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Proband

Proband (proband), lat. probare „prüfen“; in der Forschung eine Person, die an einem Test/Versuch teilnimmt. „Die Bezeichnung als Proband wird allgemein und meist geschlechtsneutral in Wissenschaften benutzt, die sich mit Menschen als Individuen beschäftigen. Bei wissenschaftlichen Untersuchungen bezeichnet Proband eine Versuchsperson (abgekürzt VP). Dabei wird sie als Test- oder Vergleichsperson beispielhaft einer Befragung, medizinischen Untersuchung,…

Problemlösen

Problemlösen (problem solving), grundsätzlich verlangt das Leben in seinem Vollzug dem Menschen Problemlösungen ab (Stygermeer 1999, S.93). Hier als Kategorie der Wirtschafts- und Geisteswissenschaften (besonders Psychologie) ein Prozess, um durch bewusstes Denken von einem unbefriedigenden Ausgangszustand zu einem gewünschten, teilweise unbekannten Endzustand zu gelangen. Techniken (Kreativmethoden) zur Lösung von Problemen sind: „Brainstorming: Sammlung spontaner mündlicher…

Professional

Professional/Profi (professional), Person, die ihre Tätigkeit beruflich ausübt, während unter Professionalität (→Professionalisierung) eine höhere Qualifikation in einem bestimmten Tätigkeitsbereich verstanden wird ohne dass damit ein bestimmter Beruf (Einkommen) verbunden sein muss. Berufssportler sind vorrangig in Sportarten zu finden, die sich gut vermarkten ließen, wie Fußball, Autorennsport, Golf, Tennis. Unter Profisportler führt zum Beispiel "statista" nur…

Professionalisierung

Professionalisierung (professionalization), „Konsolidierung von Berufen in feste Berufsbilder, d.h. die Entwicklung eindeutig festgelegter Zugangsvoraussetzungen und formalisierter Qualifikationsanforderungen, klar definierter Karrieremuster und Aufstiegschancen, die Entstehung einer Standes- und Berufsorganisation (Berufsverband) und schließlich die Orientierung an gemeinsam akzeptierten Verhaltens- und Wertstandards und einem Staatsbewusstsein (Berufsethos), die eine kollektive Reaktion auf gleichartige Situationen bewirken und damit sozial-strukturell begründete…

Professionalität

Professionalität (professionalism), professional heißt eigentlich „berufsmäßig“, Professionalität geht aber über fachliches Wissen und Können hinaus. und bedeutet anspruchsvollen Maßstäben zu genügen, die im Hochleistungssport mit „Streben nach Weltniveau“ zu definieren wären. Das betrifft besonders die Kompetenz, des Trainers,  Probleme zu lösen (→Problemlösen) und Sportler mit einzubeziehen (→Mündigkeit). Professionalität wird im Sport für sehr unterschiedliche Verhaltensweisen…

Profilneurose

Profilneurose (profile neurosis), umgangssprachlich für übermäßigen Geltungsdrang, zumeist um Minderwertigkeitsgefühle zu kompensieren. Sport und Kleingartenvereine sind ein beliebtes Feld für Profilneurotiker, denn wo wird man sonst so schnell „Präsident“, „Vizepräsident“ oder „Vorsitzender“.

Progesteron

Progesteron (progesterone), Steroid- und weibliches Sexualhormon, das im „Mutterkuchen“ (Plazenta) gebildet wird und eine Rolle bei der „Einnistung der Eizelle“ in den Uterus und der Entwicklung des Embryos spielt, deshalb auch als „Schwangerschaftshormon“ bezeichnet. Die Progesteronbildung setzt in der Lutealphase ein und erreicht besonders in der zweiten Zyklushälfte hohe Blutkonzentrationen. Diese hormonellen Veränderungen wirken sich…

Prognose

Prognose (prognosis), Vorhersage eines Ereignisses (z.B. Wetterprognose), Zustandes oder einer Entwicklung (z.B. Finalzeiten, →Karriere). →Talentprognose, →Rudolph-Tabelle, →Prognoseschwimmen Im Leistungssport verbindet man Prognose zumeist mit Vorhersagen von Zeiten und Platzierungen bei Hauptwettkämpfen wie Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften (→Leistungsprognose). Dabei erfordern Trainings- und Wettkampfplanung ständig eine Orientierung auf der Grundlage solider Analysen des Ist-Zustandes. Wie zum Beispiel…

Prognoseschwimmen

„Prognoseschwimmen“ (prognosis-swim), Trainingsmethode in der Gegenstromanlage, die die Vorteile der regelbaren und damit vorgegebenen Schwimmgeschwindigkeit nutzt. Danach wird die angestrebte Schwimmgeschwindigkeit eingestellt und der Schwimmer hat die Möglichkeit, sich in Teilabschnitten diesem Ziel zu nähern. →Prognose, →wettkampfspezifische Ausdauer, →Prognosetraining, →Leistungsprognose Beispiel: Prognosezeit für 100m Freistil = 0:47,5 min. Umgerechnet in Schwimmgeschwindigkeit nach dem Rennstrukturmodell sind…

Prognosetraining

Prognosetraining (prognosis training), aus der Sicht der Sportpsychologie eine Variante des ”Kompetenzüberzeugungstrainings” (Eberpächer, 2004), indem wirklich das trainiert wird, was man im Wettkampf braucht (→Kompetenzerwartung). Aus trainingsmethodischer Sicht verweist Krug (2009) auf folgende Möglichkeiten für ein Prognosetraining: • In den Ausdauersportarten Unterdistanztraining auf dem Laufband oder im Strömungskanal (Prognoseschwimmen) mit dem Ziel, die prognostizierte Geschwindigkeit…

Programm, olympisches

Programm, olympisches (Olympic Programme) →Sportarten, olympische

Progressive Relaxation

Progressive Relaxation (progressive relaxation) (progressive Muskelentspannung, PMR) psychoregulatives Verfahren, bei dem „über einen Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung von Muskelgruppen angestrebt wird, den Spannungszustand der Skelettmuskulatur besser wahrzunehmen und zu beeinflussen mit dem Ziel, zu einer optimalen Spannung zu gelangen“ (Seiler in Röthig & Prohl, 2003, S.432). Zavitaev et al (2021) erweitern die Wirkung auf…

Progressives Schwimmen

Progressives Schwimmen (progressive swimming) → Steigerungsschwimmen   Video: https://www.youtube.com/watch?v=Lwv8ADz_15Q

Prohormone

Prohormone (prohormone), „leichte Steroide“ Hormonvorläufer, die selbst noch keine oder kaum hormonelle Wirkung zeigen, sondern im Stoffwechsel erst zu einem Hormon umgewandelt werden müssen (Wikipedia). Aber sie unterliegen aufgrund Ihrer Hormonstruktur in Deutschland dem Arzneimittelgesetz. Zu den Prohormonen zählen: Androstendion, Androstendiol, DHEA, Stano/Stanozol, Superdrol/S-Drol, Epistande, Tren/Trenevol, M1T/ -1-Testosteron und Nandrolon. Sie sind allesamt lt. Reglement…

Projekt

Projekt (project), lat. proiectum „Das nach vorn Geworfene“; Vorhaben mit konkreten Ziel und Lösungswegen sowie zeitlich, personell und finanziell begrenztem Rahmen. Immer stärker auch als Lehrkonzept im Unterricht genutzt. →Prognose, →Perspektive Mit der finanziellen Unterstützung von Projekten sichert das Bundesinstitut für Sportwissenschaft (www.bisp.de) einen Großteil der Forschung im Leistungssport der Bundesrepublik. Projekte werden durch das…

Projektion

Projektion (projection), lat. proicere „hinaus-, hinwerfen, verachten“; vielfältiger Gebrauch des Begriffes, z.B. in der Optik die Abbildung eines Objektes oder dessen Bildes auf eine Bildebene durch eine Linse oder ein Linsensystem. In der Psychoanalyse die Verlagerung von inneren psychischen Vorgängen (Gefühlen, Interessen) nach außen, als Abwehrmechanismus verstanden, um unangenehme Gefühle und Wünsche einem anderen anzulasten…

Pronation

Pronation (pronation), lat. pronare - verbeuen, bücken; Drehung von Hand oder Fuß bei gleichzeitigem Heben des äußeren und Senkung des inneren Handballens bzw. Fußrandes. Gegenteil: Supination (Gedächtnisstütze für Hand: bei Pronation liegt die Hand wie beim Brotschneiden“). Durch Supination und Pronation kann der Fuß an unterschiedliche Bodenprofile angepasst und damit die Kontaktstabilität zur Auflagefläche erhöht…

Pronator

Pronator (pronator), lat. pronare - verbeugen, bücken; Muskel, der eine Drehbewegung im Unterarm bzw. Hebung/Senkung des inneren Fußrandes (Pronation) bewirkt. An der Pronationsbewegung der Hand sind folgende Unterarmmuskeln beteiligt: Musculus pronator quadratus (viereckiger Einwärtsdreher) Musculus pronator teres (runder Einwärtsdreher) Musculus brachioradialis (Oberarmspeichenmuskel) Durch Drehbewegungen des Einwärtsdrehers kann der Mittelarmnerv (Nervus medianus) eingeschnürt werden und es…

Prophylaxe

Prophylaxe (prophylaxis), griech. prophýlaxis "Schutz", "Vorbeugung"; medizinische und sozialhygienische Maßnahmen um Erkrankungen zu verhindern, wie z.B. Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten und Zahnprophylaxe, In anderen Bereichen, wie beispielsweise in der Gesellschaft oder Politik, spricht man vermehrt von Prävention. Sport selbst kann prophylaktischen Charakter haben. So besteht heute kein Zweifel mehr an der positiven Wirkung von Training…

Proportionsalter

Proportionsalter (proportion age), messmethodisch einfaches anthropometrisches Verfahren zur Bestimmung des Entwicklungsalters aus Körpermasse/gewicht und Körperhöhe nach Nomogrammen, erstmals von Butenandt (1974) beschrieben. Wutscherk (1983) berechnete das Körperbauentwicklungsalters und erweiterte mit mehreren Messgrößen auf den Körperbau-Entwicklungsindex. Untersuchungen im Nachwuchsleistungssport (u.a. Fröhner, 2002, Rudolph, 2004) bestärken die Erkenntnis, dass Variabilität in den Altersklassen eine Normalität ist. Dominanten…