Anatomie
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Hyperlordose
Hyperlordose (hyperlordosis), Beugung über die physiologische Krümmung der Wirbelsäule (→Lordose) im Brust- und Lendenbereich (Hohlkreuz) hinaus als Fehlhaltung, die oft mit schmerzhaften Verspannungen einhergeht. Beim (nichtsportgerechten) Brustschwimmen und Delfinschwimmen ist die Haltung meist zwanghaft, wobei der Kopf aus dem Wasser herausgehalten und eine Hyperlordose der Hals- und Lendenwirbelsäule verursacht wird. Dies bewirkt eine Anspannung der…
Hypermobilität
Hypermobilität (hypermobility), übersteigerte Gelenkbeweglichkeit, die angeboren oder durch Training ausgelöst sein und oft muskulär nicht mehr ausreichend gesteuert werden kann. Beim Kleinkind ist sie noch physiologisch. Wenn Hypermobilität später zu Beschwerden führt spricht man vom Hypermobilitätssyndrom. Dazu neigen Akrobaten („Schlangenmensch“), Turner und Tänzer, die von der Gelenküberbeweglichkeit profitieren. Die pathologisch bedingte, angeborene oder erworbene lokale…
Hyperplasie
Hyperplasie (hyperplasia), lat. hyperplasia „übermäßige Zellbildung“; Größenzunahme eines Gewebes oder Organs durch Vermehrung der Zellen (numerische Hypertrophie), im Gegensatz zur Hypertrophie, die auf Größenzunahme der Zelle beruht. Die Hyperplasie ist bis zum frühen Kindesalter an der Zunahme der muskulären Leistungsfähigkeit beteiligt, die im weiteren Lebensverlauf von der Muskelhypertrophie übernommen wird. Zur Frage des Anteils der…
Hypertrophie
Hypertrophie (hypertrophie), lat. hypertrophia „Überernährung"; Größenzunahme eines Gewebes oder Organs durch Zellvergrößerung bei gleicher Zahl an Zellen nach dem Prinzip „Mehr vom Gleichen“ im Gegensatz zur →Hyperplasie. (ROCHE Lexikon, S. 833). Gegenteil: →Hypotrophie Hypertrophie wird erreicht durch funktionelle Trainingsbelastung oder hormonelle Beeinflussung (→Anabolika). Beim Krafttraining scheint die bei der Muskelarbeit entstehende Spannung die Hypertrophie auszulösen. Sie…
Hypomobilität
Hypomobilität (hypomobility), unzureichende bzw. eingeschränkte Beweglichkeit in den Gelenken durch knöcherne Einschränkungen oder anhaltende Muskelverkürzungen, die zu erhöhtem Verletzungsrisiko (→Muskelzerrungen) führen können. Durch Muskelfunktionstests sind die Dysbalancen zu ermitteln und durch Kräftigungs- und Dehnprogramme zu beheben.
Hypothalamus
Hypothalamus (hypothalamus), Teil des Zwischenhirns (Diencephalon), zentrales Regulationsorgan vegetativer und endokriner Funktionen wie Nahrungs- und Wasseraufnahme, Körpertemperatur, Kreislauf, Sexualität und Schlaf (ROCHE Lexikon 1987, S.840). Als oberstes Regulationszentrum des menschlichen Hormonsystems beeinflusst der Hypothalamus entscheidend die Energiebereitstellung, z.B. die schnelle Glucoseversorgung durch Adrenalin (→Hormone). Andererseits werden durch Sport sowohl die nervale (autonomes Nervensystem und Hypothalamus-Nebennierenmark-Achse)…
Hypothrophie
Hypothrophie (hypotrophy), lat. hypotrophia „Unterernährung“; Schrumpfung oder verringertes Wachstum von Geweben oder Organen durch Mangelernährung oder funktionelle Minderbelastung, z.B. bei körperlicher Inaktivität der Verlust an Muskelmasse. Gegenteil: →Hypertrophy Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Hypotrophie - Zugriff 15.08.2019
Innenrotation
Innenrotation (internal rotation), Drehbewegung einer Extremität um die Längsachse (→Körperachse), wobei die Drehrichtung nach innen zeigt (Einwärtsdrehung). Sie wird ermöglicht beim Oberschenkel durch das Kugelgelenk der Hüfte, beim Arm durch das kugelige Schultergelenk (→Schultergürtel) und beim Knie (→Schwimmerknie) durch ein zusammengesetztes Gelenk aus Oberschenkelknochen, Kniescheibe und Schienbein, beim Fuß durch das obere und untere Sprunggelenk…
Kapillare
Kapillare (capillary), (lat. capillus „Haargefäß“); kleinstes Blutgefäß mit sehr dünner Wand (Endothel), die den Austausch von Gasen (→Gasstoffwechsel), Nährstoffen und Stoffwechselendprodukten (→Stoffwechsel) zwischen Blut und Gewebe ermöglicht. →Kapillarisierung, →Hämatokrit Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Blutkapillare- Zugriff 8.11.2019
Kapillarisierung
Kapillarisierung (capillarization), Entwicklung der Kapillaren im Sinne eines „Netzwerkes“ (Kent, 1994) durch Verlängerung oder Erweiterung (Kollateralenbildung). Beim aeroben Ausdauertraining ist der Sauerstoff der Energiespender. Es kommt also darauf an, soviel wie möglich dieser Energie der arbeitenden Skelettmuskulatur zuzuführen. Das geschieht in der letzten Stufe in den Kapillaren. Davon sind im Ruhezustand nur ein Bruchteil (bis…
Kapuzenmuskel
Kapuzenmuskel, Kappenmuskel, Trapezmuskel (trapecius), (m. trapezius), in der Fachliteratur mehr als Trapezmuskel bekannt, die Bezeichnung Kapuzen- oder Kappenmuskel ist auf seine Lage im Nackenbereich zurückzuführen. Ursprung: Halswirbel, Brustwirbel, Ansatz: Schlüsselbein, Schulterhöhe, Schulterblattgräte, Funktion: Schultern nach oben, hinten und unten ziehen. Häufig führt eine Verhärtung (→Myogelose) des Trapezmuskels zu schmerzhafter Nackenverspannung bis zur Auslösung von Kopfschmerz. Therapie:…
kardial
kardial (cardia), griech. kardiā „Herz“; das Herz betreffend (z.B. Kardial-Reanimation = Herzwiederbelebung), →Kardiologie
Kardiologie
Kardiologie (cardiology), griech. kardiā „Herz“ und lóga „Lehre“; Lehre vom Herzen, Diagnostik und Behandlung von Herz und Kreislauferkrankungen. Da das Herz- Kreislauf-System im Sportschwimmen stark beansprucht wird, ist die sportkardiologische Diagnostik Bestandteil der sportmedizinischen Grunduntersuchungen, um ein kardiales Risiko durch Hochleistungstraining weitgehend zu verhindern. Todesfälle sind zwar im Leistungssport relativ selten, haben aber meistens kardiovaskuläre…
kardiovaskulär
kardiovaskulär (cardiovascular), Herz- und Gefäße ( →Herz-Kreislaufsystem) betreffend
Kleinhirn
Kleinhirn (cerebellum), Teil des Gehirns mit wichtiger Funktion für die Motorik, als Schaltstelle zwischen Muskel und Hirnrinde (cortex) besonders für Feinabstimmung und Koordination. Von jedem Befehl der Rinde an den Muskel (Efferenz) geht eine „Efferenzkopie“ an das Kleinhirn, die dann mit der Rückmeldung (Reafferenz) verglichen wird. Das Kleinhirn ist weiter bedeutsam für Muskeltonus und Körpergleichgewicht. Sportliche…
Kniegelenk
Kniegelenk (knee-joint), als „Vermittler zwischen Hüftgelenk und Sprunggelenken“ (Tittel, 2003, S.192) das größte, komplizierteste und empfindlichste Gelenk des Menschen. Es kann im Gegensatz zu anderen Gelenken gegensätzliche Funktionen verrichten, von der Stabilisierung (Stand) bis zur Beugung des Beines und der Innen- wie Außenrotation des Unterschenkels dank der Freiheitsgrade durch drei Knochen und sechs Gelenkflächen. Der…
Knochen
Knochen (bone, bones), stabiler, passiver Teil des Bewegungsapparates aus Bindegewebe in seiner härtesten Form. Die über 200 Einzelknochen des menschlichen Skeletts sind kurz, lang, flach oder unregelmäßig geformt. Etwa 180 davon dienen in der Bewegung als Hebel und Ansatzpunkte für die Muskulatur (→aktiver Bewegungsapparat), andere stützen oder schützen Weichteile (z.B. im Becken, Brustkorb). Mit ihrer…