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Trainingsprozess
Trainingsprozess (training process), zeitliche Reihenfolge der komplexen Trainingsmaßnahmen zur Entwicklung der sportlichen Leistung.oder einfach Training.
Trainingspuls
Trainingspuls (training pulse), Herzfrequenz pro Minute während der Trainingsbelastung im Gegensatz zum Ruhepuls. Während Pulsmessungen während des Schwimmens früher ungenau waren, gibt es mittlerweile eine ganze Reihe von Pulsuhren, die beim Schwimmen die Herzfrequenz übertragen können. Ein Brustgurt zeichnet die Herzfrequenzdaten beim Schwimmen auf, die auf eine kompatible Uhr außerhalb des Wassers in Reichweite des…
Trainingsqualität
Trainingsqualität (Training Quality), Übereinstimmung von Leistung und Anspruch; Güte, Wertigkeit des von der Sportwissenschaft definierten Trainingsbegriff bei Beachtung des Spannungsverhältnises zwischen Sportpädagogik und Trainingswissenschaft. Brand (2006) kombiniert den pädagogischen Qualitätsbegriff mit dem Qualitätsbegriff der Dienstleistung, um so zu Qualitätsdimensionen zu gelangen, bei denen einerseits die subjektive Bewertung des Trainings durch den Sportler und andererseits die…
Trainingsreiz
Trainingsreiz (training stimulus) →Reiz, →Prinzip des wirksamen Belastungsreizes
Trainingssteuerung
Trainingssteuerung (training control), Regulierung von Trainingsplanung und -durchführung (Training) durch stete Kontrolle des absolvierten Trainings (→Trainingsdokumentation) und des Leistungszustandes (→Wettkampfanalyse, →Leistungsdiagnostik). Die hohen Erfordernisse einer Trainingssteuerung im Hochleistungstraining setzen das Zusammenwirken von Trainer (n), Trainingswissenschaftler (Leistungsdiagnostiker), Sportmediziner, Ernährungswissenschaftler, Psychologen und Laufbahnberater voraus (→Trainer-Berater-System). Zudem müssen wir immer beachten, dass "jeder Athlet ein einzigartiges biologisches und…
Trainingsstufenplan
Trainingsstufenplan (plan of training stage) →Grundkonzeption, trainingsmethodische
Trainingstagebuch
Trainingstagebuch (training diary), Aufzeichnungen zum Training mit entsprechendem Feedback durch Trainer und/oder Sportler. Mit dem Trainingstagebuch können Hinweise zu Ursachen der Leistungsentwicklung und damit verbundener Verhaltensweisen gegeben werden. So wirkt es ergänzend zur Trainingsdokumentation, kann diese aber nicht ersetzen, da zumeist durch die mangelnde Systematik die Wirkungsweise des Trainings nicht objektiv erfasst werden kann. Das…
Trainingsübungen
Trainingsübungen (training exercises), die im Training genutzten Körperübungen als Element der Trainingsmittel. Ihre Kategorisierung ist eine Frage der damit verbundenen Zielstellung (nach Sportart, beanspruchter Muskelgruppe, energetischen Leistungsvoraussetzungen usw.). Überzeugend ist die allgemeine Kennzeichnung nach Bewegungs- und Belastungsstrukturen der Wettkampfübung (Leistungsstruktur): Wettkampfübung: weitestgehend Übereinstimmung mit der Wettkampfstruktur (z.B. wettkampfspezifische Ausdauer / Belastungszone 6) Spezialübung: teilweise Übereinstimmung…
Trainingsuhr
Trainingsuhr (training clock), im letzten Jahrhundert beschränkt auf die Pausenuhr, inzwischen erweitert auf Fitness-Tracker, Pulsuhren mit GPS...nur laufen und schwimmen sollte man noch selbst, bis die Roboter kommen.
Trainingsumfang
Trainingsumfang (training volume), in Sportwissenschaft und Trainingspraxis uneinheitlich gebrauchter Begriff, der sich im Schwimmen zumeist auf den Umfang an Trainingsstunden oder absolvierten Kilometern bezieht und in dem Fall identisch mit Belastungsumfang oder Trainingszeit verwendet wird. Geht man vom Training als Gesamtheit aller Maßnahmen zur Entwicklung der sportlichen Leistung aus, dann gehören zum Trainingsumfang auch Maßnahmen…
Trainingsweltmeister
„Trainingsweltmeister“ („world champion of training“), ironisch-kritische Bezeichnung für einen Sportler, der wiederholt seine guten Trainingsleistungen nicht im Wettkampf umsetzen kann. Das Phänomen des Trainingsweltmeisters ist in der Theorie noch nicht ausreichend beschrieben worden. Die meisten Autoren sehen aber einen Zusammenhang von Persönlichkeit und sportlicher Leistung bei besonders emotionalen Einfluss. Oft stehen Schwimmer unter Erfolgsdruck und…
Trainingswettkampf
Trainingswettkampf (training competition), Überprüfung des sportlichen Ausbildungsstandes unter wettkampfnahen Bedingungen im Training und Verbesserung der wettkampfspezifischen Ausdauer -bis zum Üben eines bestimmten Wettkampfrhythmus (Vor-, Zwischen- und Endlaufverhalten). Der Trainingswettkampf spielt als Vorbelastung vor Hauptwettkämpfen eine wichtige Rolle und ist individuell in seinem optimalen Abstand zum ersten Wettkampftag (3-7 Tage) zu ermitteln. Das amerikanische College-Programm mit…
Trainingswirkung
Trainingswirkung (training effect), Veränderung der Leistungsvoraussetzungen durch Trainingsreize. Dabei beschreibt das bislang häufig verwendete Modell der Superkompensation die komplexe Trainingswirkung unzureichend. Stark (1984) stellte deshalb den Begriff der Informationsorganisation dem Reiz-Anpassungs-Gesetz gegenüber. Somit liegen zwei Grundmechanismen der Wirksamkeit des Trainings zugrunde, einmal die informationellen Prozesse und Kopplungen (Informationsorganisation) zum anderen die morphologisch-funktionellen Anpassungen (Superkompensation). Die…
Trainingswissenschaft
Trainingswissenschaft (science of training), Disziplin der Sportwissenschaft, die sich mit den allgemeinen Zusammenhängen in Training und Wettkampf im Sport beschäftigt. Sie hat vorrangig den Charakter einer angewandten Wissenschaft und stützt sich auf Erkenntnisse der Medizin, Biomechanik, Pädagogik, Psychologie und Soziologie. Ihre handlungsorientierte Komponente ist die Trainingslehre. Ihr Bezugspunkt ist die "Bewährung in der Praxis" (Joch,…
Trainingswissenschaft, angewandte
Trainingswissenschaft, angewandte (applied training science), Verständnis der Trainingswissenschaft als „anwendungsorientierte Humanwissenschaft, die technologisches Wissen generiert, dabei jedoch ebenfalls zur Gewinnung des dafür erforderlichen Hintergrundwissens durch Grundlagenforschung beizutragen hat“ (Schnabel et al.2008, S.21). Eine Wissenschaft muss weiterentwickelt (forschen), vermittelt (lehren) und für die Praxis nutzbar (anwenden) gemacht werden. Diese drei Aspekte stehen nicht im Wiederspruch zueinander,…
Trainingswissenschaftler
Trainingswissenschaftler (training scientists), Sportwissenschaftler, der sportliche Leistungen (im Training und Wettkampf) sowie deren Bedingungen analysiert, beschreibt, begründet und überprüft. Die Trainingswissenschaftler beraten zumeist an den OSP die Kadersportler. Sie sind in der Regel spezialisiert als Biomechaniker oder Trainingsmethodiker in einer Sportart oder sportartübergreifend (z.B. Sprung-, Kraft-, Beweglichks-Diagnostik. Zunehmend sind Trainingswissenschaftler in Theorie und Praxis von…
Trainingszyklus
Trainingszyklus/Trainingszyklisierung (training cycle/cyclization), lat. cyclus „Kreislauf“; Kreislauf regelmäßig wiederkehrender Dinge und Ereignisse, typisches Beispiel Tag-Nacht Rhythmus, Jahreszeiten usw. Im Sport ein Trainingsprinzip wonach das Training nicht als geleichförmiger Prozess gestaltet werden soll, sondern als ein hierarchisch geordnetes System von unterschiedlich langen Trainingsabschnitte, „die in ihrer inhaltlichen, didaktisch-methodischen und belastungsmäßigen Grundstruktur und damit in ihrer Hauptwirkungsrichtung…