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Biomechanik

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Index

Index (index), lat. index „Zeigefinger, Anzeiger, Kennzeichen, Titel, Verzeichnis“; vielfache Bedeutung, hier statistische Messziffer oder Zahlenverhältnis, wie z.B. in der Anthropometrie der Rohrer-Index oder in der Biomechanik der Stroke-Index. →Statistik

Kalibrieren

Kalibrieren (calibrating), (abgeleitet vom engl. calibration); Überprüfen der Messgenauigkeit eines Gerätes, wobei festgestellte Fehler durch einmessen (justieren) minimiert werden. Kalibrieren spielt im Sport überall eine Rolle wo mit technischen Geräten gearbeitet wird, die verschiedenste Messwerte anzeigen (→Kraft, →Leistung, Arbeit, Zeit, Weg usw.). Auch die Apple Watch kann man kalibrieren, um Entfernungen und Lauftempo präziser messen zu…

Kennlinie, biomechanische

Kennlinie, biomechanische (characteristics line, biomechanical), Begriff aus der Biomechanik zur Beschreibung von Quantität und Qualität der Bewegungen von Ortsveränderungen in der Zeit. „Charakteristische funktionale Darstellung (Kurvenzug) eines biomechanisch bestimmenden Merkmals in Form einer definierten Größe bzw. deren Werte in Abhängigkeit von den Werten einer oder mehrerer mechanischer Größen. Entsprechend der Einteilung der Mechanik werden kinematische…

Kennwert

Kennwert/Kennzahl (characteristic value; parameter), Maßeinheit als Leistungsmerkmal, wie z.B. ein bestimmter Absprungwinkel in der Biomechanik oder in der Leistungsphysiologie bestimmte Laktat- oder Pulswerte zur Einordnung in Belastungszonen. →Parameter, →Leistungsfaktor

Kette, kinematische

Kette, kinematische (chain, cinematic), von der Biomechanik aus der Getriebelehre übernommen als bewegliches System aus einzelnen Gliedern, das über Gelenke verbunden ist. So bilden der passive Bewegungsapparat (axiales Knochensystem mit Sehnen und Bändern) und die Arbeitsmuskulatur geschlossene kinematische Ketten bei Verbindung mit dem Boden und offene kinematische Ketten bei einem freien Endglied (z.B.  Speerwurf). Offene…

Kickstart

Kickstart (kickstart von "kick" treten, abstoßen), Variante des Schrittstarts, die eine schräge Platte des neuen FINA-Startblocks nutzt. Von dieser drückt sich der Schwimmer mit dem hinteren Fuß ab. Eine Studie zeigt, dass der Kickstart dem Trackstart in allen Bereichen überlegen ist. Das betrifft sowohl die mittlere horizontale Abdruckskraft als auch die mittlere Horizontalgeschwindigkeit beim Abdruck…

Kinematik

Kinematik (kinematics), griech. kinema „Bewegung“; Teilgebiet der Mechanik, die Bewegungen in ihrem Verlauf in Raum und Zeit beschreibt und als Geometrie der Bewegung mathematisch formuliert, wobei Kräfte unbeachtet bleiben. →Beschleunigung, →Geschwindigkeit, →Raumbahn Beispiele für die Erfassung kinematischer Größen in der Wettkampfanalyse des Schwimmens: Absprunggeschwindigkeit beim Start Absprungwinkel beim Start Abstoßgeschwindigkeit bei Start und Wende Schwimmgeschwindigkeit…

Kinematografie

Kinematografie (cinematography), griech. von kínēma, „Bewegung“, auch „Erschütterung“, „Veränderung“ und gráphein, „beschreiben“; auch →Kinematik. Apparatetechnik zur Aufzeichnung und Wiedergabe von Filmen. Aufnahme und Wiedergabe sportlicher Techniken durch Filmaufnahmen, die über Jahrzehnte die Grundlage zur Bestimmung kinematografischer Größen war (Winkel, Handgeschwindigkeit usw.), aber später durch Videoaufnahmen und inzwischen durch digitale Bildübertragung abgelöst wurde. Die durch die…

Kinemetrie

Kinemetrie (cinemetry), griech. von kínēma, „Bewegung“ und metrov „Maß“;  Verfahren zur Messung sich aus der Bewegung ergebender (kinematischer) Größen (→Zeit, →Geschwindigkeit, →Weg, →Beschleunigung usw.) bei sportlichen Bewegungen, auch Bildfolgeverfahren. Mit der Kinemetrie wird eine Bewegung durch Videobilder erfasst, die danach am PC digitalisiert und in 2D- bzw.  3D-Koordinaten umgerechnet werden Dazu werden Zeit- und zusätzliche…

Kinetische Kette

Kinetische Kette (kinetic chain ), aus der Getriebetechnik übernommener Begriff, der nur den strukturellen Zusammenhang der Glieder zeigt und keinerlei Hinweise auf die Gliederfunktion gibt. Auch der menschliche Körper besteht aus zahlreichen Gelenken, die verschiedene Gliedmaßen miteinander verbinden, z.B. Ober- und Unterschenkel durch das Kniegelenk. Dabei wird zwischen offener kinematischer Kette (open kinetic chain) und…

Kompressibilität

Kompressibilität (compressibillity), lat. comprimere „zusammendrücken“, „Zusammendrückbarkeit“; Verhältnis der relativen Volumenveränderung zur Druckänderung eines Mediums. Wasser kann zwar verformt und verdrängt, aber nicht zusammengedrückt werden, es behält sein Volumen weitgehend bei, auch wenn sich der Druck ändert (inkompressibel). Kompressibilität ist ein Maß dafür, wie leicht sich ein Stoff unter Druck zusammenpressen (verdichten) lässt. Die Kompressibilität von…

Koordinationsindex

Koordinationsindex (IdC) (coordination index), von Cholett et al. (2000) entwickelter Index zur Quantifizierung der Armkoordination im Kraulschwimmen, um Lücken (negative IdC) und Überlappungen (positive IdC) im Armantrieb zu messen. Der IdC steigt mit dem Leistungsniveau an und steht damit in Beziehung zur Schwimmgeschwindigkeit. Einen maßgeblichen Anteil hat dabei die Überlappung der Vortriebsphasen ("Superposition"). Die IdC…

Körper

Körper (body), (lat, corpus); In der Medizin gesamte materielle Komponente des Menschen oder nur ein Teil einer anatomischen Struktur. im Sinne von „Körperkultur“ bzw. Verhältnis von Körper und Geist: in der neueren Anthropologie wird die alte dualistische Gegenüberstellung von Körper und Geist überwunden und der Körper umfassend im Sinne von Haltung, Bewegung, Gesundheit, Krankheit, Ernährung,…

Körperachse

Körperachse (body axis), gedachte Hilfslinie durch den menschlichen Körper. Am Beispiel eines Schwimmers: durch dessen Körperschwerpunkt (KSP) gedachte Längs- (a), Breiten- (b) oder Tiefenachse (c). Dazu zählt man folgende Hauptebenen der Schwimmbewegung: parallel zur Wasseroberfläche die Horizontalebene (A), quer dazu die Frontalebene (B) und vertikal die →Sagittalebene (C). Im Schwimmen kommt der Rücken- und Bauchmuskulatur…

Körperschwerpunkt (KSP)

Körperschwerpunkt (KSP) (body’s centre of gravity, centre of mass), angenommener Punkt, in dem theoretisch die gesamte Körpermasse vereinigt ist (Massemittelpunkt) und an dem die Schwerkraftresultierende wirkt. Bei einem unregelmäßig geformten Körper ist der KSP schwer zu definieren und ändert sich mit der Körperstellung, d.h. er kann auch außerhalb des Körpers liegen. Greift die Kraft am…

Körpervolumen

Körpervolumen (body volume), Körperdichte (→Dichte)  

Kraft-Weg-Kurve

Kraft-Weg-Kurve (force-way-curve), Verfahren der biomechanischen Kraftdiagnostik, indem die Beziehung zwischen der aufgewendeten Kraft (F) und dem Zugweg (s1 –s2) grafisch dargestellt und damit der Verlauf der Kraft über den Weg registriert wird. Das Verhältnis wird im Schwimmen an der FES-Zugbank ermittelt und für die Kraftdiagnostik im Rahmen der KLD des DSV genutzt. Damit können typische…

Kraft-Zeit-Kurve

Kraft-Zeit-Kurve (force time curve), Verfahren der biomechanischen Kraftdiagnostik (→KLD), indem die Beziehung zwischen der aufgewendeten Kraft (F) und den beiden Zeitpunkten (t1 – t2) grafisch dargestellt und damit der Verlauf der Kraft über die Zeit registriert wird (→spezifisches Krafttraining). Apparative Voraussetzungen sind Kraftmessplatten (→Startblock, →Sprung) oder Kraft- bzw. Beschleunigungsaufnehmer (→FES-Armzuggerät). Mit der Kraft-Zeit-Kurve können Kraftstoß,…

Kraft, absolute

Kraft, absolute (strength, absolute), →Absolutkraft

Kraft, äußere

Kraft, äußere (force, external), abgeleitet von physikalischen Systemen kann zwischen inneren Kräften und äußeren Kräften unterschieden werden. Danach wirken  Innere Kräfte innerhalb eines Systems, während äußere Kräfte „von außen“ am System angreifen. In dem Sinne zählt zu den äußeren Kräften im Sport der Widerstand des Mediums in dem sich der Sportler bewegt (Luft, Wasser, Schnee)…