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Kinderrechte
Kinderrechte (child rights), laut Grundgesetz haben Kinder ab der Geburt (§1 BGB) das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit, die Achtung der Menschenwürde, der Unverletzlichkeit der Person und der Freiheit sowie auf die Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen (→Koedukation), weiter ein Namensrecht, Recht auf Staatsangehörigkeit, Eigentums- und Erbrecht. Lt. UN-Kinderrechtskonvention haben Kinder ein Recht auf…
Kindesalter frühes
Kindesalter, frühes (infancy, early), auch Vorschulalter, Lebensphase im Alter von 4 – 6/7 Jahren und damit im Abschnitt der schwimmerischen Grundausbildung, die sich in der motorischen Ontogenese durch die Vervollkommnung vielfältiger Bewegungsformen und der Aneignung erster Bewegungskombinationen äußert. Kinder sind in diesem Alter wissbegierig und bewegungsfreudig. Die noch wenig entwickelte Konzentrationsfähigkeit bewirkt aber einen häufigen…
Kindesalter, mittleres
Kindesalter, mittleres (infancy,middle), auch frühes Schulkindalter; Lebensphase im Alter vom 6/7. bis 10. Lebensjahr, die durch ein fast ungestümes Bewegungsverhalten gekennzeichnet ist, was sich in einem begeisterten Sportinteresse äußert. Das mittlere Kindesalter sollte genutzt werden, um die nach der Grundausbildung mit dem Wasser vertrauten Kinder für den Leistungssport in seinen Anfängen (→Grundlagentraining) zu gewinnen. Weitere…
Kindesalter, spätes
Kindesalter, spätes (infanyc, late), auch spätes Schulkindalter, Lebensphase im Alter vom 10./11. Lebensjahr bis zum Beginn der Pubertät: 11./12. Lebensjahr bei Mädchen, 12./13. Lebensjahr bei Jungen (Meinel & Schnabel, 2007, S. 248). Das Wachstum verläuft in dieser Zeit sehr differenziert, deshalb sind die Altersgrenzen besonders nach oben nur grob zu ziehen. Da dieser Abschnitt durch…
Kindesmisshandlung
Kindesmisshandlung/Kindesmissbrauch (child abuse), „nicht zufällige, bewusste oder unbewusste, gewaltsame, psychische oder physische Schädigung, die in Familien oder Institutionen (beispielsweise Kindergärten, Schulen, Heimen) geschieht, die zu Verletzungen, Entwicklungshemmungen oder sogar zum Tod führt und die das Wohl und die Rechte eines Kindes beeinträchtigt oder bedroht. (Bast, 1975, nach: Senatsverwaltung Berlin, 2002, S. 6). →Pädophilie Formen der…
Kindeswohl
Kindeswohl (best interests of the child), unbestimmter Rechtsbegriff, dem die elterliche Sorge und Verantwortung zugrunde liegt (§ 1627 BGB). Diese erstreckt sich auf folgende Merkmale (nach Remschmidt & Mattejat, 2010: Körperliche und psychische Gesundheit, störungsfreie Entwicklung und Entfaltung der Persönlichkeit, weitgehende Freiheit von Belastung, Angst und Konflikten, Entwicklung und Aufrechterhaltung interpersonaler und emotionaler Beziehungen, Familie…
Kindgemäßheit
Kindgemäßheit (child suitability), kindgerecht; Der Begriff „Kindgemäßheit“ ist weit gesteckt und nicht exakt definiert, da „eine Annäherung an diesen nicht eindeutig präzisierbaren Begriff nur situativ und kasuistisch möglich“ sei. Folglich ermöglicht allein die Bezugnahme auf die jeweilige konkrete Handlungssituation eine sinnvolle Debatte über Kindgemäßheit. (Rosenberger, 2004, S.10). Pädagogisches Leitprinzip bleibt dabei die Orientierung am Kind,…
Kindheit
Kindheit (childhoot; infancy), Lebensabschnitt von der Geburt bis zum Übergang in das Jugendalter (Beginn der Pubertät), aber biologisch wegen der unterschiedlichen Wachstumsverläufe schwer einzugrenzen, rechtlich bis Vollendung des 14. Lebensjahres, Um die Entwicklungsaufgaben (→Wachstum, →Lernen) bewältigen zu können ist das Kind frei von der Verantwortung des Erwachsenen (Beruf, →Familie). Durch den Einfluss der Medien (→Gewalt,…
Kinematik
Kinematik (kinematics), griech. kinema „Bewegung“; Teilgebiet der Mechanik, die Bewegungen in ihrem Verlauf in Raum und Zeit beschreibt und als Geometrie der Bewegung mathematisch formuliert, wobei Kräfte unbeachtet bleiben. →Beschleunigung, →Geschwindigkeit, →Raumbahn Beispiele für die Erfassung kinematischer Größen in der Wettkampfanalyse des Schwimmens: Absprunggeschwindigkeit beim Start Absprungwinkel beim Start Abstoßgeschwindigkeit bei Start und Wende Schwimmgeschwindigkeit…
Kinematografie
Kinematografie (cinematography), griech. von kínēma, „Bewegung“, auch „Erschütterung“, „Veränderung“ und gráphein, „beschreiben“; auch →Kinematik. Apparatetechnik zur Aufzeichnung und Wiedergabe von Filmen. Aufnahme und Wiedergabe sportlicher Techniken durch Filmaufnahmen, die über Jahrzehnte die Grundlage zur Bestimmung kinematografischer Größen war (Winkel, Handgeschwindigkeit usw.), aber später durch Videoaufnahmen und inzwischen durch digitale Bildübertragung abgelöst wurde. Die durch die…
Kinemetrie
Kinemetrie (cinemetry), griech. von kínēma, „Bewegung“ und metrov „Maß“; Verfahren zur Messung sich aus der Bewegung ergebender (kinematischer) Größen (→Zeit, →Geschwindigkeit, →Weg, →Beschleunigung usw.) bei sportlichen Bewegungen, auch Bildfolgeverfahren. Mit der Kinemetrie wird eine Bewegung durch Videobilder erfasst, die danach am PC digitalisiert und in 2D- bzw. 3D-Koordinaten umgerechnet werden Dazu werden Zeit- und zusätzliche…
Kinesiologie
Kinesiologie (kinesiology), griech. kinesis „Bewegung“ und logos „Wort,,Lehre“; in der Medizin ein wissenschaftlich nicht anerkanntes, alternativmedizinisches Diagnose- und Therapieverfahren ohne belegte Wirksamkeit (Wikipedia) →Homöopathie, →Akupunktur, →Kinesiotapes In der Sportwissenschaft Synonym für Bewegungslehre, hier richtiger "Gefühlte Bewegungslehre", in dem das Körper-Geist-Seele System ins Gleichgewicht gebracht wird (im Schwimmen z.B. Wassergefühl), damit eine Nahtstelle vom Psycho-Physiotherapeuten zum…
Kinetische Kette
Kinetische Kette (kinetic chain ), aus der Getriebetechnik übernommener Begriff, der nur den strukturellen Zusammenhang der Glieder zeigt und keinerlei Hinweise auf die Gliederfunktion gibt. Auch der menschliche Körper besteht aus zahlreichen Gelenken, die verschiedene Gliedmaßen miteinander verbinden, z.B. Ober- und Unterschenkel durch das Kniegelenk. Dabei wird zwischen offener kinematischer Kette (open kinetic chain) und…
Kippwende
Kippwende (kip-turn), auch Seitfallwende, weitläufigste Form der Wendenausführung, die vor allem im Brust- und Delfinschwimmen angewandt wird, im Kraulschwimmen bei Anfängern bzw. im Breitensport und zumeist im Training (bei Kraul nicht immer gern gesehen). Im Gegensatz zur Rollwende erfolgt die Richtungsumkehr mit Handkontakt. Die Kippwende sollte vor der Rollwende erlernt werden, da sie einfacher ist und…
Klassifizierer
Klassifizierer (classifier), autorisierte Person im Behindertensport zur Durchführung der Klassifizierung. Zur Klassifizierung sind zwei Typen von Klassifizierern notwendig, der medizinische und der technische, welche beide ein Team bilden. Der medizinische Klassifizierer ist ein Arzt oder Physiotherapeut, der technische Klassifizierer ist ein lizenzierter Schwimmtrainer. (verfasst von D. Paschke)
Klassifizierung
Klassifizierung (classification), durch Abstraktion erfolgte Zusammenfassung von Objekten zu Klassen (WIKIPEDIA). Im Behindertensport ein Vorgang zur Einstufung eines geistig-, körper- oder sehbehinderten Sportlers (→Körperbehinderung) nach dem Klassifizierungssystem des Internationalen Paralympischen Komitee. Jeder Behindertensportler muss vor einem Wettkampfstart klassifiziert werden. Das derzeitige System ist in den 80er Jahren entwickelt und 1992 bei den Paralympics in Barcelona implementiert…
Klassifizierungsbogen
Klassifizierungsbogen (classification sheet/classification testing sheet), Formular im Behindertensport, auf dem alle die Klassifizierung des jeweiligen Sportlers betreffenden Informationen enthalten sind. (z.B. Startklasse, Ausnahmecodes) (verfasst von D. Paschke)
Klassifizierungsdatenbank
Klassifizierungsdatenbank (Classification database), im Behindertensportnationale bzw. internationale Datenbank, in der alle klassifizierten Behindertenschwimmer mit ihrer gültigen Startklasse verzeichnet sind. →Klassifizierung, →Klassifizierungsbogen (verfasst von D. Paschke)
Klassifizierungssystem
Klassifizierungssystem (classification system), im Behindertensport ein System der Erfassung der verschiedenen Behinderungen wie Gliedmaßenverlust, Cerebralparesen (Koordinations- und Bewegungseinschränkungen), Rückenmarkverletzungen und andere Behinderungen (z.B. Kleinwuchs) im Behindertenschwimmen. Vergleichbare funktionelle Einschränkungen werden in eine Startklasse eingeordnet. Startklassen 1 bis 10- Schwimmer mit Körperbehinderung, Startklassen 11 bis13- Schwimmer mit einer Sehbehinderung, Startklasse 14*- Schwimmer mit einer geistigen Behinderung.…