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Anatomie

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Antagonist

Antagonist (antagonist), griech. anti „gegen“ + agone „Bewegung“; In der Anatomie der Gegenspieler, der Muskel, der dem Agonisten entgegen wirkt, nicht immer aktiv, sondern auch durch passive Dehnung. Erst das Zusammenspiel von Agonist und Antagonist (→Synergisten) erlaubt die Koordination von Bewegungen. Auch gibt es zahlreiche Muskeln, die formal als Antagonisten gelten, aber als Synergisten wirken.…

Anteversion

Anteversion (anteversion), lat. ante „vor“ + vertere „wenden, drehen“; Vorschwingen eines Beines oder Armes in der Sagittalebene. Gegenteil: →Retroversion Beispiel: Stand, Arme aus der Tiefhalte in die Vorhalte (waagerechte Armhaltung) heben. Die Hauptarbeit von 58% leistet hierbei der Deltamuskel (m. deltoideus), während sechs weitere Muskeln die restlichen 42% übernehmen.   Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Anteversion am…

Anthropometrie

Anthropometrie (anthropometry), griech. anthropos „menschlich“+ metron „Maß“; Methode zur Erfassung der metrischen Verhältnisse am menschlichen Körper. Die Anthropometrie spielt eine wichtige Rolle zur Quantifizierung morphologischer Veränderungen (→Morphologie) durch das Training, bei Modellbildungen für Körperbewegungen (biomechanische Anthropometrie) und bei der Bestimmung von Körperbautypen/ Konstitutionstypen (→Körperbaumerkmale). Da leistungssportliches Training im Schwimmen vorwiegend in einem Lebensalter stattfindet, in…

Apophyse

Apophyse (apophysis), seitlicher Knochenauswuchs, der als Sehnenansatz dient, auch „sekundäre Epiphyse“ (Roche-Lexikon). Besonders im Kindesalter (erste Hälfte der Pubertät) sind die Apophysen der unteren Extremitäten gefährdet, die über ein eigenes Ossifikationszentrum verfügen und so manchmal der Entwicklung (Verknöcherung) etwas „hinterherhinken“, zumal sie während der Wachstumsphase nur durch Knorpelgewebe mit dem übrigen Knochen verbunden sind und…

Armbeuger

Armbeuger (m. brachialis), Muskel mit Ursprung unterhalb des „Bizeps“ am Oberarmknochen und Ansatz an der Ellenrauhigkeit. Funktion: Beugung des Unterarmes und damit beteiligt an allen Armzugbewegungen beim Schwimmen. Die klassische Übung zur Kräftigung des m. brachialis ist der „Biceps Curl“ mit der Langhantel oder an der Bizepsmaschine (auch „Armbeuger“ genannt).  Mit dieser Maschine können der…

Armmuskel, dreiköpfiger

Armmuskel, dreiköpfiger (m. triceps brachii), Ursprung: Schulterblatt, Oberarmknochen, Ansatz: Ellenhaken, Funktion: Streckung des Armes im Ellenbogengelenk (z.B. Liegestütz), wichtigster Muskel für die Druckphase in den Schlagschwimmarten, besonders beim Tauchzug im Brustschwimmen. Wegen seiner hohen Belastung sollte der "Trizeps" regelmäßig gedehnt werden. Übungen zur Kräftigung: Trizepsdrücken beidarmig, stehend (mit Seil) Kickback mit Kurzhantel oder Gymnastikband Liegestütz…

Armmuskel, zweiköpfiger

Armmuskel, zweiköpfiger (m. biceps brachii), Ursprung: Schulterblatt, Ansatz: Speiche, Funktion: Stabilisierung des Schultergelenks, Anheben des Armes nach vorn und kräftiger Beuger bei supiniertem Unterarm sowie bei gebeugtem Ellenbogengelenk Supinator (→Supination), stark beteiligt an der Zugphase im Schwimmen. Übungen zur Kräftigung: Langhantel-Bizepscurl (Armbeugen) Kurzhantel-Bizepscurl Konzentrationscurl (genaue Beschreibung der Übungen bei McLeod, I. (2010). Schwimmen Anatomie. Copress…

Armspannweite

Armspannweite (arm width), Spannweite der in horizontaler Ebene seitwärts ausgestreckten Arme, gemessen wird die Entfernung von Mittelfinger zu Mittelfinger (der Schwimmer steht dabei frontal an einer Wand). Für Schwimmer werden Spannweiten von 101,4 – 102,8% der Körperhöhe angegeben (Fröhner, 2002); bei Topschwimmern konnten schon 115% ermittelt werden. →Eignungsmerkmal, →Talentauswahl, →Anthropometrie, Spanische Wissenschaftler ermittelten bei 13jährigen Schwimmern…

Arterie

Arterie (artery), Schlagader, die arterielles (sauerstoffreiches) Blut vom Herzen zur Peripherie führt, sauerstoffreich im Körperkreislauf, sauerstoffarm im Lungenkreislauf. Arterien sind im Vergleich zu Venen dickwandiger, da sie einem höheren Blutdruck entgegenwirken müssen. Die größte Arterie ist die Aorta, zur Peripherie verkleinern sie sich (Arteriolen, Kapillaren). Der arterielle Innendruck (→Blutdruck) verändert sich zwischen Auswurfphase des Herzens…

asthenisch

Asthenisch (asthenic), griech. asthenés „bedeutet schwach, kraftlos, matt“; Konstitutionstyp →hypoplastisch  

Atemmuskulatur

Atemmuskulatur (respiratory musculature), Muskeln, die durch Erweiterung des Thoraxraumes die äußere →Atmung ermöglichen. Dazu zählen das Zwerchfell (Diaphragma) und die Zwischenrippenmuskeln (Intercostalmuskulatur) unterstützt von einer Reihe von Muskeln der Hals-, Brust- und Bauchmuskulatur (Atemhilfsmuskeln). →Zwerchfellatmung Da der Schwimmer gegen den hohen →Wasserdruck einzuatmen hat, ist eine kräftige Atemmuskulatur (→Atemtraining) besonders wichtig, Untersuchungen zeigten, dass diese…

Atemsystem

Atemsystem/Atmungssystem (breathing system), System der die Atmung sichernden Organe, die aus den Leitungswegen für die Atemluft (Nasenhöhle, Rachen, Kehlkopf, Luftröhre, Bronchien) und dem Zentrum des Gaswechsels (Lunge) bestehen. Im Alter kommt es zu anatomischen und physiologischen Veränderungen im Atemsystem: abfallendes Zwerchfell, verringerte Rippenelastizität, Schwund an elastischen Fasern in der Lunge, Verringerung der Alveolenzahl, dadurch verkleinerte…

Atemzentrum

Atemzentrum (respiratory center), Im verlängerten Rückenmark (medulla oblongata) befindliche Nervenformation, die Rhythmus, Tiefe und Frequenz der Atmung steuert. Dabei bestimmen Neuronen den Atemrhythmus, signalisiert durch Chemorezeptoren, die die Konzentration von Kohlendioxid (CO2→Partialdruck) im Blut messen können. Steigt dieser an, werden die inspiratorischen Neurone erregt. Andere Reize erhalten die Neurone des Atemzentrums von (Chemo-)Rezeptoren, die z. B.…

Atmung

Atmung (breathing; respiration), Aufnahme der Luft in die Alveolen der Lunge zum Gasaustausch. Das Atemsystem sichert den in den Ausdauersportarten hohen Bedarf an Sauerstoff, im Schwimmen bereits bei allen Disziplinen ab 100m (45 Sek.). Dabei ergeben sich durch das Medium Wasser besondere Anforderungen an die Atmung: die Kopplung an den Bewegungsrhythmus, die eingeschränkte Atemfrequenz im…

Atmungssystem

Atmungssystem (repiratory system) →Atemsystem  

Aufholwachstum

Aufholwachstum (catch up growth), beschleunigtes (kompensatorisches) Wachstum bei Heranwachsenden nach einer Phase der Stagnation durch Krankheit oder Mangelernährung. Ferner kann auch zu hohe Belastung (→Stress) das Wachstum einschränken, Sie wirkt auf das Großhirn, das bei der Ausschüttung von Wachstumshormonen eine Rolle spiele. Allerdings sind 95 % der Wachstumsstörungen durch zum Teil noch unbekannte Ursachen bedingt.…

Außenrotation (des Unterschenkels)

Außenrotation des Unterschenkels (lateral rotation of the lower leg), schwungvolle Bewegung bei der Brust-Beinbewegung unter Beteiligung des geraden Schenkelmuskels und des Spanners der Oberschenkelbinde. Die Außenrotation ist nur durch die Beugung im Kniegelenk möglich und mit erheblicher Belastung der Seitenbänder verbunden.  →Schwimmerknie.

autochthon

autochthon (autochthon), griech. autochthon „bodenständig, eingeboren, alteingesessen“; hier im Sinne von „ortsständiger“, in der Embryonalentwicklung angelegter Muskulatur, wie die Muskulatur zur Aufrichtung des Rückens, die sich beidseitig entlang der Wirbelsäule erstreckt und diese aufrichtet und stabilisiert. Deshalb wird sie auch als Rückenstrecker (Musculus erector spinae) bezeichnet. Gegensatz = „eingewanderte“ (allochthone) Muskulatur. mehr zum Thema:  http://flexikon.doccheck.com/de/Musculus_erector_spinae…

auxotonisch

auxotonisch →Kontraktionsform, auxotonische

Axon

Axon (effernt conducting nerve fibre), Fortsatz eines Neurons, der Nervenimpulse weiterleitet. Mehr zum Thema: http://flexikon.doccheck.com/de/Axon