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Sit-ups
Sit-ups (engl), – „Bauchaufzüge“, Übungen der klassischen Art des Bauchmuskeltraining von denen man sich den viel gepriesenen „Waschbrettbauch“ verspricht. Sie sind allerdings nicht so effektiv und nicht korrekt ausgeführt kann die Wirbelsäule (LWS) geschädigt werden („Klappmesser“). Schonender sind Crunches (s. Video). Es gibt allerdings keine Studien, die Wirbelsäulenschäden durch klassische Bauchmuskelübungen bestätigen. Sit-ups können niemals…
Sitte
Sitte (mores), „Form der sozialen Norm, die in einer Gesellschaft in ihrem Geltungsanspruch und der damit verknüpften Durchsetzbarkeit durch alltägliche Anwendung (Verinnerlichung) verankert und durch Verweis auf Tradition Brauch und moralische und/oder religiöse Gebote legitimiert ist; bezeichnet als Mussnorm sowohl die übergeordnete Kategorie des gesellschaftlich geforderten und erwarteten Mussverhaltens als auch die einzelnen dazu zählenden…
Situationsdruck
Situationsdruck (situational pressure), hier bezogen auf Druck als geistige Belastung, ein sich aus Umgebungs- bzw. Situationsbedingungen ergebender Stress, der das Handeln beeinflusst. Besonders im Sport wirken verschiedene Druckbedingungen (Zeitdruck, Präzisionsdruck, Komplexitätsdruck, Belastungsdruck, Situationsdruck) und deren Variationen. Die Sportwissenschaft spricht von koordinativen Anforderungskategorien zur Bewältigung von Bewegungssituationen (Mechling & Neumaier, 2009). Grundlage der koordinativen Anforderungen…
Situationstraining
Situationstraining (situational training), allgemein Üben unter situationsgerechten Bedingungen (z.B. für die Polizei Schießübungen unter Gegnereinwirkung), damit essentieller Bestandteil der Aus- und Fortbildung für Ordnungs- und Einsatzkräfte. →Situationsdruck Im Leistungssport oft an Stelle wettkampfspezifischer Belastung, besonders unter psychologisch-taktischen Aspekten, gebraucht („wettkampfnah“). Das Situationstraining sollte in folgenden Stufen erfolgen: Der Sportler verfügt über Bewegungserfahrung und über Sachkenntnis,…
Sitzball
Sitzball (sitting ball), Gymnastikball, auch Pezzi®ball, der sich dank seiner guten Ergonomie in der Physiotherapie wie auch am Arbeitsplatz als sehr sinnvoll erweist, zumindest kurzzeitig (max. 30 min). Da er keine Rückenlehne hat, ist man beim Sitzen ständig bemüht, sich auf eine gerade Sitzhaltung zu konzentrieren und die Balance zu halten. Verliert man das Gleichgewicht,…
Skalierung
Skalierung (scaling), lat. scalae ‚Leiter‘,,Treppe‘; allgemein Zuordnen nach Größe; In der Statistik Messen oder Schätzen von Tatbeständen, die selbst nicht numerisch bestimmt sind zur Quantifizierung empirischer Befunde. Die Indikatoren müssen auf einer wissenschaftlichen Theorie (→Hypothese) basieren, sollten das Wesentliche des Forschungsgegenstandes erfassen und die Gütekriterien eines Tests erfüllen. Grundformen sind: Ordinalskalen (Rangskalen wie z.B. Schulnoten),…
Skelettmuskulatur
Skelettmuskulatur (skeletal muscles), quergestreifte, vom Willen gesteuerte Muskulatur, die als wesentlicher Bestandteil des aktiven Bewegungsapparates Körperhaltung (u.a. gegen die Schwerkraft) und Körperbewegungen sichert. Ferner werden in der Muskulatur beim Ausdauersportler bis 95% des gesamten Stoffwechsels abgewickelt, durch die Muskelkontraktion der venöse Blutrückfluss gefördert, die Atmung unterstützt, ein erheblicher Teil der Körperwärme gesichert und durch die…
Skelettreife
Skelettreife (bone age), auch Knochenalter, Entwicklungsgrad der Skelettknochen als Ausdruck des Knochenalters, vornehmlich der linken Hand. Man geht davon aus, dass sich das Handskelett bei normaler Entwicklung nach einem bestimmten Muster entwickelt, wobei sich die Reifung beim Mädchen etwas schneller vollzieht als beim Jungen. Der Mittelwert (50% der Kinder) wäre dann identisch mit normalem Entwicklungsalter.…
Skilanglauf
Skilanglauf (long distance skiing), Disziplin des Skisports, die wegen der Beanspruchung spezifischer Muskelgruppen (Abdruck beim Diagonalschritt), der Ansprüche an koordinativen Fähigkeiten und der Entwicklung der Kraftausdauer hervorragend als allgemeines Trainingsmittel für Schwimmer geeignet ist. Die Lauftechnik sollte frühzeitig im Rahmen von Winterlagern erlernt werden. Die Verletzungsgefahr ist recht gering und die Gleitbewegung schont die Gelenke,…
Skill
Skill (skill), im Zeichen des zunehmenden Anglizismus unserer Sprache häufig für „Fertigkeit“, „Können“, „Fähigkeit“. Übertragen steht "SwimSkills" für Schwimmkurs, also Ausbildung der schwimmerischen Fertigkeiten. Mehr zum Thema: (Video) https://www.youtube.com/watch?v=zzlZHt3BiZs - Zugriff 29.06.24
Skipping
Skipping (engl.), Seilhüpfen (skipping, rope skipping = Sprungseil), Element der Laufschule wie Fußgelenksarbeit, charakterisiert durch aufrechte Körperhaltung, wenig Raumgewinn und kurze schnelle Schritte. Die Oberschenkel werden bis zur Horizontalen angehoben, das Hüftgelenk wird vollständig gestreckt. Ähnlich dem „Kniehebelauf“. Da das Seilspringen heute bei Kindern scheinbar nur noch einen geringen Stellenwert besitzt, sollte es im Schulsport…
Skoliose
Skoliose (scoliosis), griech. skolios „krumm“) seitliche Verbiegung der Wirbelsäule, häufig im Bereich der Lendenwirbelsäule. Sie ist zumeist angeborenen, kann aber auch die Folge von Haltungsschwäche und einseitiger muskulärer Beanspruchung sein. In leichter Form kommt die Skoliose bei fast allen Menschen vor, als krankhaft wird eine dauerhafte Verkrümmung mit gleichzeitiger Verdrehung (Torsion) der Wirbelkörper bezeichnet. Therapeutisch…
Skullen
Technikanteile und zugeordnete Etiketten der vier Schwimmarten (nach Reischle, 2000, S.98)
Smartphone
Smartphone (engl. „schlaues Telefon“.), Mobiltelefon (Handy) mit erweiterter Funktionalität, indem durch Apps die mobile Büro- und Datenkommunikation mit einem einzigen Gerät erfolgen kann. Als „hypermediales Taschenmesser mit 1000 unterschiedlichen Funktionen“ wird das Smartphone zugleich zur Herausforderung von Schule (Sport) und Gesellschaft. Heranwachsende sind in Deutschland täglich viereinhalb Stunden online. Eine repräsentative Befragung der Uni Mannheim…
Smartwatches
Smartwatches (engl.) mobiles Gerät mit einem Touchscreen-Display, das am Handgelenk getragen wird und mit dem Smartphone verbunden ist. s. Fitnesstracker, Wearables Aus dem Leistungssport sind Wearables nicht mehr wegzudenken, denn durch die Datenerhebung können Sportler ihr Training noch besser steuern. Mittels Sensoren erfassen sie Herzfrequenz, Kalorienverbrauch, Distanzen, Geschwindigkeit und sogar Bewegungsabläufe. Da die Systeme viele…
Soda-loading
„soda loading“ (engl.) Supplementierung (ergänzende Aufnahme von Nährstoffen) mit Natriumbicarbonat, im Sport vor allem vor hochintensiven (anaeroben) Belastungen zur Erhöhung des Säurepufferung-Potentials des Blutes (Puffersysteme) und damit zur Regulierung des Säure-Basen-Gleichgewichtes (→pH-Wert). Wer nach dem Motto supplementiert "viel hilft viel", kann ernsthafte gesundheitliche Probleme erleiden (Alkalose). Aktuell werden 0,2-0,3 Gramm Natron pro Körpergewicht empfohlen. Höhere…
Sofortinformation
Sofortinformation (instant information), auch Schnellinformation; Bestandteil des prorammierten Unterichtens im Sinne einer schnellen Vermittlung von speziellen Kenntnissen oder Fertigkeiten. Der Einfluss einer Information auf die Präzisierung von Bewegungsvorstellung und -empfinden ist besonders wirksam, wenn die genaue Information über die Bewegungsausführung unter dem unmittelbaren Eindruck des Bewegungserlebnisses erfolgt. Voraussetzung ist eine genaue Kenntniss über die rationelle…
Soll-Ist-Vergleich
Soll-Ist-Vergleich (debit:credit comparisation), auch Abweichungsanalyse, in der Buchführung die Differenz zwischen Ist- und Sollkosten zur Kontrolle der Wirtschaftlichkeit (neudeutsch: Controlling). Auf den Sport übertragen eine Kontrollform der Trainingsplanung, indem die Abweichungen der Ist-Werte von denen der Soll-Werte bestimmt werden, wie z.B. bei der Trainingsdatendokumentation. Soll: Ist-Vergleiche finden aber auch im Rahmen von Bewegungshandlungen auf den…
Sollgewicht
Sollgewicht (normal weight), normales Körpergewicht (im Gegensatz zu Unter- oder Übergewicht), das als Durchschnittsgewicht in Tabellen erfasst ist, wobei Alter und Geschlecht zu berücksichtigen sind. Unter medizinischen Aspekt das Gewicht, dass man haben sollte, damit man keine gesundheitlichen Schäden erleidet. Besonders während des Wachstums ist es schwierig, ein orientierendes Sollgewicht festzulegen. Abweichungen vom Sollgewicht (Untergewicht)…
Sollwert
Sollwert (target value), in der Kybernetik eine konstante Führungsgröße, von der der Istwert so wenig wie möglich abweichen sollte. In der Physiologie wird als Sollwert oft ein durch statistische Verfahren aus der Normalbevölkerung bestimmter Wert eines Körperbestandteils (Normwert) oder einer Funktion bezeichnet, der als Richtwert (→Norm) gelten soll. → Soll-Ist-Vergleich Grundlage der Trainingssteuerung sind erfassbare…