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Transfer

Transfer (transfer), lat. transferre „hinüberbringen“;  aus der Lernpsychologie, wonach bereits erworbene Vorgänge beim Lernen oder Denken bei einer neuen Aufgabe übernommen (übertragen) werden. Ursprünglich: „Übungsübertragung“.  Transfer wird vielfach verwendet, so kann es für Datenaustausch, Transport, Geldüberweisung ins Ausland oder Spielerwechsel im Fußball stehen. Auch motorisches Lernen beruht auf Transfer, indem bereits vorhandene motorische Programme einbezogen…

Transfer, kontralateraler

 Transfer, kontralateraler (transfer, against-laterally), Seitigkeitstransfer als Spezialfall der Transferenz. Ausgehend von der neuralen Ansteuerung bewirken Übungen auf der einen Körperseite (z.B. linker Arm) einen Übertragungseffekt auf die andere Seite (rechter Arm). →Seitigkeit, →Detraining

Transferenz

Transferenz →Transfer

Transformation

Transformation (transformation), lat. transformare „umformen“; allg. Umwandlung, Umformung.   Im Training spielt die Transformation in der Adaptation an sportliche Belastungen eine Rolle, indem man davon ausgeht, dass nach hoher Trainingsbelastung durch Entlastung die Reizanpassung im Organismus optimaler erfolgen kann (→Superkompensation). Das betrifft zum Beispiel die durch das Grundlagenausdauertraining auf muskelzellulärer Ebene überwiegend oxidativ adaptierten schnellen…

Transformationsphase

Transformationsphase →Transformation

Transfusion

Transfusion (transfusion), lat. trans- hinüber, fundere – fließen; Blutübertragung, Da inzwischen in deutschen Klinken Routine (fünf bis sechs Millionen Blutbeutel werden in Deutschland jedes Jahr verabreicht), werden die Risiken einer Bluttransfusion auch bei völliger Übereinstimmung aller derzeit messbaren Blutgruppeneigenschaften noch unterschätzt. Denn die Milliarden roter und weißer Blutkörperchen werden vom Körper als Fremdlinge ausgemacht, die das…

Transgender

Transgender (lat. trans "jenseitig" und engl. gender "soziales Geschlecht"), Bezeichnung für Menschen, deren Geschlechtsidentität oder Geschlechtsrolle von demjenigen Geschlecht abweicht, das ihnen zu Beginn ihres Lebens aufgrund augenscheinlicher körperlicher Geschlechtsmerkmale zugewiesen wurde. Der Begriff Transgender hat sich als Selbst- oder Fremdbeschreibung und Positionsbestimmung im gesellschaftlichen heteronormativen Raum etabliert (WIKIPEDIA). "Trans" ist für den Sport besonders interessant,…

Transition

Transition (transition), lat. "transitus" "Übergang"; In der Pädagogik/Sozialpsychologie der Übergang in eine andere/neue Lebensphase, wie der Eintritt in den Kindergarten, die Schule, das Jugendalter, aber auch die Scheidung und damit verbundene Trennung fallen darunter. Die leistungssportliche Karriere erfordert auch Phasen mit wichtigen Veränderungen im Lebenslauf, wie die Aufnahme in die Sportschule, an einen Stützpunkt, in…

Translation

Translation (translation), lat. translatio „Übertragung, Übersetzung“; neben der Rotation eine grundlegende Bewegungsart der Biomechanik, „bei der alle Punkte des betrachteten Körpers deckungsgleiche Bahnen durchlaufen“ (Göhler, 2001), z.B. geradlinige, parabelförmige oder s-förmige Bewegungsbahn.

Translationsgefühl

Translationsgefühl (translation feeling), lat. translatio „Übertragung, Übersetzung“; unter Translation versteht man in der Biomechanik eine geradlinige Bewegung in genau einer Richtung, bei der alle Punkte des bewegten Körpers parallel um gleichlange Strecken verschoben werden. Davon abgeleitet bezeichnet Tranlationsgefühl das taktile Empfinden des erzeugten Vorschubs beim Schwimmen. Das differenzierte Wassergefühl, d. h. Antriebsgefühl (= taktile Empfindung z. B.…

Transmitter

Transmitter (transmitter), lat. transmittere „hinüberschicken, übertragen“; Substanz, die Erregungen weitergibt wie zum Beispiel Acetylcholin, Noradrenalin oder Dopamin, die als Neurotransmitter Nervenimpulse an der Synapse übertragen. →Erregungsübertragung, →Serotonin   Mehr zum Thema: https://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/biologie-abitur/artikel/transmittersubstanzen-sichern-die-funktion-chemischer

Transportieren

Transportieren (lifesaving carry o. transport), Rettungstechnik aus dem Rettungsschwimmen zur Überbrückung bestimmter Distanzen im Wasser für einen sich bei Bewusstsein befindlichen aber schwimmunfähigen Verunfallten durch aktive Schwimmtätigkeit eines Rettungsschwimmers. (Text Harald Rehn)

Transportkosten

Transportkosten (energy cost), in der Leistungsphysiologie von Pendergast & Di Prampero (1977) beschriebenes Konzept, wonach der Energieverbrauch pro Strecke definiert ist (ml O2*m-1). Die Transportkosten steigen mit der Schwimmgeschwindigkeit.  

Trapezmuskel

Trapezmuskel (m.trapecius) →Kapuzenmuskel  

Traubenzucker

Traubenzucker (dextrose; glucose), Einfachzucker (Monosaccharid), Schlüsselsubstanz im Kohlenhydratstoffwechsel. Traubenzucker. wird gern wegen seiner raschen Aufnahme in Magen und Darm vor und während Trainings- und Wettkampfbelastungen gegeben. Über Jahrzehnte wurde Traubenzucker (Dextro Energy) als schneller Energiespender gepriesen, der sofort neue Energie für mehr Konzentration und Leistungsfähigkeit spendet. Glucose stellt nach wie vor den wichtigsten Energielieferanten des…

Trauer

Trauer (grief), „emotionaler Zustand durch die Erfahrung eines Verlusts“ (Psychologisches Wörterbuch 2004) eines geliebten Menschen, Tieres, aber auch nach einer starken Kränkung, Krankheit, Verlust des Lebenssinns usw. Nach dem Tod einer Bezugsperson wird die Trauer in der Psychologie in drei Phasen eingeteilt: Schockzustand und Verzweiflung, sozialer Rückzug und erneute Öffnung/Rückkehr. Unterbleibt die aktive Auseinandersetzung mit…

Trauma

Trauma (trauma), griech. trauma „Wunde“; schädigende Einwirkung auf den Organismus als Körperverletzung (Verletzung) oder psychische Störung (Trauma, psychologisches), In den medizinischen Klassifikationssystemen (ICD-10 und DSM-IV) ist der Begriff wesentlich enger definiert als umgangssprachlich üblich. Er schließt allein Ereignisse mit ein, die objektiv "mit außergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigem Ausmaß" (ICD-10) einhergehen oder "den tatsächlichen oder drohenden Tod, tatsächliche oder…

Trauma, psychologisches

Trauma, psychologisches (trauma, mental), seelische Verletzung oder Erschütterung, die durch emotionale Belastungen ausgelöst wurde, nicht verarbeitet werden konnte und deshalb aus dem Bewusstsein verdrängt wird. Ein psychologisches Trauma kann das seelische Gleichgewicht stören. Die Ursachen können weit zurückliegen und oft nicht mehr erschlossen werden. Geblieben sind der unbewusste Angstauslöser und die Reaktion. Mit Geduld und…

Treibhöhe

Treibhöhe (jump height) →Sprunghöhe

Tremor

Tremor (tremor), lat. tremere „zittern“; rhythmisches unwillkürliches Muskelzittern, das vor allem bei maximalen isometrischen Kontraktionen der Haltemuskulatur in Verbindung mit Ermüdung oder Angst auftreten kann (physiologischer Tremor). Muskelzittern tritt häufig bei sportlicher Belastung, insbesondere im →Krafttraining auf und ist in geringem Maß normal, zumindest ein Zeichen des Körpers, dass die betreffenden Muskeln überlastet sind und…