Biomechanik
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MAD-System
MAD-System (measure active drag), von Huub Toussaint entwickeltes System zur Messung der Armkraft beim Abdruck im Wasser. Das System besteht aus in Reihe (Abstände 1,35m, 80 cm unter Wasseroberfläche) geschalteten Kraftmessplatten („fixed pads“) über eine Strecke von 22 m. Exkurs: Die dynamischen Kräfte im Schwimmen zu messen ist nicht einfach, was schon aus den unterschiedlichen…
Masse
Masse (mass), (Physik) Eigenschaft der Materie, die sich in Trägheit (Massenträgheitsmoment) und Anziehungskräften (Schwerkraft) zwischen Körpern äußert. Maßeinheit ist das Kilogramm (kg). →Mechanik Das Verhältnis der Masse zum Volumen eines Körpers ist die Dichte (Massendichte). Diese bestimmt, ob wir im Wasser schwimmen oder sinken. Ein schwimmender Körper taucht so tief ein, bis die Masse des…
Massenträgheitsmoment
Massenträgheitsmoment (mass momentum), Maß der Trägheit rotierender Körper, auch Drehwiderstand. Das Verhalten eines Körpers bei einer Drehbewegung ist nicht nur von der Masse, sondern auch von ihrer Verteilung bezüglich der Drehachse abhängig. Das Verhalten wird daher durch das Massenträgheitsmoment des Körpers bestimmt. Es ist bei Rotationen um den KSP (J) das Produkt aus Masse (m)…
Massepunkt
Massepunkt (mass point), in der Mechanik idealisiertes Modell eines realen Körpers, dessen Volumen und Form vernachlässigt werden, um seine einfachen Bewegungen zu beschreiben. Der Massepunkt ist ein mathematischer Punkt ohne Ausdehnung und Rotationfreiheitsgrade (→Rotation), aber endlicher Masse. →Bewegungsgesetze Mehr zum Thema: https://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/physik-abitur/artikel/massepunkt-und-starrer-koerper - Zugriff 12.05.2020 und Video: https://e.video-cdn.net/video?video-id=EweUrvM47RjzdZ7itQByu4&player-id=AJYEiFY7L5cvRC_oBy-WmW - Zugriff 12.05.2020
Mechanik
Mechanik (mechanics), griech. mechané „Maschine, ‚Kunstgriff‘, Wirkungsweise“; als Lehre von der Bewegung von Körpern sowie den dabei wirkenden Kräften ein Teilgebiet der Physik, auf das sich die Biomechanik bezieht, um Ursachen und Wirkungen sportlicher Bewegungen zu untersuchen. Die Mechanik wird in die Kinematik und die Dynamik unterteilt. Während die Kinematik die Bewegungen beschreibt, erklärt die…
Mechanobiology
Mechanobiologie (mechanobiology), Bereich der Biomechanik, der sich auf die Fähigkeit menschlicher Zellen stützt, mechanische Signale wahrzunehmen und im Sinne einer biochemischen Antwort verarbeiten zu können. Obwohl diese Eigenschaft (Mechanosensitivität) seit langem bekannt ist, war unklar, wie mechanische Kräfte in Zellen verarbeitet werden, da die Kräfte auf molekularer Ebene sehr klein und daher schwer zu messen…
Merkmale, biomechanische
Merkmale, biomechanische (characteristic, biomechanical), charakteristische Eigenschaften von Kategorien der Biomechanik in Anlehnung an die Mechanik und bei Beachtung des zeitlichen und räumlichen Bewegungsverlaufs. .
Messplatztraining
Messplatztraining (training with measurement systems), Einsatz von Feedback-Verfahren, indem computergestützte Bildinformationen oder Messwerte unmittelbar im Training genutzt werden (Feedbacktraining). →Messplatz Im Schwimmen sind dazu Strömungskanäle hervorragende Trainingsmittel, da sowohl Informationen zur Schwimmstruktur (Schwimmgeschwindigkeit, Frequenz, Zyklusweg, sowie Details über Phasen des Einzelzuges) als auch physiologische Parameter (Sauerstoffaufnahme, Laktat, Puls…) ermittelt werden können, woraus Aussagen zur Bewegungsökonomie…
Muskelarbeitsweise
Muskelarbeitsweise (muscle work way), durch Widerstände (→Last) und Bewegungsaufgabe bestimmter Einsatz der verschiedenen Kontraktionsformen des Muskels, die zumeist gemischt auftreten. Mehr zum Thema: Video: https://www.youtube.com/watch?v=zlOKfog2ebs Zugriff 28.10.2020
Muskelkontraktion
Muskelkontraktion (muscle contraction), lat. contractio „Zusammenziehung“; Spannungserhöhung im Muskel, die zumeist (ausgenommen isometrische Kontraktion) zu einer Verkürzung des Muskels führt. Im quergestreiften Muskel gewährt die gegenseitige Verschiebung der Aktin- und →Myosinfilamente die Kontraktion (→Muskelfaser). Hinzu kommt neuerdings Titin als "drittes kontraktiles" Filament (Herzog 2018). Es werden folgende Formen der Muskelkontraktion unterschieden: isometrisch (erhöhte Spannung ohne…
Muskelleistung
Muskelleistung (muscle performance), physiologisch der Betrag an Energie, der durch Muskelarbeit pro Zeitintervall verbraucht bzw. freigesetzt wird, biomechanisch reduziert auf das Produkt aus Muskelkraft (F) und Muskelkontraktionsgeschwindigkeit (v), gemessen in Watt bzw. Nm/t. Hill (1938) verband erstmals die mechanische Leistung eines Muskels und die dazu notwendige Energiezufuhr pro Zeiteinheit mit dem Bewegungsablauf, welcher mit der…
Muskelleistungsschwelle
Muskelleistungsschwelle (MLS) (muscle performance threshold), Maximum der mechanischen Muskelleistung, das beim Einzelmuskel etwa bei 30-35% der maximalen Last, bei Muskelgruppen etwa bei 50-60% des konzentrischen Lastmaximums liegt (Martin 2001). Die MLS ist in der Leistungs – Last - Kurve (→Hillsche Kurve) der Kulminationspunkt und wird zur Bestimmung der Widerstände für das Schnellkrafttraining nach der Muskelleistungsmethode…
Normalkraft
Normalkraft (normal force; standard force), Komponente einer senkrecht auf eine Fläche einwirkenden Kraft. Damit für schiefe Ebenen zutreffend, ansonsten Normalkraft = Gewichtskraft. Das Produkt aus Normalkraft und Reibungskoeffizient ergibt die Reibungskraft (Wick 2005). Mehr zum Thema: http://www.spektrum.de/lexikon/physik/normalkraft/10425 - Zugriff 26.01.21
Oberflächenspannung
Oberflächenspannung (surface tension), Eigenschaft der Oberfläche als Grenzfläche zwischen einer Flüssigkeit und einem Gas, am Beispiel des Schwimmens zwischen Wasser und Luft. „Die Oberflächenspannung wirkt in der Oberfläche.
Open-Loop -Bewegung
Open-Loop -Bewegung (open-loop movement), Begriff aus der Kybernetik: „geöffnete Schleife = offener Regelkreis“, ein Steuerungs- und Regelungsvorgang, bei dem eine starre Steuerung durch eine vorgegebene Befehlskette vorliegt, die unabhängig vom System-Output (Feedback) oder von Informationen aus der Umgebung agiert (http://flexikon.doccheck.com/de/Open-loop-Kontrolle- Zugriff 20.02.21). →closed loop Übertragen auf die Motorik handelt es sich um eine motorische Fertigkeit,…
Phase (im Einzelzyklus)
Phase (im Einzelzyklus) (phase), griech. Phasis „Erscheinung“; Zeitabschnitt innerhalb einer Entwicklung; hier Teile einer sportlichen Bewegung. Meinel & Schnabel (2004) strukturierten azyklische Bewegungen in drei Phasen: Vorbereitungs-, Haupt- und Endphase. Bei zyklischen Bewegungen nehmen die erste und letzte Phase den Charakter einer Überleitenden-, Zwischen- bzw. Übergangsphase an. →Phaseneinteilung Bei der Vermittlung und Beschreibung von Schwimmtechniken…
Phase, einleitende
Phase, einleitende (phase, introductory), erster Teil des Bewegungszyklus im Schwimmen bei der die Abdruckflächen in günstige Ausgangsposition gebracht werden. In der Praxis spricht man von "Wasserfassen" (Catch). Die relative horizontale Extremitätengeschwindigkeit ist noch geringer als die Schwimmgeschwindigkeit. Krafteinsatz und Zuggeschwindigkeit werden auf eine optimale Realisierung der folgenden Hauptphase abgestimmt (Walther et al. 1985). →Phaseneinteilung Mehr…