscheinung einer Erkältung. Man spricht auch vom "Etagenwechsel" der Viren von den oberen Atemwegen in die Bronchien. Bei jungen Menschen ist die akute Bronchitis meist als starker Husten im Rahmen einer "normalen" Erkältung…
Burnout
Burnout (dt.:ausgebrannt), aus dem Engl. übernommene Beschreibung für einen chronischen Erschöpfungszustand mit Krankheitsgefühl, der über Monate andauern kann und bis jetzt noch nicht eindeutig wissenschaftlich definiert ist. Die deutschen Psychologen definierten Burn-out als „Risikozustand für psychische und somatische (körperliche) Erkrankungen durch Arbeitsüberlastung“ und grenzten diesen Zustand von psychischen Erkrankungen, z.B. einer Depression ab, wobei die…
Chlor
Chlor (Cl) (chlorine), griech. chlōrós „hellgrün, frisch“; chemisches Element aus der Gruppe der Halogene. →Chlorid Chlor wird als alternativloses Desinfektionsmittel zur Wasserentkeimung in Schwimmbädern genutzt. Die Belastung der Luft mit Chlor-Reaktionprodukten liegt in deutschen Bädern weit unterhalb der gültigen Grenzwerte (Landesgesundheitsamt Stuttgart 1995). Deshalb werden die gesundheitlichen Risiken durch das Schwimmen in Bädern gegenüber den…
Chlorakne
Chlorakne (chloracne), chronische Hautkrankheit durch Kontakt mit Chlor und Chlorverbindungen (→Chlor), die fälschlicherweise mit der Chlorallergie verwechselt wird. Die für Schwimmbäder geringen Dosierungen reichen für eine Chlorakne nicht aus, zumal sie nicht durch reines Chlor, sondern in Wechselwirkungen mit anderen chemischen Stoffen verursacht wird. Chlorakne kommt vor allem bei Industriearbeitern vor, die direkten Kontakt mit…
Chlorid
Chlorid (Cl) (chloride), Salz der Salzsäure, das zusammen mit Natrium den Flüssigkeitshaushalt des Körpers reguliert und als Bestandteil der Magensäure die Verdauung beeinflusst. Bei Cl-Mangel kommt es zu Störungen der Magensäureproduktion, niedrigem Blutdruck, schnellem Puls oder erhöhtem pH-Wert im Blut. und Durchfall. Chlorid ist im Kochsalz, gesalzenen Lebensmitteln und Mineralwasser enthalten. Sportliche Aktivität führt zu…
Deaflympics
Deaflympics (Deaflympics), engl. deaf, „taub“ und "olympics", Wettkampf der Gehörlosen, der alle zwei Jahre, ein Jahr nach den Olympischen Spielen, abwechselnd als Sommer- und Winterspiele ausgetragen wird. Früher hieß er „Silent World Games for the Deaf“ (Stille Weltspiele der Gehörlosen) und später Gehörlosen-Weltspiele. Nachdem das Internationale Olympische Komitee (IOC) die Veranstaltung anerkannt hat, werden sie…
Depression
Depression (depression), lat. deprimere „niederdrücken“; seelische Erkrankung, „eine ernste, behandlungsbedürftige Störung, die sich der Beeinflussung durch Willenskraft oder Selbstdisziplin des Betroffenen entzieht“ (Wikipedia), im Gegensatz zu einfachen Verstimmungen, die im allgemeinen Sprachgebrauch als depressiv bezeichnet werden. Anzeichen einer Depression können sein: anhaltende gedrückte Stimmung, eine Hemmung von Antrieb und Denken, Interessenverlust sowie vielfältige körperliche Symptome,…
Desensibilisierung
Desensibilisierung, (desensitization), „GegenKonditionierung“, Technik aus der Verhaltenstherapie zum schrittweisen Abbau von Hemmungen und Ängsten in Verbindung mit Entspannungsübungen (→Psychoregulation). Dabei werden die Angstsituationen in hierarchischer Folge reproduziert mit dem Ziel, dass sie abgebaut werden. Im Sportschwimmen kann dieses Verfahren beim Abbau von Ängsten vor →Wettkämpfen nützlich sein. Es muss aber gelingen, die Ängste konkret zu…
Durchfall
Durchfall (diarrhea), Diarrhö, weicher, oft wässriger Stuhl als Folge von Darminfektionen oder Erschöpfung, der mit hohem Flüssigkeitsverlust (→Dehydration) verbunden ist. Dieser beeinflusst die Leistungsfähigkeit und kann die Gefahr von Muskelkrämpfen erhöhen. Schwimmer werden häufig während des Trainings oder Wettkampfes von Magen-Darm-Problemen geplagt. Sind diese zwar zumeist harmlos, so können sich gelegentlich dahinter aber auch ernste…